Worum geht es? Bei einem Straßenbahnunglück im Zentrum von Mailand sind am Freitag zwei Personen getötet und 39 teils schwer verletzt worden.
Was ist passiert? Eine Garnitur der Linie 9 war an einer Kreuzung mit hoher Geschwindigkeit in eine Kurve gefahren, sprang dabei aus den Schienen und prallte schließlich gegen ein Hausportal.
Weiß man schon, was die Ursache war? Nein. Spekulationen, wonach die Weiche falsch gestellt worden ist, wurden bislang nicht bestätigt. Tatsache ist aber, dass die Garnitur an dieser Stelle geradeaus fahren sollte. Ein Dashcam-Video, das die Zeitung La Republicca veröffentlicht hat, zeigt den gesamten Unglückshergang.
Was weiß man über die Opfer? Die verunglückte Garnitur war voll besetzt. Eines der Todelsopfer soll ein 60-jähriger Mann sein. Ob er an Bord der Straßenbahn oder als Passant auf der Straße unterwegs war, ist noch nicht bekannt.
Was weiß man über den Unglücksort? Er liegt mitten im Zentrum der Millionenmetropole. Bis vergangenen Sonntag fanden in Mailand die Olympischen Winterspiele statt, seit Montag ist die Stadt Schauplatz der traditionellen Mailänder Modewoche.
Worum geht es? Der Nervenpoker um einen US-Angriff auf den Iran geht in die nächste Runde. Am Donnerstag endete die dritte Gesprächsrunde in Genf im Atomstreit mit optimistischen Untertönen, aber ohne konkretes Ergebnis.
Was war am Freitag? Da meldete sich dann US-Präsident Donald Trump einmal mehr zu Wort.
Was sagte er? Der US-Präsident zeigte sich offen für eine Vereinbarung, schließt militärische Gewalt aber weiter nicht aus. Er sei nicht glücklich mit dem Iran, wolle dennoch einen Deal. Teheran dürfe aber keine Atomwaffe haben.
Wird es einen US-Schlag geben? Er wolle keine militärische Gewalt anwenden, so Trump, "aber manchmal muss man das". Die Gespräche über das iranische Atomprogramm sollen nun Anfang kommender Woche bei der Internationalen Atomenergieagentur IAEA in Wien weitergehen.
Ist der US-Militäraufmarsch in der Region mittlerweile beendet? Nein, nach wie vor ziehen die USA ein enormes Truppenkontingent in der Region zusammen. Nach Informationen der New York Times sind bereits 28 US-Kriegsschiffe in den Gewässern rund um den Iran eingetroffen. Gleichzeitig sei aber bislang keine finale Entscheidung getroffen worden, ob man jetzt angreifen oder abwarten werde.
Worum geht es? Die Bieterschlacht um das traditionsreiche Hollywoodstudio Warner Bros. ist wohl entschieden. Paramount Skydance erhöhte sein Angebot für den Konkurrenten auf 111 Milliarden Dollar (94 Mrd. Euro), worauf Netflix aus der Bieterschlacht ausstieg.
Weshalb der Rückzug? Netflix war in dem Duell lange vorne gelegen, wollte aber das jüngste Gebot des Konkurrenten nicht mehr überbieten. Kurz zuvor hatte Netflix-Boss Ted Sarandos einen Termin im Weißen Haus – ob der Rückzug aus dem Bietergefecht auch damit zusammenhängt, war vorerst nicht zu erfahren.
Weshalb sollte das so sein? Weil US-Präsident Donald Trump ein großes Interesse daran hat, dass Warner Bros. Discovery – so der vollständige Name des Studios – an Paramount Skydance geht, wo David Ellison am Ruder sitzt.
Wer ist David Ellison? Er ist der Sohn von Larry Ellison, Gründer des Software-Giganten Oracle, mit einem Vermögen 187 Milliarden Dollar aktuell auf Platz 6 der reichsten Menschen der Welt – und ein Buddy von Trump.
Was möchte Trump? Mehr Einfluss auf den News-Sender CNN und auf das Network CBS – beide gehören zum Medienimperium von Warner Bros. Discovery. Die Übernahme des Studios durch Ellison wäre für den Präsidenten ein Triumph in seinem Kampf gegen all jene Medien, die ihm kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.
