Worum geht es? Die Mutter der am 28. Juli bei einem Kletterunfall im pakistanischen Karakorum-Gebirge tödlich verletzten deutschen Sportlerin Laura Dahlmeier, Susi Dahlmeier, hat sich erstmals nach dem Tod ihrer Tochter öffentlich gemeldet. Auf ihrer Instagram-Seite postete die gelernte Goldschmiedin das Bild eines von ihr gestalteten Anhängers. Dieser trägt den Titel "Brücke ins Paradies".
Wie sieht der Anhänger aus? Der kleine, ovale Anhänger aus Silber zeigt auf der linken Seite stilisierte Berge und einen goldenen, geschwungenen Bogen, der zu einem Stern führt. Über dem Bogen thront ein goldenes Herz. Am Fuß der stilisierten Berge ist ein handschriftliches L – wohl für Laura – eingraviert. Der Anhänger ist an einer dünnen Lederschnur befestigt.
Kann man den Anhänger kaufen? Dazu gibt es keine Informationen, die Seite von Susi Dahlmeiers Schmuckwerkstatt nahe Garmisch-Partenkirchen, dem Wohnsitz der Familie Dahlmeier, ist derzeit nicht erreichbar. Es ist aber eher davon auszugehen, dass es sich bei dem Anhänger um ein unverkäufliches Unikat handelt.
Was ist in Pakistan geschehen? Die begeisterte Bergsteigerin Dahlmeier war mit einer Kletterpartnerin beim Abstieg vom 6.069 Meter hohen Laila's Peak von heftigem Steinschlag überrascht worden und wurde dabei laut Aussagen ihrer Begleiterin von einem großen Stein am Kopf getroffen. Eine Rettungsaktion konnte aufgrund widriger Witterungsverhältnisse erst einen Tag später gestartet werden, wobei man aber nicht zu der Verunglückten vordringen konnte. Sie wurde aufgrund der Umstände daraufhin für tot erklärt.
Wo ist der Leichnam von Laura Dahlmeier jetzt? Er hängt nach Angaben ihrer Seilpartnerin nach wie vor auf einer Höhe von etwa 5.700 Metern in der Wand. Eine Bergung wurde bislang als zu riskant verworfen. Ob und wann die sterblichen Überreste der erfolgreichen Sportlerin geborgen werden sollen, ist noch nicht geklärt.
Welchen Sport hat Laura Dahlmeier betrieben? Sie war im Biathlon aktiv und eine der erfolgreichsten Athletinnen der Zehner-Jahre. Dahlmeier gewann zwei Mal Olympia-Gold in Südkorea 2018 sowie sieben Weltmeistertitel. 2019 beendete sie ihre Biathlon-Karriere mit nur 25 Jahren und wendete sich ganz dem Bergsport, ihrer großen Leidenschaft, zu.
Worum geht es? Marius Borg Hoiby, der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, ist von der norwegischen Justiz offiziell angeklagt worden. Es geht um den Vorwurf der vierfachen Vergewaltigung, sowie um insgesamt 28 weitere Straftaten, darunter Vandalismus, häusliche Gewalt und Freiheitsberaubung.
Wer ist der Angeklagte? Marius Borg Hoiby ist 28 Jahre alt und stammt aus einer früheren Beziehung von Mette-Marit, die im Jahr 2001 den norwegischen Kronprinzen Haakon geheiratet hat.
Hat das Paar weitere Kinder? Ja, Marius hat zwei Halbgeschwister, Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus.
Ist der Angeklagte ein Mitglied der Königsfamilie? Ja, aber anders als seine Halbgeschwister, bekleidet er keine offizielle Funktion am norwegischen Königshof.
Wie kam die Sache ins Laufen? Marius Borg Hoiby war vor einem Jahr wegen mutmaßlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung in der Wohnung seiner damaligen Freundin festgenommen worden. Er gestand, die Taten "unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain" begangen zu haben. Im Zuge der Ermittlungen kamen weitere Vorwürfe ans Licht.
