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28. Januar 2026

Hat Trump Alzheimer? "Wie ein Reh im Scheinwerferlicht"

Worum geht es? Mary Trump, die Nichte des US-Präsidenten, hat mit dem New York Magazine über ihren Onkel gesprochen. Dabei deutete sie an, dass Donald Trump an Alzheimer erkrankt sein könnte.

Mit welchen Worten? "Hin und wieder", sagt sie, "sehe ich ihn tatsächlich wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Manchmal wirkt er, als ob er weder zeitlich noch örtlich orientiert" sei. Die 60-Jährige steht ihrem Onkel kritisch gegenüber.

Woran erinnert sie das? An den Vater des Präsidenten. Sie habe den Kampf von Fred Trump mit der degenerativen Krankheit bis zu seinem Tod im Alter von 93 Jahren im Jahr 1999 miterlebt.

Ist da was dran? Der Präsident selbst sprach im Interview mit dem New York Magazine über die Alzheimer-Diagnose seines Vaters und sagte: "Er hatte ein Problem. In einem bestimmten Alter, etwa 86, 87, fing es an, wie nennt man das noch gleich?"

Wer half ihm weiter? Seine Pressesprecherin, Karoline Leavitt, fand das passende Wort für ihn. "So was wie Alzheimer", sagte Trump. "Nun, ich habe das nicht."

Wie fit ist Trump? Er wird am 14. Juni 80 Jahre alt und fühlt sich pumperlgesund. Nicht jeder sieht das so, sichtbare Blutergüsse an seinen Händen fallen immer wieder auf, bei öffentlichen Terminen schläft er ein.

Wie erklärt er das? Trump sagt, die Blutergüsse seien eine Folge der 325 Milligramm Aspirin, die er täglich einnehme und das seit 30 Jahren. Seine Ärzte hielten diese Dosierung nicht für angemessen, sagte er dem New York Magazine, "aber sie wirkt bei mir".

Weitere Meldungen

Putin klagt Komödiant Weil er ihn auf Karneval verspottete

Worum geht es? Dem deutschen Karikatur‑ und Karnevalskünstler Jacques Tilly wird in Moskau der Prozess gemacht. Die Anklage beruht nach russischem Recht auf Bestimmungen zur sogenannten Majestäts- oder Verunglimpfungsstrafe.

Was ist passiert? Die russische Justiz wirft Tilly vor, durch seine Pappmaschee-Figuren "Falschdarstellungen über die russische Armee verbreitet" und die Streitkräfte und Staatsorgane, darunter Präsident Putin als Oberbefehlshaber, verunglimpft zu haben.

Wie das? Tilly ist ein deutscher Bildhauer und Karnevalswagenbauer aus Düsseldorf. Er ist international bekannt für seine politisch-satirischen Karnevalswagen, die regelmäßig aktuelle Politiker und Themen auf die Schaufel nehmen.

Wie zeigte er Putin? Oft mit blutverschmierten Händen oder Waffen, um Kriegsverbrechen oder militärische Aggression zu kritisieren. Oder mit Panzerhelm, Raketenwerfer, oder wie er auf einem Globus sitzt und Länder in Besitz nehmen will.

Wieso bekam Russland das mit? Weils Tillys Wagen in der Presse weltweit gezeigt werden. Sie sind Teil der politischen Satire beim Düsseldorfer Rosenmontagszug.

Wann ist der Prozess? Am 28. Jänner ist der nächste Gerichtstermin, Start 11:00 Uhr Ortszeit in Moskau, 13:00 Uhr MEZ. Das geht aus der Termindatenbank des Gerichts hervor. Tilly selbst ist nicht in Russland und nimmt nicht persönlich am Verfahren teil.

Alle Songs gratis Neil Young beschenkt jetzt Grönländer

Worum geht es? Der kanadisch-amerikanische Musiker Neil Young schenkt den Menschen in Grönland für mindestens ein Jahr seine Musik.

Was bedeutet das? Grönländer erhalten kostenlos Zugang zur kompletten Musik‑ und Filmbibliothek auf neilyoungarchives.com – inklusive Alben, Live-Aufnahmen und Konzertfilmen aus über 60 Jahren Karriere.

Was ist die Begründung? Young will "Frieden und Liebe" bringen in einer Zeit politischer Unsicherheit. Die Geste sei eine symbolische Unterstützung der grönländischen Bevölkerung.

