NewsFlix.at Logo

23. Februar 2026

Eine Nacht im Flugzeug Kein Bus da, 600 Passagiere gefangen

Worum geht es? In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es am Flughafen München zu einem Winter-Chaos. Rund 600 Passagiere mussten unfreiwillig in ihren Flugzeugen übernachten – mutmaßlich auch aus Schlamperei.

Wie kam es dazu? Wegen des starken Schneefalls gab es untertags viele Verspätungen. In München herrscht zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh ein Flugverbot. Das wurde diesmal teilweise aufgehoben.

Aber? Einige bereits abgefertigte und startbereite Maschinen bekamen dann doch keine Starterlaubnis, warum, ist noch unklar. Sie standen am Flugfeld, alle "Finger" waren von abgestellten Flugzeugen belegt.

Warum kam kein Bus? Offenbar, weil die Fahrer heimgegangen waren. Die Passagiere konnten also nicht über die Terminals aussteigen, aber auch nicht über eine Gangway, denn es standen keine Busse bereit. Sie waren in den Flugzeugen gefangen.

Um wie viele Maschinen geht es? Nach aktuellem Stand um sechs, fünf von Lufthansa, eine von Air Arabia. Die Fluggäste mussten bis 5 Uhr warten, da wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

Was hieß das in der Praxis? Die Passagiere verbrachten die Nacht im Flugzeug. Betroffene berichten, dass es viel zu wenige Decken, Verpflegung und Getränke gegeben habe. Vom Personal seien sie ständig vertröstet worden.

Was sagen Lufthansa und Flughafen? Sie bestätigen (und bedauern) den Vorgang grundsätzlich, die fehlende Betreuung und Kommunikation wird bestritten.

Warum ist das jetzt ein Thema? Weil der Murks ein Fall für die Staatsanwaltschaft wird. Sie soll prüfen, ob der Vorfall strafrechtliche Konsequenzen hat.

Weitere Meldungen

Wackelt nun Mexiko-WM? Unruhen nach Tötung von Drogenboss

Worum geht es? Bei einer Spezialoperation des mexikanischen Militärs wurde am Sonntag der berüchtigtste Drogenboss des Landes, Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho", getötet. Bei anschließenden Gefechten kamen insgesamt 74 Menschen ums Leben, darunter 25 Soldaten der Nationalgarde.

Wer war "El Mencho"? Er leitete das Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG), das als eines der gewalttätigsten Verbrechersyndikate Mexikos gilt. Neben dem Handel mit Fentanyl, Metamphetamin und Kokain wird es auch mit Erpressung, Menschenhandel und Waffenhandel in Verbindung gebracht.

Wie kamen ihm die Behörden auf die Spur? Der entscheidende Hinweis auf seinen Aufenthaltsort soll von US.Geheimdiensten gekommen sein. Die USA hatten das Kartell als terroristische Organisation eingestuft und auf "El Mencho" ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar ausgesetzt.

Wie kam es zu so vielen Todesfällen? Nach dem Tod des Kartellchefs reagierten seine Anhänger mit einer Welle der Gewalt. Ausgehend vom Bundesstaat Jalisco, wurden in 20 Bundesstaaten Autos angezündet, Straßen blockiert und Geschäfte angegriffen. Auch mehrere Touristenorte waren von den Ausschreitungen betroffen.

Waren auch Urlauber von den Kämpfen betroffen? Die Behörden forderten Touristen in den betroffenen Ferienorten auf, nicht auf die Straße zu gehen. Mehrere Fluggesellschaften aus den USA und Kanada strichen kurzfristig ihre Verbindungen nach Puerto Vallarta und leiteten Flüge, die bereits in der Luft waren, zu anderen Zielen um.

Wer bangt nun auch? In vier Monaten beginnt in Mexiko (neben Kanada und den USA) die Fußball-WM. 13 Spiele finden im Land statt, auch in einer Stadt, die nun besonders von Unruhen betroffen ist.

Nämlich? In Guadalajara an der Westküste steht eines der drei mexikanischen WM-Stadien. Hier sind vier WM-Vorrundenspiele angesetzt, darunter auch das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay.

Neue Epstein-Festnahme Nun britischer Ex-Botschafter betroffen

Worum geht es? Die britische Polizei hat am Montag den ehemaligen Botschafter des Königreichs in den USA, Peter Mandelson, im Zuge ihrer Ermittlungen zu den Epstein-Akten festgenommen. Dem 72-Jährigen wird Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Wer ist Peter Mandelson? Der Politiker gehört seit Jahrzehnten zu den einflussreichsten Köpfen im Labour-Lager. Er saß lange Jahre im Parlament, war EU-Kommissar und britischer Wirtschaftsminister. Zuletzt war er als Botschafter Großbritanniens in den USA, war aber im September 2025 von seinem Amt abberufen worden.

Weshalb die Abberufung? Im Zuge der Veröffentlichung der Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren neue Details bekannt geworden, wie nahe sich Mandelson und Epstein (er starb 2019 in Untersuchungshaft) lange Zeit gestanden hatten.

