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9. Januar 2026

Angst vor Islamisten Emirate streichen England-Stipendien

Worum geht es? Die Vereinigten Arabischen Emirate streichen die öffentlichen Auslands-Stipendien für Bürger, die in Großbritannien studieren möchten. Grund dafür ist die Befürchtung, die jungen Menschen könnten dort islamistisch radikalisiert werden.

Durch wen sollte diese Radikalisierung erfolgen? Die Behörden der VAE haben offenbar mehrere Gruppen im Verdacht, auf arabische Studenten einwirken zu wollen. Namentlich genannt wurde die Muslimbruderschaft, die in den Emiraten als terroristische Organisation eingestuft ist.

Und in England ist sie nicht verboten? Nein, obwohl sich die Regierung der Emirate nach eigenem Bekunden seit Jahren bei der Regierung in London dafür starkmacht.

Dürfen Bürger der Emirate jetzt nicht mehr in England studieren? Doch, aber sie bzw. ihre Familien müssen ab sofort ausnahmslos selbst dafür aufkommen. Bislang förderten die Emirate derartige Studienaufenthalte großzügig, es wurden etwa Studiengebühren, Lebenshaltungskosten sowie Reise- und Krankenversicherung für besonders erfolgreiche Studierende übernommen.

Gilt die neue Einschränkung nur für England? Ja, wer in anderen Ländern studieren möchte, wird nach wie vor gefördert, wenn Studienrichtung und -fortschritt ins Konzept des Bildungsministeriums passen.

Wie viele Emiratis studieren in Großbritannien? Zuletzt waren mehr als 8.500 Studierende aus dem Wüstenstaat an britischen Unis eingeschrieben.

Was ist die Muslimbruderschaft? Eine seit beinahe hundert Jahren existierende islamistische Bewegung, die in mehr als 70 Ländern aktiv ist. Sie wird in mehreren Ländern als terroristisch eingestuft, westliche Terrorexperten sehen sie allerdings als weit weniger radikal an als andere Dschihad-Bewegungen.

Weitere Meldungen

Geheime Nacktbilder Jetzt zensiert Musk eigene Plattform

Worum geht es? Der KI-Chatbot Grok hatte in den vergangenen Tagen wegen Nacktfotos für Aufregung gesorgt. Nun schritt Gründer Elon Musk ein und sperrte das Tool, es ist nur mehr Abonnenten zugänglich.

Was war das Problem? Viele Nutzer auf X hatten Grok gebeten, vorhandene Fotos von Personen so zu bearbeiten, dass Kleidung entfernt oder stark reduziert wird. Reale Menschen wurden also digital ausgezogen – ohne deren Einwilligung.

Wie wurde das bekannt? Forscherinnen und Forscher, die Tausende von Grok-Bildern analysierten, fanden eine große Zahl an sexualisierten Darstellungen von Menschen, besonders von Frauen in "minimaler Kleidung" oder erotisch wirkenden Posen.

Wer waren die Opfer? In einigen Fällen wurden KI-Bilder erzeugt, die Personen – teils auch als minderjährig eingeschätzte Figuren – in sexuellen oder erotischen Kontexten zeigen.

Von welcher Menge sprechen wir? Schätzungen ergaben, dass Grok stündlich tausende sexualisierte Bilder erzeugte, was die Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden weckte.

Was passierte nun? Grok X schränkte den Zugang zu bestimmten Funktionen auf zahlende Abonnenten ein, insbesondere die KI-Bildgenerierung und -bearbeitung.

Was bedeutet das? Wenn man Grok auf X bittet, Bilder zu erzeugen oder zu editieren, antwortet der Bot, dass diese Funktionen nur für zahlende Abos freigeschaltet sind und zeigt einen Link zu einem Abonnementangebot an.

Wem gehört Grok? Grok ist ein KI-Chatbot und wird von der Firma xAI entwickelt. xAI wurde 2023 von Elon Musk gegründet. Die Social-Media-Plattform X gehört ebenfalls zu xAI, das Unternehmen gehört Musk.

Nun also doch U-Haft 40 Tote, Bar-Betreiber festgenommen

Worum geht es? In der Silvesternacht war es in einer Bar im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana zu einem Katastrophenfeuer gekommen. 40 vorwiegend junge Menschen starben, über hundert wurden teils schwer verletzt. Nun gibt es erste Konsequenzen.

Nämlich? Der Betreiber der Bar, Jacques M., 49, wurde am Freitag nach längerer Befragung durch die Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen.

Warum? Weil die Behörden Fluchtgefahr befürchten. Seine Ehefrau und Mit‑Betreiberin Jessica blieb zunächst auf freiem Fuß.

