Worum geht es? Als erster syrischer Präsident seit der Unabhängigkeit des Landes wurde Ahmed al-Sharaa am Montag von Donald Trump im Weißen Haus empfangen.
Warum ist das brisant? Sharaa stand früher auf der Sanktions- und Terrorbeobachtungsliste. Er hatte während des syrischen Bürgerkriegs Verbindungen zu bewaffneten Gruppen, die als "terroristische Organisationen" eingestuft wurden.
Steht er immer noch auf der Liste? Nein, 2023 wurde sein Name von der Liste gestrichen, nachdem er im Rahmen eines Versöhnungsprozesses in Syrien eine politische Rolle übernommen hatte.
Ist das in den USA umstritten? Viele US-Politiker (besonders Demokraten und einige Republikaner) kritisieren Trumps Entscheidung, al-Sharaa ins Weiße Haus einzuladen, scharf.
Was sagt Trump? Sein Team verteidigt den Schritt als "Realpolitik". Wörtlich: "Wir verhandeln nicht mit Engeln, sondern mit den Menschen, die Einfluss haben."
Worum ging es? Sharaa wollte die Aufhebung umfangreicher US-Sanktionen gegen Syrien erreichen. Die Gespräche erfolgten weitgehend hinter verschlossenen Türen.
Hat er sein Ziel erreicht? Zum Teil. Die US-Regierung kündigte an, bestimmte Sanktionen gegen Syrien für 180 Tage auszusetzen. Für Trump ist das ein strategischer Schritt im Nahen Osten, der zeigt, dass er auch mit früheren Paria-Regimen verhandelt.
Worum geht es? Singapur führt als weltweit erste Flughafen eine Abgabe auf nachhaltigen Flugtreibstoff (SAF-Levy) ein.
Was heißt das? Ab 1. April 2026 wird auf Flugtickets eine Umweltabgabe eingehoben, wenn der Flug von Singapur startet. Das Geld fließt in einen staatlichen Fonds, der nachhaltige Treibstoffe einkauft und den Einsatz am Airport Changi fördert.
Was ist der Sinn? Die Idee ist, Fluggesellschaften beim Umstieg auf umweltfreundlichere, aber teurere Treibstoffe zu unterstützen.
Wie hoch ist die Steuer? Für Economy-Class-Tickets zwischen 70 Cent und 7 Euro, für Business- oder First-Class bis zu 28 Euro. Transitpassagiere (die nur umsteigen) müssen nichts zahlen.
Was ist das Ziel? Den Anteil von nachhaltigem Flugkraftstoff bis 2030 auf 3 bis 5 % zu steigern. Nachhaltiger Treibstoff verursacht bis zu 80 % weniger CO₂ als normales Kerosin, ist aber viel teurer.
Worum geht es? Nach drei Wochen Haft wurde der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy am Montag aus der Haft entlassen. Der 70-Jährige trägt nun eine Fußfessel.
Warum war er in Haft? Er war im September wegen "krimineller Verschwörung" verurteilt worden. Sarkozy war beschuldigt worden, von 2005 bis 2007 verdeckte Wahlkampffinanzierung aus Libyen erhalten zu haben, insbesondere Gelder des Gaddafi-Regimes, im Austausch für politische Gefälligkeiten.
Wie wurde das bekannt? Ein Zeuge hatte 2016 ausgesagt, er habe Ende 2006 oder Anfang 2007 mehrere in Libyen vorbereitete Koffer mit insgesamt fünf Millionen Euro ins Pariser Innenministerium gebracht, das damals von Sarkozy geführt wurde.
Wie lautete das Urteil? Fünf Jahre Haft, weil er "Teil einer kriminellen Vereinigung" war. Sarkozy bestritt jegliches Fehlverhalten, legte Berufung ein. Über sie wird erst entschieden.
Warum wurde er gleich in Haft? Das Gericht ordnete eine "vorläufige Vollstreckung" an, das Urteil musste sofort vollzogen werden.
Wie war Sarkozy untergebracht? In einer 12 Quadratmeter großen Einzelzelle, "höllisch" und "einen Albtraum" nannte er das. Anhänger schickten ihm am Tag im Schnitt 100 Briefe.
