Worum geht es? Chinesische Universitäten sind auf der Überholspur und steigen in wichtigen Uni-Rankings spürbar nach oben, sowohl in Gesamt‑ als auch in Fach‑ und regionalen Rankings, berichtet die New York Times.
Heißt in Zahlen? In den QS World University Rankings 2026 verbesserte sich die Peking University auf Platz 14, die Tsinghua University stieg auf Platz 17, und Fudan University kletterte auf Platz 30 – alles persönliche Bestleistungen. Insgesamt haben zahlreiche chinesische Hochschulen im Ranking zugelegt.
Wo noch? In den Times Higher Education (THE) World University Rankings 2026 sind chinesische Hochschulen stark vertreten, mit Tsinghua (Platz 12) und Peking (Platz 13). Die Zahl der chinesischen Universitäten in den Top 40 wuchs im Vergleich zum Vorjahr.
Warum ist das so? Massive staatliche Investitionen in Forschung, Infrastruktur und Talente, eine verbesserte Publikations‑ und Forschungsleistung und steigende Anerkennung bei Arbeitgebern und in internationalen Bewertungen.
Wer verliert? US-Unis. Sie sind immer noch stark, rutschen aber kontinuierlich ab. Die Politik von Präsident Trump hat den relativen Niedergang der amerikanischen Universitäten, der bereits vor Jahren begann, zwar nicht ausgelöst, könnte ihn aber beschleunigen.
Wo liegt Österreich? Im THE landete die Universität Wien als Beste erstmals unter den Top 100 weltweit und liegt auf Platz 95. In den QS platzierte sich die Uni Wien auf Platz 152, die TU Wien auf 197.
Worum geht es? Hollywood‑Schauspieler Kiefer Sutherland (59), bekannt etwa aus der Serie "24", wurde in Los Angeles von der Polizei kurzzeitig festgenommen.
Warum? Er soll einen Uber-Fahrer körperlich attackiert und bedroht haben. Die Polizei ermittelte wegen Körperverletzung und strafrechtlich relevanter Drohungen.
Wo ereignete sich der Vorfall? Sonntag kurz nach Mitternacht an der Kreuzung von Sunset Boulevard und Fairfax Avenue in Hollywood.
Was passierte genau? Sutherland war nach dem Essen mit einem Freund auf dem Weg nach Hause, wollte dann aber mitten während der Fahrt aussteigen. Der Uber-Fahrer wollte das nicht, es kam zum Gerangel, verletzt wurde niemand.
Was waren die Folgen? Sutherland wurde vor Ort festgenommen und inhaftiert, aber nur wenige Stunden später gegen eine Kaution in Höhe von 50. 000 US-Dollar freigelassen. Sein erster Gerichtstermin wurde für 2. Februar angesetzt.
Worum geht es? Chiara Ferragni, eine der bekanntesten Mode‑ und Social‑Media‑Influencerinnen Italiens (ca. 28 Mio. Follower auf Instagram), stand in Mailand vor Gericht.
Warum? Weil ihr die Staatsanwaltschaft vorgeworfen hatte, in betrügerischer Weise bei Charity‑Aktionen Käufer und Konsumenten getäuscht zu haben.
Was heißt das? Es geht um Pandoro‑Weihnachtskuchen (Pink Christmas) und Ostereier-Aktionen. Der Vorwürfe lautete, die Konsumenten hätten durch irreführende Werbung den Eindruck gewonnen, an Charity‑Projekte zu spenden, obwohl die Spenden nicht direkt an Verkaufszahlen gekoppelt waren.
Worum ging es im Prozess? Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte einen Haftentwurf von etwa 1 Jahr und 8 Monaten wegen erschwerten Betrugs beantragt – ein möglicher Strafrahmen lag auch bis zu mehreren Jahren Haft.
Wie endete das Verfahren? Am Mittwoch wurde Ferragni freigesprochen. Der Richter sah die Voraussetzungen für schweren Betruge als nicht als erfüllt an.
Wie reagierte die Influencerin? Ferragni äußerte sich nach dem Urteil erleichtert und sagte, der "Albtraum sei vorbei" und dass sie nun ihr Leben zurückgewinne.
