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23. Februar 2026

Attentat wegen Epstein? Mann vor Trump-Residenz erschossen

Worum geht es? Sicherheitskräfte erschossen am Sonntag in den frühen Morgenstunden einen Mann, der in den gesicherten Bereich der Residenz von Donald Trump bei Mar‑a‑Lago eingedrungen war.

Was ist der Hintergrund? Der ist noch rätselhaft. Der Mann ist inzwischen als Austin Tucker M. identifiziert, 21, wohnhaft in North Carolina (USA). Er arbeitete als Greenkeeper auf einem Golfplatz.

Was weiß man über ihn? Er wurde von seinen Eltern als vermisst gemeldet, kurz bevor der Vorfall stattfand. Menschen in seiner Heimat beschrieben ihn als ruhig und unauffällig, jemand, der nicht gewohnt war, mit Waffen umzugehen.

Gibt es einen politischen Hintergrund? Die Familie von Austin Tucker M. gilt als starke Unterstützer von Donald Trump.

Was ist genau passiert? Der Vorfall ereignete sich um 1.30 Uhr früh. Austin Tucker M. drang auf das Gelände ein, er trug eine Gaskartusche und eine Schrotflinte bei sich. Er wurde von Sicherheitskräften gestoppt.

Was geschah dann? Austin Tucker M. stellte nach der Aufforderung die Gaskartusche auf den Boden, soll die Schrotflinte dann aber in Schussposition hochgezogen haben. Zwei US‑Secret‑Service‑Agenten und ein Sheriff‑Deputy eröffneten das Feuer.

Gibt es Erkenntnisse über ein Motiv? Nein! Es existieren Berichte, wonach Martin Textnachrichten über die sogenannten "Epstein‑Files" verschickt haben soll (eine Bezugnahme auf veröffentlichte Dokumente und Kontroversen rund um Jeffrey Epstein), bestätigt ist das nicht.

Hat Austin Tucker M. Vorstrafen? Die lokalen Behörden fanden keinerlei vorherige Strafregister-Einträge oder auffällige Hinweise in seiner Akte.

Wie wird ermittelt? Die beteiligten Beamten trugen Körperkameras. Anwohner wurde dazu aufgefordert, die Aufnahmen der Außenkameras von Samstagabend bis Sonntagmorgen zu überprüfen und "alles, was verdächtig aussieht", zu melden.

War Trump im Haus? Nein, Trump war am Wochenende nicht in Mar-a-Lago.

Weitere Meldungen

Andrew im Pariser Louvre Nach 15 Minuten war er wieder weg

Worum geht es? Aktivisten einer britischen Gruppe mit dem Namen "Everyone Hates Elon" haben am Sonntag ein gerahmtes Foto von Andrew Mountbatten-Windsor – dem früheren Prinz Andrew – an einer Wand im Louvre Museum angebracht (hier die Aktion im Video).

Was zeigt das Foto? Es handelt sich um das Bild nach seiner Festnahme und anschließenden Freilassung aus Polizeigewahrsam in Großbritannien. Er sitzt mit schreckgeweiteten Augen am Rücksitz eines Autos.

Gibt es eine Erklärung dazu? Das Foto war mit dem Schriftzug "He’s Sweating Now – 2026" versehen – eine ironische Bezugnahme auf eine frühere kontroverse Aussage von Andrew über sein Schwitzen.

Was ist der Hintergrund? Andrew war am 19. Februar, seinem 66. Geburtstag, von der Polizei in Norfolk (UK) festgenommen worden. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Amtsmissbrauch. Sie stehen im Zusammenhang mit dem Skandal um Jeffrey Epstein.

Wer ist "Everyone Hates Elon"? Eine britische Aktivistengruppe, die sich selbst als Anti-Milliardärs- bzw. Anti-Eliten-Kampagne beschreibt. Die Gruppe nutzt provokative Aktionen im öffentlichen Raum, wie hier zu sehen.

Was passierte mit dem Louvre-Bild? Es wurde nach 15 Minuten abgehängt. Das Bild war nahe dem Eingang zu einem der großen Galeriebereiche platziert worden, ein Ort, an dem viele Besucher vorbeigehen.

Eine Nacht im Flugzeug Kein Bus da, 600 Passagiere gefangen

Worum geht es? In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es am Flughafen München zu einem Winter-Chaos. Rund 600 Passagiere mussten unfreiwillig in ihren Flugzeugen übernachten – mutmaßlich auch aus Schlamperei.

Wie kam es dazu? Wegen des starken Schneefalls gab es untertags viele Verspätungen. In München herrscht zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh ein Flugverbot. Das wurde diesmal teilweise aufgehoben.

Aber? Einige bereits abgefertigte und startbereite Maschinen bekamen dann doch keine Starterlaubnis, warum, ist noch unklar. Sie standen am Flugfeld, alle "Finger" waren von abgestellten Flugzeugen belegt.

Warum kam kein Bus? Offenbar, weil die Fahrer heimgegangen waren. Die Passagiere konnten also nicht über die Terminals aussteigen, aber auch nicht über eine Gangway, denn es standen keine Busse bereit. Sie waren in den Flugzeugen gefangen.

