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20. März 2026

"Ich war leichtgläubig" Mette-Marit über Marius und Epstein

Worum geht es? Nach Wochen des Schweigens gab Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit dem staatlichen TV-Sender NRK am Freitagmorgen ein 20-minütiges Interview. Dabei kamen auch der Prozess gegen Sohn Marius sowie ihre Beziehung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zur Sprache.

Wie sieht sie den Prozess gegen ihren Sohn? So wie vor und während des Prozesses, äußerte sie sich auch nun nicht inhaltlich zu den Vorwürfen gegen den 29-jährigen Marius Borg Høiby. Sie sagte nur so viel: "Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der in einer sehr schwierigen Situation war."

Weiß man schon, wann das Urteil fallen wird? Nein, das Gericht hat sich zu Beratungen zurückgezogen. Die Staatsanwatschaft fordert 7 Jahre und 7 Monate Haft für die insgesamt 40 Delikte, die dem unehelichen Sohn von Mette-Marit vorgeworfen werden.

Sprach Mette-Marit über ihre gesundheitliche Situation? Ja, sie sagte, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand weiter verschlechtert habe und sie deshalb sehr viel Ruhe brauche.

Woran leidet Mette-Marit? Im Herbst 2018 wurde bei ihr chronische Lungenfibrose diagnostiziert, eine unheilbare Krankheit, bei der die Lungenkapazität immer stärker eingeschränkt wird. Kurz vor Weihnachten 2025 ließ der Königspalast verlauten, dass die Kronprinzessin eine Lungentransplantation benötigt. Darauf werde ihr Organismus jetzt vorbereitet, so das offizielle Statement.

Worum ging es im Interview noch? Um Mette-Marits Verhältnis zum 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Mit ihm hatte sie einen regen Mailverkehr und traf ihn auch noch, als er bereits wegen eines Sexualdeliktes verurteilt worden war, wie aus den veröffentlichten Epstein-Akten herauszulesen gewesen ist.

Und was sagte Mette-Marit dazu? Sie habe Epstein über einen guten Freund kennengelernt. Ihr Verhältnis sei freundschaftlich gewesen, denn sie sei leichtgläubig und glaube gerne das Beste über Menschen. Auf den von Epstein jahrelang begangenen Missbrauch von Mädchen und jungen Frauen sei sie erst 2019 aufmerksam geworden.

Wie es ihr mit dieser Erkenntnis geht? Sie habe lange gebraucht, um ihre Schulgefühle gegenüber den Missbrauchsopfern von Jeffrey Epstein zu verarbeiten, so die Kronprinzessin. Denn sie sei ja selbst dort gewesen, habe aber nichts bemerkt.

Ihr Fazit? "Natürlich würde ich mir wünschen, ich hätte ihn nie kennengelernt. Aber es ist wichtig für mich, Verantwortung zu übernehmen, weil ich die Hintergründe nicht genauer untersucht habe."

Wo war ihr Mann, Kronprin Haakon? Er saß während des ganzen Interviews an ihrer Seite, gab gelegentlich Inputs. Etwa, dass es in den vergangenen Wochen "sehr viel auf einmal gewesen sei", das Mette-Marit und die ganze Familie belastet habe.

Weitere Meldungen

43,3 Grad im Winter USA ächzen derzeit unter "Hitze-Dom"

Worum geht es? Am kalendarisch letzten Tag des Winters hatte es in mehreren US-Bundesstaaten zwischen 35 und 40 Grad Celsius. Ärmster Ort des Landes war am Donnerstag Martinez Lake in Arizona, nahe der Grenze zu Mexiko, mit 43,3 Grad Celsius.

Ist das ungewöhnlich? Aber ja, die Durchschnittstemperaturen sind derzeit um bis zu 4 Grad zu hoch für diese Jahreszeit. Zahlreiche Städte im Südwesten, darunter Palm Springs in Kalifornien und Arizonas Hauptstadt Phoenix, verzeichneten mit 38 bis 40 Grad Celsius die höchsten jemals im März gemessenen Temperaturen.

Keine Wetteränderung in Sicht? Nein, laut dem Sender ABC sind in den nächsten Tagen weitere Hitzerekorde möglich.

Woher kommt diese Hitze? Laut der US-Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) hat sich über mehreren Bundesstaaten ein sogenannter "Hitze-Dom" gebildet. Dieses Wetterphänomen entsteht, wenn sich ein Hochdruckgebiet nicht weiterbewegt, sondern sich an einem Ort "einparkt". Dadurch kann die Wärme nicht abfließen, sondern wird in Bodennähe gleichsam "eingesperrt".

