Worum geht es? Die britische Polizei hat am Montag den ehemaligen Botschafter des Königreichs in den USA, Peter Mandelson, im Zuge ihrer Ermittlungen zu den Epstein-Akten festgenommen. Dem 72-Jährigen wird Amtsmissbrauch vorgeworfen.
Wer ist Peter Mandelson? Der Politiker gehört seit Jahrzehnten zu den einflussreichsten Köpfen im Labour-Lager. Er saß lange Jahre im Parlament, war EU-Kommissar und britischer Wirtschaftsminister. Zuletzt war er als Botschafter Großbritanniens in den USA, war aber im September 2025 von seinem Amt abberufen worden.
Weshalb die Abberufung? Im Zuge der Veröffentlichung der Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren neue Details bekannt geworden, wie nahe sich Mandelson und Epstein (er starb 2019 in Untersuchungshaft) lange Zeit gestanden hatten.
Hat die Festnahme jetzt mit den Epstein-Akten zu tun? Laut BBC steht der Verdacht im Raum, dass Mandelson im Zuge des Überprüfungsprozesses für das Amt des Botschafters nicht die volle Wahrheit darüber gesagt hat, in welcher Beziehung er zu Epstein stand.
Hat das etwas mit der Festnahme von Ex-Prinz Andrew zu tun? Das wird sich erst weisen. Andrew war vergangene Woche kurzfristig festgenommen worden, nachdem bekannt geworden war, dass er in seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter Epstein vertrauliche Informationen weitergeleitet haben soll. Der Bruder von König Charles III. bestreitet jedes Fehlverhalten.
Standen Mandelson und Andrew in Kontakt? Wenn nicht über Epstein, so doch jedenfalls daheim in London. Denn zu jener Zeit, als Andrew Handelsbeauftragter der Krone war, da war Mandelson Wirtschaftsminister.
Worum geht es? Der Nordosten der USA erlebte am Montag einen dramatischen Wintereinbruch. In New York City fielen sorgte ein Blizzard bis Montagmittag für etwa 40 Zentimeter Schnee.
Wie schlimm war es? In sieben Bundesstaaten – New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware, Connecticut, Rhode Island und Massachusetts – wurde der Notstand ausgerufen. New York stellte 1.400 Notfall-Schneeschaufler ein.
Was waren die Folgen? Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani ließ bis Mittag sämtliche Straßen, Highways und Brücken für den Verkehr sperren, ausgenommen waren nur systemrelevante Transporte und Einsatzfahrten.
Gab es noch weitere Behinderungen? Der öffentliche Verkehr war nahezu lahmgelegt. Nur wenige Züge, Busse und U-Bahnen konnten regulär fahren. An den New Yorker Flughäfen sowie in Newark und Boston wurden 90 Prozent aller Flüge abgesagt.
Wie viele Menschen leben im Blizzard-Gebiet? Mehr als 50 Millionen. Das betroffene Gebiet reichte von Washington D.C. im Süden über Philadelphia, New York City und Boston bis in den äußersten Norden des Bundesstaates Maine. Etwa 400.000 Haushalte waren zeitweilig ohne Strom.
Was riet Zohran Mamdani seinen Bürgern? "Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause!" Damit sich auch möglichst viele daran halten, blieben am Montag alle Schulen und die meisten öffentlichen Einrichtungen im Big Apple geschlossen. Auch die meisten Theateraufführungen fielen aus.
Wie lange sollte der Blizzard dauern? Laut Prognosen sollte bis heute das Schlimmste überstanden sein.
Worum geht es? Eine Frau durfte ihren Golden Doodle Minipudel nicht als Assistenzhund auf einen Flug mitnehmen. Also band sie das zweijährige Tier in Las Vegas kurzerhand beim Ticketschalter an und ging in den Abflugbereich.
