Worum geht es? Im italienischen Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise wurden innerhalb weniger Tage mehrere tote Wölfe gefunden. Zunächst war mindestens zehn verendeten Tieren die Rede, inzwischen wurden 18 Kadaver gefunden.
Was weiß man über die Tiere? Es dürfte offenbar auch ein ganzes Rudel getötet worden sein. Die Tiere wurden an mehreren Fundorten entdeckt, jüngst zwischen Pescasseroli, Bisegna und Barrea.
Was ist die Ursache? Die Untersuchungen deuten stark darauf hin, dass die Wölfe durch Giftköder getötet wurden. Die genaue Substanz wird noch analysiert, aber die Behörden sprechen von einem klaren Verdacht auf vorsätzliche Vergiftung.
Warum ist das gravierend? Weil Wölfe im Ökosystem des Nationalparks eine wichtige Rolle spielen. Als Spitzenprädatoren regulieren sie Wildbestände und tragen damit zur natürlichen Balance bei.
Was ist die zusätzliche Gefahr? Das Auslegen von Giftködern gefährdet nicht nur Wölfe, sondern auch andere Tiere wie Greifvögel oder sogar Haushunde. Drei tote Füchse und ein Bussard wurden bereits entdeckt.
Worum geht es? Um einen kühnen Vorschlag, dessen Umsetzung aber höchst unwahrscheinlich ist. Paolo Zampolli, Sondergesandter von Donald Trump, hatte vorgeschlagen, dass Italien statt dem Iran zur WM 2026 fahren könnte.
Warum? Der Iran hat sich regulär für die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA qualifiziert (das vierte Mal in Folge). Dann brach der Krieg mit Amerika aus, ein Antreten ist nicht sicher.
Also Italien? Die Tifosi konnten sich nicht qualifizieren. Nach den Regeln der FIFA gibt es keinen Mechanismus, ein bereits nominiertes Team einfach auszutauschen, solange keine schwerwiegenden Verstöße oder außergewöhnlichen Gründe vorliegen.
Was sagt die FIFA? Sie hat klargemacht, dass die Teilnehmerliste feststeht und der Iran zur Weltmeisterschaft eingeladen ist. Auch von offizieller Seite gibt es keine Hinweise darauf, dass ein Austausch geplant oder überhaupt diskutiert wird.
Kommt der Iran? Nach anfänglichem Zaudern ist das wahrscheinlicher geworden. Der Iran spielt am 16. Juni gegen Neuseeland, am 21. Juni gegen Belgien und am 27. Juni gegen Ägypten. Tickets für die Spiele verkaufen sich großartig.
Und wenn nicht? Die Vereinigten Arabischen Emirate, das nächst platzierte asiatische Land in der Qualifikation, gelten als wahrscheinlichste potenzielle Nachfolger.
Was sagt Italien? Der italienische Sportminister Andrea Abodi bezeichnete den Vorschlag als "erstens nicht möglich … zweitens als nicht angemessen.“
Worum geht es? Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe im Nahen Osten verlängert – unklar blieb, wie lange der Krieg Pause macht. Nun sickerten die Pläne durch.
Was heißt das? "Trump ist bereit, den Waffenstillstand um weitere drei bis fünf Tage zu verlängern, damit die Iraner ihre Angelegenheiten in den Griff bekommen", sagte eine anonyme Quelle zum Polit-Portal Axios. "Er wird nicht unbegrenzt dauern."
Was ist der Hintergrund? Im Iran tobt ein Kampf um die Macht. Es ist unklar, wer überhaupt dazu befugt ist, über einen Frieden zu verhandeln. Die zusätzliche Frist soll der Klärung dienen, wer das Sagen hat.
Woran merkte man das? Die Delegation bei den Friedensgesprächen in Islamabad bestand aus etwa 80 Iranern, von denen rund 30 als Entscheidungsträger bezeichnet wurden. Und sie stritten untereinander mehr als mit den Amerikanern.
