Worum geht es? Nach dem Verkauf des britischen Fußballklubs Chelsea 2022 versprach Russen-Milliardär Roman Abramovich, mit dem Geld Opfer des Ukraine‑Krieges zu unterstützen. Das passiert nie. Nun wurde ihm ein UItimatum gesetzt.
Warum hat Abramovich verkauft? Weil er wegen der russischen Invasion in der Ukraine sanktioniert wurde. Das Geld wurde "eingefroren".
Von welcher Summe reden wir? Von umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro.
Was passierte nun? Premierminister Keir Starmer und die Regierung verlangen offiziell, dass Abramovich diese Gelder sofort freigibt und wie versprochen für die Ukraine nutzt.
Wie machte die Regierung den Weg dafür frei? Sie hat eine Lizenz erteilt, mit der ein Transfer der Gelder möglich wäre – aber nur zu humanitären Zwecken in bzw. für die Ukraine.
Was ist die Drohung? Starmer hat deutlich gemacht, dass die Regierung bereit ist, den Fall vor Gericht zu bringen, wenn Abramovich nicht freiwillig handelt.
Wer ist Abramovich? Geboren in Saratow, Russland (damals Sowjetunion). Er scheffelte beim Verkauf von Staatsbetrieben nach dem Ende der Sowjetunion, insbesondere im Öl- und Energiesektor, ein Vermögen von zu 20 Milliarden US-Dollar.
Was hat er mit Chelsea zu tun? Er kaufte den Klub 2003 und investierte hunderte Millionen Pfund in Spieler, Infrastruktur und Stadionmodernisierung. Unter seiner Führung gewann Chelsea mehrfach Premier League, FA Cup und Champions League.
Worum geht es? Am Dienstag beerdigte die EU eines ihrer ehrgeizigsten Umweltprojekte. Das faktische Ende für Pkw mit Verbrennungsmotor ab dem Jahr 2035 wurde entscheidend aufgeweicht.
Wie lautet die neue Regel? Bis jetzt war geplant, dass ab 2035 die Treibhausgasemissionen neu zugelassener Autos um 100 Prozent gesenkt werden müssen – das faktische Ende für Kfz mit Verbrennern.
Was jetzt? Nun wurde beschlossen, dass die Treibhausgasemissionen von neu zugelassenen Autos um 90 Prozent sinken müssen. Es bleibt also ein Schlupfloch für Neuwagen mit Verbrennungsmotoren.
Und das passiert einfach so? Nicht ganz, die EU hat sich für jene 10 Prozent an Emissionen, die weiterhin von Verbrennungsmotoren kommen werden, eine Kompensation einfallen lassen.
Nämlich? Um das auszugleichen, darf einerseits nur in der EU klimaschonend erzeugter Stahl verbaut werden. Und andererseits sollen die Verbrenner mehr mit klimaschonenden Kraftstoffen betankt werden müssen.
Warum die Kehrtwende? Vor allem, weil es massiven Druck seitens der europäischen Autoindustrie gab. Diese befindet sich in einer existenzbedrohenden Krise, die mit dem Aus für Verbrenner-Pkw noch einmal verschärft worden wäre.
Keine Kritik an der Wende der Wende? Doch, einerseits von ganzen Ländern – zuvorderst Spanien – sowie von Umweltschutzorganisationen. Und nicht zuletzt gehen die Bruchlinien auch durch ganze Regierungen.
Was sagt Österreich? Kanzler Christian Stocker begrüßte das Aus und meinte, der Rückschritt gehe noch nicht weit genug. Der Koalitionspartner SPÖ wiederum, konkret SP-Delegationsleiter Andreas Schieder, erklärte im Europaparlament, man rase "mit Vollgas in den Klimacrash".
Worum geht es? Das Pentagon unter "Kriegsminister" Pete Hegseth plant eine Neuordnung der weltweiten Kommandostrukturen. Laut einem Bericht der Washington Post werden vor allem Kräfte aus Europa und dem Nahen Osten abgezogen und in den Pazifik verlegt.
Was ist der Plan? Ziel der Neuordnung sei es, die Strukturen zu verschlanken. Dafür würde vor allem in den Kontinentalkommandos Personal abgebaut und Entscheidungsprozesse zurück in die USA verlegt.
