Worum geht es? Prinz Harrys Reise nach Großbritannien wird von einem neuen Streit mit dem Königshaus überschattet. Kurz vor seiner Ankunft in London entbrannte eine öffentliche Auseinandersetzung darüber, ob der Herzog von Sussex während seines Aufenthalts in einer königlichen Residenz übernachten darf. Beide Seiten schildern den Ablauf unterschiedlich – ein weiteres Zeichen für das angespannte Verhältnis innerhalb der Royals.
Was ist passiert? Harry reist diese Woche zu mehreren Wohltätigkeitsterminen nach London und Birmingham. Zunächst erklärte sein Sprecher, der Prinz habe eine Einladung angenommen, während seines Aufenthalts in einer königlichen Residenz – Berichten zufolge im Buckingham Palace – zu wohnen. Wenig später widersprach der Palast: Harry werde dort doch nicht übernachten.
Warum kam es zum Streit? Nach Darstellung des Buckingham-Palasts reagierte Harry zunächst nicht rechtzeitig auf das Übernachtungsangebot. Später habe er die Einladung zunächst abgelehnt und anschließend doch noch zugesagt – zu spät, um den Aufenthalt organisatorisch vorzubereiten.
Sieht Harry das genauso? Nein, Harrys Sprecher weist diese Darstellung zurück. Demnach habe der Prinz erst alternative Sicherheitsvorkehrungen organisieren müssen und die Einladung anschließend formell angenommen. Erst danach sei das Angebot kurzfristig zurückgezogen worden.
Welche Rolle spielt die Sicherheit? Die Sicherheitsfrage begleitet Harry seit seinem Rückzug als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie im Jahr 2020. Weil ihm in Großbritannien kein dauerhafter staatlicher Polizeischutz mehr zusteht, organisiert er bei Besuchen private Sicherheitsmaßnahmen. Deswegen reisen Ehefrau Meghan sowie die Kinder Archie und Lilibet diesmal nicht mit ihm.
Warum wird auch ein Gerichtsverfahren erwähnt? Zeitgleich mit Harrys Aufenthalt wird ein Urteil in seinem Verfahren gegen den Verlag der Daily Mail erwartet. Nach Angaben des Palasts wollte König Charles jede Situation vermeiden, die den Eindruck erwecken könnte, das Königshaus stehe in Verbindung mit einem laufenden Gerichtsverfahren. Harrys Sprecher hält diese Begründung für wenig überzeugend und betont, der Gerichtstermin sei seit Langem bekannt gewesen.
Wird Harry seinen Vater treffen? Offiziell ist das bislang nicht bestätigt. Medien hatten über ein mögliches Treffen zwischen Harry und König Charles spekuliert. Der neue Streit um die Unterkunft lässt jedoch Zweifel daran aufkommen.
Worum geht es? Die enge Beziehung zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät immer stärker in die Kritik. Auslöser ist Trumps Eingreifen im Fall des gesperrten US-Nationalspielers Folarin Balogun. Kritiker werfen Infantino vor, die politische Nähe zum US-Präsidenten gefährde die Unabhängigkeit des Weltverbands und beschädige die Glaubwürdigkeit des Turniers.
Was ist passiert? Trump bestätigte öffentlich, dass er Infantino persönlich angerufen habe, nachdem Balogun bei einem WM-Spiel die Rote Karte gesehen hatte. Er habe eine Überprüfung der Sperre angeregt. Kurz darauf setzte die FIFA die automatische Spielsperre aus, sodass Balogun im Achtelfinale gegen Belgien spielen durfte. Die FIFA betont, die Entscheidung sei ausschließlich von ihren unabhängigen Disziplinargremien getroffen worden.
Warum sorgt das für Kritik? Viele Fußballfunktionäre sehen bereits den Anruf des Präsidenten als problematisch. Die UEFA, Europas Fußballverband, sprach von einer Überschreitung einer "roten Linie", mehrere nationale Verbände kritisierten den Eindruck politischer Einflussnahme. Auch Belgien protestierte gegen die Entscheidung, blieb damit jedoch erfolglos.