Ist das auch öffentlich sichtbar? Am vergangenen Freitag verkündete Außenminister Abbas Araghchi die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Die Revolutionsgarde aber weigerte sich, dies umzusetzen – und begann, Araghchi öffentlich anzugreifen.
Worum geht es? Eine neue Phishing-Angriffswelle gegen Nutzer des Messengers Signal sorgt aktuell für große Besorgnis bei Sicherheitsbehörden. Dabei geht es nicht um eine Schwachstelle der App selbst, sondern um gezielte Täuschung der Nutzer.
Was passierte? Behörden wie das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verfassungsschutz warnen vor zunehmenden Phishing-Kampagnen über Messenger wie Signal.
Wer sind die Opfer? Die Angriffe richten sich oft gezielt gegen Politiker, Journalisten und Aktivisten, können aber grundsätzlich jeden treffen. Auch die deutsche Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist Opfer, berichtet der Spiegel.
Wer sind die Täter? Teilweise stehen laut Ermittlern staatlich unterstützte Hackergruppen hinter den Angriffen. In aktuellen Fällen wurden bereits Konten übernommen und interne Kommunikation wurde ausgespäht.
Was ist die Masche? Angreifer geben sich als Signal-Support oder vertrauenswürdige Kontakte aus. Sie schicken Nachrichten mit Links, QR-Codes oder angeblichen Sicherheitswarnungen.
Was ist das Ziel? Nutzer dazu zu bringen, Verifizierungscodes (SMS) weiterzugeben, PINs preiszugeben oder auf Fake-Webseiten zu klicken. Sobald diese Daten übermittelt werden, können Angreifer das Konto übernehmen und sich als Opfer ausgeben.
Was ist wichtig? Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Signal ist nicht gebrochen. Stattdessen wird der Mensch angegriffen ("Social Engineering"). Das macht solche Attacken besonders gefährlich.
Wie schützt man sich? Keine Codes weitergeben – auch nicht an angeblichen Support. Misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten (auch von bekannten Kontakten) sein. Registrierungssperre (PIN) in Signal aktivieren. Keine unbekannten Links oder QR-Codes öffnen. Im Zweifel Kontakt über einen anderen Kanal verifizieren.
Was ist zu beachten? Offiziell gilt: Signal kontaktiert Nutzer niemals ungefragt mit Sicherheitsanfragen.
Worum geht es? Um zwei südkoreanische Piloten, die offenbar zu oft "Top Gun" gesehen haben. Um spektakuläre Aufnahmen zu machen, führten die beiden ein waghalsiges Flugmanöver durch. Das ging nicht gut aus.
Was war konkret? Der Vorfall stammt aus dem Dezember 2021, wurde aber erst jetzt bekannt. Ein Pilot der Republic of Korea Air Force steuerte seinen Kampfjet mit 580 km/h auf ein anderes Flugzeug zu.
Aber? Er verschätzte sich beim Abstand und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche der zweiten Maschine. Das Ganze geschah außerhalb der regulären Einsatz- und Trainingsvorgaben.
Was waren die Folgen? Für die Piloten ging alles ohne Verletzung aus, aber die Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Die Reparatur kostete fast 600.000 US-Dollar. Die sollte der Soldat selbst zahlen.
Warum machte er das überhaupt? Es war sein letzter Tag, er war versetzt worden. Die Strafe wurde später auf 50.000 Euro herabgesetzt, weil der Luftwaffe eine Teilschuld gegeben wurde (die Verwendung von Kameras war nicht geregelt).
Was macht der Pilot heute? Er fliegt bei einer kommerziellen Fluglinie.
Worum geht es? Am 19. April entwendete ein gebürtiger Chilene im Restaurant "Capital Burger" in der Innenstadt von Washington die Gucci-Tasche der damaligen US-Heimatschutzministerin Kristi Noem.
