Worum geht es? Am Donnerstag will US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) seinen Friedensplan für Gaza vorstellen. Israels Premier Benjamin Netanjahu hat seinen Widerstand aufgegeben und ist nun auch dabei.
Was ist der Hintergrund? Trump hat den sogenannten Friedensrat ("Board of Peace") ins Leben gerufen, um den Waffenstillstand und den Wiederaufbau im Gazastreifen zu überwachen.
Wer ist schon dabei? Die Rede ist von momentan 35 Staaten, darunter Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Ägypten, Ungarn, Kasachstan, Kosovo, Marokko, Pakistan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam.
Wer ist noch unentschieden? Deutschland, Großbritannien, China, Russland, Italien, Kroatien, Singapur, die Ukraine oder Paraguay.
Wer ist nicht dabei? Frankreich, Schweden und Norwegen haben offiziell nein zu einer Teilnahme gesagt.
Was ist der Deal? Die Mitgliedstaaten erhalten eine dreijährige, verlängerbare Amtszeit, können sich aber einen ständigen Sitz sichern, wenn sie 1 Milliarde Dollar an Finanzmitteln einzahlen.
Wer wird Vorsitzender? Donald Trump wird den Vorsitz so lange innehaben, "bis er zurücktritt". Ein zukünftiger US-Präsident könne jedoch einen neuen Vertreter ernennen. Als Vorsitzender wird er "die ausschließliche Befugnis haben, Tochtergesellschaften zu gründen, zu ändern oder aufzulösen, soweit dies zur Erfüllung der Mission des Board of Peace erforderlich oder angemessen ist".
Macht Trump das allein? Nein, er wird "Führungskräfte von globalem Rang" auswählen, die für eine zweijährige Amtszeit in einem Exekutivrat tätig sein werden, der zur Umsetzung der Mission des Friedensrates beitragen soll.
Wer wird das sein? Etwa Marco Rubio – US‑Außenminister, Steve Witkoff – Trump‑Sondergesandter für den Nahen Osten, Jared Kushner – Trumps Schwiegersohn und Berater, Tony Blair – ehemaliger britischer Premierminister, Marc Rowan – CEO von Apollo Global Management, Ajay Banga – Präsident der Weltbank, Robert Gabriel Jr. – Stellvertretender nationaler Sicherheitsberater der USA.
Worum geht es? Mehrere Prominente haben einen britischen Zeitungsverlag geklagt, weil sie sich bespitzelt gefühlt haben. Beim Prozess machte Prinz Harry nun seine Aussage.
Wer wird geklagt? Die Klage richtet sich gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. Das Medienhaus bringt die britischen Boulevardzeitungen Daily Mail und Mail on Sunday heraus. Prinz Harry hat die Klage eingebracht, mehrere mutmaßliche Opfer (Sir Elton John, Liz Hurley) haben sich angeschlossen.
Was passierte nun? Harry trat Mittwoch überraschend und früher als geplant in den Zeugenstand des High Court in London. In seiner emotionalen Aussage beschrieb er, wie die Boulevardpresse das Leben seiner Frau Meghan "zu einem absoluten Elend gemacht" habe.
Was meint er damit? Die Berichterstattung habe seine psychische Gesundheit stark belastet. Harry sprach von Stress, Angstzuständen und emotionalem Druck, der dadurch entstand, dass intime Details seines Privatlebens veröffentlicht wurden. Die Situation habe bei ihm ein Gefühl der ständigen Überwachung und Bedrohung erzeugt.
Und seine Frau? Er beschrieb, dass seine Familie unter der ständigen Medienaufmerksamkeit litt, und dass die Kinder durch die öffentliche Darstellung der Familie indirekt gefährdet oder belastet wurden. Harry betonte, dass es sich nicht nur um ihn selbst handelte, sondern um die ganze Kernfamilie.
Von wem wurde er bespitzelt? Harry bestritt explizit, dass Leaks über ihn aus seinem persönlichen Umfeld kamen, wie die Verlagseite behauptet, und sagte: Seine engen Kontakte hätten keine Informationen absichtlich weitergegeben.
