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19. März 2026

Ein Klick reicht Neue Schadsoftware attackiert iPhones

Worum geht es? Sicherheitsforscher haben eine neue Schadsoftware namens DarkSword entdeckt, die iPhones ins Visier genommen hat. Diese Malware kann Geräte bei einem einzigen Klick auf einen infizierten Link angreifen und Daten stehlen.

Wer ist betroffen? Vor allem Handys mit älteren iOS‑Versionen von iOS 18.4 bis 18.7. Diese laufen Schätzungen zufolge weltweit noch auf mehreren Hundert Millionen Geräten.

Was ist DarkSword? Es handelt sich um keinen "normalen Virus" wie bei PCs, sondern um einen komplexen iOS‑Exploit (englisch für Lücke). Er nutzt Schwachstellen im iPhone‑Betriebssystem aus und erlangt vollständigen Zugriff auf ein Gerät.

Was macht DarkSword so heimtückisch? Er gilt als sogenanntes 1-Click-Exploit-Kit. Es reicht, wenn Nutzer einen manipulierten Link in einer E-Mail, einer Chatnachricht oder auf einer Webseite anklicken. Betroffen ist Safari.

Wie bemerke ich, dass ich infiziert bin? Das ist gar nicht so leicht, ehe der Schaden angerichtet ist. Denn DarkSword löscht sich innerhalb weniger Minuten von selbst.

Gibt es trotzdem Warnzeichen? Der Akkuverbrauch steigt plötzlich stark, der Datenverbrauch steigt ungewöhnlich, das Gerät wird warm, auch wenn nichts läuft, Apps stürzen häufiger ab, unerklärliche Pop-ups oder Neustarts treten auf.

Welche Daten werden ausgelesen? So gut wie alles. SMS, WhatsApp, E-Mails, gespeicherte Passwörter, die Browser-Historie, Fotos, Kontakte, Kalendereinträge, Gesundheitsdaten.

Wer warnt vor DarkSword? Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) hat den Angriff gemeinsam mit den Firmen Lookout und iVerify analysiert und schlägt Lösungen vor.

Was mache ich jetzt? Sofort iOS aktualisieren! Auf Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate gehen, das neueste iOS‑Update herunterladen und installieren. Dann am besten einen Neustart durchführen.

Weitere Meldungen

Ukraine-Hilfe blockiert Orbán und Fico stimmten dagegen

Worum geht es? Am Donnerstag suchten die Staats- und Regierungschefs auf einem Gipfel in Brüssel einen Ausweg aus dem Ukraine-Patt. Am Ende stand man wieder mit leeren Händen da.

Was ist der Hintergrund? Am 19. Dezember hatte die EU der Ukraine einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro zugesagt. Aber Ungarns Viktor Orbán legt sich quer, weil die Ukraine Öllieferung aus Russland durch ihr Land blockiert.

Was steckt da dahinter? Die Druschba-Pipeline soll laut Ukraine bei einem russischen Angriff im Jänner beschädigt worden sein. Orbán sagt deshalb, sein Land werde der Ukraine erst helfen, "wenn wir unser Öl bekommen".

Was war nun? Das Geld für zwei Jahre sollte Anfang April an die Ukraine fließen, die Zeit drängt also. Aber der diesbezüglichen Gipfelerklärung stimmten am Donnerstag nur 25 der 27 Länderchefs zu.

Woher kam die zweite Gegenstimme? Laut Diplomatenkreisen votierte auch der slowakische Regierungschef Robert Fico das Hilfspaket, und das ist für die nahe Zukunft brisant.

Warum? Weil Ungarn am 12. April wählt und die Möglichkeit besteht, dass Orbán abgewählt wird. Darauf hoffen auch die Staats- und Regierungschefs. Also: Orbán weg, Ukrainehilfe da.

Eine voreilige Rechnung? Möglich, denn Fico kündigte an, auch nach einer potenziellen Abwahl von Orbán die 90 Milliarden blockieren zu wollen. Vorher wird noch rhetorisch aufgerüstet. Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo warf Orbán "Verrat" vor.

Kanzler kritisiert USA "Abgeraten, diesen Weg so zu gehen"

Worum geht es? In seiner Regierungserklärung hat der deutsche Kanzler Friedrich Merz im Bundestag ausdrücklich die USA (und Israel) für den Beginn des aktuellen Kriegs gegen den Iran kritisiert (hier die Rede in voller Länge).

Ist das ungewöhnlich? Ja, es sind direkte Worte, die man so selten hört. Der CDU-Kanzler formuliert einen ungewöhnlich deutlichen außenpolitischen Vorwurf gegen Washington (und Jerusalem).

