Worum geht es? Am Dienstag haben französische Ermittler die Pariser Büros von X durchsucht. Die Aktion wurde von der Cybercrime‑Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft durchgeführt, mit Unterstützung der französischen Polizei und Europol.
Was ist der Hintergrund? Ziel ist eine laufende strafrechtliche Untersuchung gegen X, die seit April 2025 läuft und auf drei Handlungssträngen beruht: Manipulation, Deepfakes und KI‑Inhalte, sowie Verbreitung illegaler Inhalte.
Was heißt das? Der Algorithmus von X soll politisch einseitig oder verzerrend funktionieren – etwa indem einige Inhalte bevorzugt verbreitet werden. Ein zentraler Punkt sind KI‑generierte Inhalte, insbesondere die Bilder/Deepfakes, die vom KI‑Chatbot Grok erstellt wurden.
Worum geht es? Es wird untersucht, ob diese Inhalte täuschend echt wirkende KI‑Bilder von realen Menschen, insbesondere sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern, erzeugen oder verbreiten; Inhalte zur Holocaust‑Leugnung oder ähnliches beinhalten.
Was ist mit illegalen Inhalten gemeint? Untersucht wird, ob X bei der Verbreitung von gewaltverherrlichendem Material Darstellungen von Kindes-Missbrauch mitverantwortlich war, bzw. Holocaust‑Leugnung und andere strafbare Inhalte nicht ausreichend kontrolliert hat.
Was ist die Folge? Die Ermittler haben Elon Musk sowie die frühere X‑Geschäftsführerin Linda Yaccarino zu einer "freiwilligen Anhörung" am 20. April in Paris vorgeladen.
Worum geht es? Der Zugang zum Oktoberfest in München ist traditionell kostenlos. Weil das Bier aber immer teuer wird, soll eine andere Lösung her: Das Maß soll günstiger werden, dafür der Eintritt kosten.
Woher kommt die Idee? Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes Georg Schneider hat am Dienstag in der "Augsburger Allgemeinen" vorgeschlagen, Eintritt zu verlangen – etwa um steigende Kosten zu decken.
Was sagen die Veranstalter? Wiesn-Chef Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (beide SPD) sind dagegen, die Wirte ebenso. Argument: "Das ist ein Volksfest, und das soll es auch bleiben." Schließlich gebe es auch Familien, die einfach nur über die Festwiese schlendern wollten.
Ist das Oktoberfest wirklich gratis? Die Festwiese ja, die "Oide Wiesn" (der traditionelle Bereich im Süden) kostet Eintritt – etwa 4 € pro Person (Kinder bis 14 Jahre frei). Nach 21 Uhr ist dort der Eintritt über die Ausgänge frei.
Was kostet das Bier inzwischen? Das Maß (1 Liter) kostete im Vorjahr zwischen 14,50 Euro und– 15,80 Euro je nach Zelt. Snacks und traditionelle Gerichte liegen oft im zweistelligen Bereich.
Worum geht es? Australien erlebt eine ausgedehnte, historische Hitzewelle. Vor allem im Südosten liegen die Temperaturen oft deutlich über 40 °C, in vielen Orten reichen sie nahe an 50 °C heran.
Ist das ungewöhnlich? In Teilen von Victoria, New South Wales und South Australia wurden mehrfach Temperaturen zwischen 48 und 49,5 °C gemessen. Zahlreiche regionale Rekorde für höchste Tageswerte wurden bereits gebrochen oder standen kurz davor.
Wer bekam das zu spüren? In Melbourne gab es Temperaturen über 45 °C, der höchste Wert seit fast zwei Jahrzehnten. Hier gingen am vergangenen Sonntag die Australian Open im Tennis zu Ende.
Was ist die Konsequenz? Die extreme Hitze führt zu starker Trockenheit und großem Brandrisiko. Stromnetze werden belastet — teils kam es zu Stromausfällen, weil Klimaanlagen und Kühlungssysteme gleichzeitig stark genutzt wurde.
Was heißt das für die Menschen? Gesundheitsbehörden warnen vor Hitzschlag, Dehydrierung und Herz‑Kreislauf-Problemen, besonders für alte Menschen, Kinder und Menschen mit chronischen Krankheiten. Vor allem heiße Nächte ohne Abkühlung verschärfen diese Risiken.
