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17. April 2026

Vogelspinnen im Zug Frau vergisst Karton mit 20 Tieren

Worum geht es? Der Lokführer eines Regionalzuges in Baden-Württemberg entdeckte am Zielbahnhof ein vergessenes Paket mit der Aufschrift "Spinnen und Skorpione" in seiner Garnitur und verständigte die Polizei. Diese fand tatsächlich 20 brasilianische Vogelspinnen.

In welchem Zustand waren die Tiere? Sie waren einzeln in Plastikschachteln verpackt und seien laut Exekutive "wohlauf" gewesen.

Was tat die Polizei mit den Tieren? Die 31-jährige Besitzerin der Spinnen hatte eine Bestätigung über den eingehaltenen Artenschutz bei den Kartons deponiert und konnte darüber ausgeforscht werden. Sie konnte ihre Tiere noch am selben Tag von der Polizei abholen.

Darf man Spinnen überhaupt in der Bahn transportieren? Wenn diese tierschutzgerecht und ordnungsgemäß verwahrt sind und nicht aus ihren Transportbehältnissen flüchten können, spricht jedenfalls juristisch nichts dagegen.

Sind Vogelspinnen giftig? Der Biss einer Vogelspinne ist schmerzhaft, in der Regel für Erwachsene aber nicht lebensbedrohlich. Bei einigen Arten sind zudem Muskelkrämpfe, Atemnot und Blutdruckabfall möglich. Die Brennhaare der Spinnen können Augen, Haut und Atemwege reizen.

Weitere Meldungen

Rätsel um tote Forscher Nun startet US-Regierung Untersuchung

Worum geht es? In den USA sind in den vergangenen zwei Jahren insgesamt bis zu zehn hochrangige Wissenschafter und Forscher unter teils undurchsichtigen Umständen ums Leben gekommen oder spurlos verschwunden. Im Internet ranken sich seit geraumer Zeit Verschwörungstheorien um die Fälle. Nun lässt die Regierung die genauen Umstände der Todes- bzw. Vermisstenfälle untersuchen.

Um wen geht es dabei? Um Wissenschaftler, etwa aus den Bereichen Raumfahrt und Kerntechnik. Einige hatten enge Verbindungen zum Militär. Der ehemalige Generalmajor der Air Force William McCasland hat etwa streng geheime Forschungsprogramme geleitet, ehe er diesen Februar spurlos verschwand.

Weitere Fälle? Eine leitende Mitarbeiterin des Jet Propulsion Laboratory, das Satelliten für die NASA baut, verschwand 2025 bei einem Wanderausflug, ein weiterer Mitarbeiter des Labors kam 2024 aus ungeklärter Ursache ums Leben. Und es verschwanden zwei Beschäftigte des Los Alamos National Laboratory, das mit Atomwaffen arbeitet.

Wie hängen die Fälle zusammen? Das soll nun durch eine Untersuchung der Regierung geklärt werden. Die Fälle hatten in den USA Bestürzung und Sorge ausgelöst, im Netz sorgten sie für zahlreiche Verschwörungstheorien.

Was sagt Trump dazu? Er gibt sich auffallend zurückhaltend. Der Präsident bezeichnete das Thema als "ziemlich ernste Angelegenheit" und meinte nur, er hoffe, "dass es sich um Zufälle handelt", denn "einige von ihnen waren sehr wichtige Persönlichkeiten."

Hagel in Nordafrika Wetter spielte am Mittelmeer verrückt

Worum geht es? Während sich in Österreich diese Woche der Frühling festsetzte, herrschte rund ums Mittelmeer Ausnahmezustand.

Weil? Nachdem es zunächst noch extrem heiß war, zogen ab Montag schwere Gewitter auf und führten durch die Überlagerung zweier Tiefdruckgebiete zu sintflutartigen Regenfällen, schweren Gewittern und Hagelschlag.

Welche Regionen waren besonders betroffen? In Algerien und Tunesien kam es zu schweren Hagelgewittern. In Oum Ladjoul und Hammam Sokhna in Algerien bedeckten Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Durchmesser den Boden wie Schnee. Auch aus Makthar in Tunesien wurden ähnliche Szenen gemeldet.

