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13. Januar 2026

Gipfel über Grönland Auch US-Vizepräsident Vance dabei

Worum geht es? Die USA wollen Grönland übernehmen, Donald Trump hat das mehrfach betont. Heute, Mittwoch, kommt es zu einem Gipfelgespräch dazu im Weißen Haus.

Wer ist dabei? Lars Løkke Rasmussen, Außenminister von Dänemark, und Vivian Motzfeldt, Außenministerin von Grönland, reisen nach Washington D.C. An den Gesprächen nehmen auch US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio teil.

Von wem ging die Initiative aus? Von Dänemark und Grönland.

Was ist der Hintergrund? Nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro in Venezuela hatte Trump Grönland als eines seiner nächsten Ziele angegeben. "Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen", hatte er vergangene Woche gesagt.

Wollen die USA in Grönland einmarschieren? Das würde zum Zerfall der NATO führen, sowohl Grönland als auch Dänemark sind Mitglied des Verteidigungsbündnisses. Das Säbelrasseln dient aber wohl vorrangig der Beschleunigung einer anderen Idee.

Nämlich? Den USA schwebt eher ein Kauf Grönlands vor. Das habe Außenminister Rubio zuletzt in einer vertraulichen Sitzung auch US-Abgeordneten gesagt, berichtete das Wall Street Journal.

Was ist nun der Sinn des Meetings? Es soll den Dialog zwischen den USA, Dänemark und Grönland verbessern und auf eine sachliche Ebene führen.

Weitere Meldungen

KI-Pakt über 1 Milliarde Google soll iPhones schlauer machen

Worum geht es? Apple und Google haben am Dienstag den Abschluss einer KI-Partnerschaft bekannt gegeben. Dabei will Apple künftig KI-Modelle von Google (die Gemini-Familie) nutzen, um seine eigenen KI-Funktionen zu stärken.

Was bedeutet das? Apple nimmt Gemini-Modelle und Google-Cloud-Technologie als Grundlage für die nächsten KI-Versionen von Siri und weiteren KI-Features auf iPhone, iPad und Mac.

Warum ist das relevant? Apple setzt damit auf externe KI-Technologie eines direkten Konkurrenten, um im KI-Wettlauf nicht zurückzufallen – insbesondere, weil Siri gegenüber Konkurrenz-Assistenten wie ChatGPT & Co. bislang technisch hinterherhinkt.

Was lässt sich Apple das kosten? Die Rede ist von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Wie lange läuft der Pakt? Die Partnerschaft geht über mehrere Jahre, eine genaue Laufzeit wurde nicht offiziell mitgeteilt.

Was bedeutet das für Kunden? Siri wird deutlich schlauer. Das Sprachverständnis soll sich verbessern (auch bei längeren, komplexen Sätzen) und Siri merkt sich, worum es gerade geht.

Und am Handy? Erwartet werden für iPhone, iPad und Mac Text-Zusammenfassungen (Mails, Notizen, Webseiten), Text- und Bildgenerierung, intelligentere Foto-Suche („Zeig mir Bilder vom Urlaub mit Paul“), Hilfe beim Schreiben von Mails, Nachrichten, Dokumenten.

Soldat als China-Spion Matrose hatte Zugang zu Geheimdaten

Worum geht es? Ein 25‑jähriger ehemaliger Matrose der US‑Navy, der auf dem amphibischen Angriffsschiff USS Essex in San Diego stationiert war, wurde wegen Spionage nun zu 200 Monaten Haft verurteilt.

Wieso war das heikel? Jinchao "Patrick" W. besaß eine US-Sicherheitsfreigabe und hatte Zugang zu sensiblen nationalen Verteidigungsdetails über die Waffensysteme, den Antrieb und die Entsalzungsanlage des Schiffes.

Was ist der Hintergrund? Der Ex-Matrose war im Februar 2022 von einem vermeintlichen "Marine‑Enthusiasten" über soziale Medien kontaktiert worden  – in Wirklichkeit handelte es sich um einen Offizier des chinesischen Geheimdienstes.

Was passierte dann? Zwischen 2022 und seiner Festnahme 2023 sandte er Fotos, Videos und technische Dokumente über US‑Kriegsschiffe, deren Systeme und mögliche Schwachstellen an diesen Kontakt.

Was bekam er dafür? Insgesamt verkaufte er geheime militärische Daten für rund 12 000 US‑Dollar an den chinesischen Agenten.

Wie urteilte das Gericht? Ein Bundesgericht in Kalifornien sprach Jinchao "Patrick" W. im August 2025 in mehreren Punkten schuldig, darunter Spionage und illegaler Export von Verteidigungsdaten.

