Worum geht es? Für jenen Buckelwal, der seit etwa zehn Tagen in der deutschen Ostsee in Küstennähe unterwegs ist und dabei immer wieder strandet, werden keine weiteren Rettungsversuche mehr unternommen. Das gab der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, am Mittwochnachmittag bekannt.
Was ist geschehen? Nachdem das Tier – Biologen gehen davon aus, dass es sich um einen jungen Bullen handelt – mehrfach gestrandet war und mit menschlicher Unterstützung wieder zum Weiterschwimmen animiert werden konnte, legte es sich am Dienstagabend erneut fest – und rührt sich seither nicht mehr.
Weiß man, weshalb? Die zugezogenen Wal-Experten gehen davon aus, dass das Tier entweder krank oder verletzt ist und deshalb nicht genügend Kraft hat, um in tiefere Gewässer zu schwimmen. Es wäre auch möglich, dass das Orientierungssystem des Wals gestört ist.
Wie geht es jetzt weiter? Derzeit liegt der Wal – Medien tauften ihn auf den Namen Timmy, weil er sich am Timmendorfer Strand das erste Mal auf einer Sandbank festgelegt hatte – im flachen Wasser vor der Stadt Wismar und rührt sich kaum mehr.
Was heißt das? Die zugezogenen Biologen gehen davon aus, dass sich das Tier zum Sterben hingelegt hat, weil es offenkundig nicht mehr schwimmen kann.
Was passiert jetzt mit ihm? Um dem Wal, dessen Schicksal im Internet seit Tagen von Millionen Menschen verfolgt wird, einen würdevollen und ruhigen Tod zu ermöglichen, sei von den Behörden ein 500 Meter weiter Sperrkreis um ihn gezogen worden, in den niemand eindringen darf.
Wie lange wird das dauern? Auch dazu ist der Wissensstand der Experten lückenhaft. Sie gehen davon aus, dass es Tage, vielleicht sogar Wochen dauern könnte, bis das Tier seinen letzten Atemzug getan hat.
Worum geht es? Ein US-Richter hat die Bauarbeiten am geplanten riesigen Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses vorläufig gestoppt, da vor Beginn des Projekts nicht die ordnungsgemäßen Verfahren eingehalten worden seien.
Weshalb dieser Richterspruch? Die Entscheidung erfolgte, nachdem das Weiße Haus vom National Trust for Historic Preservation verklagt worden war.
Wie wird er begründet? "Solange der Kongress dieses Projekt nicht durch eine gesetzliche Genehmigung absegnet, müssen die Bauarbeiten eingestellt werden!", so Richter Richard Leon in seinem Urteil. Und weiter: "Der Präsident ist der Verwalter des Weißen Hauses für künftige Generationen von Präsidentenfamilien. Er ist jedoch nicht dessen Eigentümer!"
Warum diese Feststellung? Donald Trump hatte vergangenen Herbst eigenmächtig den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen lassen und mit dem Bau des von ihm gewünschten Ballsaals begonnen. Als das von öffentlichen Stellen kritisiert wurde, argumentierte er sinngemäß, er könne mit dem Weißen Haus machen, was er wolle.
Was sagt der Präsident zu dem Urteil? Trump kündigte Berufung an und bestritt die Feststellung, dass der Kongress Arbeiten am Weißen Haus zustimmen müsse.
Wie geht es jetzt weiter? Die Bauarbeiten sind damit zunächst einmal gestoppt, für wie lange, bleibt abzuwarten. Das wird auch davon abhängen, ob sich im Kongress Republikaner finden, die sich in dieser Sache gegen Trump stellen wollen. Wahrscheinlicher ist, dass Trump mit seiner Mehrheit im Kongress einen Beschluss für die Weiterführung der Bauarbeiten erhält.
Worum geht es? Was gefühlt ohnedies bereits jeder Politikkommentator der USA gesagt hat, wurde nun auch von mehreren Meinungsumfragen bestätigt. Eine große Mehrheit der Amerikaner ist gegen den Krieg der USA im Iran und vor allem auch gegen den Einsatz von US-Bodentruppen.
Was sagen die Umfragen konkret? Nur 14 Prozent der Amerikaner befürworten den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran, 62 Prozent sind dagegen und 24 Prozent zeigen sich unentschlossen. Das ergab eine Untersuchung der Zeitschrift Economist in Zusammenarbeit mit YouGov.
Ist das ein generelles Stimmungsbild? Offenbar ja, denn auch andere jüngst durchgeführte Umfragen (etwa von Ipsos und AP-NORC) kommen zu dem gleichen Ergebnis. In allen Fällen übertrifft die Ablehnung des Konfliktes die Zustimmung dazu um das Vierfache.