Was geschah weiter? Passagiere machten die Polizei auf das Tier aufmerksam, diese fand dank Videoüberwachung rasch heraus, wo sich seine Besitzerin befand. Doch sie weigerte sich, ihren Hund zurückzunehmen.
Mit welcher Begründung? Das Tier sei ohnedies mit einem Peilsender ausgestattet. Sie hätte damit sagen wollen, dass sie das Tier bei ihrer Rückkehr schon wieder gefunden hätte, so die Behörde.
Wie reagierte die Polizei? Mit einem Facebook-Posting: "Wir können es nicht fassen, dass wir das sagen müssen … aber bitte setzen Sie Ihren Hund nicht am Flughafen – oder irgendwo anders – aus."
Gab es Konsequenzen für die Frau? Sie wurde festgenommen, wobei sie sich widersetzte und aggressiv wurde. Nun ist sie wegen Tieraussetzung und Widerstand gegen die Festnahme angeklagt.
Was ist mit dem Hund? Das Tier – es wurde "JetBlue" getauft, weil er bei dieser Fluggesellschaft ausgesetzt worden war – kam für zehn Tage in die Obhut eines Tierschutzdienstes. Und da ihn seine Besitzerin während dieser Zeit nicht abholte, wurde er auf eine Pflegestelle vergeben und wartet dort auf seinen neuen Besitzer. Angeblich gibt es bereits zahlreiche Interessenten.
Worum geht es? Es war nur ein Spaß. Vor einigen Tagen veralberte Barack Obama in einem Podcast Erkenntnisse des US-Militärs zu außerirdischen Lebensformen. Daraufhin war ihm Trump vor, "einen großen Fehler" begangen zu haben. Und will jetzt selbst angebliche Alien-Akten des US-Militärs freigeben lassen.
Was hat Obama in dem Podcast gesagt? Er meinte augenzwinkernd, Aliens seien real, er selbst hätte jedoch keine gesehen. Zahlreiche Medien nahmen diese angebliche "Alien-Beichte" des 64-Jährigen ernst, weshalb er die Dinge kurz darauf auf Instagram klarstellte.
Inwiefern? Obama erklärte, statistisch gesehen sei das Universum so groß, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch sei. Die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sei jedoch so riesig, dass die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs von Außerirdischen sehr gering sei.
Damit sollte alles klar sein, oder? Nicht nach Ansicht von Donald Trump. Der Republikaner warf Obama nun vor, geheime Informationen "preisgegeben" zu haben – ein "großer Fehler". Aber er kündigte gleichzeitig auch an, Regierungsakten zu Aliens, UFOs und dergleichen veröffentlichen zu lassen.
Auch ein augenzwinkernder Scherz? Vermutlich eher nicht. In einem Posting auf Truth Social erklärte der amtierende Präsident, aufgrund des "enormen Interesses" habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Ministerien und Behörden angewiesen, entsprechendes Material zu identifizieren und später freizugeben.
Worum geht es? Beim Spiel in der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid soll es zu einem rassistischen Eklat gekommen sein. Betroffen war Real-Star Vinícius Júnior.
Was ist passiert? Der argentinische Benfica-Profi Gianluca Prestianni soll sich über den exzessiven Torjubel von Vinícius Júnior geärgert und "Affe" gerufen haben.
Woher weiß man das? Vinícius Júnior war zum Schiedsrichter gegangen und hatte den Vorfall angezeigt. Der Schiri unterbrach das Spiel. Prestianni bestreitet die Vorwürfe.
Warum lässt sich das nicht aufklären? Weil sich Prestianni das Trikot vor dem Mund hielt, als er "Affe" gerufen haben soll.
Wie reagierte nun Bayern-Trainer Vincent Kompany? Mit einer 12 Minuten langen, emotionalen Rede am Ende einer Pressekonferenz. Kompany ist Belgier mit Wurzeln im Kongo. Er habe als Fußballer und Trainer selbst rassistische Anfeindungen erlebt.