Was ist das große Bild? Trumps Milliardärs-Freunde bekommen immer mehr Medien in ihre Hände. Von CNN über die Washington Post bis zu Fox News, im Digitalbereich X, Facebook, Instagram, WhatsApp, TikTok und noch viel mehr – alle Eigentümer sind seine Buddies.
Worum geht es? Eine Bronzestatue des früheren britischen Premierministers Winston Churchill im Zentrum von London wurde am Freitag in den frühen Morgenstunden von einem Palästina-Aktivisten mit Farbe und Graffitis beschmiert.
Was hat er darauf geschrieben? "Zionistischer Kriegsverbrecher", "Stoppt den Völkermord" und "Befreit Palästina". Außerdem "Nie wieder ist Jetzt" und "Globalisiert die Intifada".
Was weiß man über den Täter? Er ist ein 38-jähriger Mann, der auch Aktivist der Gruppe "Palestine Action" ist.
Was ist "Palestine Action"? Eine propalästinensische Organisation, die vergangenes Jahr von der britischen Regierung als Terrorgruppe eingestuft und verboten worden war. Erst letzte Woche hob ein Gericht diese Einordnung allerdings wieder auf.
Was passiert mit dem Täter? Er wurde wegen des Verdachts der rassistisch motivierten Sachbeschädigung festgenommen.
Gibt es eine Reaktion der Regierung? Ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer bezeichnete den Anschlag als "absolut abscheulich". "Churchill war ein großartiger Brite. Diese Regierung wird sich stets für unsere Werte einsetzen, und der Täter muss zur Rechenschaft gezogen werden."
Worum geht es? Zu einem außergewöhnlichen Schauspiel wird es am Samstagabend über Österreich kommen. Gleich sechs Planeten unseres Sonnensystems werden für kurze Zeit gleichzeitig am Abendhimmel zu sehen sein.
Welche? Merkur, Venus, Saturn, Neptun, Uranus und Jupiter. Eine solche Konstellation entsteht im Schnitt nur alle ein bis zwei Jahre und dann sind häufig nur drei Planeten zeitgleich am Himmel zu sehen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA schreibt von einer "Planetenparade".
Wie kommt es dazu? Die Konstellation entsteht, weil sich die Planeten zwar in unterschiedlicher Entfernung und Geschwindigkeit um die Sonne bewegen, aber ungefähr in derselben Ebene. Deshalb sieht es manchmal von der Erde gesehen so aus, als würden sie scheinbar nah beieinander stehen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für Beobachtungen? Am Samstag und Sonntag werden die Planeten dichter beisammenstehen als in den letzten Wochen, aber sie sind nur kurz zu sehen. Merkur, Venus und Jupiter erscheinen ab etwa 18.30 Uhr, kurz danach taucht Saturn auf, Uranus und Neptun als letzte. Sie sind aber nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Um sie zu beobachten, ist ein Teleskop nötig.
Wie lange dauert das Schauspiel? Zwischen 19 und 19.15 Uhr sind alle sechs Planeten am Himmel zu sehen, danach verschwinden sie einer nach dem anderen wieder auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne.
Ist das die größte Planetenparade heuer? Ja, mehr Planeten werden wir heuer nicht mehr am Nachthimmel gemeinsam zu sehen bekommen. Vor einem Jahr waren sogar alle sieben Planeten des Sonnensystems am Himmel zu sehen. Zu solch einer vollständigen Planetenkonstellation wird es das nächste Mal erst wieder 2040 kommen.
Worum geht es? Die Regierung von Ecuador hat per Parlamentsentscheid den strengen Schutzstatus der einzigartigen Galápagos-Inseln etwa tausend Kilometer vor der Küste des Landes aufgeweicht.
Was bedeutet das? Sie verabschiedete ein umstrittenes Bergbaugesetz, das künftig auch den Abbau von Rohstoffen auf den Inseln ermöglicht.
Weshalb sind die Galápagos-Inseln so besonders? Aufgrund ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt wurde die Inselgruppe zum Unesco-Welterbe erklärt. Der britische Forscher Charles Darwin entwickelte bei einem Besuch der Inseln seine Evolutionstheorie. Die Inseln sind auch ein einzigartiges und beliebtes Touristenziel, das dem Staat Ecuador alljährlich Millionen-Einnahmen garantiert.
