Worum geht es? Die Trump-Regierung plant nach Informationen des Wall Street Journal noch diese Woche eine Neubewertung der Gefährlichkeit von Treibhausgasen.
Was ist geplant? Es soll eine zentrale Feststellung der Klimapolitik aufgehoben werden. Dass nämlich sechs Treibhausgase eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und das Gemeinwohl darstellen.
Welche sechs Treibhausgase sind das? Kohlendioxid, Methan, N₂O (Lachgas), Fluorierte Gase (F‑Gase), Ozon in Bodennähe, Kohlenmonoxid.
Was macht sie gefährlich? Sie verstärken den Treibhauseffekt und verursachen dadurch Klimawandel, Hitzestress, Luftverschmutzung und indirekt gesundheitliche Risiken wie Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Sie werden offiziell auch von der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und dem Kyoto-Protokoll als "Haupttreibhausgase" eingestuft.
Warum ist das relevant? Die Einstufung stammt aus der Obama-Ära 2009. Sie bildete die rechtliche Grundlage für die Klimaschutzbestimmungen der US-Umweltschutzbehörde (EPA), um die Emissionen von Kraftwerken und Fahrzeuge im Rahmen des Clean Air Act zu begrenzen.
Was soll nun passieren? Die regulatorischen Anforderungen zur Messung, Meldung, Zertifizierung und Einhaltung der bundesstaatlichen Standards für die Treibhausgasemissionen von Kraftfahrzeugen und Berichtspflichten für die Industrie fallen.
Fallen damit alle Limits? Nein, die Emissionsvorschriften von Kraftwerken und anderen stationären Anlagen wie Öl- und Gasanlagen gelten weiter. Eine Aufhebung der Feststellung könnte jedoch den Weg für eine Lockerung der Vorschriften ebnen, die diese Anlagen betreffen.
Geht das so einfach? Umweltgruppen haben angekündigt, eine Aufhebung der Regelungen gerichtlich anzufechten, und es könnte Jahre dauern, bis die Rechtsstreitigkeiten beigelegt sind. Die Regierung könnte die Durchsetzung von Regeln und Bußgeldern während des laufenden Verfahrens aber aussetzen.
Worum geht es? Weniger als zwei Jahre nach dem überwältigenden Wahlsieg der Labour Party ist der britische Premierminister Sir Keir Starmer laut dem Economist der unbeliebteste britische Premierminister aller Zeiten.
Was heißt das? Die Labour-Partei hat seit Juli 2024 massiv an Unterstützung verloren und kommt nun nur noch auf etwa ein Fünftel der Wählerstimmen – ein neuer Tiefststand für eine Regierungspartei in Großbritannien.
Wohin wechseln die Wähler? Fast die Hälfte der Labour-Wähler von 2024 gibt nun an, für eine andere Partei stimmen zu wollen. Reform UK, die rechtspopulistische Partei unter Nigel Farage, führt seit Mai 2025 in allen Meinungsumfragen.
Wie kann sich Starmer trösten? Neue Daten von Morning Consult zeigen, dass Starmer nicht einmal der unbeliebteste Staatschef in Europa ist.
Sondern? Der französische Präsident Emmanuel Macron hat eine noch miserablere Zustimmungsrate von 16 Prozent, was den Weg für einen Sieg des rechtsextremen Rassemblement National bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr ebnet.
Wer hat noch ein Problem? Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist ebenfalls äußerst unbeliebt, was die breite Ablehnung der amtierenden Regierungen in Europa angesichts der Inflations- und Einwanderungspolitik widerspiegelt.
Worum geht es? Die Gordie Howe International Bridge soll Detroit in den USA mit Windsor in Kanada verbinden. Nun aber legt sich US-Präsident Donald Trump quer (hier sein Video-Statement).
Warum? Trump schrieb auf seiner Social-Media-Plattform, er werde nicht zulassen, dass die Brücke eröffnet wird, solange Kanada die USA nicht "vollständig entschädigt" habe und "Fairness und Respekt" zeige.
Was meint er? Dabei forderte er, dass die USA wenigstens die Hälfte der Brücke besitzen sollten. Dabei ist Kanada der Bauherr und hat die gesamte Brücke vorfinanziert. Das Geld soll über Mauteinnahmen hereinkommen.
