Worum geht es? Beim Prozess gegen den ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk-yeol in Seoul forderte die Staatsanwaltschaft nun die Todesstrafe gegen den Politiker.
Was wird ihm vorgeworfen? Yoon Suk-yeol soll im Dezember 2024 einen Putschversuch durchgeführt zu haben, indem er das Kriegsrecht in dem ostasiatischen Land verhängte.
Was war damals geschehen? Um das Land "vor der Bedrohung durch die kommunistischen Kräfte Nordkoreas zu schützen", hatte Yoon Anfang Dezember 2024 das Parlament durch das Militär abriegeln lassen.
Hatte er dabei Unterstützung? Jedenfalls nicht unter den Parlamentariern. Alle, die es vor der Abriegelung ins Parlamentsgebäude schafften, stimmten einstimmig gegen den Schritt, darunter auch Vertreter von Yoons eigener Partei. Gleichzeitig versammelten sich hunderte Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude.
Wie verhielt sich das Militär? Abwartend. Laut einem Kommandanten, der jetzt als Zeuge aussagte, hatte Yoon die Verhaftung der Parlamentarier angeordnet, es gibt auch Papiere, die belegen sollen, dass geplant gewesen sei, hunderte Menschen in Schlüsselpositionen "zu beseitigen".
Wie ging die Sache aus? Nach einigen Stunden ruderte Yoon zurück, hob das Kriegsrecht auf und schickte die Armee zurück in die Kasernen. Später wurde der Präsident von seinem eigenen Parlament angeklagt und schließlich inhaftiert.
Was wird ihm vorgeworfen? Die Anführung eines Aufstandes. Dafür ist nach südkoreanischem Recht die Verhängung der Todesstrafe oder lebenslange Haft vorgesehen.
Wird der Ex-Präsident im Falle einer Verurteilung wirklich hingerichtet? Davon ist nicht auszugehen. Die letzte Todesstrafe in Südkorea wurde 1996 gegen den ehemaligen Militärdiktator Chun Doo-hwan wegen eines Militärputsches 1979 verhängt und später in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.
Wann fällt das Urteil? Es wird für Februar erwartet.
Worum geht es? Um einen makabren Vorfall auf den Kanarischen Inseln. Ein Mann, über 80 Jahre alt, versuchte seine tote Frau mit einem Rollstuhl an Bord eines Flugzeuges zu bringen.
Wie bitte? Die 75-Jährige lag offenbar im Sterben, als die beiden am Airport Teneriffa Süd ankamen, berichtet die Lokalzeitung Diario de Avisos. Der Mann setzte sie in einen Rollstuhl und versuchte, die Sicherheitskontrolle zu passieren.
Was passierte dann? Niemand schöpfte Verdacht, bis ein Sicherheitsbeamter eine Routinekontrolle durchführte. "Er ging auf die Frau zu (...). Als er ihre Hand nahm, bemerkte er, dass ihre Körpertemperatur ungewöhnlich niedrig war und sie nicht mehr atmete," schildert ein Zeuge den Vorfall im Le Figaro.
Wie reagierte der Sicherheitsmann? Der Beamte alarmierte sofort seinen Vorgesetzten. Innerhalb weniger Minuten wurde das Notfallprotokoll aktiviert.
Was sagte der Ehemann? Seinen Angaben zufolge war seine Frau wenige Stunden zuvor im selben Flughafen gestorben.
Stimmt das? Ja, die Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin ergab keine Anzeichen von Gewalteinwirkung am Leichnam, was einen natürlichen Tod bestätigte.
Was passierte mit dem Witwer? Er wurde weder festgenommen noch angeklagt.
Worum geht es? Die in der Wissenschaft weltweit bekannteste Schimpansin Ai (japanisch für Liebe) starb im Alter von 49 Jahren. Sie galt als hochbegabt.
Woher weiß man das? Ai hat an mehreren kognitionswissenschaftlichen Studien teilgenommen. Ermittelt wurden ihre Fähigkeiten in der Wahrnehmung, im Lernen und die Gedächtnisleistung.
Was schaffte sie? Die Schimpansin konnte über 100 chinesische Schriftzeichen erkennen, verstand das englische Alphabet und konnte arabische Zahlen von 0 bis 9 und 11 Farben korrekt identifizieren.