Warum steht Gianni Infantino besonders im Fokus? Infantino und Trump pflegen seit Jahren ein auffallend enges Verhältnis. Der FIFA-Präsident war mehrfach Gast im Weißen Haus, überreichte Trump Trophäen und ehrte ihn Ende 2025 sogar mit dem erstmals vergebenen FIFA-Friedenspreis. Umgekehrt bezeichnete Trump Infantino wiederholt als den "König des Fußballs". Diese demonstrative Nähe stößt innerhalb des internationalen Fußballs zunehmend auf Kritik.
Gibt es weitere Beispiele für die enge Verbindung? Schon vor Beginn der WM war die Partnerschaft sichtbar. Trump richtete im Weißen Haus eine offizielle WM-Taskforce ein, Infantino präsentierte dort die neue Klub-WM-Trophäe und ließ sie anschließend im Oval Office stehen. Zudem wird erwartet, dass Trump beim WM-Finale anwesend sein und auch an der Siegerehrung teilnehmen wird.
Wo ist das Problem dabei? Medien wie der Spiegel sprechen von einer "Bromance", die den Fußball zunehmend für politische Zwecke instrumentalisiere. Demnach nutze Trump die Weltmeisterschaft als Bühne für seine Selbstdarstellung, während Infantino die Nähe zum mächtigsten Politiker des Gastgeberlandes suche, um FIFA-Projekte und wirtschaftliche Interessen voranzutreiben. Kritiker befürchten, dass dadurch die politische Neutralität des Weltverbands verloren geht.
Wie verteidigt sich die FIFA? Infantino betont, Gespräche mit Staats- und Regierungschefs gehörten zu seinen Aufgaben. Die FIFA verweist darauf, dass sämtliche sportrechtlichen Entscheidungen unabhängig getroffen würden. Auch im Fall Balogun hätte Trumps Anruf keinen Einfluss auf das Verfahren gehabt.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump gerät wegen der milliardenschweren Geschäfte seiner Familie massiv unter Druck. Auslöser sind neue Finanzoffenlegungen, nach denen Trump allein im vergangenen Jahr mehr als 2,2 Milliarden Dollar (ca. 1,9 Mrd. Euro) verdient hat, davon allein etwa 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd. Euro) mit Kryptowährungen.
Was wird ihm vorgeworfen? Kritiker sagen, Trump würde seine Position als Präsident zur persönlichen Bereicherung nutzen. Der 80-Jährige weist die Vorwürfe indes zurück und verteidigt sowohl seine eigenen Geschäfte als auch die seiner Söhne.
Worum geht es bei den Vorwürfen konkret? Im Mittelpunkt stehen die Krypto-Unternehmen der Trump-Familie, allen voran World Liberty Financial sowie mehrere sogenannte Meme-Coins wie $TRUMP. Nach den offiziellen Finanzunterlagen stammen inzwischen mehr als 1,4 Milliarden Dollar von Trumps gemeldeten Einkünften aus diesen Geschäften. Gleichzeitig verfolgt seine Regierung eine ausgesprochen krypto-freundliche Politik – was Ethikexperten als möglichen Interessenkonflikt bewerten.
Wo könnte ein Interessenkonflikt bestehen? Kritiker argumentieren, dass Präsidenten Entscheidungen treffen könnten, die den Wert ihrer eigenen Investitionen steigern. Tatsächlich hat die Trump-Regierung mehrere Maßnahmen beschlossen, die den Kryptomarkt begünstigen – darunter lockerere Regulierung und neue gesetzliche Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte.
Wie verteidigt sich Trump? Er weist sämtliche Vorwürfe zurück. In einem Interview mit CNBC erklärte er, er kümmere sich nicht um seine Geschäfte, sondern konzentriere sich auf die Arbeit als Präsident. Die Verwaltung seines Vermögens liege bei seinen Söhnen Eric und Donald Trump Jr. sowie externen Finanzverwaltern. Trump: "Es ist nichts Illegales daran, da ist nichts falsch damit."
Warum verteidigt Trump auch seine Söhne? Der Präsident meint offenbar, seine Kinder würden ungerecht behandelt. Sie hätten ihre Unternehmen bereits vor seiner Rückkehr ins Weiße Haus aufgebaut und seien nun Ziel politisch motivierter Angriffe. Besonders Eric Trump und Donald Trump Jr. spielen bei den Krypto-Unternehmen der Familie eine zentrale Rolle.
