Worum geht es? Bisher war der umstrittene Kardinal Timothy Dolan, ein Freund von Präsident Trump, Erzbischof in New York. Nun nahm der Vatikan sein obligates Rücktrittsgesuch an (er wurde 75) und setzte einen Nachfolger ein.
Warum war Dolan umstritten? Er trat häufig im Fernsehen auf Fox News auf, betete bei Trumps Amtseinführung, erntete wütende Reaktionen, als er den rechten Influencer Charlie Kirk nach dessen Ermordung als "Helden" bezeichnete und ihn mit dem heiligen Paulus verglich.
Mit welchen Worten? "Ich dachte: 'Ich muss mehr über diesen Mann erfahren', und je mehr ich über ihn erfuhr, desto mehr dachte ich: 'Dieser Mann ist ein moderner Paulus'", sagte Kardinal Dolan in der Sendung "Fox & Friends".
Wer kommt nun? Papst Leo XIV. ernannte Bischof Ronald Hicks (58) zum neuen Erzbischof von New York. Das markiert eine deutliche Trendwende. Die US-Kirche nimmt eine zunehmend kritische Haltung zu Trump ein.
Wie äußert sich das? Die US-amerikanische Bischofskonferenz hat eine "Sonderbotschaft" veröffentlicht. Darin klagt sie die Einwanderungspolitik der USA an und verteidigt "gottgegebene Menschenwürde". Hicks unterstützte die Aktion.
Was verbindet den Papst mit Hicks? Beide wuchsen in den südlichen Vororten von Chicago auf und arbeiteten als Missionare in Lateinamerika: Leo in Peru, Hicks in El Salvador.
Wie legt er sein Amt an? Gegenüber Vatican News erklärte Hicks, sein "Wunsch sei es, ein Hirte mit Hirtenherz zu sein", und bezog sich damit auf den verstorbenen Papst Franziskus.
Worum geht es? Die Wirtschaft sei stärker, als die Leute denken, und alle Probleme seien allein die Schuld von Joe Biden. In der traditionellen Weihnachtsrede (hier anschauen) des US-Präsidenten hatte Donald Trump eine klare Rollenverteilung.
Wie lange dauerte die Rede? 18 Minuten, Trump hielt sie im weihnachtlich dekorierten Diplomatic Reception Room des Weißen Hauses. Es war keine klassische besinnliche Weihnachtsbotschaft, sondern eher eine politisch aufgeladene Bilanz- und Zukunftsansprache.
Was war der Inhalt? Trump sagte, er wolle 2026 ein "Boom-Jahr" erreichen. Er verteidigte seine Politik gegen Kritik an Lebenshaltungskosten, Inflation und Arbeitsmarkt und machte die Demokraten für Wirtschaftssorgen verantwortlich.
Gab es Versprechungen? Ja, er kündigte an, dass rund 1,45 Millionen Militärangehörige jeweils 1.776 US-Dollar als einmaliges Weihnachtsgeld erhalten sollen – in Anspielung auf das Jahr der Unabhängigkeit (1776).
Die wichtigsten Zitate? "Vor elf Monaten habe ich ein Chaos übernommen, und ich repariere es." Und: "Wir bringen unsere Wirtschaft vom Rand des Ruins zurück." Auch nicht schlecht: "Die Krise der letzten Jahre wurde von anderen verursacht."
Wie endete die Rede? Mit einem Gruß: "Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr."
Worum geht es? Die Chinesen kriegen zu wenige Kinder, meint die Staatsführung. Und weil sanfte Aufforderungen, die Fertilität anzukurbeln, bislang nicht fruchteten, schaltet man jetzt einen Gang höher. Ab 2026 werden Verhütungsmittel mit einer Mehrwertsteuer von 13 Prozent belegt, berichtet der Guardian. Gleichzeitig werden Kinderbetreuungseinrichtungen und Partnervermittlungen steuerlich besser gestellt.
Was kosten Verhütungsmittel in China? Eine Packung Kondome umgerechnet zwischen 5 und 7,50 Euro, die Antibabypille kostet für einen Monat zwischen 6 und 16 Euro. Dazu kommen ab 1. Jänner eben noch 13 Prozent Mehrwertsteuer.
Wie viele Menschen leben in China? Aktuell etwa 1,416 Milliarden Menschen. Damit ist das Riesenreich nur mehr das zweit-bevölkerungsreichste Land der Erde hinter Indien (ca. 1,463 Milliarden Einwohner).
Aber wo ist dann das Problem? Das Problem ist die Überalterung der chinesischen Gesellschaft. Während die Inder ein Durchschnittsalter von 29 bis 30 Jahren haben, liegt der Alters-Durchschnitt in China bei knapp 41 Jahren.
Weshalb ist das so? Das ist eine Folge der Ein-Kind-Politik, die den Chinesen ab 1979 jahrzehntelang vorschrieb, dass sie nur ein Kind zur Welt bringen dürfen. Man wollte so das gewaltige Bevölkerungswachstum in den Griff kriegen.