Wo machte sich das Wetter noch bemerkbar? In Mittelitalien kam es ab Mitte der Woche zu heftigen Regenfällen: In Ascoli Piceno fielen innerhalb von gut einer Stunde 52 mm Regen, in Mosciano Sant'Angelo sogar 62 mm. Auch andere Regionen waren betroffen: In Bagheria auf Sizilien fielen 46 mm Regen in 36 Minuten – so viel wie sonst durchschnittlich in einem ganzen Monat.

Wie geht es weiter? Mittlerweile haben sich die schweren Unwetter aufgelöst und die Normalität ist wieder eingekehrt. Für die kommende Woche sagen die Prognosen für das Mittelmeer gemäßigtes Frühlingswetter voraus.

Letzte Chance für Timmy Noch ein Rettungsversuch für Buckelwal

Worum geht es? Totgeglaubte leben länger – möglicherweise. Jener Buckelwal, der vor mehr als zwei Wochen auf einer Sandbank in der deutschen Ostsee gestandet ist und dort seither nahezu reglos liegt, soll jetzt doch noch einmal mobilisiert werden. Zumindest hat die Politik ihr Okay für einen letzten Versuch gegeben, Timmy – so wurde das Tier von der Presse getauft – zu befreien.

Was soll geschehen? Das geschwächte und mutmaßlich schwer verletzte Tier soll mit großem technischem Aufwand noch einmal in tieferes Wasser gebracht und dann Richtung Nordsee oder sogar bis in den Atlantik, seine ursprüngliche Heimat, geschleppt werden.

Wer bezahlt das? Zwei deutsche Millionäre geben das Geld für den neuerlichen Bergungsversuch, nachdem man den Wal jetzt zwei Wochen lang nur mehr palliativ betreut hatte, um ihm ein möglichst stressfreies Sterben zu ermöglichen.

Wie stehen die Chancen für das Tier? Nach einhelliger Meinung aller zuletzt an der Aktion beteiligten Tierschutzorganisationen und Wissenschafter, sehr schlecht. Sie sehen die Aktion eher als eine Verlängerung der Qual, der der Wal ohnehin bereits ausgesetzt ist.

Wann soll die Bergungsaktion über die Bühne gehen? Am Samstag, so die offizielle Auskunft. Bis dahin wird das Tier, wie schon in den Wochen zuvor, von Freiwilligen regelmäßig feucht gehalten und seine Haut mit Tüchern bedeckt, damit es nicht zu sehr unter der Sonnenstrahlung leidet.

10 Tage Waffenruhe Libanon und Israel erzielen Einigung

Worum geht es? Der nächste Stolperstein für einen Iran-Frieden ist (zumindest vorläufig) aus dem Weg geräumt. Israel und der Libanon einigten sich am Donnerstag auf eine 10 Tage lange Waffenruhe.

Wie kam es dazu? Die USA drängten Israel zuletzt dazu, Schritte Richtung Frieden zu setzen. Anfang der Woche fanden in Washington direkte Gespräche zwischen dem Libanon und Israel statt – erstmals seit über 30 Jahren.

Wie vermittelte Trump? Er telefonierte mit Joseph Aoun. Dabei bekundete der libanesische Präsident laut seinem Büro "die Bereitschaft, der libanesischen Forderung nach einem Waffenstillstand so schnell wie möglich nachzukommen".

Was passierte nun? Am Donnerstag gab zunächst US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe bekannt. Am Abend erteilte dann der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu offiziell seine Zustimmung.

Was heißt das konkret? Es gibt eine Einigung über einen Sechs-Punkte-Plan. Zentral ist, dass die libanesische Regierung mit internationaler Hilfe die Hisbollah daran hindert, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele durchzuführen.

Warum ist Vorsicht angebracht? Zwei Gründe: Die Hisbollah, die libanesische Terrorgruppe, die gegen Israel kämpft, äußerte sich nicht dazu, ob sie das Abkommen anerkennen werde. Sie hatte sich sogar gegen Verhandlungen ausgesprochen.

Und der zweite Grund? Israel und die Hisbollah hatten bereits im November 2024 einen Waffenstillstand vereinbart, der eine sofortige Wiederaufnahme des offenen Krieges verhindern sollte. Er war von Anfang an brüchig.

Ruhen die Waffen? Auch am Donnerstag dauerten die Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel an. Der Waffenstillstand sollte um 7 Uhr Ostküstenzeit in den USA in Kraft treten. Israel bleibt aber im Libanon stationiert.

