Worum geht es? Die US-Weltraumbehörde NASA gab bekannt, dass die Probleme mit der Rakete für die geplante Artemis-II-Mondmission behoben werden konnten. Die Rakete soll nun bereits kommende Woche zur Startrampe gebracht werden und ist – kein Scherz – ab dem 1. April einsatzbereit.
Welche Probleme gab es? Die Artemis II sollte bereits Anfang März abheben. Doch dann wurde ein Leck an der Helium-Anlage der Rakete entdeckt und der ganze Start musste verschoben werden. Doch nun sei das Leck repariert, so die NASA.
Wird die Artemis II auf dem Mond landen? Nein geplant ist nur, dass das Raumfahrzeug den Mond umrundet und dabei die von der Erde nicht sichtbare Rückseite des Mondes genau untersucht. Die Mission ist eine Vorbereitung auf die erste Mondlandung seit dem Jahr 1972, die bis spätestes 2028 stattfinden soll.
Wer fliegt aller zum Mond? Die Astronauten der Artemis II-Mission sind drei US-Amerikaner und ein Kanadier.
Ist der 1. April als Starttermin fix? Nein, das wird erst kurzfristig und anhand der Wettervorhersage entschieden. Der 1. April ist der frühestmögliche Starttermin, es kann aber auch ein paar Tage später werden.
Worum geht es? Im Westen des Irak ist ein Flugzeug der US Air Force vom Typ Boeing KC-135, das für Luftbetankungsmanöver während der Angriffe auf den Iran genutzt wurde, abgestürzt. Alle sechs US-Sodaten an Bord kamen dabei ums Leben.
Was weiß man über die Absturzursache? Das Zentralkommando (Centcom) des US-Militärs gab bekannt, dass zwei Flugzeuge in den Absturz verwickelt gewesen sind. Das zweite Flugzeug sei sicher gelandet, hieß es.
Waren iranische Kräfte an dem Absturz beteiligt? Darüber gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Laut dem iranischen Militär habe eine pro-iranische Miliz das Tankflugzeug mit einer Rakete angegriffen, die USA bestritten diese Darstellung.
Wie viele US-Soldaten sind bisher gestorben? Laut offiziellen Angaben steigt die Zahl der toten Soldaten damit auf 13 seit Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen. Neben dem abgestürzten Tankflugzeug wurden außerdem drei F-15-Kampfjets abgeschossen – wie man mittlerweile weiß, durch "friendly fire" über Kuwait.
Worum geht es? US-Finanzminister Scott Bessent erteilte Russland eine Lizenz für den Verkauf von Rohöl, das bis zum Stichtag 12. März bereits auf Schiffen verladen worden war. Die Lizenz gilt für einen Monat und soll die globalen Energiemärkte stabilisieren, die durch den US-Angriff auf den Iran massiv ins Trudeln geraten sind.
Warum braucht Russland dafür eine US-Lizenz? Weil nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine an sich ein Öl-Embargo gegen das Land verhängt worden war. Die Einkünfte aus Rohölverkäufen sind eine wesentliche Einnahmequelle für den Kreml, um den Ukraine-Krieg zu finanzieren.
Wie wird der Schritt argumentiert? Das Aufweichen des Embargos sei "eng begrenzt" und "kurzfristig" und werde der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen, so Finanzminister Bessent. Für die USA sei der vorübergehende Anstieg der Ölpreise hingegen nur "eine kurzfristige und vorübergehende Störung, die langfristig zu einem massiven Nutzen für unsere Nation und unsere Wirtschaft führen wird", sagte der Minister.
Wie reagierte Moskau? Mit kaum verhohlener Häme: "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew am Freitag auf Telegram.
Was hält man in Europa von dem Schritt? Die Empörung ist groß: "Diese Lockerung ist sehr besorgniserregend", sagte etwa EU-Ratspräsident Antonio Costa. Die Maßnahme beeinträchtige die "europäische Sicherheit".