Ist das rechtlich problematisch? Juristisch ist die Lage kompliziert. Anders als Minister oder andere Regierungsmitglieder unterliegt der US-Präsident nur begrenzten gesetzlichen Regeln zu Interessenkonflikten. Zwar müssen Vermögenswerte offengelegt werden, eine Verpflichtung, sie in einen sogenannten Blind Trust zu übertragen oder zu verkaufen, besteht jedoch nicht. Deshalb dreht sich die Debatte derzeit vor allem um politische und ethische Fragen – weniger um strafrechtliche Vorwürfe.
Wie groß ist die Kritik? Ethikexperten sprechen von einer beispiellosen Vermischung von Staatsamt und privaten Geschäftsinteressen. Demokratische Politiker fordern strengere Regeln, die Präsidenten und ihre Familien künftig daran hindern sollen, während ihrer Amtszeit an Märkten zu verdienen, die sie selbst regulieren.
Worum geht es? Eine der kuriosesten Internet-Debatten rund um die Minion-Figuren aus den "Ich – Einfach unverbesserlich"-Filmen wurde nun offiziell beendet: Regisseur und Minions-Erfinder Pierre Coffin hat in einem Interview klargestellt, dass die gelben Kultfiguren nie für Adolf Hitler gearbeitet haben.
Wie kommt man auf die Idee, das überhaupt klarzustellen? Mit seiner Aussage reagierte der Franzose auf eine seit Jahren kursierende Fan-Theorie, die immer wieder als Meme in sozialen Netzwerken auftaucht.
Wie kam diese Theorie auf? Der Witz beruht auf der Grundidee der Minions: Sie suchen sich im Laufe der Geschichte stets den "größten Bösewicht" ihrer Zeit als Herrn. In den Filmen dienen sie unter anderem einem T-Rex, einem Höhlenmenschen, einem Pharao und Napoleon. Viele Fans fragten deshalb scherzhaft, ob sie im 20. Jahrhundert folgerichtig auch Adolf Hitler hätten dienen müssen.
Warum schien die Theorie zunächst widerlegt? Bereits in "Minions", dem ersten eigenen Film der kleinen gelben Figuren aus 2015 wird erklärt, dass sich die bekannten Minions nach einem Misserfolg mit Napoleon in eine Höhle zurückziehen. Dort bleiben sie bis Ende der 1960er-Jahre verborgen. Dadurch hätten sie die Zeit des Zweiten Weltkriegs gar nicht miterlebt – was die Theorie eigentlich ausschließt.
Warum kam die Frage jetzt erneut auf? Im neuen Film "Minions & Monsters" (seit dieser Woche in den österreichischen Kinos) werden erstmals weitere Minion-Stämme gezeigt, die während dieser Zeit nicht in der Höhle lebten. Damit stellte sich die Frage erneut: Könnten diese Minions für Hitler gearbeitet haben?
Was sagt der Regisseur dazu? Pierre Coffin stellt unmissverständlich klar: Nein – auch die neu eingeführten Minion-Stämme haben niemals für Hitler gearbeitet. Sie seien "kein Teil der großen Geschichte" gewesen und hätten mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs nichts zu tun gehabt.
Verrät Pierre Coffin noch weitere Geheimnisse? Ja. In demselben Interview erklärte er, dass Minions praktisch unsterblich seien und nicht altern. Außerdem verriet er, dass es in einer frühen Entwurfsphase einmal die Idee gab, die Minions als winzige Organismen zu zeigen, die sich nach dem Urknall im Universum verbreiteten – dieser Ursprung wurde später jedoch verworfen.
Warum beschäftigt Fans ausgerechnet diese Frage? Die "Hitler-Theorie" gehört seit Jahren zu den bekanntesten Running Gags rund um die Minions. Sie taucht regelmäßig in Memes, Foren und sozialen Netzwerken auf und wurde durch die Logik der Filmreihe immer wieder neu diskutiert. Coffins Antwort gilt deshalb als erste offizielle Klarstellung innerhalb des Minions-Kanons.
Worum geht es? Eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt kehrt erstmals seit fast 1.000 Jahren nach England zurück: Der Teppich von Bayeux wird ab September 2026 für insgesmt zehn Monate im British Museum in London ausgestellt.
