Worum geht es? Australien war das erste Land der Welt, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang zu den meisten sozialen Netzwerken gesetzlich verboten hat. Eine erste wissenschaftliche Untersuchung zeigt nun jedoch: Das Verbot erzielt bislang kaum Wirkung. Die meisten Jugendlichen nutzen TikTok, Instagram oder Snapchat trotz neuer Regeln weiter – oft mit einfachen Tricks.
Was hat die Studie untersucht? Forscher der University of Newcastle befragten 408 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren kurz vor Inkrafttreten des Gesetzes im Dezember 2025 und erneut drei Monate später. Untersucht wurde, ob sich die Nutzung sozialer Medien durch das Verbot verändert hat und wie Jugendliche mit den neuen Alterskontrollen umgehen.
Zu welchem Ergebnis kommen die Forscher? Mehr als 85 Prozent der unter 16-Jährigen nutzten soziale Netzwerke auch drei Monate nach Inkrafttreten des Verbots weiterhin. Insgesamt fanden die Wissenschaftler "keine ausreichenden Hinweise", dass das Gesetz die Nutzung sozialer Medien bei Jugendlichen bislang spürbar verringert hat.
Wie umgehen die Jugendlichen das Verbot? Die häufigste Methode ist erstaunlich simpel: Viele legen neue Konten mit einem falschen Geburtsdatum an oder verwenden bereits bestehende Accounts weiter. Andere nutzen die Konten älterer Geschwister oder Freunde. VPN-Dienste, über die häufig spekuliert wurde, spielen dagegen bislang nur eine geringe Rolle.
Warum funktionieren die Alterskontrollen nicht besser? Zwar mussten rund zwei Drittel der Jugendlichen eine Altersprüfung durchlaufen, diese bestand aber meist nur aus der Eingabe eines Geburtsdatums oder einem Selfie. Nur ein kleiner Teil musste einen amtlichen Ausweis vorlegen. Die Autoren halten diese Verfahren deshalb für leicht zu umgehen.
Ist das Gesetz damit gescheitert? Das wollen die Forscher ausdrücklich nicht sagen. Sie betonen, dass es sich um eine frühe Momentaufnahme nur wenige Monate nach Einführung des Gesetzes handelt. Viele politische Maßnahmen bräuchten Zeit, bis sie Wirkung entfalten. Außerdem sei die Studie mit 408 Teilnehmern relativ klein und auf einen australischen Bundesstaat beschränkt.
Gab es trotzdem Veränderungen? Ja, allerdings nur begrenzt. Bei den 14- bis 15-Jährigen ging die tägliche Nutzung sozialer Medien leicht zurück. Bei den 12- bis 13-Jährigen blieb sie nahezu unverändert, während sie bei den über 16-Jährigen – die vom Verbot nicht betroffen sind – sogar zunahm.
Warum ist die Studie auch international wichtig? Mehrere Länder beobachten Australien genau. Großbritannien plant ebenfalls ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige, Frankreich und andere Staaten diskutieren ähnliche Regeln. Die australischen Erfahrungen gelten deshalb als wichtiger Praxistest dafür, wie wirksam solche Gesetze tatsächlich sind.
Welche Lehren ziehen die Experten? Viele Fachleute sehen die eigentliche Schwachstelle nicht im Gesetz selbst, sondern in dessen Umsetzung. Solange Plattformen die Altersprüfung nur oberflächlich kontrollieren, lassen sich die Regeln leicht umgehen. Experten fordern deshalb strengere Altersnachweise, andere setzen stärker auf Medienbildung und bessere Sicherheitsfunktionen.
Worum geht es? Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela wächst die Sorge vor einer humanitären Katastrophe. Mehr als 200 Menschen gelten nach Behördenangaben noch immer als unter eingestürzten Gebäuden verschüttet. Internationale Rettungsteams sind inzwischen auf dem Weg in das Krisengebiet.