Wodurch wurde sie weltberühmt? Die Schimpansin malte und zeichnete auch; eines ihrer Werke wurde zu einem Schal für die Primatologin Jane Goodall verarbeitet.
Woran starb sie? Die Universität Kyoto berichtete, dass Ai an multiplem Organversagen und altersbedingten Beschwerden gestorben ist.
Worum geht es? Der Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und der Federal Reserve (Fed) war schon 2025 ausgebrochen. Nun geht er in eine neue Runde. Fed-Chef Jerome Powell erhielt eine Vorladung des Justizministeriums.
Was ist passiert? Gegen Powell wurde eine strafrechtliche Untersuchung im Zusammenhang mit Aussagen zu einem Renovierungsprojekt der Zentralbank eingeleitet. Das machte der Banker selbst via YouTube öffentlich.
Was ist die Fed? Die Zentralbank der USA steuert die Zinsen- und die Geldpolitik des Landes. Sie ist unabhängig von der Regierung – Präsidenten dürfen ihr keine direkten Anweisungen geben.
Wie kam es zum Streit? Trump hat Powell (den er selbst ernannt hat) mehrfach öffentlich beleidigt und als unfähig dargestellt. Er wirft ihm vor, durch hohe Zinsen das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Was will er? Trump kritisiert die Fed seit Jahren dafür, die Zinsen nicht schnell und stark genug zu senken. Er argumentiert, niedrige Zinsen würden das Wirtschaftswachstum beschleunigen, die Staatsschulden günstiger machen, die Börsen und Immobilienmärkte stützen.
Was ist nun mit der Untersuchung? Im Zentrum der Ermittlungen steht die Erneuerung des Hauptsitzes der Federal Reserve in Washington, D.C., das mehrere historische Gebäude umfasst und mehrere Milliarden Dollar kostet.
Aber? Die renovierten Gebäude waren jahrzehntelang nicht umfassend modernisiert worden, und die Kosten sind stark gestiegen – auf rund 2,5 Milliarden Dollar, deutlich mehr als ursprünglich geplant.
Was ist der Vorwurf gegen Powell? Die US-Staatsanwaltschaft will prüfen, ob er vor dem Senat falsche oder irreführende Aussagen über den Umfang des Renovierungsprojekts gemacht hat.
Wie verteidigt er sich? Powell bezeichnet den Vorgang als Maßnahme, um politisch motivierten Druck aufzubauen. Das soll ihn zu Zinssenkungen zwingen. Viele Beobachter sehen darin einen gefährlichen Präzedenzfall für die Unabhängigkeit der Zentralbank.
Und Trump? Er sagt öffentlich, dass er keine Kenntnis von der Vorladung bzw. der strafrechtlichen Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell hatte.
Worum geht es? Einmal im Jahr untersuchen die Datenanalysten von Property Shark, wo die USA am teuersten sind. 2026 gibt es einen neuen Sieger – Fisher Island bei Miami Beach. Postleitzahl: 33109.
Warum ist das wichtig? Weil die Postleitzahl aussagt, dass man eher nicht zu den kleinen Leuten gehört. Die durchschnittliche Preis für verkaufte Immobilien betrug im Vorjahr auf Fisher Island 9,5 Millionen US-Dollar.
Ist das neu? Ja, Atherton, Kalifornien (Postleitzahl 94027) lag acht Jahre in Folge an der Spitze. Nun liegt der Ort in der Nähe von San Francisco auf dem zweiten Platz. Durchschnittlicher Hauspreis: 8,3 Millionen Dollar.
Was ist mit den Hamptons? Sagaponack, New York, in den Hamptons (11962) landete mit 5,9 Millionen Dollar auf dem dritten Rang.
Was macht Fisher Island attraktiv? "Sie haben hier quasi Ihre eigene Oase in der Stadt", sagte Jill Eber, Anwohnerin und Luxusimmobilienmaklerin, zu den Tampa Bay Times.
Was ist die Definition von Oase? Abgeschiedenheit und trotzdem Nähe zur Innenstadt von Miami. Die 561 Bewohner zahlen eine Mitgliedsgebühr von 500.000 US-Dollar und fast 40.000 US-Dollar für Annehmlichkeiten wie Pickleball- und Tennisplätze, zwei Tiefwasser-Yachthäfen, einen Golfplatz und eine private Volksschule.