Wie sehen das Trumps Republikaner? Sehr ähnlich. 37 Prozent der Republikaner sprachen sich gegen den Einsatz aus, während 30 Prozent ihn befürworten. Selbst innerhalb von Trumps Wählerbasis ist die Unterstützung verhalten: Nur 41 Prozent derjenigen, die sich selbst als MAGA-Anhänger bezeichnen, befürworten eine Bodenoperation, während 27 Prozent explizit dagegen sind. Und sogar 60 Prozent der Republikaner, die nicht der MAGA-Bewegung angehören, lehnen den Einsatz von Bodentruppen ab.
Weshalb ist das wichtig? Weil im kommenden November Zwischenwahlen anstehen, die darüber entscheiden, wie entschlossen oder vorsichtig Trump die letzten beiden Jahre seiner Amtszeit angehen kann.
Wovon hängt das ab? Davon, ob die Republikaner ihre geringen Mehrheiten in den beiden Kammern des Kongresses behalten können. Gewinnen die Demokraten dort die Oberhand, kann sich Präsident Trump kaum mehr politisch bewegen und wird zur "Lame Duck".
Worum geht es? Die Mondrakete Artemis II der US-Weltraumbehörde NASA ist in der Nacht auf Donnerstag planmäßig vom Kennedy Space Center in Florida abgehoben. Nach mehreren Erdumrundungen wird die Raumkapsel Orion Richtung Mond aufbrechen.
Landet die Kapsel auf dem Mond? Nein, sie wird den Mond umrunden und danach zur Erde zurückkehren.
Was hat das für einen Sinn? Der Flug dient der Vorbereitung einer Mondlandung, die im Jahr 2028 stattfinden soll. Es wird dann die erste Landung von Menschen auf dem Mond nach 56 Jahren Pause sein.
Wie lange dauert die Mission? Planmäßig wird die Artemis II-Mission zehn Tage unterwegs sein, ehe die Kapsel wieder zur Erde zurückkehrt.
Wie viele Menschen sind an Bord? Vier Astronauten, drei Männer und eine Frau. Sie werden sich aufgrund der geplanten Flugbahn der Kapsel weiter von der Erde entfernen, als jemals zuvor ein mit Menschen besetztes Flugobjekt gewesen ist.
Worum geht es? Am Montag wurden auf Instagram die ersten Renderings für die "Donald J. Trump Presidential Library" veröffentlicht, die Präsidentenbibliothek des aktuellen Amtsinhabers.
Ist Donald Trump auf einmal ein Bücherfreund? Nein, aber in den USA gehört es zum guten Ton, dass jeder Präsident am Ende seiner Amtszeit seinen Landsleuten eine eigene Bibliothek hinterlässt. Wobei, die Trump-Bibliothek ist ohnedies etwas anders geraten als der übliche Entwurf.
Inwiefern das? Die Bibliothek ist in einem gefühlt 70 Stockwerke hohen gläsernen Wolkenkratzer untergebracht, der irgendwo in Downtown Miami steht, als Teil des Miami Dade College.
Wie sieht das Gebäude aus? Wie der prototypische Trump-Tower. Der Name des Präsidenten steht in gigantischen Lettern gleich zweimal auf der Glasfassade, im Erdgeschoß ist ein gut 35 Meter hohes gläsernes Tor, das an einen Flugzeughangar erinnert.
Wozu das große Tor? Um ganze Flugzeuge rein und raus rollen zu können. In dem mithilfe von KI erstellten Werbevideo ist etwa im Erdgeschoß der Bibliothek ein riesiger Empfangsraum zu sehen, in dem ein kleineres Modell einer Air Force One-Boeing 747 zu sehen ist. Kurios: Anders als die echte Air Frce One hat das Modell hier nur zwei statt vier Triebwerke.
Was fällt noch ins Auge? Die riesige, freistehende goldene Rolltreppe einerseits. Und andererseits die vollkommene Abwesenheit von Büchern oder anderen Medien-Plattformen wie Bildschirmen.
Wann ist Baubeginn? Das steht noch nicht fest. Es ist derzeit noch nicht einmal bekannt, ob das Grundstück, auf dem Trump den Gebäude-Koloss hochziehen lassen möchte, überhaupt existiert bzw. bebaut werden kann.
Worum geht es? König Charles III. und Königin Camilla werden Ende April zu einem offiziellen Staatsbesuch in die USA reisen. Das gab der Buckingham Palace am Dienstag bekannt. Damit sollen "die historischen Verbindungen und die moderne bilaterale Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten" gewürdigt werden.
War König Charles schon einmal in den USA? Jedenfalls nicht als Monarch. Es ist der erste Staatsbesuch des englischen Staatsoberhauptes seit dessen Thronbesteigung 2022.
