Worum geht es? Der Politslogan "America First" hat für Urlauber nun spürbare Folgen in der Brieftasche. Ein digitaler "America the Beautiful"-Pass kostet ab dem nächsten Jahr für US-Einwohner 80 US-Dollar und für Nicht-Einwohner 250 Dollar.
Was ist der "America the Beautiful"-Pass? Er wurde schon vor Längerem vom National Park Service eingeführt und erlaubt den Zugang zu Tausenden Nationalparks, Denkmälern und Erholungsgebieten.
Was passiert nun? Ausländer zahlen für den digitalen Pass ab 1. Jänner 2026 mehr als das Dreifache, US-Bürger das Gleiche wie heuer. Das gab das US-US-Innenministerium in einer Aussendung bekannt.
Kostet das klassische Eintritt auch mehr? Für Ausländer ja und es wird empfindlich teurer. Für 11 Standorte wird eine Zusatzgebühr von 100 US-Dollar pro Person (!) eingehoben.
Welche Parks sind betroffen? Die Nationalparks Acadia, Bryce-Canyon, Everglades, Glacier, Grand-Canyon, Grand-Teton, Rocky-Mountain, Sequoia- und Kings-Canyon, Yellowstone, Yosemite und der Zion-Nationalpark.
Wie begründet das Park Service die Verteuerung? Sie wird als "die bedeutendste Modernisierung des Zugangs zu Nationalparks seit Jahrzehnten" vermarktet. Es soll einige Verbesserungen geben, aber im Mittelpunkt steht "eine neue, auf Einwohner ausgerichtete Gebührenstruktur, die amerikanische Familien in den Mittelpunkt stellt".
Was heißt das? Zum Beispiel: Einheimische ab 62 zahlen für die Jahreskarte nur 20 Dollar (oder auf Lebenszeit 80 Dollar) und es gibt für alle Amerikaner acht gebührenfreie Tage im Jahr.
Worum geht es? Das italienische Parlament hat beschlossen, Femizid als eigenständigen Straftatbestand ins Strafrecht aufzunehmen.
Was ist die Folge? Das Gesetz sieht für Täter grundsätzlich eine lebenslange Freiheitsstrafe vor — eine deutliche Verschärfung im Vergleich zu bisherigen Mordanklagen.
Was ist der Hintergrund? 2024 wurden in Italien laut Innenministerium 113 Femizide registriert, heuer waren es bereits 89. Ein großer Teil der Opfer wurde von Partnern, Ex-Partnern oder Familienmitgliedern getötet.
Wie ist ein Femizid definiert? Der Begriff bezeichnet die Tötung einer Frau wegen ihres Geschlechts — es handelt sich also nicht allein um Mord, sondern um Mord mit einem geschlechtsspezifischen Motiv (z. B. Hass gegen Frauen, Kontrolle, Besitzdenken, Abwehr ihrer Autonomie).
Gibt es weitere Änderungen? Neben Femizid verschärft das Gesetz auch Strafen für verwandte Delikte wie Stalking, sexuelle Gewalt, "Revenge Porn" und körperliche Misshandlung. Opfer sollen künftig in sensibleren Verfahren befragt werden, etwa von der Staatsanwaltschaft statt nur der Polizei.
Woran scheiterte die Regierung? Es sollte ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, dass Sex ohne Einwilligung eine Vergewaltigung darstellt. Im Unterhaus gab es Anfang November dafür grünes Licht, die Abstimmung im Senat scheiterte am Dienstag.
Warum? Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte einen ungewöhnlichen parteiübergreifenden Pakt mit der oppositionellen Demokratischen Partei (PD) geschlossen. Im letzten Moment Minute legte sich jedoch Koalitionspartner Lega quer.
Mit welcher Begründung? Man habe "Bedenken hinsichtlich einer Klausel", hieß es. Die Abstimmung wurde verschoben und konnte damit nicht am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen stattfinden.
Worum geht es? Vorab um eine Panne. Am Mittwoch stellte die britische Finanzministerin Rachel Reeves im Parlament ihre Budgetpläne für die nächsten Jahre vor.
Was war die Panne? Versehentlich wurde der Bericht der unabhängigen Haushaltsbehörde (Office for Budget Responsibility, OBR) rund eine Stunde vorab online gestellt. Peinlich für die Ministerin, sie entschuldigte sich.
Ungut, aber? Es blieb nicht das einzige Ärgernis. Zwar waren die Briten stückweise schon darauf vorbereitet worden, aber am Ende kam heraus: Die Regierung plant erneut massive Steuererhöhungen. Noch vor einem Jahr war das genaue Gegenteil versprochen worden.
Wie stark werden die Steuern erhöht? Sie sollen bis zum Steuerjahr 2029/30 geschätzt 26,1 Milliarden Pfund (knapp 30 Milliarden Euro) pro Jahr zusätzlich in die Staatskasse spülen.