Suche nach Iran-Minen Deutschland sagt Beteiligung zu

Worum geht es? Die deutsche Bundeswehr will sich an einer Aktion zur Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen – allerdings nur unter Bedingungen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Was heißt das konkret? Kanzler Friedrich Merz reist am Freitag zu einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und weiteren Partnern nach Paris. Dort will er ein entsprechendes Angebot unterbreiten.

Wer ist noch dabei? Der britische Premierministers Keir Starmer, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Weitere Staatschefs sind telefonisch zugeschaltet.

Was sind die Bedingungen? Der Krieg muss beendet sein. Es muss sich um eine internationale Mission handeln und sie muss ein Mandat haben, vorzugsweise durch die Vereinten Nationen. Auch einen Beschluss des Bundestages muss es geben.

Kann Deutschland das technisch? Die Bundeswehr verfügt, laut Süddeutscher, über zehn spezialisierte Minenjagdboote vom Typ MJ332 zur Ortung und Vernichtung von Minen.

Aus für Lufthansa Cityline Regional-Airline wird eingestellt

Worum geht es? Sie kehrt aus dem Dauerstreik gar nicht mehr zurück. Die deutsche Lufthansa stellt ihre Tochter Lufthansa CityLine früher als ursprünglich geplant ein. Beschäftigte im Cockpit und in der Kabine werden bis auf wenige Ausnahmen freigestellt.

Was ist der Hintergrund? Der Umbau des Konzerns im Regionalverkehr. CityLine war für Zubringerflüge im europäischen Netz zuständig, wird aber schrittweise durch die neue Einheit Lufthansa City Airlines ersetzt. Diese soll effizienter arbeiten und andere Kostenstrukturen haben. Also billiger.

Kommt das Ende plötzlich? Zumindest verfrüht. Die komplette Einstellung war erst für 2028 geplant.

Warum? Es handelt sich wohl um eine Konsequenz aus den hohen Kerosinpreisen und der Streikwelle in dieser Woche. Montag und Dienstag streikten die Piloten, Mittwoch und Donnerstag das Kabinenpersonal.

Was passiert jetzt? Die 27 Flugzeuge der Regional-Airline werden ab Samstag aus dem Programm genommen.

Gibt es Flüge dadurch nicht mehr? Für den Flugbetrieb bedeutet das nicht, dass Lufthansa-Verbindungen sofort wegfallen, sondern dass die Flüge nach und nach von einer anderen Tochtergesellschaft durchgeführt werden.

100 Autoren "kündigen" Verlagschef steht ihnen zu weit rechts

Worum geht es? Mehr als 100 Autorinnen und Autoren haben ihren Rückzug aus dem französischen Verlag Grasset angekündigt – aus Protest gegen den rechtskonservativen Medien- und Industriebesitzer Vincent Bolloré, berichtet der Guardian.

Was ist der Hintergrund? Die Betroffenen haben Sorge vor einer politischen Einflussnahme auf Verlagsprogramme und Inhalte. Bolloré gilt als gut vernetzt im französischen Mediensektor und steht politisch sehr weit rechts im rechten Spektrum.

Was heißt das konkret? Die Schriftsteller wollen dem Verlag ihre Werke entziehen (dafür müssen sie klagen) und stoppen die künftige Zusammenarbeit. Solche Aktionen sind im französischen Literaturbetrieb selten und haben daher auch politisches Gewicht.

Wer gehört dazu? Einige in Frankreich sehr bekannte Persönlichkeiten. Die Punk-Feministin Virginie Despentes und der Philosoph Bernard-Henri Lévy. Sie haben einen offenen Brief gegen den 74-jährigen Verlagschef geschrieben.

Was steht drin? "Wir weigern uns, Geiseln in einem ideologischen Krieg zu sein, der versucht, Autoritarismus überall in Kultur und Medien durchzusetzen", schrieben sie. "Wir wollen nicht, dass unsere Ideen, unsere Arbeit sein Eigentum werden."

Gibt es einen Anlass? Ja, der Abgang des moderaten Grasset-Verlegers Olivier Nora, der den Betrieb 26 Jahre lang geleitet hatte. Der Journalist und Schriftsteller David Dufresne zerriss seinen Vertrag mit Grasset in einer Fernseh-Talkshow.