Was ist das Ziel? Am Ende des Umbaus werde die größte Neuordnung der Militärspitze seit vielen Jahrzehnten stehen, so die Zeitung.
Basiert der Plan auf breiter Zustimmung im Militär? Davon ist nicht auszugehen. Hegseth und Präsident Donald Trump hatten erst im August den Spitzen den US-Militärs in einer Grundsatzrede die Leviten gelesen und tiefgreifende Veränderungen angekündigt. So sei etwa auch eine deutliche Reduktion der Vier-Sterne-Generäle in der Armee geplant.
Was will Trump? Er plant einen generellen Umbau aller Machtstrukturen in den USA. Seine neue Sicherheitsstrategie, die er Anfang Dezember präsentierte, stellt die gesamte US-Politik unter das Motto "America First".
Worum geht es? Im Mai war ein 54-Jährige mit seinem Wagen in die Meister-Parade des FC Liverpool gerast, dabei wurden 134 Menschen teils schwer verletzte. Nun wurde der Mann von einem Gericht zu 21 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Was ist damals geschehen? Der Mann war am 26. Mai 2025 mit seinem Pkw unterwegs und offenbar unabsichtlich in die Meister-Feier des Fußballclubs geraten. Die Mannschaft fuhr damals in einem offenen Bus durch die Stadt und wurde für ihren 20. Titelgewinn von Hunderttausenden Fans gefeiert.
Und weiter? Anstatt einen Umweg zu nehmen, fuhr der Mann hinter einem Krankenwagen her in die Menge, verlor allerdings zunehmend die Nerven und gab schließlich Gas. Dabei hätte er seinen Wagen wie eine Waffe benutzt, so die Staatsanwaltschaft.
Kein terroristischer Hintergrund? Nein, das stand für die Anklagebehörde rasch fest. Der Vater zweier Söhne wurde wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung, Landfriedensbruch und gefährlicher Fahrweise verurteilt.
Worum geht es? Vor einer Woche hatte Brigitte Macron, die Ehefrau von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, eine Feministinnen-Gruppe als "dreckige Schlampen" beschimpft. Nun drückte sie ihr Bedauern über den Vorfall aus ...
... Aber? Sie nahm aber gleichzeitig für sich in Anspruch, sich im Privatleben "völlig unangemessen gehen lassen" zu dürfen.
Was war geschehen? Macron führte hinter einer Bühne ein Privatgespräch mit dem Komiker Ary Abittan. Er war am Vortag bei einer Vorstellung von einer Feministinnen-Gruppe unterbrochen und als Vergewaltiger bezeichnet worden. Der 51-Jährige war vor vier Jahren wegen Vergewaltigung angezeigt worden, die Ermittlungen wurden aber eingestellt.
Was sagte Madame Macron? Sie bezeichnete die Feministinnen als "dreckige Schlampen" ("sales connes"). Das Gespräch wurde aufgenommen und das Video veröffentlicht.
Wie entschuldigte sie sich jetzt? "Es tut mir leid, wenn ich die weiblichen Opfer verletzt habe", sagte sie in einem Video beim Online-Magazin Brut. Sie habe sich bei dem Privatgespräch unbeobachtet gefühlt und den Schauspieler "beruhigen wollen": "Sicherlich ungeschickt, aber mir standen in diesem Moment keine anderen Worte zur Verfügung."
Also alles wieder gut? Naja, geht so. Denn Madame Macron legte trotzdem noch einmal nach. Sie stellte klar, dass sie nicht rund um die Uhr die Präsidentengattin sei. "Ich bin zwar die Ehefrau des Präsidenten der Republik, aber in erster Linie bin ich ich selbst. Und wenn ich privat unterwegs bin, kann ich mich völlig unangemessen gehen lassen."
Worum geht es? Am Rande der Beratungen über ein Friedensabkommen für die Ukraine in Berlin war auch die Idee einer Weihnachts-Waffenruhe ventiliert worden.
Wird es damit was? Nein, das Njet aus Moskau kam prompt: "Russland will keine Waffenruhe, die es Kiew erlaubt, sich auf weitere Kämpfe vorzubereiten", sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow.
