Worum geht es? Ein heftiger Sturm mit schweren Regenfällen und Überschwemmungen peitschte am Montag über die Ostküste der USA hinweg. In New Jersey, New York City und der umliegenden Region wurde der Notstand ausgerufen.
Wann ging es los? Am Samstag war der Sturm aus dem Nordosten auf North und South Carolina getroffen. Am Sonntag erstreckten sich die Hochwasserwarnungen von Nordflorida bis Neuengland. In der Nacht auf Dienstag wurde der Höhepunkt erreicht.
Was waren die Folgen? In weiten Teilen des Großraums New York City und entlang der Küste wurden am Montag Böen bis 90 km/h erwartet. In New Jersey hatten 10.000 Haushalte bis Montagabend keinen Strom. Videos zeigen Überschwemmungen. In Long Island waren die Wellen viereinhalb Meter hoch.
Welche Auswirkungen gab es auf den Alltag? In Manhattan musste die 81. Columbus Day Parade abgesagt werden. In Boston, Philadelphia und Washington, D.C. kam es zu Flugverzögerungen. In New York wurde am Sonntag der Luftraum für eine Stunde gesperrt.
Worum geht es? Am Samstag und am Sonntag telefonierte US-Präsident Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Danach Schickte er ungewöhnlich scharfe Worte Richtung Russland aus.
Welche? Er habe Selenskyj mitgeteilt, dass er Putin möglicherweise ein neues Ultimatum zur Wiederaufnahme ernsthafter Friedensgespräche stellen werde, sagte Trump. Aber den russischen Präsidenten könnte etwas anderes eventuell mehr irritieren.
Nämlich? Käme es zu keinen Friedensverhandlungen, dann könnten die USA die Ukraine mit Tomahawk-Raketen beliefern. Mit den Marschflugkörpern wäre auch Moskau erreichbar. Kiew liegt von der russischen Hauptstadt rund 750 Kilometer Luftlinie entfernt.
Was sind Tomahawks? Unterschall-Raketen mit einer Reichweite von 2.500 Kilometern. Sie sind für Präzisionsschläge gegen Landziele konzipiert und werden vor allem von Kriegsschiffen und U‑Booten aus gestartet. Tomahawks können auch Atomsprengköpfe tragen.
Wie reagierte Russland? Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew erneuerte sein Warnung vor einer Lieferung. Dies könne für alle, insbesondere für US-Präsident Donald Trump, "negative Folgen" haben, schrieb der Vize-Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats auf dem Messengerdienst Telegram.
Worum geht es? Wegen der Kämpfe im Gazastreifen hatten im vergangenen Monat immer mehr Länder mit einem Boykott des ESC in Wien gedroht. Anfang November sollte darüber abgestimmt werden, ob Israel ausgeschlossen wird. Nun ist alles anders.
Was passiert nun? Am Montag sagte die European Broadcasting Union (EBU) das Votum ab. Es soll nun gegebenenfalls zum ursprünglich geplanten Termin im Dezember stattfinden.
Was sind die Hintergründe? Die Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden haben eine andere Situation geschaffen. Die EBU und einige teilnehmende Länder wollen sich mehr Zeit geben, um die Lage neu bewerten zu können.
Welche 6 Länder drohten mit Absprung? Vier Länder hatten angekündigt, fix absagen zu wollen, wenn Israel die Teilnahme ermöglicht wird: Irland, Slowenien, die Niederlande und Spanien. Es gab auch auch eine "Gruppe der Fast-Entschlossenen", dazu gehörten jedenfalls Island und Belgien.
Wie reagierte Wien? Es gab Beteuerungen, den ESC auf jeden Fall durchboxen zu wollen. Aber die Lage spitzte sich in den vergangenen Wochen weiter zu.
Warum? In der ARD-Show "Caren Miosga" kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen Boykott Deutschlands an, sollte Israel ausgeschlossen werden. Das hätte Österreich in eine verzwickte Lage gebracht.
Wann findet der ESC überhaupt statt? Vom 12. bis zum 14. Mai 2026.
Worum geht es? Fachkundigen Kreisen dürfte der Name Katja Krasavice ein Begriff sein. Die Rapperin hat auf TikTok 3,2 Millionen Follower, auf YouTube 1,4 Millionen und auf Instagram 4 Millionen.
Warum? Das liegt vor allem an ihrem Körpereinsatz, deshalb muss man das Wort Follower auch nicht gendern.
