Worum geht es? Um der Kriminalität und der vielen Obdachlosen in der Bundeshauptstadt Herr zu werden, will US-Präsident Donald Trump die Nationalgarde zu Hilfe rufen. Außerdem möchte er die Washingtoner Polizei unter Bundeskontrolle stellen. Es gebe einen Sicherheitsnotstand, so Trump, aber "wir holen uns die Hauptstadt zurück. "Heute ist der Tag der Befreiung" für Washington.
Ist die Lage wirklich so schlimm? Die Stadtverwaltung bestreitet das und die offiziellen Zahlen sprechen ebenfalls dagegen. Was die Zahl der Obdachlosen betrifft, so rangiert Washington auf Platz 15 aller US-Städte, laut offiziellen Regierungszahlen. Die meisten Obdachlosen leben in Los Angeles und New York City, den beiden größten Städten des Landes.
Und wie steht es um die Kriminalität? Laut der demokratischen Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, lag die Zahl der Gewaltverbrechen in der Stadt im Jahr 2024 auf dem tiefsten Stand seit drei Jahrzehnten. Und in den ersten sieben Monaten 2025 sei die Zahl noch einmal um 26 Prozent gesunken.
Worauf beruft sich Trump dann? Auf Behauptungen und persönliche Eindrücke – so hat es jedenfalls den Anschein. Die von ihm bei einer Pressekonferenz präsentierten Zahlen rücken die Bundeshauptstadt auf das Niveau von Drittwelt-Städten und sind laut US-Medien durch keine unabhängig ermittelten Daten belegbar.
Weshalb dann dieser Schritt? Es handelt sich offenbar um den Versuch, in demokratisch regierten Städten die Exekutivgewalt zu übernehmen. Das hat Trump bereits in Los Angeles probiert, als es dort zu gewalttätigen Ausschreitungen nach Razzien der Einwanderungsbehörde gekommen war. Und er plant das, nach eigenen Woerten, offenbar auch in Chicafo.
Darf er das überhaupt? In erster Instanz ja, denn für Washington gelten besondere Regeln. Auf lange Sicht benötigt Trump allerdings eine Gesetzesänderung, um die Kontrolle über die Polizeigewalt zu behalten.
Was will Trump mit den Obdachlosen machen? Er hat bereits angekündigt, ihnen Unterkünfte "weit weg" von Washington zur Verfügung zu stellen. Ob das tatsächlich funktionieren wird, muss sich zeigen. Die Zahl der Obdachlosen ist in den USA zuletzt jedes Jahr angestiegen und liegt heute offiziell bei knapp unter 800.000 Menschen.
Wie reagierten die Bürger der Stadt? In Washington kam es am Montag zu zahlreichen Protesten gegen das Vorgehen Trumps.
Worum geht es? Um einen privaten Bootsausflug von US-Vizepräsident JD Vance und seiner Familie an dessen 41. Geburtstag zu ermöglichen, ließ der Secret Service den Pegel des Little Miami River in Ohio kurzfristig durch die US Army künstlich anheben. Das berichtet die New York Times.
Wie wurde das bewerkstelligt? Es wurde mehr Wasser aus einem oberhalb des Flusses liegenden See umgeleitet, um den Pegelstand zu erhöhen. Das Pionierkorps der Army erledigte demnach diesen Auftrag.
Weshalb war das nötig? Weil der Wasserstand des Little Miami River für die Motorboote des Secret Service zu niedrig gewesen sei, wie die Behörde später bekannt gab. Bei einer erkundungsfahrt vor dem Trip des Vize sei eines der Boote auf Grund gelaufen. Deshalb habe man sich dazu entschieden.
War die Familie Vance auch mit Motorbooten unterwegs? Nein, der Vizepräsident und seine Familie seien u.a. mit Kanus und Kajaks unterwegs gewesen, für die der Wasserpegel locker ausgereicht hätte., so der Secret Service.
