Worum geht es? In der Nähe der kleinen Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba im Süden Spaniens kam es am Sonntagabend um 19.45 Uhrzeit zu einem dramatischen Zugunglück.
Was ist passiert? Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug, der von Málaga nach Madrid unterwegs war, entgleiste mit 200 km/h und kollidierte mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug, der von Madrid nach Huelva fuhr.
Was waren die Folgen? Mindestens 39 Menschen wurden dabei getötet und Hunderte weitere Personen verletzt, darunter viele schwer. Aufgrund des heftigen Aufpralls wurden Leichen Hunderte von Metern entfernt gefunden.
Was war die Ursache? Derzeit ist noch viel unklar. Verkehrsminister Óscar Puente sagte, der Unfall sei "äußerst seltsam", weil er auf einem geraden, erneuerten Streckenabschnitt passiert sei. Tatsächlich flossen im Vorjahr 700 Millionen Euro in die Renovierung.
Aber? Die spanische Lokführergewerkschaft hatte im vergangenen August einen Brief an den staatlichen Eisenbahninfrastrukturverwalter ADIF geschrieben und vor der Bahnstrecke gewarnt, auf der die beiden Züge kollidierten.
Was war der Auslöser? Der Zustand der Bahngleise hatte im Juli zu einer Verletzung eines Besatzungsmitglieds geführt, berichtet El Mundo. Starke Erschütterungen und Rüttelbewegungen hatten dazu geführt, dass ein Ausrüstungsteil auf den Kopf eines Besatzungsmitglieds fiel.
Woher kommt das Rütteln? Laut Rafael Escudero, Generalsekretär der spanischen Eisenbahnergewerkschaft, könnten die Gleise das Gewicht und die Kraft der Züge nicht abfangen. Escudero sagte, man habe häufig Beschwerden über die Erschütterungen erhalten.
Was ist das große Bild? Spanien hat das zweitlängste Hochgeschwindigkeitsbahnnetz weltweit nach China. Die Gesamtlänge beträgt über 3.600 Kilometer. Züge erreichen Geschwindigkeiten von 250 bis 310 km/h, auf manchen Strecken bis zu 350 km/h.
Wie reagierte Spanien? Premierminister Pedro Sánchez bezeichnete den Unfall als eine "Nacht tiefen Schmerzes" für Spanien. Er ordnete am Montag eine dreitägige Staatstrauer an.
Worum geht es? In Portugal waren am Sonntag rund 11 Millionen Menschen aufgerufen, einen neuen Präsidenten für das Land zu wählen. Da kein Kandidat eine absolute Mehrheit schaffte, kommt es zu einer Stichwahl am 8. Februar.
Wie ist die Lage? Nach der portugiesischen Verfassung muss ein Präsident mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen, um im ersten Wahlgang direkt gewählt zu werden. Das ist diesmal nicht passiert, weil elf Kandidaten angetreten sind und die Stimmen stark verteilt wurden.
Wer kam in die Stichwahl? António José Seguro (Sozialistische Partei) erhielt in der ersten Runde die meisten Stimmen (31,1 Prozent). André Ventura (Chega, eine rechtspopulistische Partei) landete mit rund 23,5 Prozent auf dem zweiten Platz.
Was fiel auf? Es ist erst die zweite Stichwahl bei einer portugiesischen Präsidentschaftswahl seit 1986.
Was noch? Ein Rechtspopulist steht erstmals in der Stichwahl, was als historische Entwicklung gesehen wird – vor allem für ein Land, das nach der Diktatur lange als politisch stabil galt.
Hat Ventura Chancen? Laut Umfragen nicht.
Wie wichtig ist der Präsident? Er steht nicht an der Regierungsspitze wie ein Kanzler oder Premierminister. Er kann aber Gesetze zurückweisen (Veto), das Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen. Das macht das Amt trotz überwiegend repräsentativer Aufgaben politisch bedeutend.
Worum geht es? Eigentlich standen die nächsten Wahlen erst 2028 am Terminplan. Nun kündigte die neue Premierministerin Sanae Takaichi aber Wahlen für den 8. Februar an.
Warum? Takaichi hat das Unterhaus des Parlaments offiziell aufgelöst, um vorzeitige Neuwahlen abzuhalten. Dabei geht es nicht nur um die Zusammensetzung des Parlaments, sondern auch um die künftige politische Richtung des Landes.
Was heißt das? Takaichi will ihre politische Agenda und ihre Führung durch die Bevölkerung bestätigen lassen und gleichzeitig die derzeit fragile Mehrheit ihrer Koalition stärken.
Wie stehen die Chancen? In Umfragen hat ihre Regierung relativ hohe Zustimmungswerte, und sie hofft, diesen Rückhalt zu nutzen, um politische Stabilität zu erreichen.