Hat die Festnahme jetzt mit den Epstein-Akten zu tun? Laut BBC steht der Verdacht im Raum, dass Mandelson im Zuge des Überprüfungsprozesses für das Amt des Botschafters nicht die volle Wahrheit darüber gesagt hat, in welcher Beziehung er zu Epstein stand.

Hat das etwas mit der Festnahme von Ex-Prinz Andrew zu tun? Das wird sich erst weisen. Andrew war vergangene Woche kurzfristig festgenommen worden, nachdem bekannt geworden war, dass er in seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter Epstein vertrauliche Informationen weitergeleitet haben soll. Der Bruder von König Charles III. bestreitet jedes Fehlverhalten.

Standen Mandelson und Andrew in Kontakt? Wenn nicht über Epstein, so doch jedenfalls daheim in London. Denn zu jener Zeit, als Andrew Handelsbeauftragter der Krone war, da war Mandelson Wirtschaftsminister.

Notstand in 7 US-Staaten Blizzard legte Nordostküste lahm

Worum geht es? Der Nordosten der USA erlebte am Montag einen dramatischen Wintereinbruch. In New York City fielen sorgte ein Blizzard bis Montagmittag für etwa 40 Zentimeter Schnee.

Wie schlimm war es? In sieben Bundesstaaten – New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware, Connecticut, Rhode Island und Massachusetts – wurde der Notstand ausgerufen. New York stellte 1.400 Notfall-Schneeschaufler ein.

Was waren die Folgen? Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani ließ bis Mittag sämtliche Straßen, Highways und Brücken für den Verkehr sperren, ausgenommen waren nur systemrelevante Transporte und Einsatzfahrten.

Gab es noch weitere Behinderungen? Der öffentliche Verkehr war nahezu lahmgelegt. Nur wenige Züge, Busse und U-Bahnen konnten regulär fahren. An den New Yorker Flughäfen sowie in Newark und Boston wurden 90 Prozent aller Flüge abgesagt.

Wie viele Menschen leben im Blizzard-Gebiet? Mehr als 50 Millionen. Das betroffene Gebiet reichte von Washington D.C. im Süden über Philadelphia, New York City und Boston bis in den äußersten Norden des Bundesstaates Maine. Etwa 400.000 Haushalte waren zeitweilig ohne Strom.

Was riet Zohran Mamdani seinen Bürgern? "Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause!" Damit sich auch möglichst viele daran halten, blieben am Montag alle Schulen und die meisten öffentlichen Einrichtungen im Big Apple geschlossen. Auch die meisten Theateraufführungen fielen aus.

Wie lange sollte der Blizzard dauern? Laut Prognosen sollte bis heute das Schlimmste überstanden sein.

Hund am Airport ausgesetzt Weil er nicht mit ins Flugzeug durfte

Worum geht es? Eine Frau durfte ihren Golden Doodle Minipudel nicht als Assistenzhund auf einen Flug mitnehmen. Also band sie das zweijährige Tier in Las Vegas kurzerhand beim Ticketschalter an und ging in den Abflugbereich.

Was geschah weiter? Passagiere machten die Polizei auf das Tier aufmerksam, diese fand dank Videoüberwachung rasch heraus, wo sich seine Besitzerin befand. Doch sie weigerte sich, ihren Hund zurückzunehmen.

Mit welcher Begründung? Das Tier sei ohnedies mit einem Peilsender ausgestattet. Sie hätte damit sagen wollen, dass sie das Tier bei ihrer Rückkehr schon wieder gefunden hätte, so die Behörde.

Wie reagierte die Polizei? Mit einem Facebook-Posting: "Wir können es nicht fassen, dass wir das sagen müssen … aber bitte setzen Sie Ihren Hund nicht am Flughafen – oder irgendwo anders – aus."

Gab es Konsequenzen für die Frau? Sie wurde festgenommen, wobei sie sich widersetzte und aggressiv wurde. Nun ist sie wegen Tieraussetzung und Widerstand gegen die Festnahme angeklagt.

Was ist mit dem Hund? Das Tier – es wurde "JetBlue" getauft, weil er bei dieser Fluggesellschaft ausgesetzt worden war – kam für zehn Tage in die Obhut eines Tierschutzdienstes. Und da ihn seine Besitzerin während dieser Zeit nicht abholte, wurde er auf eine Pflegestelle vergeben und wartet dort auf seinen neuen Besitzer. Angeblich gibt es bereits zahlreiche Interessenten.

Obama-Jux über Aliens Aber Trump hat ihn ernst genommen

Worum geht es? Es war nur ein Spaß. Vor einigen Tagen veralberte Barack Obama in einem Podcast Erkenntnisse des US-Militärs zu außerirdischen Lebensformen. Daraufhin war ihm Trump vor, "einen großen Fehler" begangen zu haben. Und will jetzt selbst angebliche Alien-Akten des US-Militärs freigeben lassen.