Was sagt Trump? Er ist schon ganz aufgeregt. In einem Posting auf Truth Social bestätigte er die Reisepläne des Königspaares und erklärte in Großbuchstaben: "Es wird FANTASTISCH!"
Weiß man schon Details? Der Staatsbesuch ist von 27. bis 30. April vorgesehen, nähere Reisedetails werden erst ausgearbeitet.
Wie ist derzeit das Verhältnis zwischen den USA und UK? Es war schon bedeutend besser. Trump kritisierte zuletzt vor allem das militärische Verhalten des NATO-Partners und mangelnde Hilfsbereitschaft bei seinem Iran-Krieg.
Wann war zuletzt ein britischer Monarch in den USA? Das war Königin Elizabeth II. im Jahr 2007. Seither war Trump schon mehrfach in Großbritannien, zuletzt gemeinsam mit Melania im vergangenen Dezember.
Worum geht es? Laut der britischen Financial Times wollte US-"Kriegsminister" Pete Hegseth in den Wochen vor dem US-Angriff auf den Iran mehrere Millionen Dollar in einen Rüstungsfonds investieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.
Wie sollte das gehen? Hegseths Broker bei der Investmentbank Morgan Stanley habe demnach im Februar mit dem weltgrößten Investmenthaus Blackrock Kontakt aufgenommen, um über den Kauf von Anteilen an dessen "Defense Industrials Active ETF" zu verhandeln. Dabei sei es um eine Investition in Höhe von mehreren Millionen Dollar gegangen.
Und Blackrock wollte sich darauf einlassen? Dort gab es offenbar Bedenken. Die "Anfrage im Namen des hochkarätigen potenziellen Kunden" sei laut Insidern mit einem Vermerk versehen worden, berichtet die Financial Times weiter.
Welche Unternehmen sind in dem Fonds vertreten? Laut der Finanzzeitung u.a. Rüstungskonzerne wie RTX, Lockheed Martin und Northrop Grumman, die allesamt das US-Verteidigungsministerium (und damit Minister Hegseth) zu ihren größten Kunden zählen. Auch die umstrittene Datenanalysefirma Palantir tauche in dieser Liste auf.
Kam es am Ende zu dem Deal? Nein, da der betreffende Fonds für Kunden von Morgan Stanley zu jenem Zeitpunkt noch nicht gekauft werden konnte.
Investierte Hegseth sein Geld schließlich in andere Waffenfonds? Dazu gibt es laut Financial Ttime keine gesicherten Erkenntnisse.
Was sagt das Pentagon zu den Vorwürfen? Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums dementierte den Bericht scharf. Sean Parnell, Chefsprecher des Pentagon, schrieb auf X: "Diese Behauptung ist völlig falsch und erfunden. Weder Minister Hegseth noch einer seiner Vertreter hat Blackrock bezüglich einer solchen Investition angesprochen."
Was ist das große Bild? Hegseth gehört Berichten zufolge zu den größten Befürwortern des US-Krieges gegen den Iran, wobei er in seiner Kommunikation häufig durch prahlerische Töne auffällt.
Worum geht es? Zum Gedenken an die vor vier Jahren verstorbene Queen Elizabeth II. soll im Londoner St. James Park ein Denkmal der Monarchin errichtet werden. Außerdem sei eine gläserne Brücke über den kleinen See in dem Park, der nur einen Steinwurf vom Buckingham Palace entfernt liegt, geplant.
Aber? Laut Daily Mail spricht sich die Queen Anne's Gate Residents Association, die Vereinigung der Wohnungsbesitzer am St. James Park, strikt gegen das Vorhaben aus. Man befürchte einen Anstieg der Kriminalität sowie asozialen Verhaltens durch das Denkmal.
Wie kommt man auf die Idee? Bereits jetzt gebe es in dem hochpreisigen Wohnviertel pro Monat mehr als 1.000 Straftaten. Zudem würde das Denkmal den Touristenstrom in den Park vergrößern, was ebenfalls nicht im Interesse der wohlhabenden Bewohner ist.
Also kein Queen-Gedenken im Vorgarten der Reichen und Schönen? Gut möglich. Die Interessensgruppe erklärte weiters, sie erkenne zwar den Wunsch an, der verstorbenen Königin zu gedenken, eine "umfassende bauliche Veränderung" des Parks sei jedoch weder "notwendig noch verhältnismäßig".
Wer entscheidet das jetzt? Der Stadtrat von Westminster, jenem Stadtteil von London, in dem der St. James Park liegt. Dort verweist man auf die derzeit noch laufenden Planungsarbeiten, die noch nicht abgeschlossen seien.