Was passierte am Montag? Gegen 13:45 Uhr genehmigte das Berufungsgericht den Antrag auf Haftenlassung. Sarkozy verließ um 15 Uhr das Gefängnis La Santé in einem Auto mit getönten Scheiben.
Gibt es Auflagen? Ja, er darf Frankreich nicht verlassen, der Kontakt zu hochrangigen Justizbeamten ist ihm verboten.
Wie ist das mit der Fußfessel? Sarkozy darf sich nur in seiner Wohnung in Paris und an genehmigten Orten aufhalten (z. B. bei Gerichtsterminen oder Arztbesuchen). Diese Überwachung gilt bis zur Entscheidung im Berufungsverfahren, was mehrere Monate dauern kann.
Worum geht es? Die britische BBC sendete am 28. Oktober 2024 im Rahmen der Sendung Panorama eine Doku über den US-Präsidenten. Titel: "Trump: A Second Chance?" Darin manipulierte sie zumindest ein Zitat.
Wie wurde getrickst? Es wurde ein Ausschnitt aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 gezeigt — also dem Tag des Sturms auf das Kapitol. Dabei wurden zwei Passagen zusammengeschnitten.
Nämlich? In der gesendeten Version klang es so, als habe Trump direkt gesagt: "Wir werden zum Kapitol gehen, und ich werde bei euch sein, und wir kämpfen. Wir kämpfen wie die Hölle."
Wie war es tatsächlich? Die Sätze stammen aus verschiedenen Teilen der Rede, die 50 Minuten auseinander lagen. Durch den Zusammenschnitt wirkte es, als habe Trump seine Anhänger unmittelbar zu Gewalt aufgerufen.
Wie flog die Affäre auf? Mehreren Medien und der Öffentlichkeit war die Änderung aufgefallen. Die BBC startete eine interne Untersuchung.
Was passierte nun? Am Wochenende traten zwei hochrangige BBC-Führungskräfte zurück: Tim Davie, Generaldirektor der BBC und Deborah Turness, Chefin des BBC-Nachrichtenressorts.
Reicht das Trump? Nein, er schrieb einen Brief an die BBC und fordert darin: Eine öffentliche Entschuldigung, die Richtigstellung der ausgestrahlten Inhalte und Schadensersatz in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar.
Worum geht es? Rumänische Forscher haben in einer Höhle im Grenzgebiet zwischen Griechenland und Albanien das größte bekannte Spinnennetz der Welt entdeckt. Es erstreckt sich über mehr als 100 Quadratmeter und soll von etwa 111.000 Tieren bewohnt werden.
Handelt es sich um ein riesengroßes Netz? Nein, um ein Geflecht lauter trichterförmigen Strukturen entlang der Felswände. Laut den Forschern sei dieses Netz-Mosaik von Tieren zweier verschiedener Spinnenarten gemeinsam erbaut worden, der weit verbreiteten Hauswinkelspinne und der Baldachinspinne.
Weshalb gedeihen die Tiere dort so gut? Die Bedingungen in der Höhle begünstigen die Spinnen. Durch die vollkommen dunkle und ganzjährig etwa 26 Grad warme Höhle würde schwefelhaltiges Wasser strömen. Aufsteigender Wasserdampf bilde einen Biofilm, der sich an den Höhlenwänden absetzt und Millionen Mücken ernährt – und die Spinnen ernähren sich von den Mücken.
Ist bekannt, wo genau sich die Höhle befindet? Nein, die Forscher befürchten, dass Neugierige das empfindliche Artengleichgewicht stören und die Kolonie damit zerstören könnten. Deshalb wollen sie die genaue Lage der Höhle geheim halten.
Worum geht es? Der Shutdown in den USA beeinträchtigt zunehmend das Alltagsleben der Amerikaner. Am Freitag kam es erstmals zu umfangreichen Ausfällen von Inlandsflügen. Insgesamt mussten mehr als 800 Verbindungen gestrichen werden.
Welche Flughäfen sind betroffen? Laut Verkehrsministerium kam es zu Ausfällen auf 40 Airports, darunter alle größeren Städte wie New York, Los Angeles, Chicago, Washington, Atlanta oder Miami.