Was sagte er? Etwa "wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen". Er stellte auch fest, dass es bis heute kein überzeugendes Konzept gibt, wie diese Operation Erfolg haben könnte.

Wie sieht er Deutschlands Positionierung? Merz betonte, dass Deutschland nicht in diesen Krieg eintreten werde – etwa durch eine Beteiligung in der Straße von Hormus oder mit eigenen Truppen.

Wie kritisiert er (indirekt) Trump? Er machte deutlich, dass sich Washington nicht ausreichend mit Deutschland und Europa abgestimmt hat und auch die europäischen Beiträge als nicht notwendig angesehen wurden.

Streit um neue Steuer Dänen-Milliardäre warnen vor Wegzug

Worum geht es? In Dänemark steht am 24. März 2026 eine vorgezogene Parlamentswahl an. Vor diesem Hintergrund hat die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einen Vorschlag für eine neue Vermögenssteuer angekündigt.

Nämlich? Es soll eine Steuer von 0,5 Prozent auf Vermögen über 25 Millionen dänische Kronen (rund 3,5 Millionen Euro) eingeführt werden. In Schulklassen für Sechs- bis Neunjährige sollten dann nicht mehr etwa 26, sondern nur mehr 14 Kinder sitzen.

Was soll mit dem Geld passieren? Es soll zweckgebunden werden. Die zusätzlichen Einnahmen sollen Raum für Bildungsreformen schaffen, etwa kleinere Klassen und bessere Ausstattung der Schulen.

Woher kommt Widerstand? Führende Vertreter der dänischen Wirtschaft – viele davon selbst Unternehmer – haben scharfe Kritik an diesem Steuerplan geäußert. Eine Vermögenssteuer würde Investitionen abwürgen.

Welche Argumente gibt es noch? Es käme zu einer "Abwanderung von Kapital und Talenten". Einige Spitzenunternehmer haben offen gesagt, sie könnten aus Dänemark wegziehen oder ihr Geld ins Ausland bringen, wenn die Steuer kommt.

Wer zum Beispiel? Henrik Andersen, Vorstandsvorsitzender des Windkraftanlagengiganten Vestas, erklärte: "Es reicht!" Der Reeder Robert Mærsk Uggla bezeichnete die Steuer als "schädlich für Dänemark".

Gibt es weitere gewichtige Gegenstimmen? Niels Christiansen, Vorstandschef des weltgrößten Spielzeugherstellers Lego, sagte der Financial Times, er glaube, der Vorschlag werde die Gesellschaft langfristig "ziemlich hart treffen".

Oscars waren TV-Flop 9 Prozent weniger Seher als im Vorjahr

Worum geht es? "Sinners" und "One Battle After Another" waren nicht die erhofften Publikummagneten. Bei der Übertragung der 98. Academy Awards (Oscars) am 15. März sind die Einschaltquoten in den USA deutlich gesunken.

Wie viele schauten zu? Etwa 17,9 Millionen Zuschauer sahen die Live‑Übertragung auf ABC und Hulu – inklusive Streamingzahlen. Das ist ein Rückgang von rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Was ist das größere Bild? Die Oscars erreichten die niedrigste Zuschauerzahl in den USA seit 2022 – also den tiefsten Wert der letzten vier Jahre. Auch aus der für Werbekunden wichtigen Altersgruppe der 18‑ bis 49‑Jährigen schauten deutlich weniger zu.

Ist das ein Absturz? Nein, trotz des Rückgangs blieben die Oscars die meistgesehene Primetime‑Unterhaltungssendung der Saison 2025/26 im US‑TV vor anderen Preisverleihungen wie den Golden Globes oder den Grammys.

147 Pferde ausgeflogen Aus Nahen Osten nach Europa gebracht

Worum geht es? Flugpassagiere, die noch irgendwo im Nahen Osten festsitzen, müssen jetzt stark sein. Denn 147 Pferde schafften es jetzt von Doha nach Belgien gebracht zu werden, berichtet das Portal "aerotelegraph".

Wie ging das? Wegen der Sperre des Luftraums über Katar, kann Qatar Airways aktuell nur sehr eingeschränkt fliegen. Der reguläre Betrieb ist vorübergehend ausgesetzt. Aber es gibt Lücken.

Nämlich? Mit 18. März machte die Luftfahrtbehörde Qatar Civil Aviation Authority einzelne Flugkorridore frei. Und das nutzten spezielle Passagiere, denn 147 Pferde saßen fest.