Was ist passiert? Am Mittwoch erschütterten innerhalb weniger Sekunden zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 den Norden Venezuelas. Besonders betroffen sind die Hauptstadt Caracas sowie die Küstenregion La Guaira. Zahlreiche Wohnhäuser, Bürogebäude und öffentliche Einrichtungen stürzten ein oder wurden schwer beschädigt.
Wie ist die aktuelle Lage? Die Zahl der bestätigten Todesopfer steigt weiter. Nach den jüngsten offiziellen Angaben kamen mindestens 188 Menschen ums Leben, mehr als 1.500 wurden verletzt. Gleichzeitig suchen Rettungskräfte weiterhin nach Hunderten Vermissten. Allein unter den Trümmern eingestürzter Gebäude werden noch mehr als 200 Menschen vermutet.
Warum gilt die Lage als kritisch? Experten befürchten, dass die Opferzahlen noch deutlich steigen könnten. Der Geologische Dienst der USA (USGS) warnt aufgrund der Stärke der Erdbeben und der dichten Besiedlung der Region vor einer der schwersten Naturkatastrophen in Venezuela seit mehr als 100 Jahren. Besonders problematisch sind Erdrutsche und beschädigte Verkehrswege, die die Rettungsarbeiten erschweren.
Welche Hilfe kommt aus dem Ausland? Mehrere Länder haben Unterstützung zugesagt. Deutschland entsendet Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW), die bei der Suche nach Verschütteten helfen sollen. Auch Frankreich, die USA, Indien und zahlreiche lateinamerikanische Staaten haben Rettungsteams, Hilfsgüter oder finanzielle Unterstützung angeboten.
Warum ist die Hilfe so schwierig? Neben zerstörter Infrastruktur erschweren auch Erdrutsche die Rettungsarbeiten. Viele abgelegene Orte sind nur schwer erreichbar. Gleichzeitig leidet Venezuela bereits seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise, wodurch Rettungsdienste und Krankenhäuser nur begrenzte Kapazitäten haben. Internationale Hilfe gilt deshalb als besonders wichtig.
Wie geht es jetzt weiter? In den kommenden Tagen konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf die Suche nach Überlebenden. Parallel beginnen erste Aufräumarbeiten und die Versorgung der vielen Verletzten und Obdachlosen. Die Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen. Experten rechnen damit, dass der Wiederaufbau Jahre dauern wird.
Worum geht es? In Texas wird seit fast zwei Wochen nach einer entlaufenen Giraffe gesucht. Das rund drei bis vier Jahre alte Tier namens Gracie verschwand von einer privaten Ranch im Bundesstaat Texas – und trotz Hubschraubern, Drohnen und einer Belohnung von 5.000 Dollar fehlt von ihr bislang jede Spur. Die ungewöhnliche Suchaktion hat in den USA inzwischen Kultstatus erreicht.
Wie konnte eine Giraffe überhaupt verschwinden? Gracie lebte auf der Cedar Hollow Ranch nahe der Kleinstadt Leakey im texanischen Real County. Nach Angaben des Ranch-Managers verließ sie beim Fressen auf einem felsigen Hügel einen Bereich, den Giraffen normalerweise meiden. Dabei gelangte sie auf die falsche Seite eines Tores und wanderte in das weitläufige Hügelland hinaus.
Warum ist die Suche so schwierig? Obwohl Gracie rund drei Meter groß ist, macht ihr das Gelände einen Strich durch die Rechnung. Die Region besteht aus dichtem Buschland, Schluchten und weitläufigen Privatgrundstücken. Außerdem leben auf vielen Ranches keine Menschen dauerhaft vor Ort, sodass Sichtungen oft erst mit erheblicher Verzögerung gemeldet werden.
Wurde Gracie zwischenzeitlich gesehen? Ja. Wenige Tage nach ihrem Verschwinden tauchte sie auf einer Wildkamera auf – etwa fünf Kilometer von der Ranch entfernt. Seitdem gab es zwar zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung, bestätigt werden konnte jedoch keiner davon. Auch Berichte, die Giraffe sei bereits eingefangen worden, stellten sich als falsch heraus.