Wie kam es dazu? Die Leihgabe gilt als kulturpolitische Sensation und soll ein Symbol der Annäherung zwischen Frankreich und Großbritannien sein. Bereits kurz nach dem Start des Ticketverkaufs waren die ersten Eintrittskarten restlos vergriffen.
Warum ist das Interesse so groß? Schon am ersten Tag des Ticketverkaufs bildeten sich virtuelle Warteschlangen mit kehr als 80.000 Interessierten. Das British Museum spricht bereits jetzt von der erfolgreichsten Ausstellung seiner Geschichte. Historiker bezeichnen die Präsentation als eine "Einmal-in-1.000-Jahren-Gelegenheit", weil der Teppich wohl nie wieder nach Großbritannien reisen wird.
Was ist der Teppich von Bayeux? Der knapp 70 Meter lange und 50 Zentimeter hohe Leinenstoff gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken des Mittelalters. Streng genommen handelt es sich nicht um einen gewebten Teppich, sondern um eine aufwendig bestickte Bildrolle. Entstanden ist sie zwischen 1070 und 1077 – nur wenige Jahre nach der normannischen Eroberung Englands.
Was zeigt der Teppich? In insgesamt 58 Szenen erzählt er die Geschichte der normannischen Invasion Englands im Jahr 1066. Im Mittelpunkt stehen der Normannenherzog Wilhelm – später als Wilhelm der Eroberer bekannt – und die berühmte Schlacht von Hastings, bei der der englische König Harold II. besiegt wurde. Dieses Ereignis veränderte die Geschichte Englands grundlegend und prägt das Land bis heute.
Warum ist die Leihgabe so außergewöhnlich? Der Teppich wird normalerweise im Museum von Bayeux in der Normandie gezeigt und hat Frankreich seit Jahrhunderten praktisch nie verlassen. Nun reist er erstmals seit seiner Entstehung wieder nach England – also in das Land, in dem er nach heutiger Forschung vermutlich sogar gefertigt wurde. Viele Historiker gehen davon aus, dass englische Stickerinnen den Teppich im Auftrag des normannischen Bischofs Odo von Bayeux hergestellt haben.
Warum gibt Frankreich den Teppich überhaupt aus der Hand? Die Leihgabe ist Teil eines umfassenden Kulturaustauschs zwischen beiden Ländern. Vereinbart wurde sie von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Noch-Premierminister Keir Starmer. Im Gegenzug leiht Großbritannien Frankreich bedeutende historische Objekte aus.
Gab es Bedenken gegen den Transport? Ja. Zahlreiche französische Kunsthistoriker und Restauratoren warnten, dass der fast 1.000 Jahre alte Stoff beim Transport beschädigt werden könnte. Eine Petition gegen die Ausleihe sammelte zehntausende Unterschriften. Die Verantwortlichen betonen jedoch, der Teppich werde in einem speziell entwickelten Schutzbehälter transportiert und während der gesamten Reise von Experten überwacht. Zudem ist das Kunstwerk mit umgerechnet fast einer Milliarde Euro versichert.
Gibt es noch Karten für die Ausstellung? Genügend, für Oktober und Jänner sind weitere Vorverkaufs-Slots eingeplant. Insgesamt wird der Teppich zehn Monate lang in London zu sehen sein.
Was kosten die Eintrittskarten? Erwachsene zahlen in Spitzenzeiten 33 Pfund (ca. 39 Euro), außerhalb der Stoßzeiten 27 Pfund (ca. 32 Euro). Zum Vergleich: In Bayeux kostet der Eintritt nur 12 Euro. Und wer auf den Museumsbesuch verzichten und sich lieber online in die Einzelheiten des Teppichs vertiefen möchte, kann auf der Homepage des Museums in Bayeux den gesamten Teppich hochaufgelöst ansehen – und zwar gratis.
Worum geht es? US-Sänger Kid Rock ("All Summer Long") hat ungewöhnliche Einblicke in seine Freundschaft mit Donald Trump gegeben. In einem Fernsehinterview erzählte der Musiker, dass er den Präsidenten regelmäßig spätabends anrufe – oft nach ein paar Bier. Trump gehe dabei "eigentlich immer ans Telefon". Die Aussagen sorgen in den USA für Schlagzeilen, weil sie zeigen, wie eng der Musiker mit dem Präsidenten verbunden ist.