Warum ist das seltsam? Weil die Kantonspolizei Wallisnoch vor vier Tagen gesagt hatte: "Aktuell bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschuldigten sich dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion durch Flucht entziehen könnten." Das hat für viel Kritik gesorgt.

Was passiert nun? Die Untersuchungshaft muss innerhalb von 48 Stunden gerichtlich bestätigt werden. Gegen das Ehepaar wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst ermittelt.

Nächster US-Schlag Schon fünfter Öltanker festgesetzt

Worum geht es? Die USA setzen ihre Offensive gegen die "Schattenflotte" fort. Am Freitag wurde schon der fünfte Öltanker in Verbindung mit Venezuela beschlagnahmt.

Was war der aktuelle Fall? Die jüngste Beschlagnahmung betrifft den Tanker "Olina", der von der US‑Küstenwache und Marineeinheiten vor der Küste von Trinidad/Tobago in der Karibik geentert wurde.

Warum? Das Schiff fuhr angeblich unter falscher Flagge und steht im Verdacht, Öl aus Venezuela bzw. Russland zu transportieren, was gegen US‑Sanktionen verstoßen soll.

Warum weiß man das? US-Heimatschutzministerin Kristi Noem teilte auf X ein Video, das zeigen soll, wie US-Kräfte die "Olina" entern.

Welche Schiffe betraf das davor? Die "Skipper" am 10. Dezember zwischen Grenada und Trinidad, die "Centuries" am 20. Dezember, die "Marinera" (ehemals "Bella 1") am 7. Jänner und die "M Sophia" ebenfalls am 7. Jänner.

Warnung mit Mach 10 Russland setzt Hyperschallrakete ein

Worum geht es? In der Nacht auf Freitag hat Russland erneut eine hyperschallfähige Rakete vom Typ Oreshnik gegen die Westukraine (Lviv‑Region) abgefeuert.

Was ist eine Hyperschallrakete? Die Oreshnik flog mit mehr als zehnfacher Schallgeschwindigkeit (Mach 10+) und war konventionell bestückt, nicht mit einem nuklearen Sprengkopf.

Was war das Ziel? Kritische Infrastrukturpunkte, darunter Energieanlagen und Einrichtungen zur Produktion von Drohnen, wie das russische Verteidigungsministerium erklärte. Die Ukraine meldete Beschädigungen an zivilen Gebäuden, Stromausfälle, in Kiew kamen vier Menschen ums Leben.

Warum kam es zum Angriff? Russland spricht von einer Reaktion auf die angebliche ukrainische Drohnenattacke auf einen Wohnsitz von Wladimir Putin Ende Dezember 2025 — was die Ukraine und westliche Staaten zurückweisen und als Vorwand bezeichnen.

Was war der eigentliche Grund? Analysten deuten den Angriff nicht nur als militärischen Schlag, sondern als politische Botschaft an die Ukraine: Wir sind in der Lage, weit ins ukrainische Territorium vorzustoßen.

Gab es schon vorher Einsätze? Es war erst die zweite bekannte Verwendung der Oreshnik‑Rakete im Krieg gegen die Ukraine. Die erste bekannte Verwendung fand im November 2024 statt, als Russland die Stadt Dnipro traf.

Was war die Reaktion? EU & NATO‑Staaten verurteilten den Einsatz als eskalierend und destabilisierend. Die Ukraine bezeichnete die russische Begründung als Propaganda.

"Tod den USA!" Proteste im Iran schon in 45 Städten

Worum geht es? Die Proteste gegen das Regime im Iran weiten sich aus. Inzwischen sind alle 31 Provinzenund 45 Städte betroffen. Die Führung kündigt ein hartes Vorgehen gegen die Demonstranten an.

Was ist der Hintergrund? Die Proteste begannen Ende Dezember. Sie wurden durch eine schwere Wirtschaftskrise, steigende Inflation und den starken Wertverlust des Rial ausgelöst. Mittlerweile richten sie sich zunehmend auch gegen die politische Führung des Landes.

Was war die Reaktion? Zunächst wurden Gespräche mit den Teilnehmern angekündigt. Jetzt reagiert die Regierung mit einem harten Vorgehen. Landesweit wurden Internet- und Telefonverbindungen abgeschaltet, um die Organisation der Demonstrationen zu erschweren.

Kommt es zu Gewalt? Ja, die Sicherheitskräfte setzen Schusswaffen, Tränengas, Wasserwerfer und Schlagstöcke ein, es gibt schon 40 Tote und 2.200 Festnahmen.