Wie wird nach ihr gesucht? Neben Mitarbeitern der Ranch beteiligen sich auch der Sheriff, freiwillige Helfer und Nachbarn an der Suche. Zum Einsatz kommen Geländefahrzeuge, Drohnen und Hubschrauber. Zusätzlich hat Ranch-Manager Vick Jones eine Belohnung von 5.000 US-Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur sicheren Rückkehr des Tieres führen.
Ist Gracie in Gefahr? Nach Einschätzung ihres Besitzers eher nicht. In der Region gibt es genügend Bäume und Pflanzen, von denen sich Giraffen ernähren können. Auch größere Raubtiere stellen für ein ausgewachsenes Tier ihrer Größe nur ein begrenztes Risiko dar. Trotzdem wächst die Sorge, je länger sie unterwegs ist.
Ist das eine gewöhnliche Ranch? Nein. Die Cedar Hollow Ranch beherbergt mehrere Hundert exotische Tiere, darunter Antilopen, Ibexe und andere afrikanische Huftiere. Giraffen werden dort nach Angaben der Betreiber bereits seit mehr als 30 Jahren gehalten. Entlaufene Tiere habe es zwar schon früher gegeben – eine verschwundene Giraffe jedoch noch nie.
Wie stehen die Chancen, dass sie gefunden wird? Die Suchmannschaften bleiben optimistisch. Giraffen können sich zwar über große Entfernungen bewegen, halten sich aber häufig in Gebieten mit ausreichendem Nahrungsangebot auf. Da Gracie zuletzt gesund wirkte und bereits einmal auf einer Wildkamera auftauchte, hoffen die Helfer, dass sie sich noch immer in der Nähe der Ranch aufhält.
Worum geht es? Nach dem bundesweiten Bahn-Chaos in Deutschland steht die Ursache inzwischen weitgehend fest: Nicht ein Cyberangriff, sondern ein technischer Fehler bei geplanten Wartungsarbeiten legte das digitale Zugfunksystem GSM-R lahm.
Und wozu führte das? Weil dieses System für die sichere Kommunikation zwischen Lokführern und Leitstellen unverzichtbar ist, musste der Zugverkehr in ganz Deutschland für rund zwei Stunden eingestellt werden.
Wie kam es dazu? Nach Angaben der Deutschen Bahn trat der Fehler während des geplanten Austauschs einer zentralen technischen Komponente im GSM-R-System auf. Offenbar führte die Umstellung zu einem Ausfall des gesamten Kommunikationsnetzes. Hinweise auf einen Hackerangriff oder Sabotage gibt es nach Angaben der Sicherheitsbehörden bislang nicht.
Was ist GSM-R überhaupt? GSM-R (Global System for Mobile Communications – Railway) ist ein speziell für den Eisenbahnverkehr entwickeltes digitales Funknetz. Es verbindet Lokführer, Fahrdienstleiter und Betriebszentralen miteinander und dient unter anderem für Fahranweisungen, Notrufe und die Abstimmung des Zugverkehrs. Ohne dieses System dürfen Züge aus Sicherheitsgründen nicht regulär fahren.
Warum musste deshalb der gesamte Bahnverkehr gestoppt werden? Sobald der Zugfunk ausfällt, können Lokführer und Stellwerke nicht mehr zuverlässig miteinander kommunizieren. Dadurch lassen sich beispielsweise Notfälle oder kurzfristige Fahranweisungen nicht mehr sicher übermitteln. Die Sicherheitsvorschriften schreiben deshalb vor, Züge kontrolliert anzuhalten oder höchstens bis zum nächsten Bahnhof weiterfahren zu lassen.
