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11. September 2025

101 Milliarden in 1 Tag Oracle-Gründer kurz Reichster der Welt

Worum geht es? In der Nacht auf Mittwoch legte Oracle seine Bilanzzahlen und seine Wachstumprognose vor. Die Aktien schossen am nächsten Tag um 35 Prozent in die Höhe.

Warum? Der Software-Konzern meldete einen Auftragsbestand von 455 Milliarden Dollar! Was Anleger begeisterte: Planungssicherheit. Denn das Cloud-Geschäft bei Oracle wächst rasant, die Auftragsbücher für die nächsten fünf Jahre sind voll. Wachstum heuer: 77 Prozent.

Was bedeutet das? Vor allem auch einen Geldregen für Larry Ellison. Der 81-jährige Gründer des Unternehmens wurde über Nacht reicher als Elon Musk, mit dem er befreundet ist – wenn auch nur kurzfristig.

Wie das? Ellison besitzt rund 1,16 Milliarden Oracle-Aktien. Sein Vermögen stieg um 101 Milliarden Dollar in einem Tag.

Wie steht das Reichen-Match? In der Bloomberg-Rangliste kommt Ellison nun auf ein geschätztes Vermögen von 295 Milliarden US-Dollarund Musk auf 384 Milliarden Dollar.

Weitere Meldungen

Schlankkur für Ozempic Abnehm-Konzern setzt sich auf Diät

Worum geht es? Novo Nordisk ist eines der wertvollsten Gesundheitskonzerne der Welt. Das dänische Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Bagsværd bei Kopenhagen wurde durch die Abnehmspritze Ozempic bekannt.

Was ist nun neu? Novo Nordisk wird weltweit etwa 9.000 Stellen streichen – rund 11 % der Belegschaft, davon etwa 5.000 in Dänemark, um Kosten zu senken und sich im stark umkämpften Markt für Diabetes- und Gewichtsverlustmedikamente neu aufzustellen.

Ist der Markt nicht mehr lukrativ? Im Gegenteil. Der weltweite Markt für Semaglutid – das Medikament hinter den Produkten – wird laut Prognosen von 27 Milliarden US-Dollar (2024) bis 2033 auf 62 Milliarden wachsen, durchschnittlich jährlich um 9,5 %.

Was hat das mit Österreich zu tun? Die Einsparungen sind die erste große Maßnahme unter dem neuen CEO Maziar Mike Doustdar, der das Unternehmen seit Juli/August 2025 führt. Er studierte in Wien, hat die US- und die österreichische Staatsbürgerschaft.

Was also ist mit Ozempic? Das Unternehmen macht sich mit dem Schwesterprodukt Wegovy selbst Konkurrenz. Und der US-Konkurrent Eli Lilly (Hersteller von Mounjaro/Zepbound) hat die Dänen überflügelt.

Die Folge? Kündigungen, die Einsparungen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar bringen sollen. Die Gewinnprognose wurde gesenkt.

"Kandidatur leichtsinnig" Kamala Harris rechnet mit Joe Biden ab

Worum geht es? Am 23. September erscheinen die Memoiren von Kamala Harris. In "107 Days" rechnet die gescheiterte Kandidatin für das Amt des US-Präsidenten mit Joe Biden ab.

Was muss man über das Buch wissen? Es hat 320 Seiten, erscheint bei Simon & Schuster und kostet 21,99 Euro. Harris (60) hat es in Zusammenarbeit mit der Autorin Geraldine Brooks geschrieben, einer Pulitzer Prize-Gewinnerin.

Wovon handelt das Buch? Vorrangig den 107 Tagen Präsidentschafts-Wahlkampf 2024, in dem die Demokratin Donald Trump unterlag. Am Mittwoch erschienen im Atlantic erste Auszüge.

Wen macht sie dafür verantwortlich? Mehr oder weniger direkt Joe Biden. Seine Entscheidung für eine zweite Amtszeit zu kandidieren, bezeichnet sie als "Rücksichtslosigkeit" und führt sie auf sein "Ego" und seinen "Ehrgeiz" zurück.

War es Biden allein? Harris kritisiert auch ihre Partei.  Die Entscheidung hätte nicht "dem Ego eines Einzelnen überlassen werden dürfen".

Gibt sie sich selbst auch schuld? Ein bisschen. "Es ist Joes und Jills Entscheidung", schreibt sie. "Wir alle haben das wie ein Mantra gesagt, als wären wir alle hypnotisiert. War es Gnade oder Leichtsinn? Rückblickend denke ich, es war Leichtsinn".

Was hält sie grundsätzlich von Biden? "Er war an seinem schlimmsten Tag sachkundiger, urteilsfähiger und weitaus mitfühlender als Donald Trump an seinen besten Tagen."