Wer ist Frau Krasavice? Sie wurde als Katrin Vogelová in Tschechien geboren, ist 29 Jahre alt und lebt inzwischen in Deutschland. Seit 2020 exponiert sie sich auch in der Musikwelt als Rapperin.
Warum kam sie nun anderwärtig in die Schlagzeilen? Wegen eines spektakulären Polizeieinsatzes und der hat eine Vorgeschichte. Krasavice war am 29. Mai 2025 nachts in ihrem weißen BMW mit 100 km/h durch Leipzig gerast. Und sie hatte dabei über 1,1 Promille.
Was geschah danach? Das übliche Verfahren, Führerschein weg und so. Die Geschichte bog Anfang Juni dann aber ab, denn Krasavice veröffentlichte auf TikTok ein Video und spielte darin eine Sprachnachricht von ihrem Handy ab.
Das passiert, und? In der WhatsApp-Nachricht erklärt ein Polizist, die sächsischen Kollegen hätten die Ergebnisse des Alkotests von Krasavice manipuliert. Er schlug ein privates Treffen auf einen Kaffee vor – "vielleicht kann man da was machen".
Der Haken? Der Polizist und die Sprachnachricht sind offenbar frei erfunden. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen Krasavice, ihren Manager und den "Polizisten" ein. In der vergangenen Woche kam es nun zu vier Hausdurchsuchungen.
Warum gleich vier? Weil auch die Wohnung von Krasavices Mutter durchsucht wurde. Es geht um kein Kavaliersdelikt, bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe sind möglich. Es seien Handys und andere elektronische Geräte beschlagnahmt worden, so die Ermittler.
Wie reagierten die Betroffene? Erbost. "Das LKA hat mit dem Rammbock meine Penthouse-Tür eingeschlagen", meldete sich Krasavice in einem Video zu Wort. Um 6 Uhr morgens "wegen einer Sprachnachricht". Das sei "ein Armutszeugnis".
Worum geht es? Im Vorjahr hatte der chinesische Onlinehändler Temu so richtig damit begonnen, den europäischen Markt aufzumischen. Nun zeigen neue Unternehmenszahlen, die der Guardian veröffentlichte, wie erfolgreich der Konzern dabei ist.
Was erzählen die Zahlen? Temu hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn vor Steuern in der EU auf knapp 120 Millionen US-Dollar gesteigert. In den zwölf Monaten von Jänner bis Dezember 2024 legten die Chinesen um 171 Prozent zu.
Wie hoch ist die Zahl der Beschäftigten? Offiziell werden nur acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sold geführt.
Was noch auffällt? Aus steuerlichen Gründen hat sich die EU-Muttergesellschaft der Gruppe, Whaleco Technology, in Irland angesiedelt. 2024 sind deshalb nur 18 Millionen Körperschaftssteuer angefallen.
Bei welchem Umsatz? Aus den in Irland eingereichten Bilanzen geht hervor, dass er von 758 Millionen Dollar auf 1,7 Milliarden Dollar gestiegen ist.
Wie viele Kunden hat Temu in Europa? Mittlerweile 115 Millionen, das geht aus anderen Geschäftspapieren hervor, die der Guardian ebenfalls einsah.
Was sich nun ändert? Bisher ermöglicht es eine Gesetzeslücke, dass für Pakete im Wert unter 150 Euro Zollgebühren und Grenzkontrollen umgangen werden können. 2024 gelangten 4,6 Milliarden Pakete mit geringem Wert in die EU, das entspricht 12 Millionen pro Tag.
Das wird nicht verhindert? Schon, dauert aber. Die Kontrollen wurden heuer im Lauf des Jahres verschärft, ab 2028 ist auch für Billig-Produkte Zoll zu bezahlen.
Warum ist Temu eigentlich erfolgreich? Der China-Shop ist schwer schlagbar billig, überschwemmt den Markt mit Ware, bietet aber auch ein neues, spielerisches Einkaufserlebnis, das sehr ans Gaming erinnert.
Worum geht es? Weil sich der Kongress nicht über den Bundeshaushalt einigen konnte, liegen die USA derzeit im Shutdown, die öffentliche Verwaltung liegt lahm. Das wollte Heimatschutzministerin Kristi L. Noem nun politisch nutzen – und bekommt Gegenwind.
Was ist passiert? Es geht um die Deutungshoheit: Wer ist schuld daran, dass rund 750.000 Bundesangestellte derzeit spazieren gehen? Die Republikaner sagen die Demokraten, die Demokraten sagen die Republikaner.