Was sagte er? Er habe das Spiel im Fernsehen gesehen, die Reaktion von Vinícius Júnior sei echt und nachvollziehbar gewesen – nicht inszeniert, sagte er. Dafür kritisierte er Benfica-Trainer José Mourinho.
Warum? Kompany warf ihm vor, nicht sensibel und verantwortungsvoll auf die Situation reagiert zu haben. Vor allem, weil Mourinho argumentiert hatte, sein Verein könne nicht rassistisch sein, weil der beste Spieler der Geschichte bei Benfica ein Schwarzer gewesen sei. Gemeint war Eusébio.
Was sieht er als Problem? "Wenn es wahr ist, dass der Spieler von Benfica das gesagt hat, würde ich mir wünschen, dass es einen Raum für eine Entschuldigung gibt. Niemand auf der Welt ist perfekt. Aber wir berauben uns dieser Option. Es gibt immer nur links und rechts, schwarz und weiß."
Was erwartet er sich von Mourinho? Er kritisiere ihn nicht als Person, er habe noch nie jemanden getroffen, der Schlechtes über ihn gesagt habe. "Aber er hat einen Fehler gemacht. Und ich hoffe, das wird in der Zukunft nicht mehr passieren."
Worum geht es? In Russland protestieren immer mehr junge Menschen gegen die stark gestiegenen Preise in Supermärkten und das allgemeine Kostenniveau. Sie gehen dafür nicht auf die Straße, sondern "demonstrieren" in den sozialen Medien.
Wie läuft der Protest? Die Russinnen posten auf Plattformen wie TikTok, X, Telegram oder Instagram Videos und Bilder von ihren Einkaufswagen und zeigen empört die Preisetiketten her.
Warum verbreiten sich die Videos so rasant? Weil sie authentisch wirken und einen Nerv treffen. Die Posts werden mit Kommentaren versehen wie "wie soll man sich das leisten?" oder "das ist kein Gemüse mehr, das ist Luxus!".
Was ist der Hintergrund? In Russland sind zuletzt viele Lebensmittel deutlich teurer geworden – insbesondere frische Produkte wie Gurken, die teils sogar mehr als doppelt so viel kosten wie noch vor wenigen Monaten. Aber auch die Preise für Fleisch und Milch sind stark gestiegen.
Wie teuer ist teuer? Das Kilo Rindfleisch kostet laut Spiegel umgerechnet etwa acht Euro, das Kilo Margarine 3,30 Euro. Und die beliebten Salatgurken pro Kilogramm 3,70 Euro.
Was sind die Gründe? Der Krieg gegen die Ukraine, der Logistik- und Produktionskosten treibt, die Import-Abhängigkeiten bei bestimmten Lebensmitteln und steigende Transportkosten. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und weiterer Steuern, die auf Lebensmittel umgelegt werden.
Worum geht es? Der erste Test Anfang Februar musste wegen eines Lecks an der Startrampe abgebrochen werden. Nun konnte die NASA die Generalprobe für den ersten bemannten Mondflug nach 53 Jahren erfolgreich absolvieren. Trotzdem musste der Start der Artemis-II-Mission erneut verschoben werden.
Wann sollte der Start erfolgen? Laut NASA sei der früheste Starttermin der 6. März spätabends (in Europa dann bereits der 7. März) gewesen.
Aber? In der Nacht auf Samstag sei die Heliumzufuhr zur Oberstufe der Rakete unterbrochen worden, teilte die NASA mit. Festes Helium ist unerlässlich, um die Triebwerke zu spülen und die Treibstofftanks unter Druck zu setzen.
Was war die Ursache? NASA-Chef Jared Isaacman erklärte, ein defekter Filter, ein verklemmtes Ventil oder eine defekte Verbindungsplatte könnten die Ursache für den unterbrochenen Heliumfluss sein.