Warum er so lange geschwiegen hat? Alle Vorwürfe betreffen den Zeitraum zwischen den 1990er-Jahren und den frühen 2010er-Jahren. Harry erklärte, er sei als Mitglied der königlichen Familie der Tradition "never complain, never explain" ("niemals beschweren, niemals erklären") gefolgt.
Worum geht es? In der Nähe des Ortes Gelida, etwa 30 bis 35 Kilometer westlich von Barcelona, kam es am Dienstagabend zu einem schweren Unfall. Nur drei Tage nach der Zugskatastrophe in der Provinz Córdoba.
Was passierte nun? Eine Stützmauer stürzte infolge heftiger Regenfälle und Sturms auf die Gleise und traf den Nahverkehrszug der Linie R4 (Rodalies de Catalunya) direkt, was zu einer Entgleisung führte.
Was waren die Folgen? Ein 28-jähriger Lokführer in Ausbildung wurde bei dem Unfall getötet. Er befand sich im Führerstand, während andere Auszubildende und ein Hauptfahrer mit an Bord waren.
Gab es weitere Opfer? Ja, mindestens 37 Personen wurden verletzt, darunter mehrere schwer.
Was war die Ursache? Der Unfall ereignete sich während eines schweren Sturms mit starken Regenfällen, die möglicherweise zum Einsturz der Mauer geführt haben.
Wie reagiert Spanien? Die Vorfälle haben Spaniens größte Lokführergewerkschaft dazu veranlasst, zu einem unbefristeten Streik aufzurufen, um Zusicherungen für die Sicherheit des Berufsstandes zu fordern.
Worum geht es? Das Europäische Parlament hat am Mittwoch beschlossen, das umstrittene EU-Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen.
Warum? Das Parlament erwirkt damit eine rechtliche Überprüfung, bevor es seine endgültige Zustimmung zum Abkommen gibt.
Was wurde genau beschlossen? Mit einer knappen Mehrheit (334 Ja-Stimmen, 324 Nein, 11 Enthaltungen) hat das Parlament in Straßburg eine Resolution angenommen, in der es die EuGH-Richter bittet, ein Rechtsgutachten zur Vereinbarkeit des EU-Mercosur-Abkommens mit den EU-Verträgen abzugeben.
Was ist die Folge? Damit wird formal die Ratifizierung des Abkommens ausgesetzt, bis der EuGH seine Bewertung abgegeben hat. Dieser Prozess kann viele Monate oder sogar über ein Jahr dauern.
Was sagen Kritiker? Viele Abgeordnete äußerten rechtliche und vertragliche Bedenken, z. B. hinsichtlich Umwelt-, Sozial- oder Landwirtschaftsfragen und der Auslegung von EU-Rechtsgrundlagen.
Was sagen Befürworter? Sie sehen in der Vorlage an den EuGH eine politisch motivierte Verzögerung und warnen vor wirtschaftlichen Nachteilen.
Worum geht es? US-Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha werden zum vierten Mal Eltern. "Wir freuen uns sehr mitzuteilen, dass Usha mit ihrem vierten Kind schwanger ist, einem Jungen. Usha und dem Baby geht es gut, und wir alle freuen uns darauf, ihn im Juli willkommen zu heißen", textete das Paar Dienstagabend auf X.
Wie alt sind ihre Kinder? Das Paar, das sich an der Yale Law School kennengelernt hat, hat zwei Söhne, den achtjährigen Ewan und den fünfjährigen Vivek, sowie eine vierjährige Tochter namens Mirabel.
Kommt das überraschend? Ja, denn in Washington gab es zuletzt immer wieder Gerede über eine angebliche Ehekrise im Hause Vance. Usha wurde wiederholt ohne Ehering gesehen. Und der Vizepräsident habe zuletzt sehr vertraut im Umgang mit der Witwe des ermordeten Influencers Charlie Kirk, Erika, gewirkt, berichteten US-Medien.
Hat es schon einmal eine schwangere Second Lady gegeben? Nein, Usha Vance ist die erste Ehefrau eines Vizepräsidenten, die während der Amtszeit ihres Mannes schwanger wird.
Worum geht es? In Bergamo kam es zur ersten kombinierten Lebend‑Organspende in Italien. Ein Vater spendete seiner siebenjährigen Tochter sowohl eine Niere als auch einen Teil seiner Leber.