Was macht Young parallel? Er hat seinen Katalog von Amazon Music entfernt, weil der Konzern seinem Besitzer Jeff Bezos gehöre und dieser laut Young politische Positionen unterstütze, die er nicht teilen könne.

Wer ist Neil Young? Der 80-Jährige wurde mit Crosby, Stills, Nash & Young bekannt. Young startete seine Solokarriere Ende der 1960er-Jahre. Seine bekanntesten Titel sind "Heart of Gold", "Old Man", "Rockin’ in the Free World" und "Harvest Moon".

Welche Preise bekam er? Der "Godfather of Grunge" wurde zweimal in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen – einmal als Mitglied von Buffalo Springfield (1997) und einmal als Solokünstler (1995). Er hat fünf Grammy Awards gewonnen.

Jugendverbot für TikTok Franzosen preschen in der EU vor

Worum geht es? Frankreich steht vor der Einführung eines Gesetzes, das Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren vom Zugriff auf soziale Medien ausschließt. Die französische Nationalversammlung stimmte nun mit großer Mehrheit dafür.

Wen betrifft das Verbot? Wenn das Gesetz in Kraft tritt, würden Kinder unter 15 Jahren grundsätzlich keinen Zugang zu sozialen Medien haben (z. B. Plattformen wie TikTok, Instagram, Snapchat, Facebook etc.).

Wer ist dafür zuständig? Der Entwurf legt fest, dass Online-Dienste, die soziale Netzwerke bereitstellen, diesen Altersgruppen den Zugang verwehren müssen.

Wann soll es losgehen? Die Regierung peilt an, das Verbot zum Beginn des nächsten Schuljahres (September 2026) in Kraft zu setzen. Der Entwurf geht jetzt an den Senat, bevor er endgültig verabschiedet wird.

Was ist die Begründung? Es geht Frankreich vor allem um Schutz- und Gesundheitsaspekte: Studien und Debatten hätten Risiken durch exzessive Nutzung – etwa Cybermobbing, Schlafprobleme oder psychische Belastungen – belegt.

Wer ist das Vorbild? Australien. Hier gelten die entsprechenden Bestimmungen seit 10. Dezember 2025.

Plant die EU nicht auch so etwas? Geredet wird schon lange darüber. Aber das Europäische Parlament hat Ende November 2025 mit großer Mehrheit nur einen nicht-verbindlichen Bericht angenommen.

Was steht drin? In dem Bericht wird gefordert, dass Kinder mindestens 16 Jahre alt sein sollten, um ohne elterliche Zustimmung soziale Medien nutzen zu dürfen. Für 13- bis 16-Jährige soll eine Nutzung mit Eltern-Einwilligung möglich bleiben.

Und Österreich? Will bis Ende des Jahres ebenfalls Social Media erst ab 14 erlauben. Drauf habe sich die Regierung geeinigt, sagte Digitalstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) am Dienstag im Ö1-Morgenjournal.

ICE-Agenten bei Olympia In Mailand sind sie nicht willkommen

Worum geht es? Die US‑Einwanderungs‑ und Zollbehörde (ICE) – offiziell "Immigration and Customs Enforcement" – soll bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien eine Rolle im Sicherheitsdienst haben.

Was sollen sie tun? Es geht vor allem darum, die Sicherheit der US‑Delegation und bestimmter US‑Politiker zu unterstützen, darunter Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio.

Ist das normal? Die Agenten werden nicht im Rahmen von Einwanderungs‑ oder Abschiebeoperationen tätig sein, sondern als Teil eines Sicherheits‑ oder Schutzauftrags des US‑Außenministeriums, was bei Großveranstaltungen wie Olympia nicht ungewöhnlich ist.

Wie reagiert Italien? Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala hat erklärt, dass ICE‑Agenten nicht willkommen seien und verurteilte die Behörde scharf aufgrund ihres Rufs und ihrer Einsätze in den USA.

Wie deutlich wurde er? Sala nannte ICE im Radiosender RTL 102.5 eine "mörderische Miliz", die "sich selbst Zugang zu Privathäusern verschafft". Ihre Anwesenheit während der Olympischen Spiele in Mailand-Cortina sieht er als "Problem" an.

Wann finden die Olympischen Spiele statt? Die Winterspiele starten am 6. Februar und dauern bis zum 22. Februar. Haupt-Veranstaltungsorte sind Mailand und Cortina d'Ampezzo.