Wem wird die Schuld gegeben? Der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei nannte die Demonstranten "Vandalen" und "Saboteure". Er kündigte an, das Regime werde nicht nachgeben und gegen "Unruhestifter" hart vorgehen. Die Proteste seien das Werk ausländischer Feinde, vorrangig der USA.

… und mit welchen Worten? "Die Demonstranten zerstören ihre eigenen Straßen, um den Präsidenten eines anderen Landes glücklich zu machen … weil er gesagt hat, er würde ihnen zu Hilfe kommen", sagte Khamenei – eine Anspielung auf Donald Trump. Das iranische Staatsfernsehen zeigt Aufnahmen, in denen Demonstranten "Tod den USA!" rufen.

Missbrauch durch Kirche Opfer erhalten endlich Entschädigung

Worum geht es? Spanien hat lange gebraucht, um sich systematisch mit sexuellem Missbrauch in kirchlichen Strukturen auseinanderzusetzen. Nun gibt es eine wegweisende Einigung.

Wie sieht sie aus? Die spanische Regierung und die katholische Kirche Spaniens haben ein Abkommen unterzeichnet. Es wird ein Mechanismus geschaffen, um Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche eine offizielle Anerkennung und Entschädigung zu ermöglichen.

Welche Fälle betrifft das? Alle, auch jene, bei denen eine strafrechtliche Verfolgung nicht mehr möglich ist (etwa weil die Tat verjährt ist oder der Täter bereits verstorben ist).

Wer unterschrieb? Das Abkommen wurde in Madrid unterzeichnet, mit Justizminister Félix Bolaños für die Regierung und Luis Argüello, Präsident der Spanischen Bischofskonferenz (CEE), sowie Jesús Díaz Sariego für den kirchlichen Teil.

Wie funktioniert das System? Opfer reichen ihren Antrag beim Justizministerium ein. Die Fälle werden an die Opfer-Einheit des Defensor del Pueblo (spanischer Ombudsmann) weitergegeben. Der Ombudsmann erstellt einen Vorschlag für einen Entschädigungs‑ oder Wiedergutmachungsplan.

Und dann? Dieser Vorschlag wird einer kirchlichen Kommission zur Bewertung vorgelegt. Wenn Opfer und Kirche zustimmen, tritt der Vorschlag in Kraft. Bei Uneinigkeit entscheidet entweder eine gemischte Kommission oder der Ombudsmann endgültig.

Wie hoch ist die Entschädigung? Das hängt vom Anlassfall ab. Die finanziellen Entschädigungen werden von der katholischen Kirche getragen. Sie sind für die Opfer steuerfrei.

Wie lange ist Zeit? Es gibt ein einjähriges Fenster, in dem Anträge gestellt werden können; eine Verlängerung ist möglich.

Trump macht Schluss USA steigen aus 66 Organisationen aus

Worum geht es? US‑Präsident Donald Trump unterzeichnete in der Nacht auf Donnerstag eine Anordnung (Executive Order). Er fixierte damit den Ausstieg der USA aus 66 internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen.

Was ist der Hintergrund? Am 4. Februar 2025 hatte Trump eine Überprüfung aller Organisationen beauftragt, in denen sein Land engagiert ist und/oder zur Finanzierung beiträgt. Nun setzt er das Ergebnis um.

Wer ist betroffen? 31 Organisationen im Rahmen der Vereinten Nationen als auch 35 weitere internationale Gremien, die sich z. B. mit Klimawandel, Energie, Demokratie‑Förderung oder Entwicklungspolitik befassen.

Zum Beispiel? Das UN-Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), die zentrale Klimarahmenkonvention, die dem Pariser Abkommen zugrunde liegt, die International Renewable Energy Agency (IRENA) oder die International Solar Alliance (ISA) – Initiative für Solarenergie.

Begründung? Viele dieser Organisationen würden nicht im Interesse der USA arbeiten oder ideologisch geprägt seien, etwa mit Fokus auf "radikale Klimapolitik" oder Themen wie Geschlechtergleichstellung, die laut US‑Außenministerium nicht mit den US‑nationalen Interessen vereinbar seien.

Was heißt das in Geld? Es bringt viele Organisationen an den Rand des Ruins. Bei IRENA trugen die USA bis zu 10 Prozent des Budgets, bei der ISA waren sie Hauptfinancier.

Ist das generell so? Ja! Beispiel UNESCO: Die USA zahlten vor dem Austritt ca. 22 Prozent des Budgets. Oder die WHO: Da kam rund 15 Prozent des ordentlichen Haushalts, plus Sonderzahlungen aus den USA.