Kein Geld mehr für Israel EU-Chefin will Zahlungen stoppen

Worum geht es? Am Mittwoch hielt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Straßburg ihre erste "Rede zur Lage der Union" in der neuen Amtszeit. Aufsehen erregte vor allem ihre Ankündigung eines Zahlungsstopps für Israel.

Was sagte sie konkret? "Was in Gaza geschieht, ist inakzeptabel." Europa müsse nun "vorangehen". Deshalb werde sie "ein Maßnahmenpaket vorschlagen, um einen künftigen Weg abzustecken."

Was heißt das? Die Kommission werde "unsere bilaterale Unterstützung für Israel aussetzen. Wir werden alle Zahlungen in diesen Gebieten stoppen – ohne dass sich dies auf unsere Arbeit mit der israelischen Zivilgesellschaft oder Yad Vashem auswirkt."

Das bedeutet noch nicht viel, oder? Nein, aber von der Leyen will weitergehen. Sie will dem "Rat zwei weitere Vorschläge unterbreiten. Wir werden Sanktionen gegen die extremistischen Minister und gegen gewalttätige Siedler vorschlagen. Und wir werden auch eine teilweise Aussetzung des Assoziierungsabkommens im Bereich des Handels vorschlagen."

Warum nur vorschlagen? Die Kommissionschefin kann das nicht allein entscheiden und sagt selbst: "Mir ist bewusst, dass es schwierig werden wird, Mehrheiten dafür zu finden. Und ich weiß, dass jede dieser Maßnahmen für manche zu weit geht und für andere nicht weit genug."

Bedeutet was? Die EU ist tief gespalten, vor allem Deutschland (und auch Österreich) stemmten sich bisher gegen Maßnahmen. 15 der 27 EU-Staaten müssen zustimmen, die zusammen mindestens 65 Prozent der Bevölkerung der teilnehmenden Mitgliedstaaten repräsentieren.

Um wie viel Geld geht es? Von der Leyen allein kann nur über kleine Beträge bestimmen. Die ARD erwähnt etwa ein "Instrument für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit", es ist mit 1,8 Millionen Euro pro Jahr dotiert. Happig wird es für Israel, wenn die EU tatsächlich den Geldhahn zudreht und den Handel stoppt.

Kinder-Ernährungsstudie Erstmals mehr fettleibig als unterernährt

Worum geht es? Die UNICEF stellte am Mittwoch ihren Welt-Ernährungsbericht für Kinder und Jugendliche vor. Der "Feeding Profit: How food environments are failing children" zeigt dramatische Entwicklungen auf.

Etwa? Zum ersten Mal weltweit sind mehr Kinder im Alter von 5 bis 19 Jahren fettleibig (9,4 %) als untergewichtig (9,2 %) – ein dramatischer Wandel seit dem Jahr 2000, als noch 3 % fettleibig und 13 % untergewichtig waren.

Was heißt das in Zahlen? Aktuell ist 1 von 5 Kindern oder Jugendlichen übergewichtig, etwa 188 Millionen gelten als fettleibig.

Was sind die Gründe? Der globale Vormarsch ultra-verarbeiteter Lebensmittel (UPFs) – günstige, kalorienreiche Produkte, die traditionelle, nährstoffreiche Ernährung verdrängen, besonders in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen.

Wer ist am meisten betroffen? Regionen wie die Pazifikinseln (etwa Niue mit 38 %, Cook Islands mit 37 % Fettleibigkeit), aber auch Länder wie Chile (27 %), die USA (21 %) und die Vereinigten Arabischen Emirate (21 %).

Was fällt noch auf? Besonders arme Länder sind schlecht gerüstet. Ihre Gesundheitssysteme wurden zur Bekämpfung des Hungers und nicht der Fettleibigkeit entwickelt. Viele Babys kommen untergewichtig zur Welt. Dies verändert ihren Stoffwechsel und begünstigt im Erwachsenenalter eine schnelle Gewichtszunahme, Diabetes und andere chronische Krankheiten.

Was ist die Folge? In Südamerika sowie Teilen Afrikas und des Nahen Ostens ist der Anteil übergewichtiger Kinder bereits höher als in Westeuropa und nähert sich den 45 Prozent in Nordamerika an.

Todesschuss in Hals Attentat auf Trumps wichtigsten Influencer

Worum geht es? Für junge Rechtskonservative ist Charlie Kirk ein Idol. Der 31-jährige Aktivist wurde weltweit vor allem durch öffentliche Auftritt auf Highschool- und College-Campussen berühmt.

Warum? Die Veranstaltungen, meistens in einem Zelt im Freien, trugen den Titel "Prove Me Wrong". Er setzte sich mit liberalen Ideen auseinander, die Clips davon erzeugten in den sozialen Medien Millionen Klicks.

Was passierte nun? Am Mittwoch wurde Kirk gegen 12.10 Uhr Ortszeit während eines öffentlichen Auftritts an der Utah Valley University in Orem, Utah, erschossen. Der Schuss traf ihn in den Hals, offenbar aus einem Gebäude etwa 180 Meter entfernt.