Warum ist jetzt relevant? Weil nun das Strafmaß verkündet wurde, eben die fast 17 Jahre Haft.

Schussopfer angeklagt Mann fuhr gegen Auto von ICE-Beamten

Worum geht es? Am 8. Jänner führte die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde in Portland eine gezielte Durchsuchungs-Aktion durch. Dabei kam es auf einem Parkplatz zu einer dramatischen Situation.

Was passierte? Die Beamten hielten einen roten Toyota Tacoma an, in dem ein Mann und eine Frau saßen. Beide Venezolaner, beide waren illegal ins Land eingereist. Der Lenker versuchte zu flüchten und rammte dabei mehrfach beim Vor- und Zurückstoßen ein unbesetztes Bundesfahrzeug.

Was waren die Folgen? Die Border Patrol nahm den Pickup unter Feuer. Der 33-jährige Lenker wurde in den Arm getroffen, seine Beifahrerin in die Brust. Gegen den Mann hatte ein Einwanderungsrichter eine Ausreisepflicht erlassen.

Gibt es Beweismaterial? Nur Zeugenaussagen. Es existieren keine Aufnahmen aus Körperkameras und kein öffentlich verfügbares Videomaterial der Schüsse.

Was ist die Lage? Der 33-Jährige befindet sich in Bundeshaft, gegen ihn wurde nun Anklage erhoben.

Weswegen? Schwerer Angriff auf einen Bundesbeamten mittels einer Waffe oder gefährlichen Objekts. Zerstörung bzw. Beschädigung von Bundes‑Eigentum im Wert von über 1 000 US‑Dollar (das Fahrzeug der U.S. Border Patrol).

Welche Strafen drohen? Wegen des Angriffs auf Bundesbeamte bis zu 20 Jahre Haft, wegen des Schadens bis zu 10 Jahre Haft.

"Ken & Barbie" Ex-Minister im Ministerium verspottet

Worum geht es? Um eine hochnotpeinliche Affäre, die derzeit Deutschland erheitert oder erzürnt, je nach Art der Betroffenheit. In einer Mitarbeiterzeitung im Außenministerium wurde ein Spottgedicht gegen zwei Ex-Minister abgedruckt.

Um wen geht es? Die Betroffenen werden nicht direkt genannt. Aber es ist klar erkennbar, dass es um die frühere Außenministerin Annalena Baerbock und den ehemaligen Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck geht, beides Grüne.

Warum ist das brisant? Weil das Gedicht unter dem Titel "Ken & Barbie in der Ausgabe 01/26 von "internAA" erschien, die für Beschäftigte des Auswärtigen Amts (AA) gedacht ist, berichtet Bild.

Was ist zu lesen? Laut Spiegel etwa über Habeck: "Heizung aus, Pullover an, selbstgestrickt, von Mann zu Mann". Eine Anspielung, weil der Minister während der Energiekrise dazu aufgerufen hatte, die Heizungen zu drosseln.

Und bei Baerbock? "Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder hat gelacht (...) Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar immer perfekt gewellt, Hochglanzreden ohne Geschick, hatte die Menschen nicht mehr im Blick".

Wer ist der Autor? Siegfried Geilhausen, stellvertretender deutscher Konsul in Temeswar, Rumänien. Er verwendete das Kürzel "SIGGIG" und gibt die Urheberschaft auch offen zu. Er betätigt sich nebenberuflich als Autor.

Wie fiel die Reaktion aus? Das Gedicht war einen Tag online, dann wurde es gelöscht. Die Redaktion entschuldigte sich. "Uns ist hier ein unschöner Fehler passiert", heißt es. Man habe schon im Juni 2025 entschieden, das Gedicht nicht zu publizieren. "Es tut uns leid, dass es dennoch ins Heft kam und viele empört hat."

Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Offenbar nicht, obwohl der Autor schrieb, man das Geschriebene solle "mit karnevalistischem Ernst gelesen werden".

Nutzte aber nichts, oder? Nein! "Es ist rückwärtsgewandte Polemik in Reimform, die stereotypische, sexistische und misogyne Narrative bedient", schrieb die Gleichstellungsbeauftragte im AA, Anne Glumm. "InternAA" sei kein Ort für die "infame Diffamierung ehemaliger Regierungsmitglieder".

Weniger Bundesländer? Jetzt hat auch die CSU diese Idee

Worum geht es? Vor Weihnachten hatte Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn "privat" die Meinung geäußert, drei Bundesländern würden für Österreich reichen. Die Folge: viel Empörung. Nun will das auch Bayern.