Wie viele Kinder sollen die Menschen jetzt bekommen? Staatliches Ziel wären drei Kinder pro Familie, doch davon ist man weit entfernt. Durchschnittlich bekommen Chinesinnen ein Kind – viel zu wenig, um der Überalterung entgegen zu wirken.
Wird die Steuer auf Verhütung daran etwas ändern? Demoskopen, die vom Guardian befragt wurden, gehen nicht davon aus. Der wirtschaftliche Aufschwung des Landes hat dazu geführt, dass sich die chinesische Gesellschaft jener der westlichen Industrieländer angenähert hat. Und auch im Westen überaltert die Bevölkerung, weil zu wenige Kinder in die Welt gesetzt werden.
Worum geht es? Das "Kennedy Center" in Washington wird künftig den Namen "Trump Kennedy Center" tragen, berichtet CNN. Das beschloss der Verwaltungsrat des Zentrums, der von Präsident Donald Trump unmittelbar nach seinem Amtsantritt mit Menschen seines Vertrauens neu besetzt worden ist, am Donnerstag.
Was ist das Kennedy-Center? Das "John F. Kennedy Center for the Performing Arts" ist das größte Kulturzentrum in der Bundeshauptstadt. Es verfügt über drei große Veranstaltungssäle (mit 1.100 bis knapp 2.500 Plätzen) sowie zahlreiche kleinere Veranstaltungsräume, wurde 1971 eröffnet und nach dem 35. Präsidenten der USA benannt.
Und warum jetzt "Trump Kennedy Center"? Der Präsident war schon lange unzufrieden mit der Programmgestaltung des Centers und setzte nach Amtsantritt alle Hebel in Bewegung, um die Kontrolle darüber zu erlangen. Er ließ sich sogar als Vorsitzender des Vorstandes einsetzen, um seine Vorstellungen über die künftige Programmgestaltung umsetzen zu können.
Und funktioniert das? Eher schlecht als Recht. Wie die Washington Post erst im Oktober berichtete, sind die Ticketverkäufe für das Center zuletzt um fast 40 Prozent zurück gegangen.
Erfolgte die Umbenennung einstimmig? Ja, aber nur deshalb, weil die 75-jährige demokratische Kongressabgeordnete Joyce Beatty, die dem Gremium kraft ihres Amtes angehört, beim Versuch, gegen die Abstimmung Einspruch zu erheben, stummgeschaltet wurde.
Gab es viele Gratulanten? Naja, sie kamen vor allem aus den erwartbaren Ecken. Zu den ersten Gratulantinnen zählte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Sie postete auf X: "Herzlichen Glückwunsch an Präsident Donald J. Trump und ebenso herzlichen Glückwunsch an Präsident Kennedy, denn dies wird ein wirklich großartiges Team sein, das noch lange Zeit bestehen wird! Das Gebäude wird zweifellos neue Höhen des Erfolgs und der Pracht erreichen", schrieb sie.
"Glückwunsch an Präsident Kennedy"? John F. Kennedy, der 35. Präsident der USA, nach dem das Center benannt worden ist, starb am 22. November 1963 bei einem Schussattentat in Dallas, Texas und kann sich gegen diese Vereinnahmung nicht mehr wehren.
Worum geht es? Die Auslieferung der zwei neuen Air Force One-Modelle an das Weiße Haus verzögert sich weiter. Ursprünglich sollten die beiden Präsidentenflugzeuge bereits 2024 fertig sein, dann hieß es 2027, jetzt hält man bei 2028 – also kurz vor dem Ausscheiden von Donald Trump aus dem Amt.
Weshalb ist das ein Thema? Trump hatte die neuen Jets bereits in seiner ersten Amtszeit in Auftrag gegeben, weil er mit dem Komfort der alten Air Force One-Jets aus den 1990er-Jahren unzufrieden ist. Für Hersteller Boeing wäre es also eine Schmach, wenn der Auftraggeber nicht mehr mit "seinem" Flugzeug reisen könnte.
Was ist mit dem Jumbo Jet, den ihm Katar schenkte? Den auf Air Force One-Standards umzubauen würde sogar noch länger dauern, so Luftfahrtexperten. Diese Variante fällt also aus.
Also? Es heißt also warten auf die Fertigstellung der beiden Flugzeuge, die in Arbeit sind. Und damit sich die künftigen Piloten bereits jetzt mit der Technik der neuen Air Force One vertraut machen können, begab sich die Air Force auf die Suche nach technisch baugleichen Flugzeugen – und wurde bei der Lufthansa fündig.
Warum nicht noch einen weiteren Jet beim Hersteller kaufen? Die neuen Air Force One-Modelle werden auf der Boeing 747-8 basieren, diese wird jedoch seit 2023 nicht mehr hergestellt. Die Lufthansa hat aber noch 19 Stück der 747-8 in Betrieb. Zwei davon werden jetzt an die Air Force verkauft – zum Stückpreis von 200 Millionen Dollar (insgesamt also 341 Mio. Euro), schreibt die F.A.Z.