Was geschah dann? Kirk fiel sofort bewusstlos von seinem Stuhl. Ein Video zeigt deutlich, wie er sich vorbeugte, während Blut aus seinem Hals floss. Menschen laufen in Panik davon.

Wurde der Täter gefasst? Ein Verdächtiger wurde festgenommen – eine ältere Person, wie auf Aufnahmen zu sehen war. Es ist aber unklar, ob es sich tatsächlich um den Täter handelt.

Wie passierte mit Kirk? Er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, er befinde sich in kritischem Zustand. Eine Sprecherin von Turning Point USA (TPUSA) äußerte sich besorgt: "Es sieht nicht gut aus." Wenig später kam die Nachricht: er ist tot.

Was ist Turning Point? Die größte konservative Jugendbewegung in den USA mit mit Hunderttausenden Mitgliedern. Kirk gründete die Gruppe 2012 mit knapp 18 Jahren.

Wie reagierte Trump? Er schrieb zunächst auf Truth Social: "We must all pray for Charlie Kirk... A great guy from top to bottom. GOD BLESS HIM!" Danach bestätigte er den Tod. „Niemand verstand oder hatte das Herz der Jugend in den Vereinigten Staaten besser als Charlie." Und: Charlie, wir lieben dich!“ Er ordnete an, dass die Flaggen im ganzen Land bis Sonntag auf Halbmast wehen.

Wie reagierte Amerika?
Das Attentat löste breite, parteiübergreifende Bestürzung und verurteilende Stimmen aus. Der ehemalige Präsident Barack Obama sagte auf X: "Wir wissen noch nicht, was die Person motiviert hat, die Charlie Kirk erschossen hat, aber diese Art abscheulicher Gewalt hat in unserer Demokratie keinen Platz."

Wie bedeutend war Kirk in den USA? Er hatte massiven Einfluss. Seine "The Charlie Kirk Show" landete regelmäßig unter den Top‑10 der Nachrichten-Podcasts bei Apple. Allein auf TikTok hatte er über 7 Millionen Follower. Youtube-Videos wurden 30 Millionen Mal angeschaut.

"Louis ist ein Charakter" Prinz William plaudert über Kinder

Worum geht es? Am 8. September – dem dritten Jahrestag des Todes von Elizabeth II. – besuchten der Prince und die Princess of Wales das Women's Institute (WI) in Sunningdale, Berkshire. Die Queen war 80 Jahre lang Teil der WI.

Und? Prinz William sprach ungewöhnlich offen über seine Kinder George (11), Charlotte (9) und Louis (7). Er wurde vor allem auf den Jüngsten angesprochen, der bei Veranstaltungen gern Faxen macht.

Was sagte er? Auf die Frage, ob Louis "ein echter Wirbelwind" („a handful“) sei, antwortete William liebevoll: Er sei "ein Charakter" („a character“) und "ein sehr braver Bub" („a very good boy“), der gerne seine älteren Geschwister – George und Charlotte – aufzieht.

Und über George? Obwohl George öffentlich oft als sehr vernünftig und ernsthaft wahrgenommen wird, betonte William, dass sein Verhalten hinter verschlossenen Türen anders ist – offenbar weniger formell und kindlicher.

Nichts über Charlotte? Er sprach nicht direkt über ihre Persönlichkeit. Aber indirekt erwähnt er sie als jemand, den Louis gern verspottet bzw. "herumjagt".

Boykott gegen Israel Schon 1.800 Hollywood-Stars dabei

Worum geht es? Immer mehr Vertreter der US-Filmindustrie unterzeichnen eine Verpflichtungserklärung. In der geben sie an, nicht mehr mit israelischen Filminstitutionen zusammenzuarbeiten.

Warum? Sie seien "in den Völkermord und die Apartheid gegen das palästinensische Volk verwickelt", heißt es in der Erklärung. "Als Filmemacher, Schauspieler, Filmschaffende und Institutionen sind wir uns der Macht des Kinos bewusst, Wahrnehmungen zu prägen".

Wer ist dabei? Als erste unterfertigten bis Sonntag etwa Tilda Swinton, Javier Bardem, Mark Ruffalo, Cynthia Nixon, Julie Christie, Rebecca Hall, Aimee Lou Wood und Debra Winger.

Wer kam später dazu? Unter anderem Jonathan Glazer, Emma Stone, Peter Sarsgaard und Lily Gladstone bis Dienstag.

Gab es eine Gegenreaktion? Ja, die israelische Drehbuchautoren-Gewerkschaft warnt, die Kampagne werde den Riss nur noch weiter vertiefen. In einer Erklärung, die dem Guardian vorliegt Erklärung, sagte der Vorsitzende Nadav Ben Simon, er halte Aufrufe zum "Boykott israelischer Filmschaffender" für zutiefst beunruhigend und kontraproduktiv.