Was ist mit den Austronauten? Das Quartett hatte sich am Freitagabend in ihre zweiwöchige Quarantäne begeben, die zum Schutz vor Ansteckung obligatorisch ist. Das konnte nun abgebrochen werden.
Wann soll es los gehen? Der April ist nun der frühestmögliche Zeitpunkt, zu dem die vier Artemis-II-Astronauten zum Mond fliegen könnten.
Was ist das Ziel der Mission? Vier Astronauten sollen auf einer zehntägigen Reise den Mond umkreisen und zur Erde zurückkehren. Eine Landung auf dem Erdtrabanten ist vorerst noch nicht geplant, die Mission soll aber die Bedingungen dafür schaffen.
Wie wird die Reise zum Mond ablaufen? Die vier Astronauten, drei Amerikaner und ein Kanadier, werden nach dem Start in eine Umlaufbahn um die Erde gehen, um die Stabilität der Systeme zu überprüfen. Läuft alles nach Plan, steuern sie ihr Raumschiff Richtung Mond.
Wie lange dauert die Anreise? Vier Tage, dabei soll die Mondoberfläche in einer Entfernung von etwa 6.500 bis 9.500 Kilometer überflogen werden. Die Landung auf der Erde soll dann im Pazifik erfolgen.
Wann flog das letzte Mal ein bemanntes Raumschiff zum Mond? 1972 im Rahmen der Apollo-17-Mission.
Wann ist die erste Mondlandung geplant? Das steht noch nicht exakt fest. Die NASA möchte aber spätestens 2028 den Flug zum Mond antreten.
Worum geht es? Das Schicksal des kleinen Domenico bewegt derzeit nicht nur Italien. Der 2 Jahre alte Bub kam mit einem schweren Herzfehler auf die Welt. Eine Operation schien die letzte Chance zu sein.
Aber? Im Dezember 2025 wurde ein passendes Spenderherz gefunden. Die Ärzte in Neapel, Italien, planten eine Herztransplantation, die Domenicos Leben retten sollte. Doch Schlamperei machte alles zunichte.
Was ist passiert? Das Spenderherz wurde beim Transport aus grober Fahrlässigkeit beschädigt — unter anderem, weil es in Trockeneis statt normalem Kühleis und ohne standardisierte Temperaturüberwachung befördert wurde, was zu Gewebeschäden führte.
Was war die Folge? Domenico überlebte die Operation am 23. Dezember zwar, doch danach musste er an eine ECMO-Maschine angeschlossen werden – eine Art künstliches Herz-Lungen-System. Doch der Bub entwickelte zunehmend Organprobleme: Lunge, Leber und Nieren litten unter der Belastung.
Gab es noch eine Chance? Nein, am Freitag folgten die Ärzte den Empfehlungen einer Experten-Kommission: Domenicos Herz ist zu stark geschädigt, eine neue Transplantation unmöglich. Die Risiken wären extrem hoch, die Chancen minimal.
Was bedeutet das? Die behandelnden Ärzte erklärten, nun mit der palliativen Versorgung zu beginnen. Der neue Schwerpunkt der Behandlung sollte die Linderung von Schmerzen sein.
Wie kam es zur Entscheidung? Sie fiel nach einem Treffen zwischen Krankenhausärzten, dem Familienarzt, einem Anwalt und der Mutter. Sie und der Familienanwalt bestätigten öffentlich, dass sie der Pflege zur Linderung des Leidens zustimmen.
Was passierte in der Nacht? Es trat laut Spital eine "plötzliche und irreversible Verschlechterung des klinischen Zustands“ von Domenico auf der Intensivstation auf. Sein Herz hörte Samstag gegen 5.30 Uhr auf zu schlagen.
Wie reagierte die Mutter? Sie wurde vom Spital per Telefon verständigt. Er ist fort, es ist vorbei“, sagte sie unter Tränen. "Mein Anwalt und ich werden bald eine Stiftung bekannt geben, die ich in Domenicos Namen gründen möchte, damit er nicht vergessen wird."