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29. Januar 2026

Gästeliste enthüllt Wer am Geheimgipfel von Kurz war

Worum geht es? Vom 3. bis 5. Oktober 2025 fand in Seefeld in Tirol ein Event namens "Moving Mountains" statt – organisiert vom Ex-Kanzler Sebastian Kurz und dem früheren deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Was ist daran interessant? Die Geheimniskrämerei, die wenigsten Teilnehmer wollen verraten, dass sie dabei waren. Für eine deutsche Ministerin gab es sogar deswegen ein parlamentarisches Nachspiel.

Warum? Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nahm "privat" an dem Meeting teil und darüber schweigen. Das ist doppelt heikel. Co-Veranstalter ist ihr Lebensgefährt Karl-Theodor zu Guttenberg. Und es ist unklar, ob es mit anderen Teilnehmern zu Interessenkonflikten gekommen ist.

Was ist nun neu? Dem deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel liegt die komplette Teilnehmerliste vor. Demnach waren rund 90 Personen anwesend, davon "rund 20 Vertreter von Start-ups und Energieunternehmen" – mit ihnen hat Reiche im Amt zu tun.

Wer war da? Etwa der ukrainische ukrainische Energiemanager Maxim Timtschenko, Ex-OMV-Chef Rainer Seele, Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Albaniens Ministerpräsident Edi Rama, Marko Đurić, Außenminister Serbiens, der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias.

Wer noch? Scheich Nasser bin Hamad al Khalifa, hochrangiges Mitglied der bahrainischen Königsfamilie, der Wiener Investor Alexander Schütz, bekannt auch aus "2 Minuten 2 Millionen", Ex-Kanzler Alexander Schallenberg, Mehmet Şimşek, türkischer Finanzminister, dazu die Journalisten Paul Ronzheimer (Bild, schrieb die Kurz-Bio) und Claus Strunz (Ex-Bild, Euronews).

Weitere Meldungen

EU zeigt Einigkeit Irans Revolutionsgarden auf Terrorliste

Worum geht es? Bei den Massenprotesten im Iran könnten nach Informationen des "Time-Magazins" allein an zwei Tagen bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein. Das hat die EU nun aufgeschreckt.

Was war die Reaktion? Die EU hat die iranischen Revolutionsgarden (Islamic Revolutionary Guard Corps, IRGC) offiziell auf ihre Terrorliste gesetzt. Das haben die EU-Außenminister am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Was bedeutet das? Die IRGC stehen rechtlich nun ähnlich da wie ISIS oder al‑Qaida. Die Maßnahme ist symbolisch stark und sendet ein klares politisches Signal aus. Sie geht meist einher mit Sanktionen, wie Visa‑Verboten und Einfrieren von Vermögenswerten.

Gibt es nun Sanktionen? Am Donnerstag wurden 31 Personen und Organisationen neu auf die Sanktionsliste gesetzt. Darunter Innenminister Eskandar Momeni, Generalstaatsanwalt Mohammed Mowahedi-Asad und der Chef der Sicherheitspolizei, Seyed Madschid Feis Jafari.

Was heißt das? EU-Bürgern sowie Unternehmen wird untersagt, ihnen Gelder zur Verfügung zu stellen. Gegen die betroffenen Personen sind EU-Einreiseverbote vorgesehen. Ferner soll auch die Liste von Gütern erweitert werden, die nicht mehr aus der EU nach Iran ausgeführt werden dürfen.

Was sind die Revolutionsgarden? Eine mächtige paramilitärische Organisation, entstanden nach der Revolution 1979 und direkt dem obersten politischen Führer unterstellt. Die IRGC verfügen über eigene Truppen, wirtschaftliche Interessen und Einfluss im Staatsapparat.

Kommt die Einstufung nicht spät? In den vergangenen Jahren hat es immer wieder politische Forderungen in der EU gegeben, sie als Terrorgruppe einzustufen. Vor allem nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten und wegen ihrer Unterstützung verbündeter Gruppen in anderen Ländern.

Wie fiel die Reaktion aus? Der Iran hat mit Warnungen vor "destruktiven Konsequenzen" reagiert und kritisiert die Einstufung scharf.

Amazon kürzt 16.000 Jobs Mitarbeiter erfuhren es per E-Mail

Worum geht es? Mittwochfrüh erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amazon nierschmetternde Post. Beth Galetti, Senior Vice President of People Experience and Technology, kündigte das nächste Jobabbau-Programm an.

Wie umfangreich fallen die Kündigungen aus? 16.000 Stellen werden gestrichen. Erst vor drei Monaten waren 14.000 Jobs im Konzern weggefallen.