Und in der Ukraine? Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Lockerung der Sanktionen scharf: "Das wird auf jeden Fall zu einer Stärkung der Position Russlands führen und es trägt nicht zum Frieden bei", sagte er nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
Zeigt die Lockerung des Öl-Embargos schon Erfolg? Am Freitag jedenfalls nicht. Der Preis für die Tonne der Ölsorte Brent lag bei Handelsschluss nach wie vor knapp um die 100 Dollar und war damit so hoch wie seit Beginn des Ukraine-Kriegers nicht mehr.
Worum geht es? Die USA haben ein Kopfgeld auf den neuen geistigen Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, ausgesetzt. Das US-Außenministerium erklärte am Freitag, es würde zehn Millionen Dollar (ca. 8,7 Mio. Euro) für Hinweise über den Verbleib Khameneis oder anderer hochrangiger iranischer Führer bezahlen.
Wer ist Mojtaba Khamenei? Der Sohn von Ajatollah Ali Khamenei war am vergangenen Sonntag zum neuen Führer des Iran ernannt worden. Sein Vater, seine Mutter und seine Ehefrau waren bereits am ersten Tag der Angriffe auf den Iran getötet worden.
Ist Khamenei seit seiner Beförderung öffentlich aufgetreten? Nein, bisher gibt es nur eine schriftliche Stellungnahme von ihm. Diesen Umstand bezeichnete US-Minister Hegseth bei einem Pressegespräch im Pentagon als "schwach".
Hatte Hegseth noch weitere News? Der selbsternannte "Kriegsminister" der USA berichtete, dass Mojtaba Khamenei nach jüngsten Erkenntnissen "verwundet und wahrscheinlich entstellt" sei. Details, woher diese Annahme stamme, nannte Hegseth allerdings keine.
Weiß man, wo sich der neue Ayatollah aufhält? Nein, er dürfte sich in einemunterirdischen Bunker befinden. Auch das nährt Spekulationen über eine mögliche schwere Verletzung.
Worum geht es? Im Streit zwischen der EU und Elon Musks Messengerdienst X könnte sich eine Lösung anbahnen. Das früher als Twitter bekannte X könnte nun doch seinen Verifizierungsmodus den EU-Gesetzen anpassen, so die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Wo liegt das Problem? Der sogenannte blaue Haken, der eigentlich verifizierte Nutzerkonten erkennbar machen soll, kann bei X mittlerweile auch gekauft werden – ohne Verifizierung. Damit ist es möglich, Konten unter falschen Namen zu betreiben und dennoch mit dem blauen Haken als vermeintlich seriös darzustellen.
Das wurde erst jetzt bemerkt? Nein, die EU hatte zwei Jahre lang gegen X ermittelt und erst vor kurzem eine Geldstrafe von 120 Millionen Euro wegen Verstößen gegen den Digital Service Act auferlegt bekommen. Das brachte nun Bewegung in die Gespräche.
Was bietet X? Das Unternehmen habe Vorschläge zur Behebung der von der EU monierten Mängel – neben dem blauen Haken gibt es noch weitere Kritikpunkte – eingereicht. Diese werden jetzt geprüft, so ein Sprecher der EU-Kommission.
Worum geht es? Die rasante Verbreitung von KI-Systemen verschärft das Problem mit Deepfakes. Die Qualität gefälschter Videos mit bekannten Persönlichkeiten verbessert sich rasant.
Was passiert nun? YouTube hat im Vorjahr ein Tool entwickelt, das Identitätsdiebstähle erkennbar macht. Nun wird es auch einer ausgewählten Gruppe von Regierungsbeamten, politischen Kandidaten und Journalisten zur Verfügung gestellt, berichtet Axios.
Was sind Deepfakes? Künstlich erzeugte oder manipulierte Medien (Videos, Bilder oder Audio), die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden. Dabei wird meist das Gesicht, die Stimme oder das Verhalten einer Person so verändert, dass es real aussieht, obwohl es nie passiert ist.