Wie kam die Liste zustande? Untersucht wurden Hausverkäufe, die zwischen Jänner und September in Staaten abgeschlossen wurden, in denen die Kaufpreise öffentlich zugänglich sind.
Was fiel auf? Insgesamt stellten kalifornische Postleitzahlen 61 Prozent der 120 aufgeführten Postleitzahlen.
Worum geht es? Friedensnobelpreis-Trägerin María Corina Machado trifft diese Woche Donald Trump in Washington, D.C. Sie hatte angedeutet, dem Präsidenten ihren Nobelpreis dabei zu schenken.
Was sagt das Weiße Haus dazu? Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, sagte in ihrer Erklärung am Sonntag, Trumps "Vermächtnis als oberster Friedensstifter sei bereits gefestigt, daher sei es keine Überraschung", dass er von allen Seiten nominiert worden sei.
Aber? "Wie der Präsident jedoch bereits sagte", schrieb Kelly in einer E-Mail, "geht es ihm nicht um Anerkennung – es geht ihm nur darum, Leben zu retten."
Und Trump? Er hatte vergangene Woche auf Fox News erklärt, dass es ihm eine große Ehre wäre, den Preis von Machado entgegenzunehmen.
Wie reagierte das Nobelinstitut? Die Organisation verwehrt sich entschieden gegen eine Weitergabe. "Sobald ein Nobelpreis verliehen wird, kann er weder widerrufen, geteilt noch an andere übertragen werden. Die Entscheidung ist endgültig und gilt für alle Zeiten."
Warum wurde Machado ausgezeichnet? Die Trump-Anhängerin führte jahrelang den Widerstand der Opposition in Venezuela an. Nach dem Sturz von Maduro machte sie sich Hoffnungen, Präsidentin zu werden. Aber Trump ließ sie bisher abblitzen.
Worum geht es? Dina Powell McCormick wurde am Montag zur neuen Präsidentin und Vize‑Vorsitzenden von Meta Platforms ernannt. Sie wird damit Nummer 2 im Unternehmen nach CEO Mark Zuckerberg.
Was ist Meta? Meta Platforms, Inc. ist die Dachgesellschaft, also die Mutterfirma, von Facebook, Instagram und WhatsApp und einer der größten Technologiekonzerne der Welt.
Wer ist Dina Powell McCormick? Die 52-Jährige hat einen Bachelor in Politikwissenschaften und einen MBA von der Columbia University. Bei Goldman Sachs stieg sie zur Partnerin auf. 2017 war sie eine der leitenden außenpolitischen Beraterinnen von Donald Trump im Weißen Haus.
Wie sieht er die Bestellung? Euphorisch! "Eine großartige Wahl von Mark Z! Sie ist eine fantastische und sehr talentierte Person, die der Trump‑Administration mit Stärke und Auszeichnung gedient hat!", schrieb er.
Was ist nun ihr Job? Sie übernimmt die Aufgabe im Zuge einer Umstrukturierung, bei der Meta verstärkt auf Künstliche Intelligenz, strategische Partnerschaften und Investitionen setzen will.
Was ist mit Zuckerberg? Dina Powell McCormick arbeitet direkt unter ihm und unterstützt die strategische Leitung, hat aber nicht dieselbe Rolle wie ein CEO. Mark Zuckerberg ist weiterhin Gründer, Chairman und CEO von Meta.
Worum geht es? In den sozialen Medien wird derzeit über ein Foto debattiert. Es zeigt zwei Jets der deutschen Luftwaffe nebeneinander eingeparkt auf Island.
Was machen die da? Eine Maschine soll Außenminister Johann Wadephul (CDU) in die USA bringen, die andere Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ebenfalls dorthin.
Warum fliegen sie nicht gemeinsam? Weil ihre weiteren Reisepläne voneinander abweichen. Wadephul will bilaterale Gespräche in Island führen, länger in den USA bleiben und von Washington nach New York fliegen, Klingbeil nicht, berichtet der Spiegel.
Warum aber Island? Wenn man das Foto sieht, glaubt man es nicht, aber es handle sich laut Verteidigungsministerium um kleinere Maschinen und die müssten am Weg aufgetankt werden.
Wo sind die größeren Flugzeuge? Eines ist gerade mit Kanzler Friedrich Merz nach Indien unterwegs.