Warum? Der Auftakt der Longines Global Champions Tour (LGCT) 2026 wurde abgesagt. Der Bewerb hätte vom 4. bis 7. März in Doha (Katar) stattfinden sollen, aber die Sicherheitslage ließ das nicht zu.

Da ging es um viel Geld, oder? Kann man so sagen. Die LGCT ist eine der höchstdotierten Serien im internationalen Springreiten. Das Preisgeld kann bei einem Event bis zu 3 Millionen Euro betragen, gesamt geht es um rund 30 Millionen.

Was war jetzt mit den Pferden? Behörden und Veranstalter organisierten kurzfristig den Rücktransport. Zwei Frachtmaschinen von Qatar Airways brachten die Tiere zum Flughafen Liège, dort ist man auf Pferdetransporte spezialisiert.

Warum war Eile geboten? Die Pferde hielten sich laut "aerotelegraph" im Reitzentrum Al Shaqab in Doha auf, nur etwa 30 Kilometer von der US-Luftwaffenbasis Al Udeid entfernt, die zuletzt Ziel iranischer Drohnenangriffe war.

Skigondel stürzte ab Schwerer Unfall in Schweizer Urlaubsort

Worum geht es? Mittwoch kam es kurz nach 11 Uhr im Skigebiet Engelberg‑Titlis im Schweizer Kanton Obwalden zu einem schweren Gondelunfall. Eine Kabine für acht Personen sprang offenbar von ihrem Seil und rollte den verschneiten Hang hinunter, zeigen Videos.

Gab es Opfer? In der Gondel befand sich nach ersten Berichten eine Person, die bei dem Absturz ums Leben kam. Alle anderen Gondeln mussten evakuiert werden. Der Einsatz dauerte bis in den späteren Nachmittag hinein.

Was weiß man über das Opfer? Medien berichten, dass 30 Minuten lang versucht wurde, die Person zu reanimieren. Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag gaben die Ermittler keine Informationen zur Identität preis.

Was war die Unfallursache? Augenzeugen berichteten von starkem Wind und heftigen Böen, die vermutlich zu dem Unfall beitrugen. Die genaue Ursache wird noch ermittelt. Aber "Gondeln dürfen nicht abstürzen," sagte Norbert Patt, CEO der Titlis Bergbahnen.

Warum wurde die Gondel nicht gestoppt? Es gebe klare Vorgaben und Richtlinien, sagte Patt. "Bei 40 km/h gibt es einen Windalarm, bei 60 km/h gibt es eine Windwarnung, und dann muss man den Betrieb der Anlage einstellen."

Wie stark wehte der Wind zum Unglückszeitpunkt? Das ist noch Inhalt von Ermittlungen.

Was weiß man über die Bahn? Sie sei im technisch neuesten Zustand gewesen, hieß es bei der Pressekonferenz. Die letzte Wartung fand im September statt.

Wie alt ist die Anlage? Die Bahn Xpress Trübsee-Stand wurde 2015 errichtet. Es handelt sich um eine 8er-Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn), die in der Stunde 2.400 Personen befördern kann.

Über 7 Jahre Haft Das fordert Staatsanwalt für Høiby

Worum geht es? Seit Anfang Februar wird Marius Borg Høiby – ältester Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette‑Marit – in Oslo der Prozess gemacht. Am Mittwoch forderte der Staatsanwaltschaft sieben Jahre und sieben Monate Haft.

Weswegen war Høiby angeklagt? Am Ende wegen 40 Straftaten (zwei kamen im Lauf des Prozesses dazu). Darunter vier Fälle von Vergewaltigung gemäß norwegischem Recht, Körperverletzung und häuslicher Gewalt, Drogenkriminalität.

Wie sieht der Angeklagte die Vorwürfe? Trotz dieser schweren Anschuldigungen bestreitet Høiby die schwersten Vorwürfe (z. B. Vergewaltigung) und hat vor Gericht erklärt, nicht schuldig zu sein.

Warum erzeugte der Prozess ein so großes Interesse? Weil die Opfer des 29-Jährigen unglaubliche Vorfälle schilderten. Und weil Høiby als Sohn der Kronprinzessin in der öffentlichen Wahrnehmung steht – auch wenn er formal kein offizielles Mitglied der Königsfamilie ist.

Was sagte der Staatsanwalt? "Die glaubwürdigen Aussagen der Opfer und die unterstützenden Beweise geben Anlass zu einer Verurteilung." Und: "Es ist nicht strafmildernd, dass der Angeklagte unter Einfluss von Drogen stand oder sich an bestimmte Situationen nicht erinnert."

Wann geht der Prozess zu Ende? Voraussichtlich am 19. März.