Wo kommt das Geld her? 2028 wird etwa ein Zuschlag auf die Grundsteuer für hochpreisige Immobilien eingeführt. Ab einem Wert über 2,3 Millionen Euro wird eine jährliche Abgabe von 2.850 Euro fällig, bei Immobilien mit einem Wert von mehr als 5,7 Millionen Euro sind 8.500 Euro zu bezahlen.
Was noch? Ab April 2028 kommt eine Kilometerabgabe für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge. Diese Maßnahme soll 1,6 Milliarden Euro einbringen.
Warum lässt man E-Autos bluten? Simpel gesagt: Um die Einnahmeverluste aus der Kraftstoffsteuer (0,6 % des BIP) ausgleichen. Die Gebühr liegt bei etwa der Hälfte des derzeitigen Kraftstoffsteuersatzes für Benzinfahrzeuge.
Worum geht es? Um ein Milliardengeschäft, in dem der US-Konzern Nvidia (Marktwert 4,6 Billionen Dollar) derzeit der Primus ist. Gerüchte bringen den Chip-Hersteller aber nun unter Druck.
Was ist passiert? Der Meta-Konzern (Facebook, Instagram WhatsApp) erwägt, seine KI-Infrastruktur künftig nicht mehr nur mit Nvidias Produkten zu betreiben, sondern auch Chips von Google zu verwenden — konkret sogenannte TPUs (Tensor Processing Units).
Was heißt das? Es könnten Meta-Rechenzentren ab 2027 mit Googles TPUs laufen — oder es werden schon früher TPU-Kapazitäten via Google Cloud angemietet.
Warum schwenkt Google um? Weil der Mutterkonzern Alphabet kürzlich einKI-Modell veröffentlicht hatte, das offenbar besser abschneidet als Modelle, die auf Nvidia-Chips laufen.
Was wären die Folgen eines Wechsels? Für Meta wäre das eine Diversifizierung der Hardware — man ist dann nicht mehr ausschließlich auf Nvidia angewiesen. Google würde erstmals seine intern entwickelten KI-Chips an einen großen externe Kunden verkaufen.
Und für Nvidia? Wäre das ein schwerer Schlag. Nach den Berichten fiel der Kurs der Aktie am Dienstag stark — zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent. Am Mittwoch erholte sich der Kurs wieder.
Warum? Nvidia ging in die Offensive. Man freue sich über Googles Erfolg, das Unternehmen habe "große Fortschritte im Bereich der KI erzielt und wir beliefern Google weiterhin", schrieb das Unternehmen auf X. Aber: "Nvidia ist der Branche eine Generation voraus".
Worum geht es? Um die Verifizierung des Satzes: "Auch Kleinvieh macht Mist". Ein deutscher Gemeindebediensteter soll in Tateinheit mit seiner Frau über eine Million aus Parkautomaten abgezweigt haben.
Wie geht denn das? Recht simpel: Der 40 Jahre alte Angestellte des Betriebshofs der Stadt Kempten in Bayern steckte Münzgeld aus Parkautomaten, für deren Leerung er zuständig war, in die eigene Tasche. Dem Mann werden 720 Fälle zur Last gelegt.
Was hat die Frau damit zu tun? Die 38-Jährige hat Zugriff auf gemeinsame Konten und das spielt bei dem Vorgang eine relevante Rolle.
Nämlich? Im Oktober kamen die Einzahlungen auf mehrere Konten einer Bank seltsam vor. Es wurde Geldwäsche vermutet, durch die Anzeige kam der Fall ins Rollen. Das Paar sitzt inzwischen in U-Haft, den beiden wird Diebstahl sowie Beihilfe zum Diebstahl vorgeworfen.
Warum fiel das niemandem auf? Gute Frage, denn eigentlich gilt ein Vier-Augen-Prinzip. Die Automaten werden grundsätzlich zu zweit geleert. Dabei wird die Geldkassette verschlossen entnommen und gemeinsam an ein Bargeldlogistik-Unternehmen übergeben.
Was vermutet der Ortschef? "Es muss eine Schwachstelle geben, sonst wäre es zu dem Vorfall nicht gekommen", sagte Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Das erscheint schlüssig, zumal die Gemeinde ein gebranntes Kind ist.
Weil? Schon 2006 steckte ein städtischer Mitarbeiter die Einnahmen aus Parkgebühren in die eigene Tasche. Der damalige Schaden betrug über 54.000 Euro und führte dazu, dass das momentane System eingeführt wurde. Das mit den "Schwachstellen".
Wie lange gab es die "Schwachstelle" schon? Mindestens zehn Jahre, so die Ermittler. Sie nahmen am Montag eine Durchsuchung der Amtsräume vor, dadurch nahm die Sache Schwung auf.
Worum geht es? Am Mittwoch brach im Stadtteil Tai Po (New Territories) in Hongkong ein Großbrand aus. Die Feuerwehr wurde gegen 14.51 Uhr Ortszeit informiert. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben.
Wo wütete das Feuer? In der Wohnanlage Wang Fuk Court. Der Brand griff auf mehrere Hochhäuser über, acht Hochhausblöcke waren betroffen, mit insgesamt 2.000 Wohnungen, in denen 4.800 Menschen lebten.