Wann ruft er beim Präsidenten an? Der Sänger erzählte, nächtliche Anrufe bei Trump gehörten zu seinen "Lieblingstricks". Wenn er mit Freunden zusammensitze und etwas getrunken habe, rufe er den Präsidenten einfach an. "Er ist so großzügig – er geht immer ran oder ruft zurück, nur um ein bisschen zu plaudern", sagte Kid Rock. Trump schlafe ohnehin nur rund fünf Stunden pro Nacht und sei deshalb oft noch spät erreichbar.
Worüber sprechen die beiden? Es gehe dabei nicht um Politik oder vertrauliche Regierungsangelegenheiten. Trump frage ihn nicht etwa: "Bob, was sollen wir im Iran tun?" Stattdessen unterhalte man sich wie zwei Freunde über Alltägliches. Er genieße es, mit Trump Zeit zu verbringen und "einen Logenplatz bei der größten Show der Welt" zu haben.
Wie eng ist ihre Beziehung? Kid Rock unterstützt Trump bereits seit dessen erstem Präsidentschaftswahlkampf 2016. Seitdem treten beide regelmäßig gemeinsam in der Öffentlichkeit auf – etwa bei Golfturnieren, UFC-Veranstaltungen oder im Weißen Haus. Der Musiker gehörte auch zu den prominenten Unterstützern bei mehreren Wahlkampfveranstaltungen und trat in diesem Jahr bei einer konservativen Gegenveranstaltung zur Super-Bowl-Halbzeitshow auf.
Was sagt er zu den jüngsten Vorwürfen wegen Trumps Milliarden-Einkommen? Kid Rock wies die Kritik zurück: Trump sei eben ein erfolgreicher Geschäftsmann gewesen, bevor er Präsident wurde. Er glaube, dessen Hauptanliegen sei nach wie vor das Wohl der USA.
Wer ist Kid Rock? Der Musiker, mit bürgerlichem Namen Robert James Ritchie, gehört seit den späten 1990er-Jahren zu den bekanntesten Rock- und Country-Musikern der USA. Politisch ist er seit Jahren ein prominenter Unterstützer der Republikanischen Partei und insbesondere Donald Trumps.
Worum geht es? Sony verabschiedet sich von der Spiele-DVD. Ab Januar 2028 werden alle neuen PlayStation-Spiele ausschließlich digital verkauft. Neue Titel erscheinen dann nur noch im PlayStation Store oder als Download-Code im Handel – klassische Datenträger wird es für Neuerscheinungen nicht mehr geben. Damit endet eine Ära, die die Videospielbranche über Jahrzehnte geprägt hat.
Was hat Sony angekündigt? Der Konzern teilte mit, dass für alle neuen Spiele, die ab Januar 2028 erscheinen, keine physischen Blu-ray-Discs mehr produziert werden. Bereits veröffentlichte Spiele oder Titel, die bis Ende 2027 noch als Disc angekündigt sind, bleiben davon unberührt. Sie werden weiterhin in physischer Form erhältlich sein.
Warum dieser Schritt? Als Hauptgrund nennt der Konzern das veränderte Kaufverhalten der Spieler. Bereits heute werden rund 80 Prozent aller PlayStation-Spiele digital heruntergeladen. Sony sieht deshalb keinen wirtschaftlichen Sinn mehr darin, parallel weiterhin Millionen Datenträger zu produzieren und weltweit zu vertreiben.
Wie können Spiele künftig gekauft werden? Spieler können neue Titel entweder direkt über den PlayStation Store herunterladen oder im Einzelhandel digitale Gutscheine beziehungsweise Download-Codes erwerben. Klassische Spielehüllen wird es zwar teilweise noch geben – darin befindet sich künftig jedoch lediglich ein Code statt einer Disc.
Was bedeutet das für Spieler? Für viele ändert sich wenig, da sie ihre Spiele bereits heute überwiegend digital kaufen. Sammler und Fans physischer Datenträger verlieren jedoch mehrere Vorteile: Spiele lassen sich künftig nicht mehr verleihen, weiterverkaufen oder dauerhaft unabhängig von Sonys Servern archivieren. Kritiker warnen außerdem davor, dass Spieler digitale Inhalte letztlich nur lizenzieren und nicht dauerhaft besitzen.