Wer ist Sanae Takaichi? Die Trump-Anhängerin wurde am 21. Oktober 2025 von Japans Parlament zur Ministerpräsidentin gewählt und ist damit die erste Frau in diesem Amt in der Geschichte Japans. Sie gehört der konservativen Liberal Democratic Party (LDP) an.
Womit geht sie in den Wahlkampf? Takaichi schlägt vor, die 8 Prozent Mehrwertsteuer auf Lebensmittel für zwei Jahre auszusetzen, um die Belastung für Haushalte zu senken und die Binnennachfrage anzukurbeln.
Dafür gibt es Geld? Sie will mit höheren öffentlichen Ausgaben das Wirtschaftswachstum fördern, obwohl die öffentlichen Schulden Japans bei über 250 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen.
Das ist kein Problem? Ein Großteil der japanischen Staatsschulden wird im eigenen Land gehalten, vor allem von der japanischen Zentralbank, Banken und privaten Investoren. Dadurch ist Japan weniger abhängig von ausländischen Gläubigern.
Worum geht es? 2024 spran Kamala Harris für Joe Biden ein und trat bei der US-Präsidentschaftswahl in den USA gegen Donald Trump an. Nun verdichten sich die Gerüchte, dass sie es ein zweites Mal probieren will.
Wie das? Harris hat nach ihrer Niederlage ein Buch über die Zeit mit Biden und nach Biden geschrieben. Mit "107 Tage" (hier eine NewsFlix-Rezension dazu) tourt sie derzeit durch die USA.
Und? Der Zuspruch, den sie bei einigen Wählergruppen bekommt, soll sie ermutigt habe, 2028 noch einmal als Kandidaten anzutreten.
Welcher Zuspruch? Harris ist insbesondere in der schwarzen Wählerschaft, die bei den Vorwahlen der Demokraten eine entscheidende Rolle spielt, eine verehrte, historische Figur, berichtet Axios.
Wie äußert sich das? Auf ihrer Wahlkampfreise durch den tiefen Süden wurde sie von begeisterten Menschenmengen, vorwiegend schwarzen Männern und Frauen sowie weißen Frauen, wie ein Rockstar gefeiert.
Wo war sie überall? Harris ist mit dem Bus unterwegs. Die Auditorien in Jackson, Mississippi, und Memphis waren zum Bersten voll. In New Orleans erhielt sie stehende Ovationen. Der Bürgermeister von Jackson, John Horhn, verbeugte sich vor ihr und sagte zu ihr: "Sie wissen nicht, wie viel Sie Mississippi bedeuten. Sie wissen nicht, wie viel Sie Amerika bedeuten."
Was sagen führende Demokraten? Die meisten sind skeptisch. An Harris' Schuh klebe das Andenken an Joe Biden, sagen sie. Ein hochrangiger Demokrat sagte gegenüber Axios: "Kamala hat noch nicht akzeptiert, dass sie nicht kandidiert."
Worum geht es? Deutschland hat zwei Fragmente des berühmten mittelalterlichen Teppichs von Bayeux an Frankreich retourniert. Diese Rückgabe gilt als historische Restitution von Kulturgut, das während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland gelangt war.
Was ist die Vorgeschichte? Die beiden unbestickten Leinenstücke stammen vom Teppich von Bayeux, einem rund 70 Meter langen Wandteppich aus dem 11. Jahrhundert, der die normannische Eroberung Englands 1066 darstellt und als wichtiges französisches Kulturgut gilt.
Wie groß sind die Fragmente? Zwischen ein und zwei Zentimeter.
Wo tauchten sie auf? Die Fragmente wurden 2023 zufällig im Archiv des Textilspezialisten Karl Schlabow im Landesarchiv Schleswig‑Holstein entdeckt. Schlabow hatte sie vermutlich 1941 während der Nazi‑Besatzung Frankreichs entnommen, als er im Auftrag des Regimes den Teppich untersuchte.
Warum ist das relevant? Dieses kleine, aber symbolisch bedeutende Ereignis zeigt die Bemühungen um Rückgabe von Kulturgut aus dem Zweiten Weltkrieg.
Was ist die historische Bedeutung? Der Teppich von Bayeux gilt als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerke Europas; seine vollständige Erhaltung ist für die französische Geschichte und Identität besonders wichtig.
Worum geht es? Als in Berlin zuletzt der Strom ausfiel, war der Bürgermeister abgetaucht. Später stellte sich heraus, dass Kai Wegner Tennis spielen war. Nun fand der CDU-Politiker eine neue Möglichkeit, sich unbeliebt zu machen.
Nämlich? In Berlin gibt es seit einigen Jahren eine solidarische Aktion namens "Kaffeewette", bei der Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen werden, Kaffeepäckchen zu sammeln und zu spenden, damit sie anschließend an Einrichtungen der Berliner Kältehilfe weitergegeben werden.