Wie hoch ist das mögliche Strafmaß? Die Höchststrafe sei "eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren", so der zuständige Staatsanwalt Sturla Henriksbo.
Worum geht es? Laut dem Portal turbli.com sind die Alpen in Europa ein Hotspot für Flug-Turbulenzen. Vor allem auf Nord-Süd-Routen über Tirol, Vorarlberg und dem Osten der Schweiz kommt es demnach besonders häufig zu Turbulenzen. Statistisch gesehen am häufigsten rumpelt es auf der Strecke zwischen Genz und Nizza.
Weshalb gerade dort? Weil Turbulenzen besonders häufig von signifikanten Luftströmungen in Gebirgen verursacht werden, so der spanische Ingenieur Ignácio Gallego-Marcos, der turbli.com betreibt, im Spiegel. Die Website zeigt Vorhersagen für Turbulenzen aufgrund von Daten der Wetterbehörden.
Wie häufig werden Flüge von Turbulenzen getroffen? Laut BBC kommt es jährlich zu etwa 5.000 Zwischenfällen mit schweren Turbulenzen. Insgesamt finden pro Jahr weltweit mehr als 35 Millionen Flügen statt. Relativ oft passiert es generell in der Nähe hoher Gebirge, weil Berge die Luftströmung stören, Luftmassen aufsteigen und es dort ausgeprägte Temperatur- und Druckunterschiede gibt.
Wo ist die Chance, in Turbulenzen zu geraten, noch groß? Überall, wo es hohe Gebirge gibt: In Südamerika im Bereich der Anden und im Norden in den Rocky Mountains. Die weltweit meisten Turbulenzen kommen im Bereich des Himalaya-Massivs vor. Aber auch im Bereich des Äquators, wo sich eine sehr gewitteranfällige Luftdruckzone befindet, sowie im Bereich des Nordatlantiks, wo schwere Jetstream-Stürme wüten können, steigen demnach die Chancen, mit dem Flugzeug in Turbulenzen zu kommen.
Worum geht es? Teile des weltberühmten Jakobswegs, der ins nordspanische Santiago de Compostela führt, mussten von den Behörden wegen der anhaltend starken Waldbrände in der Region gesperrt werden.
Welche Teile des Weges sind betroffen? Jene, die durch die Regionen Galicien, Kastilien und León sowie Extremadura führen. Die Waldbrandsituation in Nordspanien könnte aber dazu führen, dass die Sperren weiter ausgeweitet werden müssen.
Wie schlimm sind die Waldbrände? Heuer ganz besonders schlimm. "Dies ist eine Brandsituation, wie wir sie seit 20 Jahren nicht mehr erlebt haben", so die Verteidigungsministerin Margarita Robles zum Radiosender Cadena SER. Die Brände seien infolge des Klimawandels und einer gewaltigen Hitzewelle anders als in früheren Jahren. Man erlebe die längste Hitzewelle seit 50 Jahren, die Temperaturen sind zuletzt auf bis zu 45 Grad gestiegen.
Wie viel Land ist bereits verbrannt? Nach Angaben des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (EFFIS) in Spanien etwa 344.400 Hektar – eine Fläche, die deutlich größer als Vorarlberg ist. Das ist das Vierfache des Durchschnitts der Jahre 2006 bis 2024. In Portugal wurde bislang eine Fläche, die vier Mal so groß ist wie Wien, von den Flammen zerstört.
Gibt es Opfer? In Spanien sind bislang vier Menschen in den Flammen ums Leben gekommen, in Portugal zwei.
Worum geht es? Der Schweizer Spitzenkoch Daniel Humm hat angekündigt, im New Yorker Luxusrestaurant "Eleven Madison Park" künftig wieder Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und andere tierische Produkte anzubieten.
