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26. Februar 2026

22 Milliarden Verlust Rekord-Absturz für Autobauer Stellantis

Worum geht es? Stellantis machte einen der größten Verluste bei einem globalen Automobilkonzern in der jüngeren Vergangenheit publik. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde einen Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro gemeldet.

Was ist Stellantis? Der Konzern entstand 2021 durch die Fusion von Fiat-Chrysler (FCA) und der PSA-Gruppe (Peugeot/Citroën). Der Name wurde aus dem Lateinischen Wort stella (Stern) abgeleitet.

Welche Marken gehören zum Konzern? Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Jeep, Chrysler, Dodge, Alfa Romeo, Maserati, Ram, Lancia, DS Automobiles.

Was ist 2025 passiert? Das erste Jahresminus in der Konzerngeschichte seit der Fusion. Der Konzern hat rund 25,4 Milliarden Euro an außerordentlichen Abschreibungen verbucht – vor allem im Zusammenhang mit seiner Elektroauto-Strategie.

Was lief falsch? CEO Antonio Filosa erklärte, der Verlust reflektiere, dass Stellantis den Übergang zur Elektromobilität "über-optimistisch" eingeschätzt habe – vor allem angesichts der aktuellen Nachfrage und Politik in wichtigen Märkten.

Was passierte nach der Notbremse? Entwicklungsprogramme wurden gestoppt oder angepasst, Produktionspläne neu ausgerichtet und Werte abgeschrieben, weil die Nachfrage oder Rentabilität nicht wie erwartet waren.

Wie reagiert das Management? Stellantis verzichtet für 2026 auf Dividendenausschüttungen. Die Strategie wird neu ausgerichtet – stärker auf kundennahe Produkte, teils zurück zu Verbrennungs- und Hybridantrieben.

Weitere Meldungen

"Schneeball-Affäre" Erste Festnahme nach Wurf auf Polizei

Worum geht es? Im Washington Square Park in New York City hatten mehrere Personen nach einem heftigen Schneesturm Polizisten mit Schneebällen und größeren Eisklumpen beworfen.

Was passierte nun? Am Donnerstag nahm das NYPD einen 27‑jährigen Mann fest, der im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen soll.

Warum gerade ihn? Es ergab sich. Laut Polizei soll der Verdächtige bereits vor wenigen Wochen eine andere Straftat begangen haben, nämlich einen versuchten Raub in der U-Bahn. Die Schneeball‑Attacke kam nun dazu.

Was ist überhaupt passiert? Die Polizei war wegen einer großen Ansammlung von Menschen gerufen worden. Als die Beamten eintrafen, begannen einige aus der Menge, Schneebälle gezielt in Richtung der Polizei zu werfen.

Was war die Folge? Videos zeigen, wie die Polizei attackiert wird und sogar zurückweicht. Mehrere Beamte wurden nach Angaben der Polizei im Gesicht getroffen und leicht verletzt.

Was waren die Verletzungen? Die Betroffenen wurden zur Abklärung in ein Spital gebracht; ihre Verletzungen sind nach offizieller Einschätzung nicht lebensbedrohlich.

Wie ermittelte die Polizei? Fotos von Verdächtigen wurden veröffentlicht, um Personen zu identifizieren, die gezielt Schneebälle auf Beamte geworfen haben sollen.

AfD-Einstufung gekippt Partei (vorerst?) nicht rechtsextrem

Worum geht es? Das Verwaltungsgericht Köln (BfV) hat in einem Eilverfahren entschieden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Alternative für Deutschland vorerst nicht als "gesichert rechtsextremistisch" einstufen oder öffentlich so behandeln darf.

Was ist der Hintergrund? Der Verfassungsschutz des Bundes hatte die AfD im vergangenen Jahr nach mehrjähriger Prüfung als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft. Dagegen klagte die AfD in Köln, weil der Verfassungsschutz dort seinen Sitz hat.

Ist das nun ein Freispruch? Nein, das Gericht sieht eine "hinreichende Gewissheit", dass innerhalb der AfD Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gibt. Jedoch werde sie dadurch "nicht in einer Weise geprägt, die dazu führt, dass ihrem Gesamtbild nach eine verfassungsfeindliche Grundtendenz festgestellt werden kann.

Was heißt das? Im Eilverfahren legte das Gericht fest, dass der Geheimdienst zunächst den Ausgang des Hauptverfahrens abwarten muss, bevor er eine solche Einstufung offiziell verwendet.

Konkret? Der Eilerfolg der AfD bedeutet nicht, dass die Partei inhaltlich entlastet wäre. Das Urteil gilt nur vorläufig, bis das Hauptsacheverfahren entschieden wird.

Wie begründet das Gericht den Entscheid? Maßnahmen und Aussagen des Verfassungsschutzes dürfen nicht voreilig getroffen werden, bevor eine endgültige Gerichtsentscheidung vorliegt — daher das Abwarten des Hauptverfahrens.