Was war in der Tasche? Der Führerschein von Noem, ihre Schlüssel, Schecks, die Kreditkarte, ihr Reisepass, 3.000 Dollar in bar und ihr Dienstausweis des Heimatschutzministeriums. Mit einer ihrer American Express Kreditkarten ging der Dieb nachher essen.
Warum hatte sie so viel Geld dabei? Das Heimatministerium erklärte, Noem habe einen größeren Geldbetrag abgehoben, weil ihre Kinder und Enkelkinder über die Osterfeiertage in der Stadt waren.
Was passierte nun? Der Mann wurde gefasst, im Prozess im November gestand er drei Taten, auch den Diebstahl der Tasche. Nach der Verbüßung der Strafe kann er abgeschoben werden, dafür gab der Berufskriminelle seine Zustimmung.
Hat er eine kriminelle Biographie? Kann man so sagen, sie umfasst drei Kontinente. 1995 wurde er in Chile wegen Raubes zu drei Jahren Haft verurteilt. Ab 2013 folgten sieben Verurteilungen in London, die meisten davon wegen Diebstahls.
Warum wurde das nun wieder Thema? Weil das Strafmaß bekannt gegeben wurde. Der Dieb wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.
Worum geht es? Die Druschba-Pipeline ist seit Dienstag wieder intakt. Nach Angaben aus ukrainischen Energiekreisen wurde der Ölfluss am Mittag wieder aufgenommen, nachdem Reparaturen abgeschlossen worden waren.
Seit wann war sie kaputt? Der Betrieb war seit Ende Jänner unterbrochen, nachdem die Pipeline infolge eines Drohnenangriffs im Kontext des Ukraine-Kriegs beschädigt worden war.
Wer wird beliefert? Aktuell betrifft die Wiederinbetriebnahme vor allem den südlichen Abschnitt der Pipeline, über den Länder wie Ungarn und die Slowakei mit Öl versorgt werden. Trotz der Wiederaufnahme gilt die Lage weiterhin als unsicher.
Was ist das große Bild? Die Druschba-Pipeline zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Erdöl in Europa. Sie verläuft von Russland über Belarus und die Ukraine in mehrere mitteleuropäische Staaten.
Wie wurde sie zum politischen Zankapfel? Weil kein Öl kam, blockierte Ungarn einen Kredit der EU für die Ukraine im Wert von 90 Milliarden Euro. Da nun das Öl fließt, kann auch das Geld fließen.
Worum geht es? Ein Streich vor einer Hochzeit richtete am Neptunbrunnen in Florenz schweren Schaden an. Eine Touristin kletterte am vergangenen Samstag auf den "Biancone"-Brunnen, um den Penis der Statue zu berühren. Beamte griffen ein.
Warum machte sie das? Wegen einer Wette. Die Frau sagt, sie sei von einer Hochzeitsgesellschaft dazu animiert worden.
Was ist der "Biancone"-Brunnen? Das Monument wird von Pferden umschlossen, die einen muschelförmigen Wagen am Fuße einer Statue des römischen Meeresgottes Neptun ziehen.
Warum ist das wichtig? Weil die 28-Jährige auf die Pferde kletterte, um den Penis erreichen zu können. Dabei entstand an den Beinen der Pferde, auf die sie geklettert war, sowie an dem Fries, an dem sie sich festgehalten hatte, um nicht auszurutschen, Sachschaden.
Was kostete die Reparatur? Rund 5.000 Euro. Die Polizei zeigte die Frau, deren Nationalität nicht genannt wurde, wegen Sachbeschädigung an.
Von wem ist die Statue? Das Becken, geschaffen vom Bildhauer Bartolomeo Ammannati, wurde 1559 von Cosimo I. de' Medici in Auftrag gegeben, um die Hochzeit seines Sohnes Francesco I. de' Medici mit Großherzogin Johanna von Österreich zu feiern.