Ist es durch das Anheben des Wasserstandes zu Problemen gekommen? Laut Army nein. "Solche Eingriffe gehören zum Alltag der Pioniere", so ein Armeesprecher in der New York Times. "Wir passen den Wasserfluss regelmäßig an Wetter und andere Faktoren an." Die Maßnahme habe auch keine Genehmigungen erfordert und weder flussaufwärts noch flussabwärts Probleme verursacht.
Weshalb dann die Aufregung? Demokratische Politiker in Ohio warfen Vance vor, dass er öffentliche Ressourcen für private Zwecke missbraucht habe. Eine Sprecherin des Vizepräsidenten erklärte daraufhin, der habe von dem Eingriff in den Pegelstand nichts gewusst.
Worum geht es? Deutschland wird immer öfter Ziel von Spionage-Attacken mit Drohnen. Alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 536 Drohnenflüge über sensiblen Anlagen wie Kasernen, Rüstungsunternehmen, Industrieanlagen oder Energie-Infrastruktur festgestellt. Das geht aus einem internen Lagebericht des Bundeskriminalamtes hervor, berichtet der Spiegel.
Was wird ausgespäht? Primäres Ziel der unbekannten Drohnenpiloten sind vor allem Militäranlagen und Truppenübungsgelände. Oft werden die Spähangriffe demnach von mehreren Drohnen gleichzeitig geflogen. Über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein wurden in einem Fall sogar 15 Späh-Drohnen gleichzeitig beobachtet.
Wer ist dafür verantwortlich? Das lässt sich in den allermeisten Fällen nicht feststellen. Es konnten in den drei Monaten, über die berichtet wird, lediglich zehn Drohnenpiloten identifiziert werden. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass in vielen Fällen ausländische staatliche Stellen für die Drohnenflüge verantwortlich sind. Häufig wird Russland als möglicher Auftraggeber der Drohnenflüge verdächtigt.
Wie kommt man darauf? Weil einerseits immer wieder spezielle, nicht frei verkäufliche Drohnen zum Einsatz kommen würden. Und andererseits ein "komplexes Vorgehen unter Rückgriff auf größere finanzielle und logistische Ressourcen" darauf hindeuten würde, so die Analyse des BKA. Dazu kommt, dass immer wieder einzelne Drohnen von den Detektionssystemen von Militär oder Polizei nicht erfasst werden können. Das sei nur bei spezialisierten Fluggeräten möglich, die nicht frei im Handel erhältlich sind.
Weshalb werden diese Drohnen dann nicht einfach vom Himmel geholt? Weil das rechtlich extrem schwerwiegende Folgen haben könnte. De facto wäre ein Waffengebrauch gegen Drohnen nur dann rechtlich vertretbar, wenn eine erhebliche und akute Gefahr für Menschenleben oder die öffentliche Sicherheit gegeben wäre und es keine gelinderen Mittel gibt, diese Gefahr abzuwenden.
Worum geht es? Der US-Schauspieler Dean Cain, bekannt aus der 90er-Jahre-Serie "Superman – Die Abenteuer von Lois und Clark" mit Teri Hatcher, tritt der Einwanderungspolizei ICE (Immigration and Customs Enforcement) bei, um die "Einwanderungs-Agenda von US-Präsident Donald Trump zu unterstützen".
Möchte der Schauspieler jetzt bei Razzien mitmachen, oder wie? Wie es aussieht, wird Cain im September als "Ehrenbeamter des ICE" vereidigt. Der Schauspieler hält die US-Einwanderungspolitik für "kaputt" und will mithelfen, Einwanderer abzuschieben. Cain ist auch vereidigter Hilfssheriff und Polizist in Reserve.
Wer oder was ist ICE? Eine Strafverfolgungsbehörde des Bundes, die dem Heimatschutzministerium unterstellt ist. Ihre bewaffneten Beamten üben Polizeiaufgaben aus, indem sie nach illegalen oder straffällig gewordenen Einwanderern suchen, diese festnehmen und in Gefängnisse stecken, wo sie auf ihre Abschiebung warten. Das größte dieser Gefängnisse ist Alligator Alcatraz in Florida.
