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15. Januar 2026

Hoden verkleinert Überaschung bei Gemälde-Restaurierung

Worum geht es? Im Mauritshuis in Den Haag ist bei der aktuellen Restaurierung des Gemäldes "The Bull" ("Der Stier") des niederländischen Malers Paulus Potter (1647) eine überraschende Entdeckung gemacht worden.

Nämlich? Röntgen‑ und Untersuchungstechniken zeigten, dass der Künstler ursprünglich eindeutig größere und tiefer hängende Hoden des Stiers dargestellt hatte, bevor er sie später im Bild deutlich verkleinerte.

Wie kam das raus? Für die Restaurierung wurden über 18 Monate lang alte Farbschichten und frühere Übermalungen entfernt, darunter auch spätere Retuschen vergangener Restaurierungen. Dabei kam der ursprüngliche Zustand des Gemäldes zum Vorschein.

Was war das Motiv? Es wird vermutet, dass Potter die Anatomie zunächst naturgetreuer darstellen wollte, später aber angesichts gesellschaftlicher oder sittlicher Normen des 17. Jahrhunderts die Darstellung entsprechend abmilderte.

Was ist das Mauritshuis? Ein bekanntes Kunstmuseum im historischen Stadtzentrum von Den Haag, Niederlande, das sich auf niederländische Malerei des Goldenen Zeitalters spezialisiert.

Warum ist es bekannt? Es beherbergt über 800 Gemälde, darunter viele Meisterwerke der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, etwa "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Johannes Vermeer.

Weitere Meldungen

Cold Case geklärt Ex-Lehrerin als Mörderin verurteilt

Worum geht es? Am 6. Mai 1996 war die damals 24 Jahre alte Nada C. in Chiavari (Italien) ermordet aufgefunden worden. Fast 30 Jahre später wurde die mutmaßliche Täterin nun verurteilt.

Warum so spät? Der Fall war jahrzehntelang ein "Cold Case", der erst 2021 nach neuen Ermittlungen und Beweisanalysen neu aufgerollt wurde.

Was ist die Vorgeschichte? Nada C. arbeitete als Sekretärin im Büro eines Buchhalters. Im Frühling 1996 wurde sie am Arbeitsplatz brutal mit einem nie gefundenen Gegenstand attackiert, dann ihr Kopf mit Wucht gegen den Boden geschlagen.

Wer war die mutmaßliche Täterin? Ihre Kollegin Anna Lucia C., eine ehemalige Lehrerin.

Was war das Motiv? Laut dem Urteil des Gerichts Eifersucht und Neid, da Anna Lucia C. sich sowohl beruflich als auch persönlich von Nada C. bedroht fühlte.

Was überführte sie? Forensische Spuren, Zeugenaussagen und telefonische Daten. Aber auch einige Knöpfe einer Jeansjacke, die in ihrer Wohnung gefunden wurden. Sie ähnelten stark einem am Tatort gefundenen Knopf.

Wie lautete das Urteil? Anna Lucia C. wurde in Genua wegen Mordes zu 24 Jahren Haft verurteilt. Sie bestreitet die Tat.

Exklusiver Kupfer-Deal Amazon schnappt sich Mine in Arizona

Worum geht es? Amazon hat eine Liefervereinbarung für Kupfer aus einer Mine in Arizona abgeschlossen, die von Rio Tinto betrieben wird – konkret die sogenannte Johnson Camp Mine, berichtet das Wall Street Journal.

Die Mine wurde gekauft? Nein, Amazon kauft die Mine nicht, sondern sichert sich Kupferlieferungen für zwei Jahre.

Wozu? Das Kupfer wird für AWS-Rechenzentren verwendet, insbesondere für die AI- und Cloud-Infrastruktur, die große Mengen an Leitungen, Kabeln und Hochleistungsbauteilen benötigt.

Was ist AWS? Das Kürzel steht für Amazon Web Services, eine umfassende Cloud-Computing-Plattform, die IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Datenbanken flexibel über das Internet bereitstellt, ähnlich einem Stromanbieter.

Warum ist der Deal relevant? Es ist die erste größere Kupferlieferung aus den USA an Amazon seit über einem Jahrzehnt, wodurch die Abhängigkeit von Importen reduziert wird.

Wieso ist das möglich? Die Mine verwendet eine neuartige Bio-Laugungstechnologie (Nuton®), die den Kupferabbau effizienter und umweltfreundlicher gestaltet.