Gab es kein Ersatzsystem? Doch – allerdings funktionierte auch das nicht wie vorgesehen. Nach internen Informationen der Bahn sprang das eigentlich vorhandene Notfallsystem zunächst nicht automatisch an. Erst nachdem ein Cyberangriff ausgeschlossen worden war, konnte ein redundantes Funksystem manuell aktiviert werden. Dadurch verlängerte sich die Störung zusätzlich.
Wie lange dauerte der Ausfall? Der Zugverkehr kam am Dienstagabend gegen 22.30 Uhr bundesweit zum Stillstand. Erst kurz nach Mitternacht konnten die ersten Züge wieder fahren. Auch am Mittwochmorgen kam es noch zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen, weil sich die Auswirkungen über das gesamte Netz fortsetzten.
War das ein einmaliger Vorfall? In dieser Größenordnung, ja. Regionale Störungen des Zugfunks hat es zwar schon gegeben, ein nahezu vollständiger Stillstand des gesamten deutschen Bahnverkehrs aufgrund eines GSM-R-Ausfalls gilt jedoch als beispiellos.
Welche Kritik gibt es an der Bahn? Verkehrsexperten bemängeln vor allem, dass eine einzelne technische Störung ein ganzes Land lahmlegen konnte. Außerdem wird kritisiert, dass das Notfallsystem nicht automatisch funktionierte und viele Reisende stundenlang kaum Informationen erhielten.
Ist das System veraltet? Teilweise ja. GSM-R basiert technisch noch auf dem Mobilfunkstandard GSM (2G), wurde jedoch speziell für den Bahnverkehr angepasst. Langfristig soll es durch den moderneren Standard FRMCS ersetzt werden. Die Umstellung wird allerdings voraussichtlich erst bis etwa 2035 abgeschlossen sein.
Worum geht es? Barack und Michelle Obama geben selten gemeinsame Interviews. Nun haben der frühere US-Präsident und die ehemalige First Lady in einem ausführlichen Gespräch mit dem US-Magazin People sehr persönliche Einblicke in ihre 34-jährige Ehe gegeben. Dabei sprechen sie über Krisen, gegenseitige Unterstützung – und darüber, warum ihre Beziehung bis heute funktioniert.
Warum äußern sich die Obamas gerade jetzt? Anlass ist die Eröffnung des Obama Presidential Center in Chicago, das sie als ihr gemeinsames Lebenswerk betrachten. Im Interview nutzen sie die Gelegenheit aber auch, um über ihre Beziehung zu sprechen – nicht zuletzt, nachdem in den vergangenen Monaten immer wieder Gerüchte über eine Ehekrise kursiert waren.
Wie beschreiben sie ihre Ehe? Michelle Obama sagt, sie und ihr Mann seien "das Gegengewicht des jeweils anderen". Während Barack oft optimistisch und risikofreudig sei, neige sie eher dazu, Dinge kritisch zu hinterfragen und Probleme vorauszusehen. Gerade diese Unterschiede hätten ihre Beziehung über Jahrzehnte stabil gemacht.
Was sagt Barack Obama über seine Frau? Der ehemalige Präsident findet ungewöhnlich persönliche Worte. Michelle habe ihn zu einem besseren Menschen gemacht. Er scherzt sogar, dass er vermutlich deutlich mehr von der Ehe profitiert habe als seine Frau. Ohne sie hätte er weder seine politische Karriere noch die Jahre im Weißen Haus so bewältigen können.
Und wie spricht Michelle über Barack? Auch sie lobt ihren Mann ausdrücklich. Barack habe sie ermutigt, größer zu denken und sich mehr zuzutrauen, als sie es selbst jemals getan hätte. Gleichzeitig beschreibt sie ihn als ihren "Anker", der ihr in schwierigen Situationen Sicherheit gegeben habe.