Wie lange hält das Extremwetter noch an? Auf jeden Fall bis zu diesem Wochenende danach soll die Hitze nach Osten abziehen. Experten warnen aber bereits jetzt vor der Gefahr von Waldbränden – so früh wie selten zuvor im Jahr.

Leider kein Witz Action-Star Chuck Norris gestorben

Worum geht es? Die Actionfilm-Legende Chuck Norris ist am Donnerstag im Alter von 86 Jahren auf Hawaii verstorben. Das teilte seine Familie in einem Instagram-Posting mit.

Was weiß man über die Todesursache? Die Familie erklärte, diese privat halten zu wollen. Gesagt wurde nur so viel: Der Star sei im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen.

Wie wurde Chuck Norris bekannt? Die Erfolgsgeschichte des 1940 in Oklahoma geborenen Halb-Cherokee ist ein typisches Selfmade-Man-Lehrstück. Norris' Vater war Alkoholiker, er selbst wollte Polizist werden, trat aber dann in die Air Force ein. Er wurde in Korea stationiert und kam dort erstmals mit asiatischen Kampfkünsten in Berührung.

Wie ging es weiter? Zurück in den USA, eröffnete er eine Kampfsportschule. Er lernte Actionstar Bruce Lee kennen, erhielt erste kleine Rollen, unterrichtete Hollywoodstars wie Michael Landon und Steve McQueen. Norris nahm Schauspielunterricht, erhielt weitere Engagements und arbeitete sich zu einem der erfolgreichsten Action-Darsteller der 1980er-Jahre hoch.

Wie wird Norris in Erinnerung bleiben? Er drehte an die 50 Filme, seine erfolgreichste Rolle war aber die des Texas Rangers Cordell Walker in der TV-Serie "Walker, Texas Ranger", die es auf 196 Episoden brachte.

Wie entwickelte sich der Kult um die "Chuck-Norris-Witze"? Das Ganze begann im Internet, als User die von Norris in seinen Filmen oft zur Schau gestellte stoische Unbesiegbarkeit mit Witzen, sogenannten Chuck-Norris-Facts, persiflierten. Ein typisches Beispiel: "Chuck Norris macht keine Liegestütze, er drückt die Erde runter." Motto: Je übertriebener, desto besser.

Wie stand Norris den Witzen gegenüber? Er zeigte sich geschmeichelt von der Aufmerksamkeit und nutzte deren Popularität mehrfach auch für TV-Werbespots, wollte aber sonst nicht zu viel Aufhebens darum machen.

Anders heißt anders Modern-Talking-Hälfte ändert Namen

Worum geht es? Der deutsche Sänger Thomas Anders wurde als dunkelhaarige Hälfte des Pop-Duos Modern Talking in den 1980er-Jahren weltbekannt. Was jedoch bis heute kaum wer weiß: Thomas Anders heißt in Wahrheit anders, nämlich Bernd Weidung.

Wo liegt das Problem? Dass auf sämtlichen Ausweisdokumenten sein bürgerlicher Name angegeben ist, eben Bernd Weidung. Der Künstlername Thomas Anders ist nur im Reisepass und Personalausweis zusätzlich vermerkt, das habe aber öfters für Probleme gesorgt, so der 63-jährige Sänger zur Bild.

Was ist passiert? Immer wieder seien Tickets auf seinen Künstlernamen ausgestellt gewesen, so Weidung, was oft zu Chaos beim Umbuchen geführt habe. Und im Berliner Kaufhaus KaDeWe sei er sogar einmal für einen Dieb gehalten worden, weil auch auf seiner Kreditkarte sein bürgerlicher Name steht.

Und was jetzt? Nun hatte Anders, also Weidung, die Nase voll vom Chaos und ließ seinen Namen ändern – auf Thomas Anders. "Mein bürgerlicher Name Bernd Weidung existiert seit Februar offiziell nicht mehr", so der ehemalige Modern-Talking-Sänger.

Und seine Familie? Ließ den Familiennamen einfachheitshalber gleich ebenfalls ändern. Nun heißen auch seine Frau Claudia und sein Sohn Alexander im Familiennamen anders. Also Anders. "Es fühlt sich für uns als Familie richtig und gut an", so Ehefrau Claudia Anders.

Klärte Hund Mord? Er grub 160 Jahre altes Beweisstück aus

Worum geht es? Ein Labrador hat im Garten seines Besitzers in der Ortschaft Clyst Honiton bei Exeter in der britischen Grafschaft Devon eine blaue Glasflasche ausgegraben. Sie könnte ein Beweisstück in einem 160 Jahre alten Mordfall sein, berichtet der Guardian.