Wie das? Bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz empfahl Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Zusammenlegung einiger Bundesländer. "Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine".

Welche denn? In Detail ging er nicht, aber schon 2024 hatte Söder angeregt, man könne doch Bremen und das Saarland zusammenlegen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Geht das so einfach? Nicht wirklich! Es handelt sich um ein Bundesgesetz, in den betroffenen Ländern müsste es eine Volksabstimmung geben. 1996 scheiterte die Zusammenlegung von Brandenburg mit Berlin.

Was treibt Söder? Das Geld, Bayern und Baden-Württemberg würden das meiste Geld in den Bundes-Steuertopf einzahlen, sagte er. Es sei also das gute Recht des Freistaats, "Projektion zu entwickeln, wie Deutschland auf föderaler Ebene aussieht" und eine "Blaupause" vorzulegen.

Jetzt droht Todesstrafe Präsident hatte Kriegsrecht verhängt

Worum geht es? Beim Prozess gegen den ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk-yeol in Seoul forderte die Staatsanwaltschaft nun die Todesstrafe gegen den Politiker.

Was wird ihm vorgeworfen? oon Suk-yeol soll im Dezember 2024 einen Putschversuch durchgeführt zu haben, indem er das Kriegsrecht in dem ostasiatischen Land verhängte.

Was war damals geschehen? Um das Land "vor der Bedrohung durch die kommunistischen Kräfte Nordkoreas zu schützen", hatte Yoon Anfang Dezember 2024 das Parlament durch das Militär abriegeln lassen.

Hatte er dabei Unterstützung? Jedenfalls nicht unter den Parlamentariern. Alle, die es vor der Abriegelung ins Parlamentsgebäude schafften, stimmten einstimmig gegen den Schritt, darunter auch Vertreter von Yoons eigener Partei. Gleichzeitig versammelten sich hunderte Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude.

Wie verhielt sich das Militär? Abwartend. Laut einem Kommandanten, der jetzt als Zeuge aussagte, hatte Yoon die Verhaftung der Parlamentarier angeordnet, es gibt auch Papiere, die belegen sollen, dass geplant gewesen sei, hunderte Menschen in Schlüsselpositionen "zu beseitigen".

Wie ging die Sache aus? Nach einigen Stunden ruderte Yoon zurück, hob das Kriegsrecht auf und schickte die Armee zurück in die Kasernen. Später wurde der Präsident von seinem eigenen Parlament angeklagt und schließlich inhaftiert.

Was wird ihm vorgeworfen? Die Anführung eines Aufstandes. Dafür ist nach südkoreanischem Recht die Verhängung der Todesstrafe oder lebenslange Haft vorgesehen.

Wird der Ex-Präsident im Falle einer Verurteilung wirklich hingerichtet? Davon ist nicht auszugehen. Die letzte Todesstrafe in Südkorea wurde 1996 gegen den ehemaligen Militärdiktator Chun Doo-hwan wegen eines Militärputsches 1979 verhängt und später in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Wann fällt das Urteil? Es wird für Februar erwartet.

Tote Frau am Flughafen Ehemann wollte sie an Bord schmuggeln

Worum geht es? Um einen makabren Vorfall auf den Kanarischen Inseln. Ein Mann, über 80 Jahre alt, versuchte seine tote Frau mit einem Rollstuhl an Bord eines Flugzeuges zu bringen.

Wie bitte? Die 75-Jährige lag offenbar im Sterben, als die beiden am Airport Teneriffa Süd ankamen, berichtet die Lokalzeitung Diario de Avisos. Der Mann setzte sie in einen Rollstuhl und versuchte, die Sicherheitskontrolle zu passieren.

Was passierte dann? Niemand schöpfte Verdacht, bis ein Sicherheitsbeamter eine Routinekontrolle durchführte. "Er ging auf die Frau zu (...). Als er ihre Hand nahm, bemerkte er, dass ihre Körpertemperatur ungewöhnlich niedrig war und sie nicht mehr atmete," schildert ein Zeuge den Vorfall im Le Figaro.

Wie reagierte der Sicherheitsmann? Der Beamte alarmierte sofort seinen Vorgesetzten. Innerhalb weniger Minuten wurde das Notfallprotokoll aktiviert.

Was sagte der Ehemann? Seinen Angaben zufolge war seine Frau wenige Stunden zuvor im selben Flughafen gestorben.

Stimmt das? Ja, die Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin ergab keine Anzeichen von Gewalteinwirkung am Leichnam, was einen natürlichen Tod bestätigte.

Was passierte mit dem Witwer? Er wurde weder festgenommen noch angeklagt.