Wie viele Mitarbeiter hat ICE? Aktuell sind es etwa 20.000, Präsident Trump hat aber angeordnet, dass 10.000 weitere Beamte aufgenommen werden sollen, berichtet BBC. Gleichzeitig hat er auch das Budget der Behörde verzehnfacht auf jetzt mehr als 76 Milliarden Dollar für die Jagd auf illegale Ausländer. Damit ist ICE inzwischen die finanziell am besten ausgestattete Stafverfolgungsbehörde in den USA.
Worum geht es? Die britische Post ehrt die Comedy-Truppe Monty Python mit insgesamt zehn verschiedenen Briefmarken. Anlass ist der 50. Jahrestag der Premiere des Monty Python-Kultfilms "Die Ritter der Kokosnuss". Vier der zehn Marken haben Szenen aus dem Film zum Inhalt.
Muss man Monty Python kennen? Das sollte man, wenn man sich für die Kunst der Komödie interessiert und / oder ein Faible für Nonsens mit britischem Anstrich hat. Das Sextett formierte sich 1969 und zauberte bis 1974 eine TV-Show auf die britischen TV-Bildschirme, wie man sie nie zuvor gesehen hatte. Bis heute gelten Monty Python wegweisend für die Entwicklung des skurrilen Humors.
Was ist "Die Ritter der Kokosnuss"? Der zweite von insgesamt sechs Kinofilmen der Truppe. Darin wird die Artus-Sage persifliert. Wie alle Python-Filme, hat auch dieser Kult-Status bei den Fans des Sextetts. Der Film hatte 1975 Premiere, nachdem namhafte Musiker wie Led Zeppelin, Elton John, Pink Floyd und Genesis die Gruppe finanziell unterstützten.
Wer war bei Monty Python dabei? Die bekanntesten Mitglieder sind wahrscheinlich John Cleese (85), der später u.a. in James Bond (den Erfinder Q) und Harry Potter ( Der Fast Kopflose Nick) mitgespielt hat, und Terry Gilliam (84), der sich später als Regisseur (u.a. "Twelve Monkeys", "Brazil") einen Namen gemacht hat. Die weiteren Mitglieder waren Eric Idle (82), Michael Palin (82), sowie Terry Jones (1942-2020) und Graham Chapman (1941-1989).
Wo kann man die Marken bekommen? Die Royal Mail hat einen fabelhaften Online-Shop, in dem man die Python-Marken einzeln oder als Set in verschiedenen Präsentations-Blöcken bestellen kann. Die Marken werden am 14. August veröffentlicht.
Worum geht es? Hightech-Gigant Apple soll, laut Informationen des Weißen Hauses von Mittwoch, weitere Investitionen in den USA in der Höhe von 100 Milliarden Dollar zugesagt haben. Eine offizielle Bestätigung des iPhone-Konzerns dafür stand zuletzt noch aus.
Das ist nicht das erste Investment in den USA in Milliardenhöhe, richtig? Nein, zuletzt hatte Apple-Boss Tim Cook US-Präsident Donald Trump erst im vergangenen Februar zugesichert, binnen der nächsten vier Jahre insgesamt 500 Milliarden Dollar in neue Fabriken, den Ausbau von Rechenzentren sowie durch Bestellungen bei US-Zulieferern zu investieren. Damit sollten 20.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Und bereits im April 2021 hatte der Konzern Trumps Vorgänger Joe Biden Investitionen von 430 Milliarden Dollar und die Schaffung von abermals 20.000 Arbeitsplätzen in den USA angekündigt.
Weshalb jetzt noch einmal ein Milliarden-Investment? Beobachter gehen davon aus, dass Apple damit allfälligen Strafzöllen auf iPhones entgehen möchte, die der Konzern vor allem in China, Vietnam und Indien produzieren lässt. Vielfach wird das Investment als Friedensangebot Cooks an Trump gedeutet. Der Präsident hatte den Konzern wegen seiner Produktionsauslagerungen nach Asien mehrfach scharf kritisiert.
