Worum geht es? Am vergangenen Freitag begann das US-Justizministerium (DOJ) damit, hunderttausend Aktenseite über den Missbrauchsfall um Jeffrey Epstein zu veröffentlichen. Hier sind sie zu finden.
Was ist nun neu? Es sei eine Vielzahl weiterer Unterlagen aufgetaucht, teilte das Justizministerium auf X mit. In der Erklärung wurde nicht erläutert, wie die Beamten das zusätzliche Material gefunden hatten.
Wie war der Wortlaut? "Der US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York und das FBI haben das Justizministerium darüber informiert, dass sie über eine Million weitere Dokumente entdeckt haben, die möglicherweise mit dem Fall Jeffrey Epstein in Zusammenhang stehen".
Was passiert nun? Die Akten werden "im Hinblick auf ihre Veröffentlichung gemäß dem Epstein Files Transparency Act, geltenden Gesetzen und gerichtlichen Anordnungen geprüft,“ so das Ministerium.
Wie lange dauert das? Aufgrund der großen Menge an Material könnte der Überprüfungsprozess "einige weitere Wochen" dauern.
Warum kam es zur Veröffentlichung? Der US‑Kongress hat ein eigenes Gesetz dazu verabschiedet – den Epstein Files Transparency Act. Es verpflichtet das Justizministerium (DOJ), alle nicht klassifizierten Unterlagen im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell öffentlich zu machen.
Wie lange war dafür Zeit? 30 Tage, die Frist lief vergangenen Freitag ab.
Was ist der Hintergrund? Jeffrey Epstein war ein verurteilter Sexualstraftäter, der sich 2019 in U-Haft das Leben nahm. Er hatte mit seiner Vertrauten Ghislaine Maxwell einen Missbrauchsring aufgezogen, der tief in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft reichte.
Wird nun alles öffentlich? Nein, nur alle nicht geschützten Akten. Viele dieser Unterlagen werden redigiert und geschwärzt, um Identität und Schutz von Opfern zu wahren.
Worum geht es? "Powerball" ist die US-Version des österreichischen Lottos Auch hier sind sechs Zahlen zu erraten. Am Heiligen Abend räumte ein Spieler den Jackpot in Höhe von 1,817 Milliarden Dollar ab.
Wie viel investierte der Sieger? Er stammt aus Arkansas und kaufte ein Los für zwei Dollar.
Ist das Rekord? Fast, am 7. November 2022 gab es einen Gewinn von 2,04 Milliarden Dollar.
Wie kommt der Gewinner an sein Geld? Er hat 60 Tage Zeit, sich zwischen zwei Optionen zu entscheiden. Eine Rente auf 30 Jahre in der vollen Höhe, oder eine Einmalzahlung mit kräftigem Abschlag.
Nämlich? Bei einer Einmalzahlung würde der Sieger 834,9 Millionen US-Dollar kassieren. Für beide Optionen sind noch Steuern zu bezahlen.
Wie wird gezogen? Es gibt zwei Trommeln. Die erste Trommel enthält 69 weiße Kugeln, aus denen 5 Kugeln gezogen werden. Die zweite Trommel fasst 26 rote Kugeln (Powerballs), aus denen 1 Kugel gezogen wird.
Wie wird gewonnen? Es gibt 9 Gewinnstufen, je nachdem wie viele Zahlen (weiße und Powerball) man richtig hat. Der Jackpot (Hauptgewinn) ist geknackt, wenn man alle 5 weißen Zahlen und den roten Powerball richtig hat.
Wie funktioniert der Jackpot? Er startet mit 20 Millionen US-Dollar und wächst, wenn niemand ihn knackt (ein sogenannter "rollover"). Ziehungen finden zweimal pro Woche statt: Mittwoch und Samstag.
Worum geht es? In Logroño (Hauptstadt der spanischen Region La Rioja) wurden im Juni 2002 zwei Babys in der Geburtsklinik vertauscht und den jeweils falschen Eltern mitgegeben.
Wie kam es zu dem Irrtum? Beide Babys waren Frühchen und wurden zunächst in Brutkästen versorgt, bevor sie ihren vermeintlichen Familien überantwortet wurden.
Wann flog alles auf? Erst 2021, also 19 Jahre später. Die Verwechslung kam zu Tage, als eine Frau im Rahmen einer Unterhaltsklage einen DNA-Test machen ließ, der zeigte, dass sie weder mit dem vermeintlichen Vater noch der vermeintlichen Mutter verwandt war.
Was passierte danach? Die Behörden ermittelten das zweite vertauschte Baby. Die schon erwachsene Frau wurde ebenfalls informiert.
Wie reagierten die Betroffenen? Beide verwechselten Frauen fordern Schadensersatz.