Gab es auch schwierige Phasen? Ja. Beide verschweigen nicht, dass die Jahre im Weißen Haus ihre Ehe belastet haben. Michelle hatte bereits früher offen über Frust und Paartherapie gesprochen. Im neuen Interview betonen beide erneut, dass eine lange Ehe Arbeit bedeute – und dass es normal sei, Krisen gemeinsam zu bewältigen.
Wie sieht ihr Leben heute aus? Seit ihre Töchter Malia und Sasha erwachsen sind, erleben die Obamas nach eigenen Worten eine neue Phase ihrer Beziehung. Sie genießen es, wieder mehr Zeit als Paar zu verbringen und ihr gemeinsames Leben neu zu gestalten. Barack erzählt außerdem mit sichtbarem Stolz, dass seine Töchter heute "cooler, klüger und lustiger" seien als er selbst.
Worum geht es? Steht die Hochzeit des Jahres unmittelbar bevor? In den USA verdichten sich die Hinweise, dass Popstar Taylor Swift und NFL-Profi Travis Kelce schon in wenigen Tagen heiraten könnten. Nach Recherchen der New York Times deuten zahlreiche Indizien darauf hin, dass die Feier rund um den 3. Juli in New York stattfinden soll – möglicherweise im berühmten Madison Square Garden.
Was spricht dafür? Auslöser der Spekulationen sind mehrere unabhängig voneinander bekannt gewordene Hinweise. Für den Bereich rund um den Madison Square Garden wurden vom 2. bis 4. Juli Straßensperren beantragt. Außerdem wurde eine Genehmigung für Zelte und Logistikfahrzeuge rund um die Arena eingereicht.
Aber wo ist der Zusammenhang? Die Unterlagen nennen zwar weder Swift noch Kelce namentlich, passen aber zeitlich zu den seit Monaten kursierenden Hochzeitsgerüchten um das Paar.
Warum ausgerechnet der Madison Square Garden? Auf den ersten Blick wirkt eine Sport- und Konzerthalle ungewöhnlich als Hochzeitsort. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Arena enorme Sicherheitsvorkehrungen, unterirdische Zufahrten und ausreichend Platz für Hunderte Gäste bietet. Außerdem ist der Madison Square Garden zwischen Ende Juni und Anfang Juli auffällig lange ohne Veranstaltungen im Kalender eingetragen.
Wie könnte die Feier aussehen? Nach übereinstimmenden Medienberichten soll es zwei Veranstaltungen geben: eine kleine, private Trauung mit rund 100 Gästen und anschließend eine große Feier mit bis zu 1.000 eingeladenen Personen. Ob beide Veranstaltungen tatsächlich im Madison Square Garden stattfinden oder die eigentliche Eheschließung an einem geheimen Ort erfolgt, ist unklar.
Gibt es weitere Hinweise? Mehrere Spieler der Kansas City Chiefs, Kelces NFL-Team, sollen bereits Hotelzimmer in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsorts reserviert haben. Zudem bestätigte die Stadt New York die eingereichten Genehmigungen für Straßensperren. Selbst Bürgermeister Zohran Mamdani erwähnte bei einer Pressekonferenz neben den Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli und der Fußball-WM auch "Taylor Swifts Hochzeit" – was die Spekulationen zusätzlich befeuerte.
Warum wird so viel geheim gehalten? Taylor Swift ist bekannt dafür, private Ereignisse streng abzuschirmen. Mehrere US-Medien berichten, dass Gäste Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben mussten. Beobachter halten es deshalb für möglich, dass die öffentlichen Vorbereitungen als Ablenkungsmanöver dienen und die Trauung ganz woanders oder sogar bereits stattgefunden hat.
Seit wann sind Swift und Kelce ein Paar? Die Sängerin und der Football-Star machten ihre Beziehung 2023 öffentlich und gelten seitdem als eines der bekanntesten Promi-Paare der Welt. Im August 2025 folgte die Verlobung.