Was ist damals geschehen? Eine Frau namens Mary Ann Ashford soll laut Zeitungsberichten aus  1865 ihrem Mann William mit Arsen und Strychnin versetztes Ungezieferpulver in den Tee getan haben.

Warum? Die 45-Jährige soll eine Affäre mit einem 22 Jahre jüngeren Bäckergesellen gehabt haben. Sie tötete ihren Gatten angeblich, um mit dessen Geld und ihrem Liebhaber ein neues Leben anzufangen.

Wurde die Frau verurteilt? Ja, sie bekannte sich schuldig, machte aber keine nähere Aussage über den Hergang der Tat. Auch das Gift, mit dem sie die Tat verübt haben soll, tauchte nie auf. Die 45-Jährige wurde vor 20.000 Menschen öffentlich gehängt. Das verlief allerdings so dilettantisch, dass die Tötung mehr als drei Minuten dauerte.

Hatte das Folgen? Ja, aufgrund der schlecht durchgeführten Hinrichtung beschloss das Parlament zwei Jahre später, künftig keine öffentlichen Exekutionen mehr durchzuführen.

Und was hat der Labrador jetzt gefunden? Möglicherweise das Giftfläschen von Mary Ann Ashford. Wie der Besitzer des Hundes, Paul Phillips, herausfand, lebte das Ehepaar Ashford vor 160 Jahren auf dem Nachbargrundstück. Und die Bäckerei, in der Mrs. Ashfords jugendlicher Liebhaber arbeitete, sei gleich über der Straße gewesen, so Hobby-Kriminologe Phillips.

Lässt sich diese Theorie fachlich untermauern? Nein, dafür ist die Flasche viel zu lange in der Erde gelegen. Und selbst wenn sich noch Spuren eines Giftes darin fänden, gäbe es keinen Beweis, dass dieses mit dem Tod von Mr. Ashford in Verbindung gestanden ist.

Was bleibt unter dem Strich? Ein schaurig-schönes Souvenir für den Hobby-Kriminologen aus seinem eigenen Garten. Und ein schlagender Beweis dafür, was für unglaubliche Spürnasen Labradore haben.

Trump beschimpft NATO "Feiglinge, werden uns daran erinnern"

Worum geht es? Kurz vor der Verleihung der "Commander in Chief"-Medaille für militärische Leistungen holte US-Präsident Donald Trump zum Rundumschlag gegen die NATO-Partner der USA aus. Diese seien "Feiglinge", weil sie sich immer noch nicht an der Öffnung der Straße von Hormus beteiligen wollten. "Aber wir werden uns daran erinnern", so Trump auf Truth Social.

Was ist der Hintergrund? Trump hatte vergangene Woche NATO-Partner, EU-Länder und zahlreiche asiatische Staaten aufgefordert, Marinekapazitäten zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam mit dem US-Militär die Öffnung der Straße von Hormus zu erzwingen. Die Meerenge im Persischen Golf wurde vom Iran gesperrt, der drohte, alle Schiffe, die sie dennoch passieren, zu versenken.

Weshalb hat kein anderes Land den USA geholfen? Vor allem, weil die USA den Angriff auf den Iran nur mit Israel abgestimmt hatten, andere Länder darüber aber im Dunkeln tappen ließen. Als Trump später Waffenhilfe einforderte, hieß es von fast überall her gleichlautend: Das ist nicht unser Krieg.

Ist das so? Tatsache ist, dass die NATO-Beistandspflicht nur dann schlagend wird, wenn ein NATO-Staat von einem Aggressor angegriffen wird. Im Falle des Iran war es so, dass das Land seinerseits von den USA und Israel angegriffen worden war.

Was ist das größere Bild? Kein Staat, ob NATO-Mitglied oder nicht, hat offenbar gesteigerte Lust darauf, sich von Trump in den Konflikt mit dem Iran hineinziehen zu lassen. Dazu kommt: Trump behauptet, die Sperre sei der einzige Grund für den hohen Benzinpreis. Eher wahr ist aber, dass auch Irans Angriffe auf die Erdölförderung in der Region einen großen Anteil an den hohen Ölpreisen haben.

Wie ist die aktuelle Sicht Trumps auf den Krieg? Bei der Verleihung der "Commander in Chief"-Medaille erklärte der US-Präsident, die USA stünden "extrem gut da" und hätten die komplette Marine des Iran versenkt. Und man finde keinen Gesprächspartner auf iranischer Seite, da niemand mehr die Führung übernehmen wolle.

Ist der Krieg aus US-Sicht damit gewonnen? Da die USA beim Kriegsziel difffus bliebenn, liegt es allein bei ihnen zu erklären, wann der Krieg aus ihrer Sicht "gewonnen" sei. Aktuelle US-Medienberichte gehen allerdings davon aus, dass die USA 2.500 zusätzliche Marineinfanteristen an den Persischen Golf verlegen wollen.