Wie viele Beschäftigte hat Amazon? Weltweit rund 1,55 Millionen Menschen (inkl. Voll- und Teilzeitmitarbeiter).

Was ist der Grund? Produktivitätssteigerungen durch KI, Überbesetzungen im Zuge des Jobbooms nach der Pandemie und einfach Kostensenkungen ausgelöst durch die anhaltende Inflation.

Was heißt das für die Belegschaft? Beschäftigte in den USA erhalten laut Beth Galetti 90 Tage Zeit, sich intern nach einer neuen Stelle umzusehen (international gelten andere Regeln). Wer weggeht, soll Unterstützung erhalten, etwa eine Abfindung und die Krankenversicherung wird weiter gezahlt.

Werden weitere Jobs gestrichen? "Manche von Ihnen fragen sich vielleicht, ob dies der Beginn eines neuen Rhythmus ist – in dem wir alle paar Monate umfassende Kürzungen ankündigen", geht Galetti selbst darauf ein. Aber: "Das ist nicht unser Plan."

Sondern? "Wie immer wird jedes Team weiterhin die Zuständigkeiten, die Geschwindigkeit und die Innovationskraft für unsere Kunden überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Das war noch nie so wichtig wie heute in einer Welt, die sich schneller verändert als je zuvor."

Zensur bei TikTok? Keine Videos mehr über ICE-Einsätze

Worum geht es? In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die chinesische Plattform TikTok in den USA amerikanische Mehrheits-Eigentümer bekommt. Zufall oder nicht, nun gibt es Zensur-Vorwürfe gegen den Kurzvideo-Dienst.

Wem gehört TikTok in den USA? Eigentümer ByteDance behält einen Minderheitsanteil (19,9 Prozent), alle anderen Anteile (knapp über 80 Prozent) liegen in Zukunft bei Investoren, die zum Teil Donald Trump nahestehen.

Was passierte nun? Der brutale Einsatz der Grenzschutz-Einheiten in Minneapolis erregt derzeit die Öffentlichkeit, zwei Menschen wurden von Agenten erschossen. Aber es gibt immer weniger Videos davon.

Warum? Ab dem Wochenende meldeten TikTok-Nutzer, dass sie keine Videos mehr über ICE hochladen könnten. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kündigte eine Untersuchung an, ob TikTok gegen kalifornisches Recht verstößt, indem es "Trump-kritische Inhalte zensiert".

Gilt das nur für TikTok? Laut dem Magazin Wired werden Links auf Facebook, Instagram und Threads blockiert. Nutzer der sozialen Plattformen von Meta können keine Links mehr zu einer "ICE List" teilen, einer Website, die Namen von Tausenden von DHS-Mitarbeitern auflistet.

Was sagt TikTok? Das Unternehmen bestätigt Vorfälle, führt sie aber auf ein "schwerwiegendes Infrastruktur-Problem zurück", bedingt durch "einen Stromausfall an einem unserer US-amerikanischen Rechenzentrums-Partnerstandorte."

Schon 2 Millionen Opfer Neue Studie über Krieg in der Ukraine

Worum geht es? Ein aktueller Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS), einem US-amerikanischen Think-Tank, enthüllt neue Opferzahlen für den Krieg in der Ukraine.

Was steht drin? Das CSIS-Bericht schätzt, dass es schon "fast 2 Millionen" Opfer gegeben hat, also Getötete, Verwundete oder Vermisste — sowohl auf russischer als auch auf ukrainischer Seite bis etwa Frühjahr 2026.

Wie hoch sind die russischen Verluste? Die Rede ist von 1,2 Millionen Opfern, davon könnten etwa 325.000 Soldaten getötet worden sein Es handelt sich um Schätzungen, nicht um offizielle russische Zählungen.

Und für die Ukraine? Hier spricht der Bericht von 500 000 bis 600 000 Opfern insgesamt, davon etwa 100.000 bis 140.000 Toten. Auch die Ukraine veröffentlicht keine Zahlen.

Was ist das CSIS? Eine unabhängige, private, gemeinnützige Denkfabrik mit Sitz in Washington, gegründet 1982. Das Institut wird durch Spenden finanziert. Präsident ist John J. Hamre, ein ehemaliger US-Vizeverteidigungsminister.

Ecstasy in Champagner Ex-Senator wegen Missbrauchs angeklagt

Worum geht es? Der ehemalige französische Senator Joël Guerriau stand in Paris vor Gericht. Er hatte im November 2023 der Abgeordneten Sandrine Josso in seinem Pariser Apartment Champagner verabreicht, der mit MDMA (Ecstasy) versetzt war.