Um wie viele Maschinen geht es? Nach aktuellem Stand um sechs, fünf von Lufthansa, eine von Air Arabia. Die Fluggäste mussten bis 5 Uhr warten, da wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

Was hieß das in der Praxis? Die Passagiere verbrachten die Nacht im Flugzeug. Betroffene berichten, dass es viel zu wenige Decken, Verpflegung und Getränke gegeben habe. Vom Personal seien sie ständig vertröstet worden.

Was sagen Lufthansa und Flughafen? Sie bestätigen (und bedauern) den Vorgang grundsätzlich, die fehlende Betreuung und Kommunikation wird bestritten.

Warum ist das jetzt ein Thema? Weil der Murks ein Fall für die Staatsanwaltschaft wird. Sie soll prüfen, ob der Vorfall strafrechtliche Konsequenzen hat.

Wackelt nun Mexiko-WM? Unruhen nach Tötung von Drogenboss

Worum geht es? Bei einer Spezialoperation des mexikanischen Militärs wurde am Sonntag der berüchtigtste Drogenboss des Landes, Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho", getötet. Bei anschließenden Gefechten kamen insgesamt 74 Menschen ums Leben, darunter 25 Soldaten der Nationalgarde.

Wer war "El Mencho"? Er leitete das Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG), das als eines der gewalttätigsten Verbrechersyndikate Mexikos gilt. Neben dem Handel mit Fentanyl, Metamphetamin und Kokain wird es auch mit Erpressung, Menschenhandel und Waffenhandel in Verbindung gebracht.

Wie kamen ihm die Behörden auf die Spur? Der entscheidende Hinweis auf seinen Aufenthaltsort soll von US.Geheimdiensten gekommen sein. Die USA hatten das Kartell als terroristische Organisation eingestuft und auf "El Mencho" ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar ausgesetzt.

Wie kam es zu so vielen Todesfällen? Nach dem Tod des Kartellchefs reagierten seine Anhänger mit einer Welle der Gewalt. Ausgehend vom Bundesstaat Jalisco, wurden in 20 Bundesstaaten Autos angezündet, Straßen blockiert und Geschäfte angegriffen. Auch mehrere Touristenorte waren von den Ausschreitungen betroffen.

Waren auch Urlauber von den Kämpfen betroffen? Die Behörden forderten Touristen in den betroffenen Ferienorten auf, nicht auf die Straße zu gehen. Mehrere Fluggesellschaften aus den USA und Kanada strichen kurzfristig ihre Verbindungen nach Puerto Vallarta und leiteten Flüge, die bereits in der Luft waren, zu anderen Zielen um.

Wer bangt nun auch? In vier Monaten beginnt in Mexiko (neben Kanada und den USA) die Fußball-WM. 13 Spiele finden im Land statt, auch in einer Stadt, die nun besonders von Unruhen betroffen ist.

Nämlich? In Guadalajara an der Westküste steht eines der drei mexikanischen WM-Stadien. Hier sind vier WM-Vorrundenspiele angesetzt, darunter auch das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay.

Neue Epstein-Festnahme Nun britischer Ex-Botschafter betroffen

Worum geht es? Die britische Polizei hat am Montag den ehemaligen Botschafter des Königreichs in den USA, Peter Mandelson, im Zuge ihrer Ermittlungen zu den Epstein-Akten festgenommen. Dem 72-Jährigen wird Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Wer ist Peter Mandelson? Der Politiker gehört seit Jahrzehnten zu den einflussreichsten Köpfen im Labour-Lager. Er saß lange Jahre im Parlament, war EU-Kommissar und britischer Wirtschaftsminister. Zuletzt war er als Botschafter Großbritanniens in den USA, war aber im September 2025 von seinem Amt abberufen worden.

Weshalb die Abberufung? Im Zuge der Veröffentlichung der Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren neue Details bekannt geworden, wie nahe sich Mandelson und Epstein (er starb 2019 in Untersuchungshaft) lange Zeit gestanden hatten.

Hat die Festnahme jetzt mit den Epstein-Akten zu tun? Laut BBC steht der Verdacht im Raum, dass Mandelson im Zuge des Überprüfungsprozesses für das Amt des Botschafters nicht die volle Wahrheit darüber gesagt hat, in welcher Beziehung er zu Epstein stand.

Hat das etwas mit der Festnahme von Ex-Prinz Andrew zu tun? Das wird sich erst weisen. Andrew war vergangene Woche kurzfristig festgenommen worden, nachdem bekannt geworden war, dass er in seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter Epstein vertrauliche Informationen weitergeleitet haben soll. Der Bruder von König Charles III. bestreitet jedes Fehlverhalten.

Standen Mandelson und Andrew in Kontakt? Wenn nicht über Epstein, so doch jedenfalls daheim in London. Denn zu jener Zeit, als Andrew Handelsbeauftragter der Krone war, da war Mandelson Wirtschaftsminister.

