Worum geht es? Exoplanet "L 98‑59 d" wurde bereits 2019 entdeckt. Nun aber lieferte das James Webb Space Telescope (JWST) neue Erkenntnisse. "L 98‑59 d" liegt 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. So schaut er im Video aus.
Was weiß man über ihn? Der Exoplanet ist etwa 1,5‑mal so groß wie die Erde und hat eine Masse von ungefähr 2 Erdmassen, damit zählt er zu den sogenannten Super‑Erden.
Was ist ein Exoplanet? Ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems, der einen anderen Stern umkreist.
Was weiß man neu über ihn? Der Planet könnte eine tief flüssige Oberfläche aus Magma (geschmolzenem Gestein) besitzen – also keine feste Kruste wie bei der Erde, sondern einen globalen Magmaozean.
Wie ist er so? Seine Atmosphäre könnte reich an Schwefel‑Gasen wie Wasserstoffsulfid (H₂S) sein, weshalb manche Berichte sagen, er "rieche nach faulen Eiern".
Was macht "L 98‑59 d" so besonders? Seine Merkmale lassen vermuten, dass L 98‑59 d zu einer neuen Klasse gehören könnte, die anders aufgebaut sind als klassische felsige oder gasreiche Planeten.
Lässt sich darauf gut leben? Nein, "L 98‑59 d" ist extrem heiß und lebensfeindlich. Die Oberflächentemperaturen betragen schätzungsweise über 1500 °C oder noch höher. Dazu herrscht eine dichte, toxische Atmosphäre mit schwefelreichen Gasen.
Worum geht es? Eine 35-jährige, dreifache Mutter aus Utah, USA, soll ihren Ehemann am Valentinstag mit einer Überdosis Fentanyl ermordet haben. Danach schrieb sie ein Trauerbuch, damit ihre Kinder besser über das Ereignis hinwegkommen.
Was ist passiert? Im März 2022 starb der Ehemann von Kouri R. an einer Fentanyl‑Überdosis – einem starken synthetischen Opioid, das in seinem Körper nachgewiesen wurde.
Todesursache? Es gab keine medizinische Ursache für den Tod. Laut Ermittlern starb er an Fentanyl, das jemand einem Getränk beigemischt worden war.
Was war die Folge? Im Mai 2023 wurde Kouri R. festgenommen und angeklagt, u. a. wegen aggravated murder (schwerer Mord), versuchter Tötung, Versicherungs‑ und Betrugsdelikten.
Gab es den Prozess schon? Ja, er fand eben vor einem Gericht in Summit County, Utah. Die Jury kam nach kurzer Beratung von drei Stunden zu einem Urteil: schuldig in allen drei Anklagepunkten.
Warum so schnell? Die Staatsanwaltschaft rief mehr als 40 Zeugen auf, darunter die Frau, die aussagte, sie habe die Drogen ("irgendein Zeug von Michael Jackson“) verkauft, mit denen der Mann getötet wurde.
Was war das Motiv? Die Anklage argumentierte, sie habe finanzielle Probleme in Millionenhöhe gehabt und glaubte, durch den Tod ihres Mannes, von Lebensversicherungen und Vermögenswerte zu profitieren. Eine außereheliche Affäre gab es auch, inklusive Planungen für eine gemeinsame Zukunft.
Was erstaunte am meisten? Das Trauerbuch von Kouri R., das sie im Eigenverlag publiziert hatte. "Are You With Me?" erzählte einfühlsame Geschichten über Kinder, die lernen, mit Trauer umzugehen. Sie widmete das Buch ihrem "großartigen Ehemann und wundervollen Vater".
Was war das Strafmaß? Es wird erst am 13. Mai verkündet. Die Angeklagte plädierte auf nicht schuldig.
Worum geht es? Nach ihrem Antreten beim AFC Women’s Asian Cup in Australien suchten sieben Mitglieder der iranischen Delegation (Spielerinnen und Betreuungsteam) um Asyl an. Nun kam es anders.
Was ist der Hintergrund? Mehrere Spielerinnen der Frauen‑Nationalmannschaft sangen bei einem Match die iranische Nationalhymne nicht mit und verweigerten den militärischen Gruß.
Und? Das wurde als stiller Protest gegen die Lage der Frauen im Iran und den Umgang mit Frauenrechten verstanden. Daraufhin begannen einige von ihnen zu befürchten, bei der Rückkehr in den Iran Verfolgung oder Bestrafung ausgesetzt zu sein.
Was war die Folge? Sieben Personen bekundeten, bleiben zu wollen. Die australische Regierung gewährte daraufhin humanitäre Visa und Schutz für mehrere Spielerinnen, die Asyl beantragen wollten.