Was ist daran neu? Bio-Laugung ist ein mineralverarbeitendes Verfahren, bei dem Mikroorganismen eingesetzt werden, um Metalle aus Erz zu lösen. Traditionell wird Kupfer aus Gestein durch Schmelzen oder Säurebehandlung gewonnen, was sehr energieintensiv und umweltschädlich ist.

Wie passiert das nun? Die Bio-Laugung ersetzt teilweise chemische oder thermische Prozesse durch Bakterien, die Kupferionen aus dem Erz extrahieren.

China-Unis holen auf Sie schießen in Rankings nach oben

Worum geht es? Chinesische Universitäten sind auf der Überholspur und steigen in wichtigen Uni-Rankings spürbar nach oben, sowohl in Gesamt‑ als auch in Fach‑ und regionalen Rankings, berichtet die New York Times.

Heißt in Zahlen? In den QS World University Rankings 2026 verbesserte sich die Peking University auf Platz 14, die Tsinghua University stieg auf Platz 17, und Fudan University kletterte auf Platz 30 – alles persönliche Bestleistungen. Insgesamt haben zahlreiche chinesische Hochschulen im Ranking zugelegt.

Wo noch? In den Times Higher Education (THE) World University Rankings 2026 sind chinesische Hochschulen stark vertreten, mit Tsinghua (Platz 12) und Peking (Platz 13). Die Zahl der chinesischen Universitäten in den Top 40 wuchs im Vergleich zum Vorjahr.

Warum ist das so? Massive staatliche Investitionen in Forschung, Infrastruktur und Talente, eine verbesserte Publikations‑ und Forschungsleistung und steigende Anerkennung bei Arbeitgebern und in internationalen Bewertungen.

Wer verliert? US-Unis. Sie sind immer noch stark, rutschen aber kontinuierlich ab. Die Politik von Präsident Trump hat den relativen Niedergang der amerikanischen Universitäten, der bereits vor Jahren begann, zwar nicht ausgelöst, könnte ihn aber beschleunigen.

Wo liegt Österreich? Im THE landete die Universität Wien als Beste erstmals unter den Top 100 weltweit und liegt auf Platz 95. In den QS platzierte sich die Uni Wien auf Platz 152, die TU Wien auf 197.

Sutherland in Haft Er soll Uber-Fahrer angegriffen haben

Worum geht es? Hollywood‑Schauspieler Kiefer Sutherland (59), bekannt etwa aus der Serie "24", wurde in Los Angeles von der Polizei kurzzeitig festgenommen.

Warum? Er soll einen Uber-Fahrer körperlich attackiert und bedroht haben. Die Polizei ermittelte wegen Körperverletzung und strafrechtlich relevanter Drohungen.

Wo ereignete sich der Vorfall? Sonntag kurz nach Mitternacht an der Kreuzung von Sunset Boulevard und Fairfax Avenue in Hollywood.

Was passierte genau? Sutherland war nach dem Essen mit einem Freund auf dem Weg nach Hause, wollte dann aber mitten während der Fahrt aussteigen. Der Uber-Fahrer wollte das nicht, es kam zum Gerangel, verletzt wurde niemand.

Was waren die Folgen? Sutherland wurde vor Ort festgenommen und inhaftiert, aber nur wenige Stunden später gegen eine Kaution in Höhe von 50. 000 US-Dollar freigelassen. Sein erster Gerichtstermin wurde für 2. Februar  angesetzt.

Schwindel mit Ostereiern Nun Freispruch für Italo-Influencerin

Worum geht es? Chiara Ferragni, eine der bekanntesten Mode‑ und Social‑Media‑Influencerinnen Italiens (ca. 28 Mio. Follower auf Instagram), stand in Mailand vor Gericht.

Warum? Weil ihr die Staatsanwaltschaft vorgeworfen hatte, in betrügerischer Weise bei Charity‑Aktionen Käufer und Konsumenten getäuscht zu haben.

Was heißt das? Es geht um Pandoro‑Weihnachtskuchen (Pink Christmas) und Ostereier-Aktionen. Der Vorwürfe lautete, die Konsumenten hätten durch irreführende Werbung den Eindruck gewonnen, an Charity‑Projekte zu spenden, obwohl die Spenden nicht direkt an Verkaufszahlen gekoppelt waren.

Worum ging es im Prozess? Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte einen Haftentwurf von etwa 1 Jahr und 8 Monaten wegen erschwerten Betrugs beantragt – ein möglicher Strafrahmen lag auch bis zu mehreren Jahren Haft.