Was stört Trump? Er begründet seine Drohung mit Handelsstreitpunkten — etwa, dass beim Bau nicht genügend US-Stahl verwendet wurde, Kanada hohe Zölle erhebt und sich Kanada wirtschaftlich stärker an anderen Ländern (z. B. China) orientiere.
Was weiß man über die Brücke? Sie soll knapp 4,8 Milliarden US-Dollar kosten, ist seit 2018 im Bau, die Eröffnung ist für heuer geplant. Sie hat sechs Spuren (drei in jede Richtung), keine Fuß- oder Radwege. Die Hauptspannweite über den Detroit River beträgt etwa 853 Meter.
Worum geht es? Die kubanische Regierung hat internationale Fluggesellschaften gewarnt, dass an den Flughäfen auf der Insel bald kein Kerosin (Flugbenzin) mehr verfügbar sein wird.
Welche Flughäfen betrifft das? Mehrere große internationale Airports, etwa in Havanna, Varadero, Holguín oder Cayo Coco. Der Engpass soll mindestens bis zum 11. März 2026 andauern.
Was ist der Grund? Kuba hat durch US‑Sanktionen einen drastischen Wegfall von Öl‑ und Treibstofflieferungen erlebt — besonders aus Venezuela (traditioneller Lieferant) und auch aus Mexiko. Dadurch geht dem Land nicht nur Benzin für Autos aus, sondern jetzt auch Treibstoff für Flugzeuge.
Was ist die Folge? Air Canada, WestJet und Air Transat (kanadische Airlines) haben ihre Flüge nach Kuba eingestellt oder ausgesetzt, weil sie nicht sicher sein können, dass Flugzeuge vor Ort wieder betankt werden können.
Was ist mit den Passagieren vor Ort? Air Canada fliegt vorübergehend sogar leere Maschinen nach Kuba, um etwa 3.000 kanadische Passagiere zurückzubringen.
Wie lösen andere Airlines das Problem? Sie müssen technische Zwischenstopps (z. B. in der Dominikanischen Republik) einlegen. Flüge zwischen Miami und Kuba verkehren noch normal, weil sie so kurz sind, dass sie ohne zusätzliche Betankung in Kuba auskommen.
Worum geht es? Nach dem Rififi-Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen an den Weihnachtsfeiertagen veröffentlichte die Polizei nun weitere Tatortfotos, um der Öffentlichkeit einen Eindruck davon zu geben, weshalb sich die Ermittlungen so hinziehen.
Und weshalb ist das so? Weil die Beamten aus mehreren hunderttausend Gegenständen, die von den Räubern zurückgelassen wurden, zunächst etwa 50.000 herausfiltern mussten, auf denen Spuren der Täter gesichert werden konnten. Gleichzeitig gehen die Schätzungen, was die Schadensumme betrifft, weiter nach oben.
Wie groß ist der entstandene Schaden? Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände im Gesamtwert zwischen 100 Millionen und einer halben Milliarde Euro (!) gestohlen worden sein könnten.
Was ist da eigentlich geschehen? Zwischen dem 24. und dem 28. Dezember 2025 drangen mehrere Täter über ein benachbartes Parkhaus in den Keller einer Sparkassenfiliale ein, bohrten sich durch die Wand des Tresorraums und knackten mehr als 3.100 Schließfächer, ehe sie unerkannt entkommen konnten.
Wurde bereits mit allen Geschädigten gesprochen? Nein, bislang konnten erst etwa 1.200 Personen befragt werden.
Und gibt es Spuren, die zu den Tätern führen könnten? Laut den Ermittlern lägen derzeit etwa 600 Hinweise aus der Bevölkerung vor, denen allen nachgegangen werden muss.
Worum geht es? Ein Jahrhundert-Ereignis, das wollte er sich nicht nehmen lassen. Paolo Petrecca, der Direktor von RaiSport, kommentierte die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 für den italienischen Sender RAI selbst. Keine gute Idee.
Warum? Es kam es zu zahlreichen groben Fehlern und peinlichen Verwechslungen live im Fernsehen. Er begrüßte die Zuschauer mit "Willkommen im Stadio Olimpico", obwohl die Feier im San‑Siro stattfand. Dann verwechselte er die italienische Schauspielerin Matilda De Angelis mit Mariah Carey.