Warum war das nötig? Die Tochter war seit ihrem vierten Lebensjahr auf Dialyse angewiesen, weil ihre Organe nicht richtig funktionierten.
War der Eingriff alternativlos? Ohne eine kombinierte Transplantation hätte ein einzelnes Organ nicht gereicht, um ihre Gesundheit langfristig zu stabilisieren.
Wo fand der Eingriff statt? Im Papa Giovanni XXIII. Hospital in Bergamo.
Was waren die Hürden? Vor dem Eingriff mussten medizinische Prüfungen sowie rechtliche Genehmigungen — darunter von der regionalen Transplantations‑Kommission und der Staatsanwaltschaft — eingeholt werden, da es sich um einen seltenen kombinierten Lebendspenden‑Fall handelt.
Wie geht es den Patienten? Seit dem Eingriff erholen sich sowohl der Vater als auch die Tochter gut, und sie konnten bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Worum geht es? Die britische Regierung hat am Dienstag den Bau einer neuen, riesigen chinesischen Botschaft ("Mega-Embassy") in London genehmigt. Der Entscheidungsprozess hatte sich über sieben Jahre hingezogen.
Wo wird sie stehen? Der Komplex soll am Royal Mint Court nahe der Tower of London-Festung entstehen und wäre das größte chinesische Botschaftsgelände in Europa.
Warum dauerte das so lange? Der Tower Hamlets Borough Council hatte den Bau mehrfach abgelehnt – unter anderem aus Sorge um Sicherheit, Auswirkungen auf Tourismus und Verkehrsprobleme. Diese lokalen Ablehnungen sind aber nur beratend; die zentrale Regierung übernimmt letztlich die Entscheidung.
Warum ist der Standort brisant? Kritiker warnen vor Spionagerisiken, Nähe zu sensibler Infrastruktur, insbesondere Glasfaser-Datenkabel, die Finanz- und Kommunikationsdaten zwischen Londoner Zentren übertragen, und möglichen Überwachungs- oder Kontrollfunktionen innerhalb des Hauses.
Wie groß wird das Gebäude? China hat das Areal 2018 gekauft, es ist 20.000 Quadratmeter groß, misst also ungefähr drei Fußballfelder. Laut Plänen gibt es 208 Räume.
Was machte misstrauisch? Teilweise wurden Pläne für bestimmte Teile des Gebäudes (z. B. Untergeschossräume) aus Sicherheitsgründen geschwärzt, was in Großbritannien für zusätzlichen Streit sorgt.
Worum geht es? Nordkorea-Diktator Kim Jong Un setzte einen ungewöhnlichen Schritt. Bei einer Inspektion und Eröffnungszeremonie des Ryongsong Machine Complex (einer großen Maschinenfabrik) entließ er seinen Vizepremier öffentlich.
Wie ging das vor sich? Yang Sung‑ho, der Vizepremier Nordkoreas, wurde buchstäblich "auf der Stelle" seines Amtes enthoben. Er war zuständig für den Maschinen‑ bzw. Industrie‑Sektor und galt als wichtiger Verantwortlicher für Modernisierungsprojekte.
Was fällt auf? Der Vorgang erfolgte ungewöhnlich offen für die sonst sehr abgeschottete nordkoreanische Politik‑ und Personalkultur.
Was wurde dem Betroffenen vorgeworfen? Laut staatlicher Medien (KCNA), dass das Modernisierungsprojekt mangelhaft war, es zu Verlusten und unnötigen Problemen gekommen sei, Yang "unverantwortlich und inkompetent" gehandelt habe.
Welche Metapher verwendete Kim? Er sagte, Yang habe versucht, einen "Ziegenbock vor einen Ochsenkarren zu spannen" – also etwas Ungeeignetes für eine schwere Aufgabe eingesetzt.
Was ist das große Bild? Der Schritt erfolgte kurz vor dem wichtigen neunten Parteikongress der regierenden Arbeiterpartei Nordkoreas, bei dem politische Ziele gesetzt und Personalentscheidungen gefällt werden sollen.
Was will Kim ausdrücken? Beobachter sehen ein Signal: Er möchte Disziplin unter Wirtschafts‑ und Parteifunktionären durchsetzen und Unzufriedenheit über wirtschaftliche Probleme adressieren.