Wie funktioniert das neue Tool? Die Ähnlichkeitserkennungs-Technologie von YouTube durchsucht auf der Plattform hochgeladene Videos nach Inhalten, die das Abbild einer Person, insbesondere deren Gesicht, zu verwenden scheinen.
Und dann? Wird eine Übereinstimmung festgestellt, können Betroffene das markierte Video überprüfen und über das Beschwerdeverfahren zum Datenschutz von YouTube dessen Entfernung beantragen.
Wird das Video dann gelöscht? Nein, nicht automatisch. Anfragen garantieren nicht, dass das Video tatsächlich entfernt wird.
Warum nicht? Weil es sich um einen sensiblen Vorgang handelt. YouTube erlaubt etwa Parodie und Satire, verrät aber keine Details, wie seine Software arbeitet.
Worum geht es? Laut dem Pentagon hat der Krieg der USA gegen Iran bereits in den ersten Tagen enorme Kosten verursacht. Das geht aus einer vertraulichen Sitzung im US‑Kongress hervor.
Wie teuer war es bisher? Das Verteidigungsministerium bezifferte die Kosten allein für die ersten sechs Tage mit mindestens 11,3 Milliarden US-Dollar.
Was treibt die Kosten? Ein großer Teil entsteht durch moderne Waffen. Allein in den ersten zwei Tagen wurden laut Militärangaben etwa 5,6 Milliarden Dollar für Munition und Raketen ausgegeben.
Was ist damit gemeint? Vorrangig handelt es sich um den Einsatz präzisionsgelenkter Bomben, Marschflugkörper und Abfangraketen für Luftabwehrsysteme.
Wie wurden die Kosten berechnet? Die Zahl von 11,3 Milliarden Dollar gilt nur als erste Schätzung. Die tatsächlichen Kosten dürften noch viel höher liegen.
Was fehlt? Viele Kosten sind noch nicht eingerechnet, zum Beispiel: die Verlegung von Truppen und Kriegsschiffen in den Nahen Osten, Wartung und Betrieb von Flugzeugen und Kriegsschiffen, Ersatz zerstörter Ausrüstung, medizinische Versorgung und Logistik der Soldaten.
Heißt was? Politiker in Washington gehen davon aus, dass der Gesamtpreis des Krieges deutlich höher wird. Die Regierung von Donald Trump könnte laut Berichten bald zusätzliche Mittel von etwa 50 Milliarden Dollar oder mehr beim Kongress beantragen, um den Krieg weiter zu finanzieren.
Worum geht es? Am Mittwoch beschlossen die 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) insgesamt rund 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben. Der Effekt blieb bisher aus.
Was ist damit gemeint? Die Freigabe von strategischen Öl-Notfallreserven hat den Ölpreis derzeit nicht gesenkt. Obwohl mehrere Industriestaaten große Mengen Öl auf den Markt bringen wollen, stiegen die Preise weiter an.
Wie hoch lag der Ölpreis am Donnerstag? Er kletterte weiter nach oben, schwankte aber auch stark. Ein Barrel der Sorte Brent lag Donnerstagabend MEZ bei über 100 Dollar das Fass.
Was ist der Hintergrund? Als Folge des Irankriegs kam es zu einer Quasi-Blockade der Straße von Hormus, erstmals in der Geschichte. Über die Seestraße wurden 2025 täglich rund 14 Millionen Barrel Rohöl (14 Prozent der Weltproduktion) transportiert.
Was ist die Gefahr? Notfallreserven wirken nur kurzfristig. Wenn Investoren erwarten, dass die Versorgung länger gestört bleibt, steigen die Preise trotzdem weiter.
Gibt Österreich auch Reserven frei? Ja, Österreich gibt 325.000 Tonnen Rohöl aus den strategischen Reserven frei. Damit könnte man rund 5,4 Millionen Autotanks auffüllen (gerechnet auf 60 Liter).