Aber? Italiens Wettbewerbbehörde (AGCM) hatte Ferragni zuvor schon im Zusammenhang mit diesen Aktionen mit einer Geldstrafe von über 1 Million Euro belegt. Sie spendete dazu bereits über 1 Mio. Euro an ein Kinderkrankenhaus und rund 1,2 Mio. Euro an eine Kinder‑Charity.
Worum geht es? Manfred Genditzki, ein ehemaliger Hausmeister aus Bayern, saß mehr als 13 Jahre unschuldig im Gefängnis, weil er fälschlich des Mordes an einer 87‑jährigen Frau im "Badewannen‑Fall" beschuldigt worden war.
Was ist der "Badewannen‑Fall"? 2008 war eine betagte Frau in Bayern tot in der Badewanne aufgefunden worden. Erste Ermittlungen nahmen an, sie sei durch Einwirkung von außen gestorben – Genditzki wurde als einziger Verdächtiger identifiziert.
Aber? Es gab keine Zeugen, die den Mord gesehen hätten. Es lagen medizinisch umstrittene Gutachten zur Todesursache vor. Dennoch verurteilte das Gericht Genditzki 2010 zu lebenslanger Haft.
Was passierte dann? Mehrere Jahre später wurden neue Gutachten erstellt, die nahelegten, dass die Todesursache ein Unfall war – vermutlich ein Sturz in der Badewanne. Daraufhin wurde 2023 das Wiederaufnahmeverfahren erfolgreich abgeschlossen, und Genditzki freigesprochen.
Wie lang saß er in Haft? 4.916 Tage. Der "Badewannen-Fall" ist der bekannteste Justizirrtum in Bayern. Er zeigte schwerwiegende Mängel in der Beweisführung und Gutachtenslage auf.
Wie wurde Genditzki entschädigt? Er bekam nun 1,31 Millionen Euro zugesprochen. Das berücksichtigt Haftzeit, Verdienstausfall und immaterielle Schäden.
Warum hatte der Fall auch für Empörung gesorgt? Weil der Generalstaatsanwaltschaft gefordert hatte, dass Genditzki nach seiner Haft knapp 100 000 Euro für "Unterkunft und Verpflegung" zahlen soll. Das wurde zurückgenommen.
Worum geht es? Der Streit zwischen den USA und Dänemark über die größte Insel der Welt geht in die nächste Runde. Am Mittwoch kam es zu einem Gipfelgespräch in Washington.
Wer war dabei? Lars Løkke Rasmussen, Außenminister von Dänemark, und Vivian Motzfeldt, Außenministerin von Grönland, von US-Seite Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio. Die Unterredung dauerte eine Stunde.
Ergebnis? Diese Gespräche waren offiziell "offen, aber konstruktiv", führten bisher jedoch zu keiner Einigung über die US‑Forderung, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen.
Was nun? Beide Seiten vereinbarten die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, um weiter über Sicherheitsfragen und Zusammenarbeit zu sprechen, ohne jedoch Kontroversen über die Souveränität beizulegen.
Was sagte Trump? Er torpedierte die Gespräche noch ehe sie am Mittwoch begonnen hatten. Auf seinem Kanal Truth Social schrieb er, dass ein anderes Szenario als Grönland unter US‑Einfluss "inakzeptabel" sei.
Was passiert jetzt? Deutschland, Schweden und weitere NATO‑Partner (z. B. Norwegen) entsenden Militärpersonal nach Grönland. Es handelt sich aber um keine Kampf- oder Kampftruppen‑Verlegung.
Sondern? "Auf Einladung Dänemarks wird sich Deutschland vom 15. bis 17. Jänner gemeinsam mit weiteren europäischen Nationen an einer Erkundung in Grönland beteiligen", so das Verteidigungsministerium in Berlin. 13 Soldaten werden geschickt.
Worum geht es? Saks Global, die Muttergesellschaft des Luxus-Kaufhauskonzerns Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman, hat schriftlich Insolvenz nach Chapter 11 im US-Insolvenzgericht in Texas angemeldet.