Warum breitete sich das Feuer so rasch aus? Wegen der Baugerüste, die um die Gebäude errichtet worden waren, einige davon aus Bambus, das schnell verbrennt und stark qualmt.
Hatte das Folgen? Ja, die Löscharbeiten und die Rettung wurden durch dichte Rauchschwaden erschwert. Es wurde die höchste Alarmstufe 5 ausgerufen, hunderte Helfer waren im Einsatz.
Wie lief die Rettung? Einige Bewohner hatten die Flammen bemerkt, Alarm geschlagen und sich anschließend selbst in Sicherheit gebracht. Aber viele mussten über Leitern und teils mittels Hubschraubern geborgen werden.
Was weiß man über Opfer? Mindestens 13 Tote sind bestätigt, es gab 15 Verletzte. Rund 700 Bewohner wurden in Notunterkünfte gebracht.
Was war die Ursache? Das ist noch nicht geklärt, die Untersuchungen laufen.
Worum geht es? Österreich bekommt noch einen weiteren Streaming-Dienst: Im Jänner geht der US-Anbieter HBO Max auf Sendung. Weltweit hat HBO Max derzeit etwa 125 Millionen Abonnenten. In Österreich waren viele HBO-Programme bislang nur über Sky bzw. dessen Streaming-Variante Sky X zu sehen.
Was bietet HBO Max? Vor allem hochqualitative Serien en masse. Neben aktuellen Blockbustern wie "The White Lotus", "House of the Dragon", "The Gilded Age" oder "The Last of Us" ist der Katalog an älteren HBO-Eigenproduktionen beeindruckend. Dazu gehören etwa "Game of Thrones", "The Sopranos", "The Wire", "Six Feet Under", "Deadwood" oder "True Detective".
Verliert Sky all diese Serien? Das ist noch nicht klar. Sicher ist in jedem Fall, dass auf Sky gestartete HBO-Serien, für die noch weitere Staffeln in Produktion sind, zunächst bei Sky bleiben werden – das gilt etwa für "House of the Dragon", "The White Lotus", "The Last of Us" oder "Euphoria". Serien-Neustarts hingegen werden dann nur mehr auf HBO max zu sehen sein.
Wann startet HBO Max? Auch das wird noch nicht verraten, bis jetzt ist nur von Jänner die Rede. Insider schätzen aber, dass spätestens am 18. Jänner der Startschuss fallen soll, wenn die neue Fantasy-Serie "A Knight of the Seven Kingdoms" aus dem "Game of Thrones"-Universum startet.
Was soll es kosten? Noch einmal Rätselraten, die Amerikaner halten sich auch dazu noch bedeckt. Klar scheint nur zu sein, dass es ein "werbeunterstütztes Abo-Modell" werden soll. Also wie bei Amazon Prime bezahlt man dafür, gleichzeitig wird es aber auch Unterbrecher-Werbung geben. Ob es eine gute Idee ist, gleich vom Start weg "doppelgleisig zu fahren", wird sich zeigen.
Worum geht es? Der zweite Teil der Musical-Verfilmung "Wicked" ist auf dem besten Weg, erfolgreichster US-Kinofilm des Jahres zu werden. Der 137 Minuten lange Streifen spielte bereits am ersten Wochenende 226 Millionen Dollar weltweit ein.
Ist das der Rekord heuer? Nicht ganz, "A Minecraft Movie" und "Lilo & Stitch" starteten noch etwas besser. Allerdings richten sich die beiden Filme hauptsächlich an ein junges Publikum, während "Wicked: Teil 2" eine wesentlich erwachsenere Fan-Base anspricht.
Was heißt das? Die Chancen, dass "Wicked: Teil 2" also am Ende mehr Besucher zählt als "Minecraft" bzw. "Lilo & Stitch" stehen gut.
Wäre er damit heuer der erfolgreichste Film weltweit? Nein, ganz vorne rangiert der chinesische Fantasy-Animationsfilm "Ne Zha 2", der bereits mehr als 2 Milliarden Dollar eingespielt hat – das meiste davon allerdings in China.
Worum geht es in "Wicked"? Die zweiteilige Verfilmung – Teil 1 lief bereits im Dezember 2024 an – eines Buch-Bestsellers aus dem Jahr 1995 ("Wicked: Die Hexen von Oz" von Gregory Maguire) sowie des gleichnamigen Broadway-Musicals handelt von der Freundschaft der beiden Hexen Elphaba (Cynthia Erivo) und Glinda (Ariana Grande) und erzählt die Vorgeschichte zum Klassiker "Der Zauberer von Oz".
Läuft "Wicked: Teil 2" auch bei uns schon? Ja, der Film ist vergangene Woche angelaufen, kam bei uns aber nur auf Platz 2 der Charts mit bislang knapp 25.000 Zuschauern. Auf Platz 1 kam die Austro-Komödie "Aufputzt is'" mit 37.500 Besuchern.