Wie endete das Verfahren? Am Mittwoch wurde Ferragni freigesprochen. Der Richter sah die Voraussetzungen für schweren Betruge als nicht als erfüllt an.

Wie reagierte die Influencerin? Ferragni äußerte sich nach dem Urteil erleichtert und sagte, der "Albtraum sei vorbei" und dass sie nun ihr Leben zurückgewinne.

Aber? Italiens Wettbewerbbehörde (AGCM) hatte Ferragni zuvor schon im Zusammenhang mit diesen Aktionen mit einer Geldstrafe von über 1 Million Euro belegt. Sie spendete dazu bereits über 1 Mio. Euro an ein Kinderkrankenhaus und rund 1,2 Mio. Euro an eine Kinder‑Charity.

4.916 Tage in Haft Nun erhält Unschuldiger 1,3 Millionen

Worum geht es? Manfred Genditzki, ein ehemaliger Hausmeister aus Bayern, saß mehr als 13 Jahre unschuldig im Gefängnis, weil er fälschlich des Mordes an einer 87‑jährigen Frau im "Badewannen‑Fall" beschuldigt worden war.

Was ist der "Badewannen‑Fall"? 2008 war eine betagte Frau in Bayern tot in der Badewanne aufgefunden worden. Erste Ermittlungen nahmen an, sie sei durch Einwirkung von außen gestorben – Genditzki wurde als einziger Verdächtiger identifiziert.

Aber?  Es gab keine Zeugen, die den Mord gesehen hätten. Es lagen medizinisch umstrittene Gutachten zur Todesursache vor. Dennoch verurteilte das Gericht Genditzki 2010 zu lebenslanger Haft.

Was passierte dann? Mehrere Jahre später wurden neue Gutachten erstellt, die nahelegten, dass die Todesursache ein Unfall war – vermutlich ein Sturz in der Badewanne. Daraufhin wurde 2023 das Wiederaufnahmeverfahren erfolgreich abgeschlossen, und Genditzki freigesprochen.

Wie lang saß er in Haft? 4.916 Tage. Der "Badewannen-Fall" ist der bekannteste Justizirrtum in Bayern. Er zeigte schwerwiegende Mängel in der Beweisführung und Gutachtenslage auf.

Wie wurde Genditzki entschädigt? Er bekam nun 1,31 Millionen Euro zugesprochen. Das berücksichtigt Haftzeit, Verdienstausfall und immaterielle Schäden.

Warum hatte der Fall auch für Empörung gesorgt? Weil der Generalstaatsanwaltschaft gefordert hatte, dass Genditzki nach seiner Haft knapp 100 000 Euro für "Unterkunft und Verpflegung" zahlen soll. Das wurde zurückgenommen.

"Konstruktiv", aber ... Grönland-Gespräche in USA ergebnislos

Worum geht es? Der Streit zwischen den USA und Dänemark über die größte Insel der Welt geht in die nächste Runde. Am Mittwoch kam es zu einem Gipfelgespräch in Washington.

Wer war dabei? Lars Løkke Rasmussen, Außenminister von Dänemark, und Vivian Motzfeldt, Außenministerin von Grönland, von US-Seite Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio. Die Unterredung dauerte eine Stunde.

Ergebnis? Diese Gespräche waren offiziell "offen, aber konstruktiv", führten bisher jedoch zu keiner Einigung über die US‑Forderung, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen.

Was nun? Beide Seiten vereinbarten die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, um weiter über Sicherheitsfragen und Zusammenarbeit zu sprechen, ohne jedoch Kontroversen über die Souveränität beizulegen.

Was sagte Trump? Er torpedierte die Gespräche noch ehe sie am Mittwoch begonnen hatten. Auf seinem Kanal Truth Social schrieb er, dass ein anderes Szenario als Grönland unter US‑Einfluss "inakzeptabel" sei.

Was passiert jetzt? Deutschland, Schweden und weitere NATO‑Partner (z. B. Norwegen) entsenden Militärpersonal nach Grönland. Es handelt sich aber um keine Kampf- oder Kampftruppen‑Verlegung.

Sondern? "Auf Einladung Dänemarks wird sich Deutschland vom 15. bis 17. Jänner gemeinsam mit weiteren europäischen Nationen an einer Erkundung in Grönland beteiligen", so das Verteidigungsministerium in Berlin. 13 Soldaten werden geschickt.