Werden auch internationale Verbindungen gestrichen? Bis jetzt noch nicht, es kann aber durchaus dazu kommen.
Weshalb müssen überhaupt Flüge gestrichen werden? Aufgrund des Shutdowns in den USA werden Beamte im öffentlichen Dienst derzeit nicht bezahlt und wurden zumeist auf Zwangsurlaub geschickt. Da Fluglotsen aber zu den systemrelevanten Berufen gehören, müssen sie seit mehr als 5 Wochen ohne Bezahlung weiter arbeiten. Deshalb lassen sich immer mehr Fluglotsen krankschreiben.
Und die Flugausfälle? Werden von der Flugaufsichtsbehörde FAA angeordnet, um den Druck auf den verbliebenen Lotsen zu reduzieren.
Wie wird das weiter gehen? Bislang wurde der Flugverkehr um etwa vier Prozent zurückgefahren, das soll bis nächste Woche auf zehn Prozent gesteigert werden. Verkehrsminister Sean Duffy kündigte am Freitagabend an, dass auch bis zu 20 Prozent der Flüge gestrichen werden könnten.
Wie lange wird der Shutdown noch dauern? Es ist jetzt schon die längste Haushaltssperre in der US-Geschichte, und sie könnte noch eine Zeit lang weiter gehen. US-Präsident Trump ist nicht dafür bekannt, nachgiebig zu sein. Und die demokratische Opposition fühlt sich durch ihre jüngsten Wahlsiege gestärkt und wird weiterhin dagegen halten.
Worum geht es? Am US-Luftwaffenstützpunkt Andrews nahe der Hauptstadt Washington sind sieben Personen erkrankt, nachdem sie ein verdächtiges Paket geöffnet hatten, in dem sich ein nicht identifiziertes weißes Pulver befand. Mehrere Gebäude wurden sicherheitshalber evakuiert und abgesperrt.
Muss man den Stützpunkt Andrews kennen? Früher hieß die Basis Andrews Air Force Base, inzwischen wurde sie mit der benachbarten Air Base der Navy zusammengeschlossen und heißt seither Joint Base Andrews. So oder so, hier ist die Air Force One des US-Präsidenten stationiert und von hier heben auch alle Flüge des "POTUS" ab.
Wie geht es den Erkrankten? Sie seien in einer stabilen Verfassung, so die offizielle Mitteilung.
Was weiß man über das weiße Pulver? Erste Tests ergaben keine unmittelbare Gefährlichkeit, es würden aber weitere Untersuchungen stattfinden.
War noch etwas in dem Paket? Es soll außerdem politische Propaganda in der Sendung enthalten gewesen sein. Details dazu wurden keine genannt.
War der Flugbetrieb beeinträchtigt? Nachdem festgestellt worden war, dass keine unmittelbare Gefahr besteht, sei der Normalbetrieb auf der Basis wieder aufgenommen worden, so die Behörden.
Worum geht es? Die türkische Justiz hat am Freitag Haftbefehle gegen 37 israelische Regierungsvertreter verhängt, allen voran Premierminister Benjamin Netanjahu.
Was ist der Grund? Anlass dafür sei Israels Vorgehen im Gaza-Krieg, die Türkei spricht diesbezüglich von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wer steht noch auf der Liste? Neben Netanjahu wurden auch Verteidigungsminister Israel Katz, der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir und Generalstabschef Eyal Zamir von der Türkei auf die Fahndungsliste gesetzt.
Weshalb dieser Schritt? Die Türkei gilt als wichtiger Unterstützer der islamitischen Terrororganisation Hamas. Die hatte bei einem Angriff auf israelische Zivilisten am 7. Oktober 2023 mehr als 1.250 Israelis getötet und über 250 nach Gaza verschleppt. Das war für Israel der Anlass für den militärischen Einmarsch in dem Palästinensergebiet. Seit Oktober herrscht in Gaza eine Waffenruhe.
Ist es die erste Anklage gegen Netanjahu? Nein, der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat bereits vergangenen November einen Haftbefehl gegen Israels Premier und den früheren Verteidigungsminister Yoav Gallant verhängt.