Worum geht es? Zwischen Donald Trump und Harvard tobt seit Monaten ein Streit. Nun kündigte der US-Präsident an, von der Elite-Uni 1 Milliarde Dollar Schadenersatz fordern zu wollen.
Was ist der Hintergrund? Die New York Times hatte unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass Trump die Forderung seiner Regierung nach einer Zahlung von 200 Millionen Dollar an die Regierung fallen gelassen habe.
Wie reagierte Trump? Der Präsident schrieb auf Truth Social: "Die stark antisemitische Harvard-Universität hat der New York Times jede Menge Unsinn zugespielt. Wir fordern nun eine Milliarde Dollar Schadensersatz und wollen in Zukunft nichts mehr mit der Harvard-Universität zu tun haben."
Was ist die Vorgeschichte? Die Regierung wirft Harvard – und anderen Elite‑Universitäten – vor, nicht ausreichend gegen antisemitische Belästigungen und „antizionistische“ Demos auf dem Campus vorzugehen, besonders im Zusammenhang mit Protesten seit dem Nahost‑Konflikt Ende 2023. Sie würden eine "woke" Ideologie fördern.
War da nicht auch was mit Geld? Ja, Trump hatte zuvor versucht, Fördergelder in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar einzufrieren, weil die Uni sich angeblich nicht an staatliche Vorgaben halten wollte. Harvard klagte dagegen erfolgreich, ein Gericht bezeichnete die Kürzung als rechtswidrig.
Was war die Folge? Monatelang gab es Vergleichsgespräche zwischen Harvard und der Regierung. Trump hat dabei früher über 500 Mio. Dollar Schadenersatz gesprochen und Verhandlungen über neue Initiativen vorgeschlagen. Diese Verhandlungen blieben jedoch ohne endgültige Einigung.
Was sagte Trump über die New York Times? Sie sei "ein korruptes, prinzipienloses und erbärmliches Sprachrohr der Linken."
Worum geht es? Er habe sich mit Indiens Regierungschef Narendra Modi darauf geeinigt, dass der bevölkerungsreichste Staat der Welt künftig kein russisches Öl mehr importieren werde, schrieb US-Präsident Donald Trump am Montag auf Truth Social. Im Gegenzug werde er die Importzölle für indische Waren von 25 auf 18 Prozent senken, so der US-Präsident.
Warum sollen die Inder kein Russen-Öl mehr kaufen? Um Russlands Kriegswirtschaft zu schwächen und Präsident Wladimir Putin rascher zu einem Einlenken im Ukraine-Krieg zu bewegen, so das Kalkül in Washington. Stattdessen will Neu-Dehli sein Öl künftig mehr in den USA kaufen – und eventuell in Venezuela, so Trump.
Gibt es noch weitere Zugeständnisse? Aber ja. Angeblich habe Modi zudem angekündigt, Indiens Importzölle für US-Produkte auf Null zu reduzieren und "über 500 Milliarden Dollar" in den USA zu investieren, in den Energiesektor, in Technologie und Landwirtschaft.
Was sagt Indien dazu? Relativ wenig. Premierminister Modi nannte die Ankündigung von Trump, die Importzölle für indische Waren zu senken, auf X eine "wunderbare Ankündigung", äußerte sich aber sonst nicht weiter zu den von Trump ausgerufenen Zugeständnissen.
Möglicherweise ein Verständigungsproblem? Wenn, dann ein sehr nachhaltiges. Denn bereits im vergangenen Oktober hatte Trump eine ähnliche Ankündigung in die Welt gesetzt. Und auch damals gab es keine Bestätigung von indischer Seite.
Wie viel Öl kauft Indien in Moskau ein? Schon sehr ordentlich. Seit Beginn des Ukraine-Krieges 2022 verdoppelte sich die Menge des Russen-Öls, das in den Subkontinent geliefert wurde, auf 36 Prozent der russischen Produktion. Damit ist Indien hinter China der zweitgrößte Öl-Abnehmer für den Herren im Kreml.
Worum geht es? Im Dezember hatte sich Gerhard Hillebrand, Verkehrspräsident des deutschen Automobilklubs ADAC, für die CO2-Bepreisung ausgesprochen. Nun wird der 60-Jährige abgelöst.
Was ist der Hintergrund? In Deutschland stiegen die Preise für Diesel und Benzin mit Jahresbeginn deutlich an, bei Diesel waren es vier Cent pro Liter. Grund war die Einführung der CO₂-Bepreisung, die bis zu drei Cent pro Liter ausmacht.
