Kopfnüsse

Bierparty oder Schnapsidee?

"Rotzpipn-Eklat und Wahlkampf-Strategien: Österreichs Politbühne brodelt"

Christian Nusser
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In der politischen Bühne Österreichs scheint das Spiel der Worte manchmal mehr zu wiegen als die Taten. Wie ein Echo aus Kindertagen, als das Wort "Rotzpipn" noch als liebevolle Rüge durchgehen konnte, hallte es kürzlich durch die Grazer Politik. Die KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr ließ sich zu diesem Ausdruck hinreißen, als sie einen ÖVP-Mandatar bedachte – ein Ausrutscher, der dank eines offenen Mikros zum Stadtgespräch avancierte.

Währenddessen brodelte es in der ÖVP, wo man sich nicht entscheiden konnte, ob man den Wahlgenuss bis zum Herbst auskosten oder den politischen Speiseplan schon früher neu auflegen soll. Die Diskussionen blieben ergebnislos, und es bleibt die Frage im Raum: Wer gibt bei der ÖVP den Ton an?

Andererseits wurde die politische Landschaft durch die Ankündigung des Bierpartei-Chefs Dominik Wlazny, alias Marco Pogo, aufgerüttelt, bei der Nationalratswahl anzutreten. Ein Vorhaben, das bei manchen für Stirnrunzeln sorgt, da es das linke Lager schwächen könnte.

Die Grünen setzen hingegen auf frischen Wind und schicken mit Lena Schilling eine junge Spitzenkandidatin ins Rennen um Europa. Eine Wahl, die Mut beweist und zeigt, dass in der Politik manchmal auch unkonventionelle Entscheidungen getroffen werden.

In dieser Woche der politischen Wirren und Wortgefechte bleibt eines sicher: Die österreichische Politik ist nie um eine Überraschung verlegen und das Wort "Rotzpipn" könnte wohl noch eine Weile in den Köpfen schwingen.

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