Worum geht es? In Südspanien kam es am Sonntag zu einem schweren Zugunglück. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten und sprangen aus den Schienen. Mindestens 41 Menschen wurden getötet.
Welches Schicksal bewegt Spanien? Unter den Opfern waren die Eltern, der zwölfjährige Bruder und ein Cousin eines sechsjährigen Mädchens. Die Familie stammte aus Punta Umbría.
Was war mit dem Mächen? Das Mädchen überlebte als einzige aus ihrer Familie und wurde nach dem Unfall von einem Guardia‑Civil‑Beamten auf den Gleisen gefunden.
Wurde sie verletzt? Nur leicht. Die Sechsjährige erhielt drei Stiche am Kopf und wird derzeit von ihren Großeltern in Córdoba betreut.
Ist ihre Identität bekannt? Sie wurde von Behörden bislang nicht veröffentlicht; der Bürgermeister erklärte, dass die Gemeinde einerseits in tiefer Trauer sei, andererseits aber Trost darin finde, dass sie überlebt habe.
Warum überlebte sie? Das ist unklar, sie kletterte nach dem Unglück über ein Fenster ins Freie.
Worum geht es? Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte in seiner Rede am Weltwirtschaftsgipfel (WEF) in Davos vor einer Welt, "in der nur noch die Stärkeren bestimmen". Für Aufsehen sorgten seine Brillen (hier das Video).
Was war damit? Macron trug während der gesamten Ansprache eine auffällige Sonnenbrille mit silbernem Rahmen und grell blauen Gläsern.
Warum? Er erklärte es nicht, aber es hatte medizinische Gründe. Bei einem Auftritt vor ein paar Tagen sagte er, er habe ein Augenleiden, es sei aber nur eine Kleinigkeit.
Nämlich was? Das führt er nicht aus, sondern meinte nur: "Ihr werdet mit so ertragen müssen". Die Brille werde er "für einige Zeit tragen". Es handelt sich vermutlich um eine Entzündung. Das rechte Auge wirkte blutunterlaufen.
Was war nun mit seiner Rede? Macron sagte, die Welt bewege sich weg von internationalen Regeln und dem Völkerrecht. Er sprach von einem Aufkommen "imperialer Ambitionen" und einer gefährlichen Entwicklung zu Machtpolitik statt Rechtsstaatlichkeit.
Nannte er Trump? Nicht direkt, aber er, bezog sich auf aktuelle Spannungen. Europa dürfe sich nicht von größeren Mächten einschüchtern lassen, sagte er. Stattdessen müsse der Kontinent Respekt und Rechtsstaatlichkeit verteidigen.
Was sagte er zu den Extrazöllen? Macron forderte, das EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung – die sogenannte Handels-Bazooka – als "mächtiges Instrument" zu nutzen, wenn Europa nicht respektiert werde.
Was ist damit gemeint? Das Anti-Coercion Instrument (ACI), also das "Anti-Zwangsinstrument". Es ermöglicht, verschiedene Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn ein Drittstaat Handelsbeschränkungen nutzt, um die EU oder einzelne Mitgliedstaaten zu erpressen. Zum Einsatz kam es noch nie.
Worum geht es? In einem langen Instagram-Posting geht Brooklyn Peltz Beckham hart mit seinen Eltern ins Gericht.
Was schreibt er? Er beschuldigte sie, ihn jahrelang kontrolliert, Geschichten an die Presse durchgestochen und die Berichterstattung über ihn und seine Frau Nicola manipuliert zu haben.
Von welchen Beteiligten reden wir hier? Ex-Fußballer David Beckham (50) und seine Frau Victoria (51, früher eine der Spice Girls) haben vier Kinder Brooklyn (26), Romeo (23), Cruz (20) und Tochter Harper (14).
Was ist nun das Problem? Mit dem ältesten Sohn schwelt schon länger ein Familienstreit. Einer der Auslöser war die Hochzeit von Brooklyn 2022 mit Nicola Peltz, Schauspielerin und Model aus den USA.
Was war da? Brooklyn wirft seinen Eltern vor, immer wieder versucht zu haben, seine Beziehung zu seiner Frau zu sabotieren, bereits vor der Eheschließung.
Zum Beispiel? In dem Insta-Beitrag behauptet er, Victoria Beckham habe Peltz' Hochzeitskleid nähen sollen, sei aber "in letzter Minute" abgesprungen. Auf der Hochzeit habe seine Mutter "vor allen Leuten sehr unangemessen" mit ihm getanzt. "Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so gedemütigt gefühlt."
Alles nur Show? Brooklyn behauptet, die Social-Media-Beiträge seiner Eltern über ihre Familie seien inszeniert gewesen und die Beziehungen innerhalb der Familie seien "unecht". Seine Eltern hätten "unzählige Lügen in den Medien verbreitet, um ihre eigene Fassade aufrechtzuerhalten" und seine Brüder gegen ihn aufgehetzt.