Pandas müssen zurück Weil Japan und China im Streit liegen

Worum geht es? Die vierjährigen Pandas Xiao Xiao und Lei Lei leben derzeit im Ueno Zoo in Tokio, wurden dort 2021 geboren. Nun müssen sie nach China zurückgebracht werden.

Warum?  Pandas, die an ausländische Zoos abgegeben werden, bleiben rechtlich immer chinesisches Eigentum – selbst wenn sie im Ausland geboren werden. Auch in Schönbrunn ist das so. Die Leihe kostet etwa 1 Million US-Dollar pro Jahr.

Was passierte jetzt? Der bestehende Leihvertrag zwischen Japan und China lief aus, die Tiere müssen spätestens bis Ende Jänner 2026 zurückkehren. Eine Verlängerung ist eigentlich üblich.

Läuft die Rückgabe schon? Ja, die Regierung von Tokio hat bestätigt, dass Xiao Xiao und Lei Lei am 27. Jänner nach China fliegen werden. Besucher konnten sie am Sonntag zum letzten Mal sehen, bevor sie auf die Heimreise vorbereitet werden.

Wozu kam es? Nach Angaben der Tokioter Stadtverwaltung bewarben sich rund 108.000 Menschen um einen der 4.400 verfügbaren Plätze für einen letzten Blick auf die beliebten Pandas des Zoos.

Was ist die Folge? Nach ihrer Abreise wird Japan erstmals seit rund 50 Jahren keine Riesenpandas mehr haben.

Kommt wieder was? Aufgrund angespannter diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und China ist es sehr unwahrscheinlich, ob und wann China neue Pandas nach Japan schicken wird.

Welchen Konflikt gibt es? China sieht Taiwan als Teil seines Landes an, die Gefahr einer Invasion ist derzeit groß. Taiwan liegt strategisch nahe an Japan (nur ca. 110 km von den japanischen Inseln entfernt). Wenn Taiwan fällt, ist Japans Sicherheit direkt bedroht.

Goldiger Rekord für Gold Feinunze erstmals über 5.100 Dollar

Worum geht es? Der Goldpreis hat an der Metallbörse in London erstmals die Marke von 5.000 US‑Dollar pro Feinunze überschritten – und sogar zeitweise mehr als 5.100 Dollar erreicht. Das ist ein historischer Rekord.

Wie viel ist eine Feinunze? Rund 31,1 Gramm.

Wie ist die Preisentwicklung? Das lässt sich plakativ darstellen: Vor einem Jahr kostete die Feinunze noch 2.770 Dollar.

Was sind die Gründe? Wegen der Unsicherheit an den Finanzmärkten und in der Welt suchen Anleger "sichere Häfen". Wichtige Volkswirtschaften betreiben eine lockerere Geldpolitik. Es gibt eine starke Nachfrage von Zentralbanken und institutionellen Investoren.

Wie geht es weiter? Einige Analysten erwarten, dass der Preis für Gold weiter steigen könnte, teilweise auf 6.000 Dollar oder darüber, wenn Unsicherheiten anhalten. Andere sind skeptischer.

Randale am Feiertag Australier gegen "Australia Day"

Worum geht es? Der 26. Jänner ist Australiens Nationalfeiertag — er erinnert an die Ankunft der ersten britischen Sträflingsflotte in Sydney Cove im Jahr 1788.

Aber? Viele indigene Australier sehen diesen Tag jedoch als Beginn von Kolonisierung, Gewalt und Unterdrückung ihrer Völker, daher nennen sie ihn "Invasion Day" oder "Survival Day" und protestieren seit Jahrzehnten dagegen.

Wie war es diesmal? Zehntausende Menschen nahmen am Montag an Invasion Day-Demos teil, um auf Ungerechtigkeiten gegen Aborigines und Torres Strait Islander aufmerksam zu machen und eine Änderung des Feiertagsdatums zu fordern.

Blieb alles friedlich? Nicht wirklich. In Sydney, Canberra und Melbourne kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In Perth wurde ein potentiell gefährlicher Gegenstand in der Menge gefunden, was zur Räumung führte.

Warum kam es zur Eskalation? Der Australia Day ist seit Jahren umstritten, weil er historisch für viele Indigene kein Grund zum Feiern, sondern zum Gedenken an Leiden und Verlust ist. Die Proteste sind daher tief verwurzelt in langjährigen Forderungen nach Anerkennung, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Veränderung.