Was ist der Zweck? Die Aktion soll wohnungslosen Menschen helfen, besser durch den Winter zu kommen, indem sie dort zum Beispiel warme Getränke und Grundversorgung anbieten.
Wie groß war die Aktion? Im Jänner soll sie erstmals in elf von zwölf Berliner Bezirken gleichzeitig stattfinden, und die Bezirksämter riefen die Bevölkerung auf, sich zu beteiligen. Zusätzlich haben mehrere lokale Einzelhändler zugesagt, für jeden Bezirk, der mindestens 500 Kaffeepäckchen sammelt, 2.500 Euro an die Kältehilfe zu spenden.
Aber? Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat diese "Kaffeewette" jedoch für dieses Jahr verboten.
Grund? Nach Ansicht der Senatskanzlei entstehe der Verdacht auf Käuflichkeit oder Bestechlichkeit, wenn Bezirksverwaltungen mit Unternehmern zusammenarbeiten und dafür zusätzliche Geldspenden ausgelobt werden. Auch rechtliche Bedenken der Bezirksaufsicht wurden als Grund genannt.
Gab es Protest? Das Verbot der Kaffeewette hat scharfe Kritik ausgelöst, unter anderem von Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Er sagte, der Bürgermeister schade damit dem gesellschaftlichen Engagement zugunsten obdachloser Menschen.
Was passiert nun? Trotz des Verbots kündigten mehrere Bezirke an, die Kaffeesammlung trotzdem durchführen zu wollen, auch wenn die zusätzlichen Geldspenden durch das ursprüngliche Wettelement nun unklar sind oder ohne den Bonus stattfinden könnten.
Worum geht es? Am 18. Jänner wählt Portugal einen neuen Präsidenten. Der Wahlkampf war auch durch einen ungewöhnlichen Kandidaten geprägt – den Satiriker Manuel João Vieira.
Was machte er? Vieira sorgte bewusst mit absurden und utopischen Versprechen für Aufsehen. Er nennt sich selbst "Candidato Vieira" und ist ein bekannter Künstler, Musiker und Komiker in Portugal, der in der Vergangenheit schon mehrfach symbolisch bei Wahlen kandidierte.
Was ist diesmal anders? Er konnte genügend Unterstützer sammeln und schaffte es tatsächlich auf den Stimmzettel.
Was verspricht er? Unter anderem, jedem Bürger einen Ferrari zu geben, falls er gewählt wird, woraus die Formulierung "Ferrari für alle" entstanden ist.
Ernst gemeint? Nein, das Versprechen ist nicht als politische Maßnahme gedacht, sondern als satirische Kritik an der Politik und am Populismus. Er will damit auf die Entfremdung vieler Wähler vom politischen Establishment hinweisen.
Was noch? Vieira will Wein, der aus Zapfhähnen in jedem Haushalt fließt, eine utopische Stadt namens Vieirópolis, wo künstliche Intelligenz die Menschen von Arbeit befreit, oder ein Behandlungskonzept zur "Vereinigung der Hauttöne", das soziale Spannungen lösen soll.
Will er gewinnen? Vieira selbst sagt, dass sein Ziel nicht wirklich darin bestehe, Präsident zu werden, sondern die Menschen zum Nachdenken über Politik und gegen politische Apathie anzuregen.
Hat er Chancen? Nein, laut Umfragen kommt er nur etwa rund ein Prozent der Stimmen. Aber besonders bei jungen Wählern und jenen, die eine Alternative zur traditionellen Politik suchen, hat er Interesse geweckt.
Worum geht es? Für Einheimische ist der kleine hölzerne Schwimmsteg vor dem Hotel "Gritti Palace" nichts Besonderes, "nicht anders als eine U-Bahn-Haltestelle in London", sagt ein Fremdenführer. Immer mehr Touristen sehen das anders.
Was heißt das? Die Rede ist vom sogenannten "Kardashian-Steg". Er wurde bekannt, weil Kim Kardashian dort während der Hochzeit von Jeff Bezos und Lauren Sánchez im Juni 2025 aus einem Wassertaxi ausstieg.
Und? Die Szene, in der Kim Kardashian über den kleinen Steg ging, wurde von Fotografen festgehalten und breit in sozialen Medien geteilt. Innerhalb weniger Tage verbreiteten sich Bilder und Videos der Influencerin.
Was war die Folge? Der Steg wurde schnell als "Must-See-Ort" unter Fans und Touristen bekannt. Besonders Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok trugen dazu bei, dass der Steg viral ging.
Was bedeutet das für Venedig? Viele Reisende pilgern nun gezielt dorthin, um denselben Ort zu sehen, an dem die prominente Persönlichkeit stand. Damit ist der Steg zu einem Symbol dafür geworden, wie Popkultur und Social Media selbst die unscheinbarsten Orte berühmt machen können.