Was heißt das? Es handelt sich um ein Verfahren zur operativen Sanierung unter Gerichtsschutz. Die Saks Global-Shops bleiben geöffnet. Die Firma plant, unter Insolvenzschutz weiterzulaufen.
Was ist der Hintergrund? Eine anhaltende Überschuldung, vor allem wegen der teuren Übernahme von Neiman Marcus im Jahr 2024, die das Unternehmen stark mit Schulden belastete.
Wie hoch sind die Schulden? Saks Global hat in den Chapter-11-Gerichtsdokumenten angegeben, dass die Gesamtverbindlichkeiten in einer sehr breiten Spanne zwischen rund 1 Milliarde US-Dollar und 10 Milliarden Dollar liegen.
Was ist Saks Global? Eine Holdinggesellschaft, die mehrere bekannte Kaufhaus- und Luxusmarken unter einem Dach vereint, etwa Saks Fifth Avenue und Neiman Marcus (High-End-Kaufhäuser), Bergdorf Goodman (exklusive Boutique-Kaufhäuser) oder Saks OFF 5TH (Outlet).
Wie viele Filialen gibt es? Über 180 in den USA.
Bei wem steht Saks in der Kreide? Die 30 größten ungesicherten Gläubiger erheben zusammen Forderungen in Höhe von etwa 712 Millionen Dollar. Chanel etwa will 136 Millionen Dollar, Kering 60 Millionen Dollar, LVMH 26 Millionen Dollar.
Worum geht es? Am 7. Jänner schoss ein Agent des U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) in Minneapolis, Minnesota, auf eine 37-jährige Frau, Mutter von drei Kindern. Sie starb später im Krankenhaus.
Was ist der Hintergrund? Die tödlichen Schüsse fielen während einer größeren Bundes-Immigrationsoperation („Crackdown“) in Minneapolis, bei der Hunderte von ICE- und Bundesbeamten eingesetzt wurden.
Was passierte dabei? ICE und das Heimatschutzministerium (DHS) behaupten, der Agent habe aus Selbstverteidigung gehandelt, nachdem die Frau im SUV angeblich versucht habe, Sicherheitskräfte zu überfahren.
War das so? Unabhängige Videoauszüge und Zeugenaussagen sowie lokale Beamte bestreiten die Selbstverteidigungs-Darstellung der Regierung. Die Frau wollte wegfahren und hatte die Räder bereits quergestellt, als die Schüsse fielen.
Wird nun ermittelt? Eher nicht. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche sagte, es gebe "derzeit keine Grundlage für eine strafrechtliche Untersuchung wegen Verletzung der Bürgerrechte" im Zusammenhang mit der Tötung.
Warum ist das besonders brisant? Der Schritt fällt zeitlich mit dem Rücktritt von mindestens sechs Staatsanwälten im Büro des US-Staatsanwalts in Minnesota zusammen, die Bedenken hinsichtlich der Art und Weise der Ermittlungsführung geäußert haben.
Worum geht es? Bei einem Besuch in einem Ford-Werk in Dearborn bei Detroit/Michigan entstand ein sehr spezielles Video. Es zeigt, wie Donald Trump einem Arbeiter den Mittelfinger entgegenstreckt und "Fuck you" artikuliert.
Warum? Der US-Präsident reagierte offenbar auf einen Zwischenruf eines Mitarbeiters, der ihn als "Beschützer von Pädophilen" bezeichnete, eine Anspielung auf den Umgang mit Akten zur Jeffrey-Epstein-Affäre.
Woher weiß man das? Die Szene stammt aus einer Handyaufnahme/Aufnahme des Online-Portals TMZ, die sich schnell online verbreitet.
Was passierte mit dem Arbeiter? Laut mehreren US-Medienberichten handelt es sich einen 40-jährigen Mann, er ist Mitglied der United Auto Workers. Nach dem Zwischenruf wurde er vorübergehend vom Dienst suspendiert.
Bereut er den Vorfall? Nein.
Was sagt das Weiße Haus? Ein Sprecher bezeichnete Trumps Geste als "angemessen und unmissverständlich".