Ist das noch zu kitten? "Ich will mich nicht mit meiner Familie versöhnen", sagt Brooklyn.
Und die Beckhams? David Beckham hat sich inzwischen indirekt geäußert und gesagt, dass Kinder Fehler machen können – er ging aber nicht direkt auf die Vorwürfe ein.
Worum geht es? Rachel und Christian Briand betreiben in Janzé in der Bretagne, Frankreich, eine kleine Boulangerie (Bäckerei) namens "Le Carroussel des Saveurs". Aber die Geschäfte gingen zuletzt schlecht.
Heißt was? Das Unternehmen litt an großen finanziellen Problemen, weil die Verkäufe gesunken waren und hohe Schulden angehäuft wurden, berichtet der Le Figaro.
Was passierte dann? Sohn Nathan (24) veröffentlichte im Dezember eine Video‑Botschaft auf TikTok, in der er die Situation erklärte und eine Online‑Spendenaktion (Cagnotte) startete. Vor allem seine Worte gingen vielen nahe.
Nämlich? "Ich finde es unmenschlich, sein Leben dem Unterhalt anderer zu widmen und dann so zu enden", klagte er. Obwohl seine Eltern unermüdlich arbeiten würden, ohne Urlaub oder Erholung, können sie ihre Schulden in Höhe von 135.000 Euro immer noch nicht begleichen. Er könne es nicht mehr ertragen, "sie hilflos zusammenbrechen zu sehen".
Was geschah dann? Das Video ging viral und erreichte innerhalb weniger Tage über eine Million Aufrufe. Eine Welle der Unterstützung setzte schnell ein.
Was kam zusammen? Über die Plattform Leetchi wurden bereits mehr als 44.000 Euro von 2.800 Spendern gesammelt – oft nur ein paar Euro, manchmal aber auch deutlich mehr. Lieferanten schickten 300 Kilo Mehl, den Kaffeebedarf für vier Monate und boten kostenlose Werbeflyer an.
Alles paletti? Nein, Nathan bleibt angesichts der enormen Schulden der Bäckerei vorsichtig: "Ich weiß nicht, ob wir die volle Summe zusammenbekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so weit kommen würden."
Aber? Die beiden Inhaber hoffen, dass der jüngste Kundenzuwachs anhält und ihnen ein regelmäßiges Einkommen sichert – zumindest bis zu ihrem Ruhestand, den sie bald antreten können.
Worum geht es? Bruce Springsteen hat bei einem Konzert in New Jersey scharfe Kritik an der Trump‑Regierung und insbesondere an der US‑Grenz‑ und Einwanderungsbehörde ICE geäußert.
Nämlich? "The Boss" widmete eine seiner großen Songs ("The Promised Land") Renee G., die dreifache Mutter war bei einem Polizeieinsatz durch einen ICE‑Agenten erschossen worden.
Was sagte er? "Verpisst Euch aus Minneapolis", rief er den Agenten von ICE zu, der Grenz‑ und Einwanderungsbehörde von Donald Trump.
Was rief er wörtlich ins Publikum? "Wenn du an die Macht des Gesetzes glaubst und daran, dass niemand darüber steht, wenn du gegen schwer bewaffnete, maskierte Bundeskräfte stehst, die eine amerikanische Stadt betreten und Gestapo‑ähnliche Taktiken gegen unsere Mitbürger anwenden, wenn du glaubst, dass man nicht ermordet werden sollte, weil man sein amerikanisches Recht auf Protest ausübt, dann sende eine Botschaft an diesen Präsidenten … 'ICE sollte sich aus Minneapolis verpissen.'"
War das ungewöhnlich? Nein, Springsteen ist kein unpolitischer Künstler. Er äußert sich seit Jahren offen kritisch gegenüber Donald Trump und seiner Politik. Den Präsidenten bezeichnete er als "gefährlich" oder "inkompetent".
Worum geht es? Prinz Harry hat eine Klage gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. eingebracht. Das Medienhaus bringt die britischen Boulevardzeitungen Daily Mail und Mail on Sunday heraus. Am Montag erschien Harry vor Gericht.
Warum war das Aufsehen groß? Harry klagt gemeinsam mit sechs anderen Prominenten – darunter Sir Elton John. Neben Harry waren auch Elizabeth Hurley und Sadie Frost im Gerichtssaal anwesend.
Was ist der Vorwurf? Harry wirft dem Verlag vor, systematisch und über Jahre hinweg illegal in seine Privatsphäre eingegriffen zu haben. Dazu gehören Anschuldigungen wie das Abhören von Handys und Telefonen, der Einsatz von Privatdetektiven, der Zugriff auf persönliche Daten durch unrechtmäßige Methoden.
Wann soll das stattgefunden haben? Alle Vorwürfe betreffen den Zeitraum zwischen den 1990er-Jahren und den frühen 2010er-Jahren.