Haben Swift oder Kelce die Berichte bestätigt? Nein. Weder Taylor Swift noch Travis Kelce oder ihre Sprecher haben sich bislang zu den jüngsten Spekulationen geäußert. Auch der Madison Square Garden verweigert jeden Kommentar. Die Berichte stützen sich deshalb ausschließlich auf Genehmigungen, organisatorische Vorbereitungen und Aussagen von mit den Planungen vertrauten Personen.
Worum geht es? New Yorks linker Bürgermeister Zohran Mamdani baut seinen Einfluss innerhalb der Demokratischen Partei rasant aus. Bei den Vorwahlen für die Kongresswahlen konnten alle drei Kandidaten gewinnen, die er persönlich unterstützt hatte. Die Siege gelten als Erfolg für den linken Parteiflügel – und als Signal, dass Mamdani einer der einflussreichsten Demokraten geworden ist.
Was ist passiert? Bei den demokratischen Vorwahlen in New York setzten sich drei von Mamdani unterstützte Kandidaten gegen etablierte Parteivertreter durch. Alle drei gehören dem progressiven Flügel der Demokratischen Partei an.
Warum ist das bemerkenswert? Weil es sich nicht nur um einzelne Wahlsiege handelt. Die Erfolge zeigen, dass Mamdani inzwischen über eine schlagkräftige politische Organisation verfügt und in der Lage ist, Vorwahlen maßgeblich zu beeinflussen. Beobachter sprechen deshalb von einer neuen Machtbasis innerhalb der Demokratischen Partei.
Wer ist Zohran Mamdani? Der 34-Jährige ist seit Anfang 2026 Bürgermeister von New York City. Er bezeichnet sich als demokratischen Sozialisten und gehört der Organisation Democratic Socialists of America (DSA) an. Bundesweit bekannt wurde er mit einem Wahlkampf, der bezahlbaren Wohnraum, kostenlose Kinderbetreuung und soziale Reformen in den Mittelpunkt stellte.
Warum sorgt er innerhalb der Partei für Diskussionen? Seine Politik steht deutlich weiter links als die vieler führender Demokraten. Er fordert höhere Steuern für Wohlhabende, umfangreiche Sozialprogramme und vertritt in der Nahostpolitik Positionen, die sich klar von der Parteilinie unterscheiden. Besonders seine scharfe Kritik an Israel hat ihn zum Streitpunkt innerhalb der Partei gemacht.
Wie reagieren die gemäßigten Demokraten? Mit gemischten Gefühlen. Einige Parteivertreter begrüßen die neue Begeisterung junger Wähler und sehen in Mamdani eine Chance für einen Neuanfang. Andere warnen davor, die Wahlergebnisse aus New York auf das ganze Land zu übertragen. Moderate Demokraten befürchten, dass ein zu linker Kurs der Partei bei den Kongresswahlen schaden könnte.
Warum funktioniert Mamdanis Strategie derzeit so gut? Seit seinem Amtsantritt hat er mehrere populäre Projekte angestoßen, darunter kostenlose Kinderbetreuung für Kleinkinder und Programme für günstigere Lebensmittel. Gleichzeitig gilt er als äußerst geschickter Kommunikator, der soziale Medien und öffentliche Auftritte nutzt, um besonders junge Wähler anzusprechen.
Hat das Auswirkungen über New York hinaus? Ja. Innerhalb der Demokratischen Partei wird inzwischen genau beobachtet, ob sich Mamdanis Erfolgsmodell auch in anderen Bundesstaaten wiederholen lässt. Progressive Politiker sehen in den Wahlsiegen den Beleg, dass linke Kandidaten auch gegen etablierte Parteigrößen gewinnen können. Parteistrategen diskutieren bereits, welchen Einfluss diese Entwicklung auf die Präsidentschaftswahl 2028 haben könnte.
Worum geht es? Zwischen Donald Trump und seiner eigenen Partei wachsen die Spannungen. Bei einem nicht öffentlichen Treffen mit republikanischen Senatoren im US-Kongress kam es zu einem lautstarken Streit – unter anderem über den Iran-Krieg und Trumps innenpolitische Agenda. Nach Angaben mehrerer Teilnehmer schrie der Präsident den republikanischen Senator Bill Cassidy an.