Um wie viel Geld geht es? Die Opfer fordern vom Staat jeweils drei Millionen Euro an Entschädigung. In einem ersten Prozess wurden den Frauen je 850.000 Euro zugesprochen. Für eine der beiden wurde die Summe mittlerweile auf 975.000 Euro erhöht.
Warum? Weil ihre leibliche Mutter bereits 2018 gestorben ist und sie nie die Chance hatte, sie kennen zu lernen.
Haben die Frauen das Angebot angenommen? Nein, sie überlegen noch, mit ihren Forderungen vor das Oberste Gericht Spaniens zu ziehen. Durch die Verwechslung seien "irreparable Schäden" entstanden, deshalb sei die hohe Forderung gerechtfertigt, wie der Anwalt der Klägerin gegenüber der Zeitung El País erklärte.
Und was sagen die Eltern der vertauschten Frauen? Die Eltern einer der beiden Frauen haben ebenfalls Klage eingereicht, sie fordern weitere 1,3 Millionen Euro für den ihnen durch die Verwechslung entstandenen seelischen Schaden.
Wie wurde die Verwechslung eigentlich erklärt? Mit simplem menschlichen Versagen, so die Behörden.
Worum geht es? Papst Leo XIV. hat, so viel ist bekannt, ein großes Talent für Sprachen. Neben seiner englischen Muttersprache parliert der Pontifex mühelos auf Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Französisch. Nun soll er sich die deutsche Sprache vorgenommen haben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Woher weiß man das? Nicht etwa aus dem Vatikan selbst, dafür ist man in Rom zu zurückhaltend. Aber der Bruder des Papstes, John Prevost, habe gegenüber dem Online-Medium National Catholic Reporter bestätigt, dass jener "@DrPrevost", der sich seit kurzem in den Stunden nach Mitternacht auf der Sprach-App Duolingo am Deutschen versucht, eben der oberste Hirte in Rom sei.
Wie fortgeschritten ist der Papst bereits? Es macht sich. Laut dem katholischen Domradio habe Dr. Robert Prevost vulgo Leo XIV. erst im Oktober eine deutsche Pilgergruppe begrüßt und dabei die Städtenamen Münster, Köln und Dresden-Meißen "weitgehend akzentfrei" über die Lippen bekommen. Trotz der Umlaute und dem scharfen S.
Plant der Papst vielleicht sogar einen Besuch in Deutschland oder Österreich? Derzeit gibt es keine Hinweise, die dafür sprechen würden. Seine erste offizielle Reise führte ihn Anfang Dezember in die Türkei und in den Libanon, für kommendes Jahr ist bislang nur eine mögliche Reise nach Südamerika (vor allem nach Argentinien und Uruguay) im Gespräch.
Worum geht es? US-Schmusesänger Barry Manilow, 82, (u.a. "Copacabana", "Mandy") ist laut eigenen Angaben an Lungenkrebs erkrankt. In einem langen Statement auf Instagram informierte der Sänger über die Umstände seiner Erkrankung und seine Genesungsfortschritte.
Was ist bekannt? Aufgrund einer langwierigen Bronchitis habe sein Arzt ein MRT angeordnet, dabei sei "eine krebsartige Stelle in meiner linken Lunge entdeckt worden, die entfernt werden muss", so der Sänger. "Es war reines Glück (und ein großartiger Arzt), dass es so früh entdeckt wurde."
Wie geht es nun weiter? Das betroffene Gewebe müsse entfernt werden, seine Ärzte würden aber davon ausgehen, dass sich der Krebs nicht ausgebreitet habe, schreibt Manilow.
Bekommt der 82-Jährige vorher eine Chemotherapie? Nein – "keine Chemotherapie, keine Bestrahlung", so Manilow. Stattdessen brauche er etwas anderes: "Nur Hühnersuppe und Wiederholungen von 'I Love Lucy'", einer US-Sitcom aus den Fünfzigerjahren mit Lucille Ball in der Hauptrolle.
Wird Manilow wieder singen? Er geht jedenfalls fest davon aus. Der gebürtige New Yorker sagte zwar seine für Dezember und Jänner geplanten Auftritte in Las Vegas ab, will aber Mitte Februar schon wieder auf der Bühne stehen: "Ich zähle die Tage, bis ich für unsere Valentinstagskonzerte am 12., 13. und 14. Februar in mein zweites Zuhause im Westgate Las Vegas zurückkehre."
Worum geht es? Die US Navy plant, eine neue Generation an Kriegsschiffen zu bauen. Die neuen Schiffe sollen als "Trump-Klasse" bezeichnet werden.
Warum? Einfach so und weil der US-Präsident angekündigt hat, selbst beim Design der Kriegsschiffe mitmischen zu wollen. Denn: "Ich bin eine sehr ästhetische Person."