Und? Noem ist Team Trump, also Republikanerin. Sie ließ einen Werbespot drehen, in dem sie dem politischen Gegner die Verantwortung für den Shutdown in die Schuhe schiebt. "Die Demokraten im Kongress weigern sich, die Bundesregierung zu finanzieren ..."
Wo sollte der Spot zu sehen sein? Auch auf den Videowalls von Flughäfen. Mindestens 12 aber legen sich quer. Buffalo, Charlotte, Cleveland, Los Angeles, Portland, Phoenix oder Seattle verweigern sich.
Mit welcher Begründung? Das Video könne gegen interne Richtlinien verstoßen, die politische Botschaften verbieten, oder gegen Landes- oder Bundesgesetze gerichtet sein, die eine Verwendung öffentlicher Mittel für politische Aktivitäten untersagen.
Worum geht es? Nicht viele hatten sie auf der Rechnung, dann wurde die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado als Gewinnerin des Friedens-Nobelpreises bekanntgegeben. Aber es liegt ein Schatten über die Auszeichnung.
Wieso? Bald nach der Verlautbarung, wies das norwegische Nobelkomitee selbst auf einen möglichen Spionagefall hin. Auf Machado waren verdächtige Wetten abgegeben worden. Nun wurden mehr Details dazu bekannt.
Nämlich? Für den Friedens-Nobelpreis standen 338 Kandidaten zur Auswahl, 244 Persönlichkeiten und 94 Organisationen. Noch am Donnerstag lag die Wahrscheinlichkeit eines Sieges von Machado bei 3,7 Prozent.
Was passierte dann? Bis wenige Minuten vor der Bekanntgabe stieg der Wert auf 73 Prozent an. Es gab also vermutlich ein Leck im Nobelpreis-Komitee. Wo es lag, wird derzeit untersucht.
Wie wurde das Leck ausgenutzt? Es wurden drei auffällige Wetten auf dem Anbieter Polymarkt platziert. Ein User namens "dirtycup" setzte nur wenige Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe rund 67.820 Dollar. Insgesamt streiften die drei Gewinner 90.000 Euro ein.
Worum geht es? Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado. Die Nachricht wurde ihr Freitag vormittags telefonisch vom Direktor des Nobel-Instituts überbracht. Dabei kämpfte Christian Berg Harpviken offenbar stärker mit den Tränen als die Ausgezeichnete selbst.
Weshalb weiß man das so genau? Eine Kamera lief mit, als der 64-Jährige mit seinem iPhone die Politikerin kontaktierte, um sie zu informieren. Und während Machado nur mehrfach ungläubig "Oh mein Gott" sagt, ist die Aufregung und die Rührung des Norwegers ganz deutlich herauszuhören. Das emotionale Video kann auf dem Nobel Prize-Kanal auf X angesehen werden.
Wer ist María Corina Machado? Die Politikerin konnte die demokratische Opposition gegen den langjährigen Präsidenten von Venezuela, Nicolás Maduro, vereinen und gilt als größte politische Widersacherin des Machthabers. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 trat sie gegen Maduro an, wurde aber vom regierungsnahen Nationalen Wahlrat ausgeschlossen.
Wie reagierte die Ausgezeichnete? Mit einem Post auf X, in dem sie ihren Nobelpreis einerseits dem "leidenden Volk Venezuelas" und andererseits US-Präsident Donald Trump widmete – für seine "entschlossene Unterstützung unserer Sache". Trump hatte sich selbst große Hoffnungen auf den Friedensnobelpreis gemacht.
Was meint sie damit? Die Trump-Regierung dürfte sich den Sturz des linken Diktators Maduro zum Ziel gesetzt haben. Seit Anfang September ist sie mit einer Seestreitmacht vor der Küste des südamerikanischen Landes im Einsatz und versenkt immer wieder Boote, die von der US-Marine als "Drogenschmugglerboote" identifiziert werden.
Warum das? Die USA stufen die venezolanischen Drogenkartelle als "Terroristen" ein, die sich mit den USA "im Krieg befinden" würden. Maduro wird offen vorgeworfen, Kopf der Kartelle zu sein. Von einem Regimewechsel in Venezuela erhoffen sich die USA nicht nur ein Ende der Drogenlieferungen, sondern auch eine Amerika-freundliche Politik Venezuelas.
Mit einer Präsidentin María Machado? Ihre Chancen, nächste Präsidentin des Landes zu werden, sind heute jedenfalls gestiegen.