Was sagt der Verlag? Er weist alle Vorwürfe zurück und bestreitet illegale Methoden.
Sagt Harry aus? Ja, vermutlich Anfang Februar. Bei Mitgliedern der britischen Königsfamilie passiert das sehr selten im Gerichtssaal. Der Prozess ist auch sonst spektakulär.
Weil? Harry hat schon früher Rechtsstreitigkeiten gegen britische Medien geführt und teilweise gewonnen. Er sieht den Kampf gegen illegale Praktiken der Presse als Teil seiner Mission, die Pressefreiheit und den Schutz der Privatsphäre zu stärken.
Wie bedeutsam wird das Urteil? Der aktuelle Prozess wird weithin als einer der bedeutendsten Rechtsfälle gegen Boulevardverlage in Großbritannien angesehen.
Trifft Harry seinen Vater? Während seines Aufenthalts trifft er mutmaßlich nicht die übrigen Royals, darunter seinen Vater, König Charles, und seinen Bruder, Prinz William. Die Royals vermeiden es, in einem Atemzug mit Gerichtsprozessen genannt zu werden.
Worum geht es? Im Vorjahr wurden in China nur rund 7,9 Millionen Babys geboren, das entspricht einem Rückgang um 17 Prozent gegenüber 2024. Die Geburtenrate fiel auf 5,63 Geburten pro 1 .000 Einwohner, ein historischer Tiefstand seit Aufzeichnungbeginn 1949.
Wie ist das in Österreich? Die Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor. 2024 lag die Zahl der Lebendgeborenen pro 1.000 Einwohnern bei 8,4 Prozent.
Was waren die Folgen in China? Es starben mehr Menschen als Kinder geboren wurden – das führt zu einem weiteren Bevölkerungsrückgang. Der Rückgang bei den Geburten ist keine kurzfristige Schwankung, sondern Teil eines längerfristigen Trends über mehrere Jahre.
Warum ist das so? Gründe sind hohe Lebenshaltungskosten (Wohnen, Bildung, Gesundheit), zunehmende Urbanisierung und Lebensstil‑Veränderungen, späte Heirat oder gar keine sowie eine langfristige Auswirkung der früheren Ein‑Kind‑Politik.
Tut China nichts? Doch aber trotz staatlicher Maßnahmen wie Kinderzuschüssen, längeren Elternzeiten oder Steueränderungen hat sich der Trend nicht umkehren lassen.
Worum geht es? In der Nähe der kleinen Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba im Süden Spaniens kam es am Sonntagabend um 19.45 Uhrzeit zu einem dramatischen Zugunglück.
Was ist passiert? Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug, der von Málaga nach Madrid unterwegs war, entgleiste mit 200 km/h und kollidierte mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug, der von Madrid nach Huelva fuhr.
Was waren die Folgen? Mindestens 39 Menschen wurden dabei getötet und Hunderte weitere Personen verletzt, darunter viele schwer. Aufgrund des heftigen Aufpralls wurden Leichen Hunderte von Metern entfernt gefunden.
Was war die Ursache? Derzeit ist noch viel unklar. Verkehrsminister Óscar Puente sagte, der Unfall sei "äußerst seltsam", weil er auf einem geraden, erneuerten Streckenabschnitt passiert sei. Tatsächlich flossen im Vorjahr 700 Millionen Euro in die Renovierung.
Aber? Die spanische Lokführergewerkschaft hatte im vergangenen August einen Brief an den staatlichen Eisenbahninfrastrukturverwalter ADIF geschrieben und vor der Bahnstrecke gewarnt, auf der die beiden Züge kollidierten.
Was war der Auslöser? Der Zustand der Bahngleise hatte im Juli zu einer Verletzung eines Besatzungsmitglieds geführt, berichtet El Mundo. Starke Erschütterungen und Rüttelbewegungen hatten dazu geführt, dass ein Ausrüstungsteil auf den Kopf eines Besatzungsmitglieds fiel.
Woher kommt das Rütteln? Laut Rafael Escudero, Generalsekretär der spanischen Eisenbahnergewerkschaft, könnten die Gleise das Gewicht und die Kraft der Züge nicht abfangen. Escudero sagte, man habe häufig Beschwerden über die Erschütterungen erhalten.
Was ist das große Bild? Spanien hat das zweitlängste Hochgeschwindigkeitsbahnnetz weltweit nach China. Die Gesamtlänge beträgt über 3.600 Kilometer. Züge erreichen Geschwindigkeiten von 250 bis 310 km/h, auf manchen Strecken bis zu 350 km/h.
Wie reagierte Spanien? Premierminister Pedro Sánchez bezeichnete den Unfall als eine "Nacht tiefen Schmerzes" für Spanien. Er ordnete am Montag eine dreitägige Staatstrauer an.