Was soll die neue "Trump-Klasse" auszeichnen? Bei einer Pressekonferenz in seinem Florida-Anwesen Mar-a-Lago kündigte Trump an, dass es sich dabei um die "tödlichsten, größten, robustesten, am stärksten gepanzerten Schiffe" handeln soll, die "hundertmal leistungsstärker sein" werden als die der Iowa-Klasse, die bis in die 1990er-Jahre Dienst taten.
Was ist noch bekannt? Die Kreuzer und Zerstörer sollen mit der neuesten Waffentechnik ausgestattet werden, darunter auch mit Laser- und Hyperschallwaffen, die derzeit noch in der Erprobung sind.
Wie viele Schiffe der "Trump-Klasse" sollen gebaut werden? Zunächst will Trump zwei Schiffe binnen der nächsten 30 Monate bauen lassen. Danach soll die "Trump-Klasse" sukzessive auf bis zu 25 Schiffe aufgestockt werden.
Worum geht es? Die ehemalige schwedische Klima- und nunmehrige Palästina-Aktivistin Greta Thunberg ist bei einer propalästinensischen Demonstration in London festgenommen worden.
Was wird ihr vorgeworfen? Die 22-jährige habe ein Plakat gehalten, auf dem sie die Organisation "Palestine Action" unterstützte. In Großbritannien ist "Palestine Action" als Terrorgruppe eingestuft und deshalb verboten.
Weshalb ist die Gruppe verboten? Mitglieder waren vergangenen Sommer in einen Stützpukt der Royal Air Force eingedrungen und hatten Flugzeuge mit Farbe besprüht. Das Verbot der Gruppe ist in Großbritannien umstritten.
Seit wann agiert Thunberg für Palästina? Die ehemalige Klimaaktivistin, deren Engagement zur "Fridays for Future"-Bewegung führte, wandte sich zuletzt immer stärker den Pro-Palästina-Demos zu und spaltete damit die Umweltbewegung. Im Sommer 2025 segelte sie mit einer "Freedom Flotilla" nach Gaza, um Hilfsgüter zu bringen, wurde aber vom israelischen Militär abgefangen und abgeschoben.
Worum geht es? Der Kriminalfall um den 2019 durch Suizid verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist um eine weitere mysteriöse Facette reicher.
Nämlich? Im Zuge der Aktenveröffentlichung durch das US-Justizministerium, tauchte am Dienstag ein Foto eines österreichischen Reisepasses aus den 1980er-Jahren auf. Er war in Epsteins Haus gefunden worden.
Was hat es mit dem Pass auf sich? Er trägt zwar ein Bild Epsteins, lautet aber auf den Namen Marius Robert Fortelni. Als Wohnort ist Saudi-Arabien angegeben, als Beruf Manager. Der Pass wurde demnach 1982 von der Bundespolizeidirektion Wien ausgestellt und ist 1987 abgelaufen.
Wann wurde der Pass gefunden? Bereits 2019 bei einer Hausdurchsuchung der US-Behörden in Jeffrey Epsteins New Yorker Stadthaus. Die Amerikaner kontaktierten daraufhin offenbar das Innenministerium in Wien.
Warum weiß man das? Innenminister Gerhard Karner schrieb im März 2022 in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung, dass die Erhebungen nicht bestätigen könnten, dass es sich um ein offizielles österreichisches Reisedokument handelt.
Was heißt das? Dass der Pass möglicherweise gefälscht oder verfälscht wurde. Ob es diesbezügliche Untersuchungen gab, ist nicht bekannt. Mutmaßlich wurde Epsteins Foto in einen echten Pass gekelbt.
Woher hatte Epstein den Pass? Laut seinen Anwälten habe er ihn von einem Freund erhalten, um sich auf Geschäftsreisen im Nahen Osten vor Entführungen zu schützen. Verwendet habe er den Pass, in dem mehrere Ein- und Ausreisestempel aus Saudi-Arabien und Frankreich sind, demnach aber nie.
Was bedeutet das alles? Die Existenz dieses Reisepasses, egal ob gefälscht oder nicht, ist Wasser auf die Mühlen jener, die seit Jahren behaupten, Epstein sei zumindest ein Informant, wenn nicht sogar ein Mitarbeiter von Geheimdiensten, US-amerikanischen oder dem israelischen, gewesen.
Warum wurde die Existenz des Passes publik? Weil das US-Justizministerium auf Wunsch des Kongresses zuletzt abertausende bislang unter Verschluss gehaltene Ermittlungsdokumente über den Fall des Sexualstraftäters veröffentlichte. Er soll hunderte junge Frauen und Mädchen missbraucht haben. Das belegen hunderte teils abscheuliche Fotos.