Aber? Fünf von ihnen nahmen ihren Asylantrag später zurück und entschieden sich, wieder in den Nahen Osten zurückzukehren oder nach Iran zurückzufliegen. Nur zwei blieben. Sie leben nun an einem geheimen Ort.
Warum die Rückkehr? Familienangehörige dürften bedroht worden sein. Medien berichten, dass einige der Spielerinnen deshalb beschlossen, nicht Asyl zu beantragen und zurückzukehren, um ihre Familien zu schützen.
Was droht im Iran? Wer sich öffentlich gegen staatliche Vorschriften auflehnt, kann festgenommen, verhört oder zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Spielerinnen könnten von Nationalmannschaft oder Vereinen ausgeschlossen werden. Ein dauerhaftes Verbot, international zu spielen, ist ebenfalls möglich.
Worum geht es? Chris Hipkins, ehemaliger Labour-Premierminister Neuseelands (von 25. Jänner bis 27. November 2023), hat unter Tränen öffentlich die Anschuldigungen seiner Ex-Frau zurückgewiesen, er habe sie mit einer ehemaligen Praktikantin betrogen.
Was ist die Vorgeschichte? Hipkins’ Ex‑Frau Jade Paul hatte am Sonntag auf Facebook mehrere persönliche Anschuldigungen veröffentlicht – darunter den Vorwurf der Affäre, aber auch Kritik an seinem Verhalten während ihrer Ehe, nach einer Fehlgeburt und Streit um Finanzielles.
Ist das noch online? Nein, die Beiträge wurden später gelöscht. Jade Paul steht zu ihren Aussagen, betont aber, dass dies persönliche Anschuldigungen sind.
Wie reagierte Hipkins? Der 47-Jährige, der sich zu diesem Zeitpunkt in Australien befand, 47, gab am Montag zunächst eine Erklärung ab, in der er die Vorwürfe zurückwies. Weiter wollte er nichts dazu sagen.
Aber? Nach seiner Rückkehr gab er eine Pressekonferenz. "Während meiner gesamten politischen Laufbahn habe ich mich stets bewusst darum bemüht, mein Privatleben privat zu halten", sagte er, dann stockte die Stimme.
Weil? Er wurde nach den Auswirkungen der Behauptungen seiner Ex-Frau auf die beiden Kinder gefragt. „Meine Kinder sind bei ihr … meine Kinder sind bei ihr. Ich weiß es also nicht", sagte er mit Tränen in den Augen.
Was ist der Hintergrund? Hipkins heiratete Paul im Jänner 2020, da war er Bildungsminister. Zwei Jahre später erfolgte die Scheidung.
Was ist mit der Praktikantin? Sie ist seit dem Vorjahr seine Verlobte.
Worum geht es? Joseph Clay Kent, Direktor des National Counterterrorism Center (NCTC) in den USA, gibt alle seine Ämter ab. Das machte er auf X öffentlich und postete dazu sein Rücktrittsschreiben.
Wer ist Kent? Der Ex-Soldat (Afghanistan, Naher Osten) ist seit Juli 2025 Direktor der zentralen US‑Behörde zur Terrorismusbekämpfung und Terrorismus‑Analyse, die auch Präsident Donald Trump berät.
Wo schrieb er? "Ich kann mit gutem Gewissen den laufenden Krieg gegen Iran nicht unterstützen." Kent behauptete, dass der Krieg nicht gerechtfertigt sei, weil Iran keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstelle.
Was vermutet er als Hintergrund? Kentbehauptet, dass der Krieg auf Druck Israels und den Einfluss des Landes und seiner Führung in Washington zurückzuführen sei.
Wie bedeutsam ist das? Kent ist der ranghöchste nationale Sicherheitsbeamte der Trump‑Regierung, der öffentlich wegen des Iran-Kriegs kündigt. Seine Entscheidung unterstreicht wachsende Spannungen selbst innerhalb der US‑Regierung über den Krieg und dessen Rechtfertigung.
Worum geht es? Susie Wiles, die erste Stabschefin im Weißen Haus, ist an Brustkrebs erkrankt. Das gab US-Präsident Donald Trump auf Truth Social bekannt. Sie ist 68 Jahre alt.
Was schrieb er? Trump erklärte, dass bei Susie Wiles Brustkrebs im frühen Stadium festgestellt wurde und dass die Prognose "sehr gut" sei. Der Krebs wurde vergangene Woche entdeckt.
Scheidet sie aus dem Amt? Nein, sie will während der Behandlung weiterarbeiten. Sie werde demnächst eine mehrwöchige Behandlung in der Gegend um Washington beginnen, sagte Wiles der New York Times.