Was noch? Er hielt IOC‑Präsidentin Kirsty Coventry fälschlich für die Tochter des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Beim olympischen Fackellauf erkannte er nur eine der sechs Volleyball-Frauen, obwohl viele von ihnen Weltmeisterinnen und Olympiasiegerinnen sind.
Was war das Schlimmste? Er plauderte den Gag des Abends aus. Staatspräsident Mattarella reiste in einer von Valentino Rossi gesteuerten Straßenbahn an.
Wie kam es dazu? Wohl aus Eitelkeit setzte Petrecca im Vorfeld Auro Bulbarelli als Kommentator der Eröffnung ab, ein Sportjournalist mit weitaus mehr Erfahrung bei Olympischen Spielen.
Was ist nun die Folge? Die RAI-Sportreporter haben beschlossen, nach den Spielen drei Tage in eine Art Streik zu treten. Bis dahin werden sie ihre Namen nicht mehr unter ihre Berichte setzen.
Worum geht es? US-"Kriegsminister" Pete Hegseth setzt den amerikanischen Pfadfindern das Kampfmesser an. Wenn die Organisation nicht umgehend ihre Grundwerte überdenke, werde sie die Unterstützung der Streitkräfte verlieren, so die Washington Post.
Welche Grundwerte sollen überdacht werden? "Pistolen-Pete" geht es vor allem darum, dass die Pfadfinder seit einigen Jahren auch Mädchen aufnehmen und ihren Namen 2024 von "Boy Scouts" in "Scouting America" geändert haben, um ihren inklusiven Charakter zu unterstreichen. Beides widerspreche nach Ansicht des Ministers dem eigentlichen Gedanken der Organisation.
Was wäre der? Die Regierung sieht die Pfadfinder als frühe Kaderschmiede für ihre Streitkräfte, über die junge Burschen für einen Dienst mit der Waffe begeistert werden sollen. Initiativen für Diversität, Gleichstellung und Inklusion seien da kontraproduktiv.
Wie haben die Pfadfinder reagiert? Diplomatisch: Man begrüße den Beitrag des Pentagon. Und: "Seit fast 116 Jahren ist die Pfadfinderbewegung ein Eckpfeiler amerikanischer Ideale, staatsbürgerlichen Engagements, des Dienstes am Gemeinwohl und des Abenteuers für die amerikanische Jugend." Sobald es weitere Neuigkeiten gebe, werde man sie bekannt geben.
Wird man sich dem Wunsch des Pentagon beugen? Man wird vermutlich versuchen, einen Kompromiss zu finden. Heuer findet, wie alle vier Jahre, das National Jamboree in West Virginia statt, das größte Zeltlager der Pfadfinder. Ohne Unterstützung von Armee und Nationalgarde bei Logistik, Sicherheit und medizinischer Versorgung wäre das jedoch nicht durchführbar.
Worum geht es? Der Gewinn einer olympischen Medaille gilt für Sportlerinnen und Sportler als Karriere-Höhepunkt. Allzu überschwänglich sollte man die Freude aber nicht ausdrücken, wie sich nun in Italien zeigte.
Was ist passiert? Die US‑Skirennläuferin Breezy Johnson gewann Gold in der Abfahrt. Dann hüpfte sie mit der Medaille, dabei brach der Steg der das Stück mit dem Umhängeband verbindet.
Ein Einzelfall? Nein! Ebba Andersson gewann für Schweden Silber im Skiathlon, lief mit der Medaille um den Hals auf ihre Eltern zu, und plumps. Dasselbe bei US-Eiskunstläuferin Alysa Liu, die im Team Gold holte. Beim deutschen Biathleten Justus Strelow fiel die Bronzemedaille in der Mixed-Staffel beim Feiern zu Boden.
Was ist die Schlussfolgerung? Die Medaillen haben offenbar eine Sollbruchstelle. Breezy Johnson warnte ihre Kolleginnen scherzhaft, nicht mit der Medaille zu hüpfen.
Was ist das Problem? Die Olympia-Plaketten wurden vom Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato hergestellt, der staatlichen Münzprägeanstalt Italiens. Für die Produktion wurden recycelte Metalle aus eigenen Produktionsabfällen verwendet. Offenbar nicht gut genug.