Welche Vorteile hat Sony davon? Digitale Verkäufe sind für den Konzern deutlich profitabler. Kosten für Produktion, Verpackung, Lagerhaltung und Transport entfallen, außerdem erhält Sony bei Käufen im eigenen Store die volle Marge. Gleichzeitig gewinnt das Unternehmen mehr Kontrolle über Preise und Rabattaktionen.
Ist Sony der erste Hersteller, der Discs komplett abschafft? Ja. Zwar setzen auch Microsoft und Nintendo zunehmend auf Downloads, doch Sony ist der erste große Konsolenhersteller, der ein konkretes Enddatum für physische Spiele festlegt. Die Entscheidung dürfte den Druck auf die gesamte Branche erhöhen und könnte das Ende der Spiele-Disc insgesamt einläuten.
Welche Kritik gibt es daran? Viele Spieler befürchten höhere Preise, weil der Wettbewerb durch den Gebrauchtmarkt entfällt. Außerdem sehen Experten Risiken für die langfristige Archivierung von Videospielen: Wenn digitale Stores eines Tages geschlossen werden oder Lizenzen auslaufen, könnten bestimmte Titel dauerhaft verschwinden. Diese Debatte wird unter Fans seit Jahren unter dem Schlagwort "Game Preservation" geführt.
Worum geht es? Die jüngste Hitzewelle in Europa hat noch mehr Todesopfer gefordert als zunächst angenommen. Allein in Frankreich registrierten die Behörden inzwischen 2.025 zusätzliche Todesfälle innerhalb einer Woche. Zusammen mit Belgien und den Niederlanden liegt die Zahl der sogenannten Übersterblichkeit bereits bei 3.700 Menschen. Und die endgültige Bilanz könnte noch höher ausfallen.
Was bedeutet "Übersterblichkeit"? Dabei handelt es sich nicht um offiziell als "Hitzetote" registrierte Menschen. Stattdessen vergleichen Gesundheitsbehörden, wie viele Menschen in einer bestimmten Woche tatsächlich gestorben sind – und wie viele statistisch zu erwarten gewesen wären. Die Differenz gilt als Übersterblichkeit und wird häufig genutzt, um die tatsächlichen Folgen extremer Wetterereignisse zu erfassen.
Warum starben so viele Menschen? Extreme Hitze belastet vor allem Herz, Kreislauf und Atmung. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen ohne ausreichende Kühlmöglichkeiten. In Frankreich stiegen während der heißesten Woche die Todesfälle in Privathaushalten um 91 Prozent, in Pflegeheimen um 37 Prozent und in Krankenhäusern um knapp 20 Prozent.
Warum traf es Frankreich besonders stark? Frankreich erlebte Ende Juni eine der schwersten Hitzewellen seiner Geschichte. In vielen Regionen wurden Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. Besonders betroffen war die Region um Paris, wo die Sterblichkeit zeitweise um mehr als 60 Prozent über dem üblichen Niveau lag.
Sind auch andere Länder betroffen? Ja. Belgien meldete rund 1.200 zusätzliche Todesfälle, die Niederlande etwa 480. Auch Spanien, Italien und andere europäische Länder verzeichneten zahlreiche hitzebedingte Todesfälle und Rekordtemperaturen. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Gesamtzahl europaweit noch deutlich erhöhen wird.
Welche Rolle spielt der Klimawandel dabei? Klimaforscher sehen einen klaren Zusammenhang. Nach Einschätzung mehrerer Forschungsgruppen wäre eine derart extreme Juni-Hitzewelle ohne den menschengemachten Klimawandel unmöglich gewesen. Gleichzeitig erwärmt sich Europa schneller als jeder andere Kontinent, wodurch solche Ereignisse häufiger und intensiver werden.
Welche Folgen hatte die Hitzewelle außer den Todesfällen? Neben den gesundheitlichen Auswirkungen litt auch die Infrastruktur. Bahnstrecken wurden beschädigt, Flüsse führten ungewöhnlich wenig Wasser, einzelne Kernkraftwerke mussten ihre Leistung reduzieren oder Reaktoren vorübergehend abschalten. Zudem verschärften sich Waldbrand- und Dürregefahr in mehreren Ländern.