Das ist weshalb eine Meldung? Weil Daniel Humm der erste Top-Koch in den USA war, der seine Küche rigoros auf Vegan umgestellt hatte. Nach der Corona-Pandemie erklärte er, künftig auf jegliche tierische Produkte zu verzichten. "Angesichts des Klimawandels muss Luxus heute nicht mehr Foie gras und Kaviar bedeuten", erklärte der Schweizer damals. "Wir konnten nicht zu dem zurückkehren, was wir vorher gemacht hatten."
Und jetzt geht es doch? Offensichtlich. Er habe fest an das vegane Menü geglaubt, "aber ich habe nicht erkannt, dass wir damit Menschen ausschließen", so der 48-Jährige nun in der New York Times. Vor allem große Runden, eine wesentliche Einnahmequelle der Spitzengastronomie, ließen sich nur schwer verkaufen, wenn bloß Gemüse auf dem Teller liege.
Gab es weitere Gründe für die Entscheidung? Auch der Absatz von Alkohol – in jeglicher Gastronomie ein wichtiger Umsatzbringer – sei eingebrochen, so Humm. Viele Weinkenner wollten zu ihren Grand Crus eben lieber Fleisch statt Kohlröschen.
Gibt es auch weiterhin vegane Menüs im "Eleven"? Ja, wer das wolle, bekomme natürlich auch in Zukunft vegane Gerichte, so Humm.
Was kostet ein Menü? 365 Dollar ohne Weinbegleitung, egal ob Fleisch oder nur Gemüse auf dem Teller liegen.
Ab wann wird es bei Humm wieder fleischlich? Wie er auf seinem Instagram-Account ankündigt, erfolgt die Rückkehr zur alten Philosophie am 14. Oktober.
Ist der Vegan-Trend am Ende? Leicht tun sich die Anbieter von pflanzlichen Ess-Alternativen derzeit jedenfalls nicht. Humms "Eleven Madison Park" ist nur ein Beispiel. In Österreich ist etwa die vegane Fastfood-Kette Swing Kitchen zuletzt in eine Insolvenz gerutscht.
Worum geht es? Melania Trump, First Lady der USA, droht Hunter Biden, dem Sohn von Joe Biden, Amtsvorgänger ihres Mannes als US-Präsident, mit einer Verleumdungsklage über 1 Milliarde Dollar, wenn dieser es nicht unterlässt zu behaupten, sie sei ihrem späteren Mann durch den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorgestellt worden. Diese Behauptung sei "falsch, abwertend, diffamierend und aufrührerisch", so die Anwälte von Melania Trump, berichtet die BBC.
Wer ist Hunter Biden? Der Sohn von Ex-Präsident Joe Biden ist eine schillernde Figur, der durch Alkohol- und Drogenmissbrauch ebenso aufgefallen ist wie durch Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung und illegalen Waffenbesitz. Im Präsidentschaftswahlkampf 2024 versuchte Donald Trump mehrfach, die Verfehlungen von Hunter Biden gegen seinen Vater, Trumps ersten Konkurrenten um das Präsidentenamt, zu verwenden.
Was hat Hunter Biden konkret gesagt? In einem Interview mit "Channel 5 With Andrew Callaghan" bei Youtube soll Biden behauptet haben, Melania Knavs sei dem Immobilien-Spekulanten Donald Trump von Jeffrey Epstein vorgestellt worden. Diese Äußerung Bidens sei in den sozialen Medien weit verbreitet worden und habe Melania Trump "einen erheblichen finanziellen Schaden" zugefügt sowie zu einer "Beschädigung ihres Rufs" geführt, so ihr Anwalt.
Was ist das Problem bei der Behauptung? Jeffrey Epstein, der in den 1990er-Jahren in der New Yorker Finanzbranche zu einem Millionenvermögen gekommen war, wurde 2008 wegen Anstiftung zur Prostitution als Sexualstraftäter verurteilt. 2019 tötete sich Epstein, der zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft saß und einer Anklage wegen vielfachen sexuellem Missbrauch entgegensah, selbst in seiner Zelle. Epstein und Donald Trump waren davor mehr als ein Jahrzehnt lang sehr enge Freunde – eine Beziehung, die der amtierende Präsident nun herunterzuspielen versucht.