Wer ist Susie Wiles? Geboren als Susan Summerall, zwei Töchter, seit fast neun Jahren geschieden, seit 1979 im US-Politgeschäft, seit zehn Jahren an der Seite von Donald Trump. Sie leitete 2016 seine Wahlkampagne in Florida und 2024 bundesweit.
Wie sieht sie sich selbst? Als "gemäßigte Republikanerin". Spätestens seit 2017, als sie sich scheiden ließ, ist sie Trump treu ergeben, da er sie beruflich auffing. Seit Jänner 2025 ist Susie Wiles Trumps Stabschefin im Weißen Haus und damit die erste Frau überhaupt in dieser relevanten Position.
Was macht eine Stabschefin? Sie leitet den gesamten Mitarbeiterstab des Präsidenten, entscheidet, wer zu ihm Zugang erhält, filtert Informationen, koordiniert die politische Arbeit und übersetzt die politischen Ziele des Präsidenten in konkrete Strategien. Die Position des Stabschefs gilt als eine der bedeutsamsten und prestigeträchtigsten in der gesamten US-Politik.
Wie häufig ist Brustkrebs? Es handelt sich um eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. In den USA werden jedes Jahr über 300.000 Frauen damit diagnostiziert. Etwa 1 von 8 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.
Worum geht es? Ein Feuerwehrmann aus Taucha in Sachsen, Deutschland, wurde am Weg zu einem Einsatz geblitzt. Statt maximal 30 km/h war er mit 69 km/h unterwegs. Das kam ihm teuer zu stehen.
Nämlich? Die Stadt Taucha stellte einen Bußgeldbescheid aus: 369 Euro Strafe, zwei Strafpunkte in der Verkehrskartei Flensburg, ein Monat Fahrverbot.
Aber er war doch im Einsatz? Ja, in einer Volksschule war Feueralarm ausgelöst worden. Ray Lange setzte sich ans Steuer, schaltete die Sirene ein und fuhr los. An einer Baustelle wurde er geblitzt.
Wie ist das rechtlich? Nach deutschem Verkehrsrecht haben Feuerwehrfahrzeuge Sonderrechte (§ 35 StVO), die ihnen erlauben, bei Einsatzfahrt z. B. Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überschreiten.
Aber? Diese Sonderrechte gelten aber nur unter strenger Bedingung, dass dabei die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet wird. Die Behörden in Taucha argumentierten, dass die hohe Geschwindigkeit in einer engen 30‑Zone in der Nähe einer Schule trotz Blaulicht kein verhältnismäßiges Tempo war – und daher ein regulärer Verstoß vorliege.
Warum löst man das nicht in Kulanz? Tauchas Bürgermeister sieht sich im Recht und sagt, dass er kein Auge zudrücken könne. Wäre Lange maximal 20 km/h zu schnell gewesen, hätte es anders ausgesehen. Die Stadt schlug aber eine Spende vor.
Was kam heraus? Die Spende lehnte Ray Lange ab, weil sie einem Schuldeingeständnis gleichgekommen wäre. Er trat aus der Feuerwehr aus, die öffentliche Empörung ist groß.
Worum geht es? Der Irankrieg und die Berichterstattung darüber entzündeten nun den nächsten Konflikt zwischen der US-Regierung und Medien. Nun mengte sich auch Präsident Donald Trump ein.
Was ist die Vorgeschichte? Am Samstag hatte zunächst Brendan Carr, Leiter der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, gedroht, einzelnen Sendern die TV-Lizenzen zu entziehen. Anlass war die Berichterstattung über den Irankrieg. Schon einen Tag zuvor war "Kriegsminister" Pete Hegseth in die Offensive gegangen.
Wie? Auf einer Pressekonferenz attackierte er den Newssender CNN. "Je eher David Ellison diesen Sender übernimmt, desto besser", sagte er.
Was ist damit gemeint? Ellison, Trump-freundlicher CEO von Paramount Skydance, hatte sich im Februar in der Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery durchgesetzt. Zum Medienimperium gehört auch CNN.
Dann kam Trump? Ja, am Sonntagabend schrieb er auf Truth Social, er sei "begeistert", dass Carr die Lizenzen einiger "höchst unpatriotischer 'Nachrichten'-Organisationen" überprüfe.
Was braut sich da zusammen? Ärger! Carr teilte die Behauptung des Präsidenten auf Truth Social, dass die New York Times, das Wall Street Journal und die übrigen "Medien" wollten, dass die USA "den Krieg verlieren".
Wie reagierten Betroffene? CNN-Chef erklärte, er stehe hinter seinen Journalisten. Und Tara Puckey, CEO der Radio Television Digital News Association, meinte Richtung Carr: "Journalisten lassen sich von einem Rüpel mit Aktenkoffer nicht einschüchtern".