Ist Moskau in die Beratungen eingebunden? Nein, der Kreml schickte keine Vertreter nach Berlin. Sprecher Peskow monierte zudem, das man noch keine Einzelheiten zu den von den USA angebotenen Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach Nato-Vorbild erhalten habe.
Welche Sinn haben Gespräche, wenn Moskau ohnedies alles ablehnt? Die russische Seite beteuert nach wie vor, an einem Friedensschluss interessiert zu sein.
Mit welchen Worten? "Wir wollen Frieden. Wir wollen keinen Waffenstillstand, um der Ukraine eine Atempause zu verschaffen und sich auf die Fortsetzung des Krieges vorzubereiten", wird Kreml-Sprecher Peskow zitiert. Man wolle den Krieg beenden, Russlands Interessen sichern und "den Frieden in Europa für die Zukunft garantieren".
Ist das realistisch? Jedenfalls will man im Westen die Hoffnung darauf nicht aufgeben, denn was wäre die Alternative? Aktueller Letztstand ist, dass Europa eine multinatiomale Truppe als Sicherheitsgarantie in die Ukraine entsendet, die von den USA abgesichert werden soll. Moskaus Absage an diese Idee steht derzeit jedenfalls noch aus.
Worum geht es? Keine 48 Stunden nach seiner Festnahme wurde Nick Reiner, Sohn von Hollywood-Regisseur Rob Reiner und dessen Frau Michele, am Dienstag wegen des Mordes an seinen Eltern offiziell angeklagt.
Was war passiert? Das Ehepaar war Sonntagnachmittag in seiner Villa in Brentwood mit tödlichen Schnitt- und Stichverletzungen gefunden worden, Nick Reiner wurde Sonntagabend festgenommen.
Was wird Nick Reiner genau vorgeworfen? Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman erklärte am Dienstag vor der Presse, dass dem 32-Jährigen zweifacher Mord zur Last gelegt werde. Die Tat sei vermutlich mit einem Messer begangen worden.
Welche Strafe droht dem Sohn? Lebenslange Haft. Ob der Staatsanwalt die Todesstrafe fordert, sei noch nicht entschieden, so Bezirksstaatsanwalt Hochman.
Wie geht es jetzt weiter? Noch im Laufe des Dienstag sollte Nick Reiner einem Richter vorgeführt werden. Dort werde die Anklage verlesen und er müsse sich schuldig oder nicht schuldig bekennen.
Wie kam es zu der Tragödie? Bekannt ist bis jetzt, dass es Samstagabend bei einer Weihnachtsparty im Haus von Talkshow-Star Conan O'Brian zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem 78-jährigen Regisseur und seinem Sohn gekommen war. Nick Reiner, der jahrzehntelang mit Drogenmissbrauch kämpfte, lebte in einem Gartenhaus auf dem Anwesen seiner Eltern.
Worum geht es? Im Nationalpark Stilfser Joch in Südtirol sind in einer fast senkrechten Gebirgswand tausende Fußspuren von Dinosauriern entdeckt worden.
Um welche Dinos geht es? Die Spuren sollen von Prosauropoden stammen – bis zu zehn Meter lange Pflanzenfresser mit langen Hälsen, kleinen Köpfen und scharfen Krallen. Die Funde haben einen Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern und sind 210 Millionen Jahre alt.
Wie kamen die Fußabdrücke in den Fels? Dort, wo sich heute die Alpen auftürmen, war vor 250 bis etwa 200 Millionen Jahren ein Watt. Die Dinosaurier haben sich vermutlich gemeinsam als Gruppe durch diese Wattlandschaft bewegt, dabei sind die parallelen Fußabdrücke entstanden.
Aber wie wurde daraus eine Felswand? Nach der Dino-Wanderung passierte viele Millionen Jahre offenbar nichts. Das Watt trocknete aus und versteinerte, die Alpen schoben sich in die Höhe und irgendwann wurde daraus eine Felswand in mehr als 2.000 Metern Höhe.
Was passiert jetzt mit den Abdrücken? Die Spuren sollen mit Drohnen und Fernerkundungstechniken ausgewertet werden, da sie zu Fuß nicht zu erreichen sind. Und danach werden sie für weitere Millionen von Jahren unberührt bleiben, bis vielleicht eine andere Spezies sie irgendwann einmal wiederentdecken wird.