Wie lautete die Anklage? Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, das Getränk absichtlich verabreicht zu haben, um sie zu betäuben und sexuell zu missbrauchen oder zu vergewaltigen.

Wie verteidigte er sich? Guerriau bestreitet die Absicht, behauptete, es sei ein "Unfall" gewesen, er habe das Getränk selbst nehmen wollen.

Glaubte ihm das Gericht? Nein, Guerriau wurde wegen Verabreichung einer gefährlichen Substanz mit der Absicht, eine sexuelle Straftat zu begehen, sowie wegen unerlaubten Besitzes und Gebrauchs von Ecstasy verurteilt.

Wie lautete das Urteil? Insgesamt 4 Jahre Haft, davon 18 Monate unbedingt. Der Rest der Strafe ist zur Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich verhängte das Gericht Beratungspflichten, Berufsverbote und ein Verbot, ein öffentliches Amt auszuüben, sowie Schadenersatzzahlungen.

War der Fall exemplarisch? Er hat in Frankreich große Aufmerksamkeit erhalten, weil er Teil einer wachsenden Debatte über chemisch unterstützte sexuelle Gewalt („soumission chimique“) ist.

Attacke mit Apfelessig Video zeigt Angriff auf Politikerin

Worum geht es? Bei einer Bürgerversammlung in Minneapolis, Minnesota wurde die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar am Dienstag von einem Mann aus dem Publikum angegriffen. Das zeigt ein Video.

Was ist der Hintergrund? Omar ist eine scharfe Kritik der US-Einwanderungs-Behörde ICE. Sie fordert den Rücktritt der Heimatschutz-Ministerin Kristi Noem.

Wie lief der Vorfall ab? Omar hielt gerade eine Rede, als der Angreifer in der ersten Reihe aufstand und sie mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit aus einer Spritze besprühte. Später stellte es sich heraus, dass es sich um Apfelessig handelte.

Was passierte mit dem Attentäter? Der Mann wurde sofort von Sicherheitskräften überwältigt und festgenommen. Er wurde inzwischen identifiziert, es handelt sich um einen 55-jährigen Mann.

Was man weiß über ihn? Anthony K. ist Trump-Anhänger, wurde 1989 wegen schweren Autodiebstahls verurteilt, mehrfach wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss festgenommen, wie aus Gerichtsakten aus Minnesota hervorgeht. Es gibt zudem Hinweise auf erhebliche finanzielle Probleme, darunter zwei Insolvenzanträge.

Was war mit Omar? Sie blieb unverletzt, setzte ihre Rede fort und betonte, dass sie sich "von Tyrannen nicht unterkriegen lässt.“ Ihr Büro bestätigte, dass sie "okay" sei.

Was ist das große Bild? Die Zahl der Fälle von Bedrohungen gegen Mitglieder des Kongresses ist von knapp 9.500 im Jahr 2024 auf fast 15.000 im vergangenen Jahr gestiegen. Das gab die Capitol Police bekannt.

Razzia bei Deutscher Bank Geldwäsche-Verdacht um Milliardär

Worum geht es? Ermittler haben am Mittwoch Standorte der Deutschen Bank AG durchsucht – darunter die Zentrale in Frankfurt am Main und weitere Gebäude in Berlin.

Was ist der Hintergrund? Der Verdacht auf mögliche Geldwäsche. Die Durchsuchungen wurden von der Staatsanwaltschaft Frankfurt gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) durchgeführt.

Wer steht unter Verdacht? Ermittlungen richten sich nach Angaben der Behörden gegen unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Bank – Namen wurden bisher nicht veröffentlicht.

Was sagt die Deutsche Bank? Sie bestätigt die Durchsuchungen und erklärt, dass sie vollumfänglich mit den Behörden zusammenarbeitet, gibt aber keine weiteren Details bekannt.

Was steckt tatsächlich dahinter? Laut Medienberichten stehen die Durchsuchungen im Zusammenhang mit früheren Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Firmen, die möglicherweise zur Verschleierung illegaler Geldflüsse genutzt wurden.

Konkreter? Der Spiegel schreibt über einen möglichen Zusammenhang mit Geschäften rund um den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch erwähnt – etwa verspätete Verdachtsmeldungen zu seinen Firmen.

Wer ist Abramowitsch? Der Multi-Milliardär steht seit Frühjahr 2022 auf der Sanktionsliste der EU. Er war einer der größten Aktionäre des führenden russischen Ölunternehmens Sibneft, das er 2005 an Gazprom verkaufte, und bis 2022 Besitzer des FC Chelsea.

Warum ist der Termin heikel? Die Aktion kam einen Tag vor der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank für 2025, was zusätzlichen Druck auf das Institut bringt.