Was hat Hillebrand damit zu tun? Er gab der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein Interview. Darin stellte er sich gegen den EU-Plan zur Rücknahme des Verbrenner-Aus. "Davor kann ich nur warnen. Europa muss an ehrgeizigen CO2-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen", sagte er.
Und? Er fand auch die Preiserhöhung gut. "Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen", sagte er. "Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen."
Was war die Folge? In einem Monat kündigten 60.000 Autofahrer ihre ADAC-Mitgliedschaft.
Was sagt der ADAC? "Der Eindruck, der durch das Interview entstanden ist, passt nicht zu den klaren Positionen des ADAC", zitiert Bild eine Sprecherin. "Wir machen uns gegen jede weitere Belastung ohne sozialen Ausgleich stark. Unser Auftrag lautet: bezahlbare Mobilität für alle."
Gehen dem ADAC nun die Mitglieder aus? Offenbar nicht. 60.000 kehrten dem Klub im Jänner den Rücken, es kamen aber gleichzeitig 100.000 neue Mitglieder dazu.
Worum geht es? Der US-Staat New Mexico erhebt schwere Vorwürfe gegen Meta. Die Plattformen des Tech-Giganten sollen systematisch Kinder und Jugendliche sexueller Ausbeutung ausgesetzt haben. Das Unternehmen habe das zugelassen oder sogar begünstigt. Die Plattformen des Konzerns seien "ein Marktplatz für Pädophile".
Was ist die Folge? Am Montag begann in Santa Fe ein Zivilprozess gegen Meta-Plattformen von Mark Zuckerberg wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Hier finden Sie die Klage.
Wie kam es zur Klage? Der Fall basiert auf einer Undercover‑Ermittlung seit 2023, bei der Ermittler in Santa Fe über Jahre soziale Netzwerke durchforsteten und Scheinkonten für Minderjährige (unter 14 Jahren) einrichteten.
Wie lange dauert der Prozess? Er begann mit der Jury‑Auswahl, der eigentliche Prozess soll etwa sieben bis acht Wochen dauern.
Wie bedeutend ist er? Das Verfahren gilt als ein "Landmark-Case" (bedeutender Fall), weil er die erste große staatliche Zivilklage gegen Meta wegen dieser Art von Kindeswohl‑Vorwürfen ist, die vor eine Geschworenenjury kommt.
Was ist der konkrete Vorwurf? In der Klage heißt es, dass Meta‑Plattformen durch ihr System und ihre Algorithmen zu einem funktionalen Ort für Täter wurden, um sich zu vernetzen, Inhalte auszutauschen oder Opfer zu finden.
Was heißt das konkret? Es soll interne Dokumente geben, nach denen Algorithmen pädophile Accounts untereinander verknüpft oder auf Inhalte hingewiesen haben, auch ohne effektive Moderation.
Was sagt Meta? Der Konzern führt an, dass er umfangreiche Schutzmaßnahmen für Kinder eingeführt habe und mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeite. Die Anschuldigungen werden als "sensationslüstern und irreführend" bezeichnet.
Worum geht es? Nach dem Höhenflug kam der Fall. In der vergangenen Woche war der Preis für 1 Feinunze Folge erstmals über 5.100 US-Dollar geklettert. Nun aber ging es deutlich nach unten.
Was ist passiert? Der Goldpreis erlitt zuletzt einen der größten täglichen Verluste seit Jahren. In der vergangenen Woche fiel Gold zeitweise um mehrere Prozentpunkte, teilweise um bis zu rund 13 Prozent an einem Tag. Der Trend setzte sich am Montag fort.
Wie war es am Montag? Gold fiel am Montag um bis zu 9 Prozent auf unter 4.600 US-Dollar pro Unze, erholte sich am Ende des Tages aber leicht. Unterm Strich blieb ein Minus von 4 Prozent.
Was ist der Hauptgrund? Eine sell‑off‑Phase. Wer Gold gekauft hatte, versuchte das Edelmetall nun zu versilbern, also Gewinne zu realisieren.
Betraf das nur Gold? Nein, Silber – das oft ähnlich reagiert – fiel noch stärker (über 25 bzw. über 30 Prozent in kurzer Zeit). Auch hier setzte sich der Trend am Montag fort. Silber rutschte unter 72 US-Dollar, nachdem es im Jänner ein Allzeithoch von über 120 US-Dollar erreicht hatte.