Weshalb jetzt das neue Gesetz? Die rechtsgerichtete Regierung von Präsident Daniel Noboa erhofft sich davon Investitionen von Bergbaufirmen. Das neue Gesetz erlaubt den Abbau von Gesteinsmaterial in einem Gebiet, das außerhalb des Nationalparks liegt.
Was sagen die Bürger von Ecuador? Opposition und Indigene protestierten gegen das Gesetz. In der Hauptstadt Quito gingen hunderte Menschen dagegen auf die Straße. Die Indigenen-Organisation Conaie warnte zudem vor Umweltschäden durch den Bergbau.
Und was sagt die Regierung? Mit dem Gesetz würden die "Kontrollen und Vorschriften" für den Abbau von Rohstoffen verschärft, so die Argumentation. Es gehe vor allem darum, den "illegalen Bergbau zu bekämpfen".
Worum geht es? Der US-Bundesstaat Kansas hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Führerscheine und andere Ausweisdokumente von Transpersonen betrifft und viele davon mit sofortiger Wirkung für ungültig erklärt.
Was heißt das? Es muss in den Ausweisen das bei der Geburt in offiziellen Dokumenten eingetragene Geschlecht angeführt werden. Was faktisch bedeutet, dass hunderte Trans-Menschen ihre aktuell ausgestellten Führerscheine verlieren oder umtauschen müssen.
Wie viele Personen betrifft das? Senate Bill 244 wird sofort wirksam und macht etwa 1.700 Führerscheine von Trans-Personen ungültig.
Wie erfahren sie davon? Betroffene haben Briefe vom Department of Revenue bekommen, in denen steht, dass sie ihre alten Führerscheine abgeben und neue beantragen müssen, die den statutarisch vorgeschriebenen Bestimmungen entsprechen.
"Sofort wirksam" heißt was? Es gibt keine Übergangsfrist – laut den Schreiben gelten die alten Lizenzen ab Inkrafttreten des Gesetzes als ungültig, und Fahren ohne gültigen Führerschein kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Was ist das große Bild? Die Gesetzgebung ist Teil einer breiteren Serie von Maßnahmen in Kansas gegen Trans-Rechte, darunter Einschränkungen bei der Änderung von Geburtsurkunden und neue Regeln für die Nutzung von Toiletten, basierend auf dem "bei der Geburt zugewiesenem" Geschlecht.
Ist das neu im US-Vergleich? Ja, andere Staaten wie Florida, Tennessee oder Texas verbieten zwar ebenfalls, dass Trans-Personen ihre Dokumente ändern lassen. Doch Kansas geht weiter, indem es bereits erfolgte Änderungen rückgängig macht und Dokumente für ungültig erklärt.
Worum geht es? Stellantis machte einen der größten Verluste bei einem globalen Automobilkonzern in der jüngeren Vergangenheit publik. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde einen Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro gemeldet.
Was ist Stellantis? Der Konzern entstand 2021 durch die Fusion von Fiat-Chrysler (FCA) und der PSA-Gruppe (Peugeot/Citroën). Der Name wurde aus dem Lateinischen Wort stella (Stern) abgeleitet.
Welche Marken gehören zum Konzern? Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Jeep, Chrysler, Dodge, Alfa Romeo, Maserati, Ram, Lancia, DS Automobiles.
Was ist 2025 passiert? Das erste Jahresminus in der Konzerngeschichte seit der Fusion. Der Konzern hat rund 25,4 Milliarden Euro an außerordentlichen Abschreibungen verbucht – vor allem im Zusammenhang mit seiner Elektroauto-Strategie.
Was lief falsch? CEO Antonio Filosa erklärte, der Verlust reflektiere, dass Stellantis den Übergang zur Elektromobilität "über-optimistisch" eingeschätzt habe – vor allem angesichts der aktuellen Nachfrage und Politik in wichtigen Märkten.
Was passierte nach der Notbremse? Entwicklungsprogramme wurden gestoppt oder angepasst, Produktionspläne neu ausgerichtet und Werte abgeschrieben, weil die Nachfrage oder Rentabilität nicht wie erwartet waren.
Wie reagiert das Management? Stellantis verzichtet für 2026 auf Dividendenausschüttungen. Die Strategie wird neu ausgerichtet – stärker auf kundennahe Produkte, teils zurück zu Verbrennungs- und Hybridantrieben.