Ist der Entscheid rechtskräftig? Nein, er kann in nächsthöherer Instanz – etwa beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen – angefochten werden.

Amoklauf in Schule KI-Firma wusste Bescheid, sagte nichts

Worum geht es? Jesse Van R. war eine 18‑jährige Person aus Kanada, die am 10. Februar 2026 in Tumbler Ridge (British Columbia) eine der schlimmsten Schulschießereien in Kanadas Geschichte verübte.

Was passierte? Zuerst erschoss Jesse Van R. zu Hause zwei Familienmitglieder – die 39‑jährige Mutter und seinen 11‑jährigen Halbbruder. Danach in der Tumbler Ridge Secondary School fünf Schüler und eine Lehrkraft.

Hätte sich das verhindern lassen? Eventuell! Im Juni 2025 hatte OpenAI den ChatGPT‑Account von Jesse Van R. gesperrt, weil die Nutzung Gewalt‑Inhalte und Szenarien mit Waffen beinhaltete, was gegen die Regeln verstieß.

Wie fand man das? Eine automatisierte Sicherheitsüberprüfung hatte diese Chats als potenziell problematisch erkannt.

Aber? OpenAI hat damals nicht die Polizei informiert, obwohl manche Mitarbeiter dafür plädierten.

Mit welchem Argument? Der Konzern sagte, es habe keinen "konkreten und unmittelbaren Hinweis auf eine glaubhafte Bedrohung" gegeben, der eine Meldung an Behörden gerechtfertigt hätte.

Was geschah nun? Kanada hat OpenAI‑Verantwortliche für die Sicherheit nach Ottawa einbestellt. Das Unternehmen wurde angewiesen, seine Sicherheitsvorkehrungen umgehend zu verbessern, andernfalls drohen neue Gesetze.

Blitzwahl in Dänemark Wegen Grönland-Konflikt vorverlegt

Worum geht es? Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat überfallsartig vorgezogene Parlamentswahlen für den 24. März angekündigt.

Warum? Die Gelegenheit ist günstig. Der diplomatische Konflikt mit den USA über Grönland hat der Sozialdemokratin in Umfragen einen leichten Popularitätsschub gegeben.

Wann waren Wahlen vorgesehen? Eine Wahl ist spätestens alle vier Jahre vorgeschrieben, aber die Regierungschefin kann jederzeit Wahlen ausrufen – und das hat Frederiksen nun getan. Regulär hätte die Wahl bis spätestens November stattfinden müssen.

Was wird gewählt? Das dänische Parlament (Folketing). Es hat 179 Sitze, 175 Sitze hält Dänemark selbst, zwei Sitze gehen an Grönland und zwei an die Färöer.

Wie lief die letzte Wahl? Die Sozialdemokraten von Mette Frederiksen holte 28 % (50 Sitze), Venstre (liberal-konservativ) 20 % (36 Sitze), Moderates 9 % (16 Sitze).

Wer regiert? Dänemark hat eine Minderheitsregierung. Die Sozialdemokraten regieren allein, unterstützt von kleineren linken Parteien (SF, Enhedslisten) ohne formelle Koalition.

Ist das Risiko hoch? Ja, laut aktuellen Umfragen kommen Frederiksen trotz Erholung derzeit nur auf 22,1 %, samt ihren Unterstützerparteien schafft sie es lediglich auf 43,7 %. Es fehlt also eine Mehrheit im Parlament.

"Bin ihm nie begegnet" Hillary Clinton vor Epstein-Ausschuss

Worum geht es? Am Donnerstag sagte die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses über ihre Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aus. Der Erkenntnisgewinn daraus war eher überschaubar.

Was sagte Hillary Clinton aus? "Ich kann mich nicht daran erinnern, Herrn Epstein jemals begegnet zu sein. Ich bin nie mit seinem Flugzeug geflogen und habe weder seine Insel noch seine Häuser oder Büros besucht", so die 78-jährige Frau von Ex-Präsident Bill Clinton. Auch von den kriminellen Machenschaften von Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell hätte sie nichts gewusst.

Welchen Sinn hatte diese Aussage überhaupt? Sowohl Bill als auch Hillary Clinton wurden von dem U-Ausschuss vorgeladen, der untersucht, wie Behörden in der Epstein-Affäre gehandelt haben und welche Verbindungen prominenter Personen zu Jeffrey Epstein bestanden haben. Am Freitag wird der Alt-Präsident dem Ausschuss Rede und Antwort stehen.

Sagen die beiden freiwillig aus? Nein, sie wollten zuerst auch gar nicht vor dem Ausschuss erscheinen und sagten erst nach der Androhung von rechtlichen Sanktionen zu.

Kannte Bill Clinton Epstein? Ja, das ist evident. Er bestreitet allerdings, jemals irgendetwas vom Missbrauchs-System, das Jeffrey Epstein betrieben hat, mitbekommen zu haben. Und es stehen auch keinerlei strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn im Raum. Epstein starb 2019 in der Untersuchungshaft, mutmaßlich durch Suizid.