Und wird sich Hunter Biden von seiner Aussage distanzieren? In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview erklärte der 55-Jährige, er glaube nicht, dass "diese Drohungen mit einer Klage etwas anderes als eine gezielte Ablenkung darstellen" würden. Sollte es jedoch tatsächlich dazu kommen, würde er das Ehepaar Trump zu eidesstattlichen Erklärungen in der Causa zwingen. "Ich wäre mehr als glücklich, ihnen diese Plattform zu bieten", so Hunter Biden.
Worum geht es? Der britische Außenminister David Lammy ging diese Woche mit dem auf Europa-Urlaub befindlichen US-Vizepräsidenten JD Vance auf einem Landgut, das dem Außenministerium als Residenz dient, in den Cotswolds angeln. Blöd nur: Lammy besaß keinen Angelschein für das Gewässer, in das die beiden Polit-Buddys ihre Angeln hängten. Also zeigte sich der Minister nach vollbrachter Untat selbst an, berichtet die BBC.
Hat der Fauxpas Konsequenzen? Darüber ist noch nicht entschieden, aber der Minister zeigte tätige Reue, indem er sich nicht nur selbst meldete, sondern gleich auch die nötige Lizenz erwarb. Besser spät als nie, sozusagen.
Ist der politische Schaden groß? Es hält sich in Grenzen. Schwerer wiegt für den Labour-Minister vermutlich, dass ihm der sich gerne als Naturbursche darstellende US-Vize hinterher attestierte, vom Angeln keine Ahnung zu haben. Seine drei Kinder könnten "besser angeln als der britische Außenminister", lästerte Vance hinterher.
Was macht der US-Vize in England? Er ist mit seiner Familie auf Urlaub da, was nicht jedem Einwohner gefällt. Mehr als hundert Menschen feierten in dem Örtchen Charlbury eine "Not Welcome Party", als Vance und Entourage anreisten, berichtet der Guardian.
Worum geht es? Der Chef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, muss den Konzern zwei Jahre vor Auslaufen seines Vertrags verlassen. Das gab der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) am Donnerstag bekannt. Lutz hatte es offensichtlich nicht geschafft, den seit vielen Jahren in einer Dauer-Krise steckenden Konzern wieder auf Schiene zu bringen.
Welche Probleme hat die Deutsche Bahn? Vor allem die marode Infrastruktur und die – auch daraus – resultierende Unpünktlichkeit der Züge. Diese war zuletzt massiv gestiegen von 21,5 Prozent im Jahr 2017 auf 37,5 Prozent in 2024. Dazu kam, dass durch die Fußball-EM in Deutschland 2024 die Qualitäts-Mankos der Bahn zigtausendfach auf Social Media kommuniziert wurden.
Gab es keine Gegen-Strategie? Doch, die Probleme wurden durchaus erkannt und auch angegangen. So ist etwa die wichtige Strecke Hamburg – Berlin seit 1. August komplett gesperrt, um mit riesigem Aufwand saniert zu werden. Aber – so die Meinung vieler Experten – die Versäumnisse von Jahrzehnten lassen sich selbst mit riesigen Investitionen nicht binnen weniger Monate reparieren.
Wie geht es jetzt weiter? "Die Suche nach einem neuen Bahnchef, einer neuen Bahnchefin hat mit diesem Augenblick begonnen", erklärte der deutsche Verkehrsminister bei der Bekanntgabe der Personalie. Gesucht werde jemand, der auch "eine Verschlankung" des mit etwa 338.000 Mitarbeitern weltweit tätigen Konzerns in Angriff nimmt. Ob und wie sich das mit der nötigen Modernisierung des Betriebes in Einklang bringen lässt, wird sich zeigen.