Was geschieht mit den beiden Jumbos? Sie sollen schon im Jänner an die Air Force übergeben werden und dann als Trainingsflugzeuge dienen. Und sobald die neuen Air Force One-Modelle einsatzbereit sind, werden die Lufthansa-Jumbos als Ersatzteilträger für diese herhalten.
Bedeutet unterm Strich? Wenn alles glatt geht, kann Donald Trump seine letzten Monate als Präsident doch noch in einer der beiden brandneuen Air Force One-Modelle durch die Welt jetten. Seine Piloten werden dann bereits viele hundert Flugstunden auf den baugleichen Lufthansa-Jumbos absolviert haben und mit dem Gerät vollkommen vertraut sein.
Worum geht es? Die Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses veröffentlichten am Donnerstag weitere Fotos aus dem Nachlass des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Was ist zu sehen? Unter anderem Tech-Milliardär Bill Gates mit einer Frau, deren Gesicht unkenntlich gemacht wurde. Bereits vor einigen Wochen wurden hunderte Bilder von Epsteins Karibik-Insel veröffentlicht.
Was ist noch auf den neuen Bildern zu erkennen? Etwa der amerikanische Philosoph Noam Chomsky in einem Flugzeug neben Jeffrey Epstein – Chomsky hatte bereits vor Veröffentlichung des Bildes zugegeben, mit dem 2019 verstorbenen Finanzmanager in Kontakt gewesen zu sein.
Was ist verstörend? Bilder von einer Frau, auf deren nackter Haut Zitate aus dem Roman "Lolita" (über einen Kindesmissbrauch) geschrieben stehen, sie wurden ebenfalls publiziert. Sowie ein Screenshot, in dem jemand über "ihm angebotene Frauen" schreibt.
Weiß man, in welchem Zusammenhang die Bilder gemacht wurden? Nein, dazu wurden auch keine Erläuterungen veröffentlicht. Insgesamt seien mehr als 95.000 Fotos aus dem Nachlass von Epstein vorhanden, die laufend von den Abgeordneten gesichtet würden.
Ist der Zeitpunkt der neuen Veröffentlichung Zufall? Sicher nicht. Am Freitag, dem 19. Dezember, endet die einmonatige Frist für das Justizministerium für die Veröffentlichung bislang unter Verschluss gehaltener Akten über die Epstein-Ermittlungen. Die Bilder-Veröffentlichung durch die Demokraten lenkt einmal mehr die Aufmerksamkeit auf die Causa.
Worum geht es? Am 27. Juli flog der britische Premier Keir Starmer für eine Nacht nach Basel. Dort trat die britische Frauen-Nationalmannschaft im Finale der Fußball-EM gegen Spanien an. Nun weiß man, was der Trip gekostet hat, berichtet die Times.
Wie war die Reise so? Der Premierminister wurde von seiner Ehefrau Victoria und zehn Beamten begleitet. Es ging mit dem Regierungsflugzeug Airbus A321 in die Schweiz. Kosten für den Steuerzahler laut Transparenzdaten des Kabinetts: 60.130 Pfund, umgerechnet 68.500 Euro.
Warum ist das peinlich? Weil die Labour Party in der Opposition die "Privatjet-Gewohnheit" von Vorgänger-Premier Rishi Sunak angegriffen hatte. Sie kündigte an, bei einer Machtübernahme "Millionen von Pfund für die Steuerzahler zu sparen".
Warum ist das politisch heikel? Weil der Premierminister inzwischen den Spitznamen „Never Here Keir” trägt. In weniger als 18 Monaten hat er bereits mehr als 35 Auslandsreisen unternommen und ist dabei – auf Flugkilometer umgerechnet – zweimal um die Welt gejettet.
Wie ging das Match aus? Die Engländerinnen gewannen das Elferschießen und wurden Weltmeisterinnen. Immerhin!
Worum geht es? Am Wochenende hielt die bayerische CSU ihren Parteitag ab. Und sie nahm dabei einstimmig eine Forderung der Jungen Union an: eine Art Hymnenpflicht für spezielle Anlässe.
Was heißt das? Etwa bei der Verleihung von Schul- und Berufsabschlüssen in Deutschland soll verpflichtend die Nationalhymne, die Europahymne und in Bayern auch die Bayernhymne gespielt werden.
Aber? Nun regt sich Widerstand gegen die Pläne. Auch Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) ist skeptisch. Sie hält das Abspielen der Hymnen für "nicht entscheidend, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Sondern? Wir wollen die Hymnen an unseren Schulen noch ein Stück weit präsenter machen. Wie und auf welchen Wegen möchte ich gerne mit der Schulfamilie diskutieren,“ sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Warum ist sie so zurückhaltend? Weil das Echo aus der Lehrerschaft eher verhalten ausfiel.
Wie ist das bisher geregelt? Laut Kultusministerin Stolz dürfen Schulen in Bayern selbst entscheiden, ob bei festlichen Anlässen wie Zeugnisübergaben die Bayernhymne oder die deutsche Nationalhymne gespielt wird.