Um die Straße von Hormus zu sichern? Möglich, es gibt aber auch Gerüchte, dass Trump die Insel Charg besetzt. Sie liegt im Persischen Golf, etwa 26 Kilometer vom Festland entfernt. Bis zu 90 Prozent der Ölexporte des Landes werden dort abgewickelt.

US-Post vor Pleite Jetzt sollen sie Briefmarken retten

Worum geht es? Die USPS (United States Postal Service) steht vor einer ernsthaften finanziellen Krise: Führungskräfte und der Postmaster General warnen, dass der Dienst innerhalb eines Jahres "ohne Geld dastehen" könnte.

Was ist der Hintergrund? Die USPS macht seit Jahrzehnten Verluste und muss laufend Geld leihen, da sie keine Steuerfinanzierung erhält, sondern sich ausschließlich über Verkäufe von Briefmarken, Paketen und Dienstleistungen finanziert.

Was ist nun anders? Der aktuelle Schulden‑ bzw. Kreditrahmen (15 Mrd. US-Dollar) ist bereits erreicht – es kann also kaum noch zusätzlich Geld aufgenommen werden.

Was ist die Folge? Ohne gesetzliche Änderungen (z. B. Erhöhung der Kreditgrenze) oder zusätzliche Einnahmen droht der Dienst seine laufenden Kosten nicht mehr decken zu können, z. B. Mitarbeiter‑Löhne oder Lieferkosten.

Wie knapp ist es? Postmaster General David Steiner warnte diese Woche Abgeordnete, dass ohne Maßnahmen des Kongresses "das Ende des Postdienstes, wie wir ihn kennen" eintreten werde. In weniger als 12 Monaten könnte das Geld ausgehen und "die Postzustellung wird eingestellt."

Was wird gefordert? Eine Anhebung des Kreditrahmens und eine Erhöhung der Briefmarkenpreise auf bis zu 90 bis 95 Cent gegenüber 78 Cent aktuell.

Warum passierte die Krise? Massiver Rückgang der Briefpost‑Volumina über Jahrzehnte (früher wichtiger Umsatzträger). Vor allem aber: Zusätzliche Herausforderungen durch geringere Paketaufträge etwa von Amazon, das künftig weniger über USPS versenden will.

Was ist da mit Amazon? Mit dem größten Kunden liefen ein Jahr Verhandlungen, dann stieg USPS aus, „in letzter Minute und abrupt", wie Amazon sagte. Bis September soll das Sendungsvolumen um bis zu zwei Drittel reduziert werden.

Bachelorette gestoppt Vorwürfe wegen häuslicher Gewalt

Worum geht es? Am 22. März sollte in den USA die neue Staffel von The Bachelorette starten. Im letzten Moment aber zog der TV-Sender alle Folgen aus dem Verkehr. Grund: Gewaltvorwürfe gegen eine Darstellerin.

Was ist der Hintergrund? Es tauchten Berichte auf, in denen US-Influencerin Taylor Frankie Paul der häusliche Gewalt beschuldigt wird. Kurz vor der Ausstrahlung wurde ein entsprechendes Video aus 2023 veröffentlicht.

Was ist zu sehen? Wie Paul ihren Ex Dakota Mortensen körperlich angreift. Das Ganze passierte vor ihrem Kind, was es juristisch viel schlimmer macht. Es soll auch getroffen worden sein.

Wie passierte der Angriff? Laut Polizeibericht kam es zu Hause zu einem heftigen Streit. Paul soll Sessel und Gegenstände nach ihrem Ex geworfen haben, darunter Metallstühle und Barhocker. Dabei wurde eine Wand beschädigt.

Gibt es dafür Belege? Die Polizei wurde wegen häuslicher Gewalt gerufen. Bodycam-Aufnahmen zeigen, dass Paul sehr emotional war und betrunken wirkte. Der Ex-Partner beantragte Kontaktverbot (Restraining Order). Vorwürfe: Würgen, Schubsen, Schlagen.

Warum wurde das nun ein Thema? Weil es neue Ermittlungen wegen eines weiteren Streits gibt. Nach der ersten Festnahme 2023 hatte die Influencerin ein Teilgeständnis abgelegt und kam mit einem Deal davon.

Was macht den Fall besonders? Die Staffel war komplett fertig produziert (Ende 2025 gedreht). 22 Männer, Finale etc. – alles existiert schon, sogar Spoiler zum Gewinner waren draußen. Trotzdem wurde alles komplett gestrichen.