Was hat Obama in dem Podcast gesagt? Er meinte augenzwinkernd, Aliens seien real, er selbst hätte jedoch keine gesehen. Zahlreiche Medien nahmen diese angebliche "Alien-Beichte" des 64-Jährigen ernst, weshalb er die Dinge kurz darauf auf Instagram klarstellte.

Inwiefern? Obama erklärte, statistisch gesehen sei das Universum so groß, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch sei. Die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sei jedoch so riesig, dass die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs von Außerirdischen sehr gering sei.

Damit sollte alles klar sein, oder? Nicht nach Ansicht von Donald Trump. Der Republikaner warf Obama nun vor, geheime Informationen "preisgegeben" zu haben – ein "großer Fehler". Aber er kündigte gleichzeitig auch an, Regierungsakten zu Aliens, UFOs und dergleichen veröffentlichen zu lassen.

Auch ein augenzwinkernder Scherz? Vermutlich eher nicht. In einem Posting auf Truth Social erklärte der amtierende Präsident, aufgrund des "enormen Interesses" habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Ministerien und Behörden angewiesen, entsprechendes Material zu identifizieren und später freizugeben.

Rassismus im Fußball Bayern-Trainer hält 12-Minuten-Rede

Worum geht es? Beim Spiel in der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid soll es zu einem rassistischen Eklat gekommen sein. Betroffen war Real-Star Vinícius Júnior.

Was ist passiert? Der argentinische Benfica-Profi Gianluca Prestianni soll sich über den exzessiven Torjubel von Vinícius Júnior geärgert und "Affe" gerufen haben.

Woher weiß man das? Vinícius Júnior war zum Schiedsrichter gegangen und hatte den Vorfall angezeigt. Der Schiri unterbrach das Spiel. Prestianni bestreitet die Vorwürfe.

Warum lässt sich das nicht aufklären? Weil sich Prestianni das Trikot vor dem Mund hielt, als er "Affe" gerufen haben soll.

Wie reagierte nun Bayern-Trainer Vincent Kompany? Mit einer 12 Minuten langen, emotionalen Rede am Ende einer Pressekonferenz. Kompany ist Belgier mit Wurzeln im Kongo. Er habe als Fußballer und Trainer selbst rassistische Anfeindungen erlebt.

Was sagte er? Er habe das Spiel im Fernsehen gesehen, die Reaktion von Vinícius Júnior sei echt und nachvollziehbar gewesen – nicht inszeniert, sagte er. Dafür kritisierte er Benfica-Trainer José Mourinho.

Warum? Kompany warf ihm vor, nicht sensibel und verantwortungsvoll auf die Situation reagiert zu haben. Vor allem, weil Mourinho argumentiert hatte, sein Verein könne nicht rassistisch sein, weil der beste Spieler der Geschichte bei Benfica ein Schwarzer gewesen sei. Gemeint war Eusébio.

Was sieht er als Problem? "Wenn es wahr ist, dass der Spieler von Benfica das gesagt hat, würde ich mir wünschen, dass es einen Raum für eine Entschuldigung gibt. Niemand auf der Welt ist perfekt. Aber wir berauben uns dieser Option. Es gibt immer nur links und rechts, schwarz und weiß."

Was erwartet er sich von Mourinho? Er kritisiere ihn nicht als Person, er habe noch nie jemanden getroffen, der Schlechtes über ihn gesagt habe. "Aber er hat einen Fehler gemacht. Und ich hoffe, das wird in der Zukunft nicht mehr passieren."

Protest gegen Supermärkte Russen beklagen auf TikTok Preise

Worum geht es? In Russland protestieren immer mehr junge Menschen gegen die stark gestiegenen Preise in Supermärkten und das allgemeine Kostenniveau. Sie gehen dafür nicht auf die Straße, sondern "demonstrieren" in den sozialen Medien.

Wie läuft der Protest? Die Russinnen posten auf Plattformen wie TikTok, X, Telegram oder Instagram Videos und Bilder von ihren Einkaufswagen und zeigen empört die Preisetiketten her.

Warum verbreiten sich die Videos so rasant? Weil sie authentisch wirken und einen Nerv treffen. Die Posts werden mit Kommentaren versehen wie "wie soll man sich das leisten?" oder "das ist kein Gemüse mehr, das ist Luxus!".

Was ist der Hintergrund? In Russland sind zuletzt viele Lebensmittel deutlich teurer geworden – insbesondere frische Produkte wie Gurken, die teils sogar mehr als doppelt so viel kosten wie noch vor wenigen Monaten. Aber auch die Preise für Fleisch und Milch sind stark gestiegen.

Wie teuer ist teuer? Das Kilo Rindfleisch kostet laut Spiegel umgerechnet etwa acht Euro, das Kilo Margarine 3,30 Euro. Und die beliebten Salatgurken pro Kilogramm 3,70 Euro.

Was sind die Gründe? Der Krieg gegen die Ukraine, der Logistik- und Produktionskosten treibt, die Import-Abhängigkeiten bei bestimmten Lebensmitteln und steigende Transportkosten. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und weiterer Steuern, die auf Lebensmittel umgelegt werden.