Erschien Hillary persönlich im Kongress? Nein, sie ließ sich per Video aus ihrem Privathaus Upstate New York zuschalten.

Was war der Kern ihrer Aussage? Sie forderte die Ausschussmitglieder auf, Präsident Donald Trump vorzuladen und unter Eid aussagen zu lassen. Sein Name ist einer der häufigsten in den Epstein-Akten, Trump und der verurteilte Sexualstraftäter waren zudem fast zwei Jahrzehnte lang eng miteinander befreundet.

Und wird Trump jetzt vorgeladen? Es sieht jedenfalls nicht danach aus. Die republikanischen Abgeordneten weigern sich seit Monaten erfolgreich dagegen, den Präsidenten einzubestellen, mit dem Hinweis darauf, der amtierende Präsident könne nicht vorgeladen werden.

Fortsetzung in Wien Iran-Gespräche mit USA kommen voran

Worum geht es? Der Iran und die USA haben am Donnerstag in Genf (Schweiz) die dritte Runde ihrer nuklearen Verhandlungen abgehalten, vermittelt durch den Golfstaat Oman in der Botschaft des Oman.

Wie war der Verlauf?  Die Gespräche wurden mehrfach unterbrochen und wieder aufgenommen, es gab lange Pausen für Beratungen der Delegationen. Ein iranischer Staatsvertreter bezeichnete die Gespräche als "intensiv und ernsthaft", mit Austausch "kreativer Ideen".

Was macht optimistisch? Am Abend sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, beide Seiten seien einander näher an einer Vereinbarung gekommen als je zuvor. Es sei die "beste und ernsthafteste Runde" bisher gewesen. Der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi sprach von "bedeutenden Fortschritten" in Genf.

Wie geht es nun weiter? In Wien. Der omanische Außenminister kündigte an, dass nach Konsultationen in den Hauptstädten neue technische Gespräche in Wien geplant seien. Sie sollen in der kommenden Woche stattfinden.

Wie sehen die USA die Lage? Ein hochrangiger US-Beamter sagte gegenüber Axios, die Gespräche seien "positiv" verlaufen, nannte aber zunächst keine weiteren Details.

Wie wurde verhadelt? In zwei Formaten: indirekt, wobei al-Busaidi die Botschaften zwischen den Seiten übermittelte. Und direkt zwischen den US-amerikanischen und iranischen Unterhändlern.

Wer verhandelte für die USA? Wie bisher der Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner.

1 Stunde 48 Minuten Trump hielt im Kongress Marathon-Rede

Worum geht es? Am Mittwoch hielt Donald Trump im US-Kongress eine "Rede zur Lage der Nation". Sie war mit 108 Minuten die längste ihrer Art in der modernen US‑Geschichte.

Was war der Grundsound? Er präsentierte seine ersten zwölf Monate im Amt als "goldenes Zeitalter Amerikas" mit größerer, stärkerer und wohlhabenderer Nation.

Was fiel auf? Direkt vor ihm saßen vier Richter des Obersten Gerichtshofs, der von Konservativen dominiert wird, aber gerade die Zoll-Entscheidung gegen Trump gefällt hat.

Was überraschte? Der Auftritt des US-Eishockey-Nationalteams, das in den Saal kam. Die Mannschaft hatte gerade Gold bei Olympia gewonnen. Die Frauen, ebenfalls mit Gold dekoriert, hatten die Einladung ausgeschlagen.

Irgendwelche Eklats? Der demokratische Abgeordnete Al Green hielt ein Schild mit der Aufschrift "Schwarze Menschen sind keine Affen" hoch, eine Anspielung auf eine Obama-Verspottung in den sozialen Medien, die Trump geteilt hatte. Green wurde aus dem Saal geführt.

Wie wirkte Trump? "Im Laufe des Abends immer wirrer", schreibt der Economist. "Die Space Force ist mein Baby, weil wir das geschafft haben", sagte er zum Beispiel, warum auch immer.

Was waren die Kernaussagen? Trump behauptete, die Inflation sei gefallen, Einkommen gestiegen, und die Wirtschaft stünde "besser als je zuvor" da. Er betonte angeblich stark reduzierte illegale Einreisen, eine "sichere Grenze" und die gesunkenen Kriminalitätszahlen.

Wie attackierte er Gegner? Er bezeichnete demokratische Kongressabgeordnete wiederholt als "krank" und "verrückt" und behauptete, sie würden "unser Land zerstören". Wenn sie an die Macht kämen, würden sie Amerikas Grenzen für "einige der schlimmsten Verbrecher der Welt" öffnen.

Wie viele Fehler enthielt die Rede? Viele Medien haben Faktenchecks durchgeführt, etwa hier oder hier oder hier.