Was war der Anlass des Treffens? Trump war ins Kapitol gekommen, um die republikanischen Senatoren hinter seine politischen Vorhaben zu bringen. Vor allem wollte er Druck für sein umstrittenes Wahlrechtsgesetz ("Save America Act") machen und die Partei auf Linie bringen. Stattdessen entwickelte sich das Treffen zu einer Generalabrechnung mit mehreren Senatoren.
Warum geriet Trump so in Rage? Besonders verärgert war der Präsident über eine Abstimmung im Senat einen Tag zuvor. Vier republikanische Senatoren hatten gemeinsam mit den Demokraten dafür gestimmt, Trumps Möglichkeiten für weitere Militärschläge gegen Iran einzuschränken. Trump wertete das als Illoyalität und als Schwächung seiner Verhandlungsposition gegenüber Teheran.
Mit wem legte sich Trump an? Vor allem mit dem republikanischen Senator Bill Cassidy aus Louisiana. Als Trump wissen wollte, warum überhaupt jemand für die Resolution gegen weitere Militärschläge stimmen könne, widersprach Cassidy offen. Daraus entwickelte sich nach Angaben mehrerer Teilnehmer ein lautstarker Schlagabtausch, bei dem beide ihre Stimmen erhoben.
Wie erklärte der Senator den Ausfall? Cassidy sagte später selbst, auch er habe die Beherrschung verloren und schließlich versucht, die Situation zu beruhigen.
Gab es noch weitere Konflikte? Ja. Trump machte mehreren Senatoren Vorwürfe, weil wichtige Gesetzesvorhaben im Senat nicht vorankommen. Besonders ärgerte ihn, dass sein Wahlrechtsgesetz keine ausreichende Unterstützung findet. Gleichzeitig hatte er kurz zuvor überraschend die Unterzeichnung eines bereits verabschiedeten parteiübergreifenden Wohnungsbaugesetzes abgesagt, um zusätzlichen Druck auf seine eigene Partei auszuüben.
Wie reagierten die Senatoren? Öffentlich bemühten sich viele um Deeskalation. Hinter verschlossenen Türen war die Stimmung jedoch deutlich angespannter. Mehrere Senatoren räumten ein, dass die Meinungsverschiedenheiten ungewöhnlich offen ausgetragen wurden.
Warum ist der Iran-Krieg ein so großes Streitthema? Obwohl inzwischen ein Friedensabkommen mit Iran ausgehandelt wurde, kritisieren einige Republikaner, dass Trump den Kongress zu wenig über den Verlauf des Krieges und die Verhandlungen informiert habe.
Ist das der einzige Grund? Nein, andere befürchten, dass der Präsident erneut ohne Zustimmung des Kongresses militärisch handeln könnte. Darum unterstützten vier republikanische Senatoren die War-Powers-Resolution gegen weitere Alleingänge des Präsidenten.
Ist das ungewöhnlich für die Republikanische Partei? Ja. Während Trumps erste Amtszeit war die republikanische Fraktion im Kongress meist geschlossen. Inzwischen treten jedoch immer häufiger Spannungen zutage – sowohl in der Außenpolitik als auch bei innenpolitischen Vorhaben. Mehrere Senatoren haben zuletzt offen Zweifel an Trumps Kurs geäußert oder sich gegen ihn gestellt.
Welche Folgen könnte der Streit haben? Für Trump wird es schwieriger, seine politischen Projekte durch den Senat zu bringen. Die Republikaner verfügen dort zwar über eine Mehrheit, viele Vorhaben benötigen jedoch wegen der Filibuster-Regeln die Unterstützung von mindestens 60 Senatoren. Ohne Geschlossenheit der eigenen Partei steigen die Hürden zusätzlich.