Notstand in 7 US-Staaten Blizzard legte Nordostküste lahm

Worum geht es? Der Nordosten der USA erlebte am Montag einen dramatischen Wintereinbruch. In New York City fielen sorgte ein Blizzard bis Montagmittag für etwa 40 Zentimeter Schnee.

Wie schlimm war es? In sieben Bundesstaaten – New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware, Connecticut, Rhode Island und Massachusetts – wurde der Notstand ausgerufen. New York stellte 1.400 Notfall-Schneeschaufler ein.

Was waren die Folgen? Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani ließ bis Mittag sämtliche Straßen, Highways und Brücken für den Verkehr sperren, ausgenommen waren nur systemrelevante Transporte und Einsatzfahrten.

Gab es noch weitere Behinderungen? Der öffentliche Verkehr war nahezu lahmgelegt. Nur wenige Züge, Busse und U-Bahnen konnten regulär fahren. An den New Yorker Flughäfen sowie in Newark und Boston wurden 90 Prozent aller Flüge abgesagt.

Wie viele Menschen leben im Blizzard-Gebiet? Mehr als 50 Millionen. Das betroffene Gebiet reichte von Washington D.C. im Süden über Philadelphia, New York City und Boston bis in den äußersten Norden des Bundesstaates Maine. Etwa 400.000 Haushalte waren zeitweilig ohne Strom.

Was riet Zohran Mamdani seinen Bürgern? "Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause!" Damit sich auch möglichst viele daran halten, blieben am Montag alle Schulen und die meisten öffentlichen Einrichtungen im Big Apple geschlossen. Auch die meisten Theateraufführungen fielen aus.

Wie lange sollte der Blizzard dauern? Laut Prognosen sollte bis heute das Schlimmste überstanden sein.

Hund am Airport ausgesetzt Weil er nicht mit ins Flugzeug durfte

Worum geht es? Eine Frau durfte ihren Golden Doodle Minipudel nicht als Assistenzhund auf einen Flug mitnehmen. Also band sie das zweijährige Tier in Las Vegas kurzerhand beim Ticketschalter an und ging in den Abflugbereich.

Was geschah weiter? Passagiere machten die Polizei auf das Tier aufmerksam, diese fand dank Videoüberwachung rasch heraus, wo sich seine Besitzerin befand. Doch sie weigerte sich, ihren Hund zurückzunehmen.

Mit welcher Begründung? Das Tier sei ohnedies mit einem Peilsender ausgestattet. Sie hätte damit sagen wollen, dass sie das Tier bei ihrer Rückkehr schon wieder gefunden hätte, so die Behörde.

Wie reagierte die Polizei? Mit einem Facebook-Posting: "Wir können es nicht fassen, dass wir das sagen müssen … aber bitte setzen Sie Ihren Hund nicht am Flughafen – oder irgendwo anders – aus."

Gab es Konsequenzen für die Frau? Sie wurde festgenommen, wobei sie sich widersetzte und aggressiv wurde. Nun ist sie wegen Tieraussetzung und Widerstand gegen die Festnahme angeklagt.

Was ist mit dem Hund? Das Tier – es wurde "JetBlue" getauft, weil er bei dieser Fluggesellschaft ausgesetzt worden war – kam für zehn Tage in die Obhut eines Tierschutzdienstes. Und da ihn seine Besitzerin während dieser Zeit nicht abholte, wurde er auf eine Pflegestelle vergeben und wartet dort auf seinen neuen Besitzer. Angeblich gibt es bereits zahlreiche Interessenten.

Obama-Jux über Aliens Aber Trump hat ihn ernst genommen

Worum geht es? Es war nur ein Spaß. Vor einigen Tagen veralberte Barack Obama in einem Podcast Erkenntnisse des US-Militärs zu außerirdischen Lebensformen. Daraufhin war ihm Trump vor, "einen großen Fehler" begangen zu haben. Und will jetzt selbst angebliche Alien-Akten des US-Militärs freigeben lassen.

Was hat Obama in dem Podcast gesagt? Er meinte augenzwinkernd, Aliens seien real, er selbst hätte jedoch keine gesehen. Zahlreiche Medien nahmen diese angebliche "Alien-Beichte" des 64-Jährigen ernst, weshalb er die Dinge kurz darauf auf Instagram klarstellte.

Inwiefern? Obama erklärte, statistisch gesehen sei das Universum so groß, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch sei. Die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sei jedoch so riesig, dass die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs von Außerirdischen sehr gering sei.

Damit sollte alles klar sein, oder? Nicht nach Ansicht von Donald Trump. Der Republikaner warf Obama nun vor, geheime Informationen "preisgegeben" zu haben – ein "großer Fehler". Aber er kündigte gleichzeitig auch an, Regierungsakten zu Aliens, UFOs und dergleichen veröffentlichen zu lassen.

Auch ein augenzwinkernder Scherz? Vermutlich eher nicht. In einem Posting auf Truth Social erklärte der amtierende Präsident, aufgrund des "enormen Interesses" habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Ministerien und Behörden angewiesen, entsprechendes Material zu identifizieren und später freizugeben.