Wie regierte die Börse? Zustimmend, der Aktienkurs von Apple ging im Laufe des Börsen-Tages um mehr als fünf Prozent nach oben.
Worum geht es? Am vergangenen Montag trat ein Unbekannter am Pariser Arc de Triomphe an die Gedächtnisstätte des Grabes des unbekannten Soldaten und zündete sich an der dort lodernden Ewigen Flamme eine Zigarette an. Ein Video des Vorfalls ging viral und sorgte in Frankreich für Empörung. Nun wurde der Mann von den Behörden ausgeforscht und festgenommen.
Um wen handelt es sich? Nach Erkenntnissen des Innenministeriums handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 47-jährigen obdachlosen Marokkaner, der noch bis Oktober eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Frankreich besitzt.
Was wird ihm vorgeworfen? Der offizielle Tatbestand lautet "Entweihung einer Grabstätte, eines Grabmals, einer Urne oder eines Denkmals zur Erinnerung an die Toten". Das Vergehen wird theoretisch mit bis zu einem Jahr Gefängnisund einer Geldstrafe von 15.000 Euro geahndet. Der Marokkaner befindet sich seit Mittwochmittag in Polizeigewahrsam.
Wird er vor Gericht gestellt? Ein Verfahren gegen ihn wurde eröffnet und er verliert seine Aufenthaltsgenehmigung.
War der Mann bei seiner Tat betrunken? Es deutet jedenfalls nichts darauf hin. Jener lettische Tourist, die das Video auf TikTok stellte, erklärte danach, der Mann schien "weder betrunken noch unter Drogeneinfluss zu sein. Im Gegenteil, er war sich ganz klar darüber, was er tat, und stolz darauf".
Worum geht es? Die USA verhängen zusätzliche 25 Prozent an Strafzöllen für Indien. Damit kommen künftig auf alle indischen Waren, die in die USA exportiert werden, insgesamt 50 Prozent Zoll-Aufschlag. Das gab das Weiße Haus in Washington am Mittwoch bekannt.
Weshalb die zusätzlichen 25 Prozent? US-Präsident Donald Trump möchte damit offenbar Indien "bestrafen", weil es seit Jahren riesige Mengen russischen Erdöls kauft, die aufgrund des Boykotts der europäischen Staaten als Sanktion wegen des Ukraine-Krieges nicht mehr nach Europa geliefert werden können.
Wie viel Öl kauft Indien von Russland? Indien kauft heute knapp ein Drittel der russischen Erdölproduktion auf und deckt damit 35 Prozent seines Bedarfs. Vor Ausbruch des Ukraine-Krieges kamen etwa 2 Prozent des indischen Öl-Verbrauchs aus Russland. Indien ist heute der zweitgrößte Abnehmer weltweit für russisches Öl, nur China kauft noch mehr in Moskau ein.
Und wie groß ist das Handelsvolumen zwischen Indien und den USA? Das bevölkerungsreichste Land der Erde exportiert derzeit Waren um etwa 90 Milliarden Dollar in die USA.
Was ist das Kalkül von Trump? Er möchte Russland die Möglichkeit nehmen, sein Öl auf dem Weltmarkt loszuschlagen. Und damit einen finanziellen Hebel erzeugen, mit dem er Wladimir Putin an den Verhandlungstisch und zu einem Friedensschluss mit der Ukraine zwingen kann.
Kann diese Rechnung aufgehen? Internationale Finanzexperten sind skeptisch und sehen zu viele Variablen in der Gleichung, wie der Spiegel berichtet. Die größte Gefahr lauere demnach darin, dass durch den US-Schritt mittelfristig die Inflation in den Vereinigten Staaten anzieht und Benzin für US-Verbraucher empfindlich teurer wird – eine Entwicklung, die Trump auf jeden Fall verhindern will.
Und wie verletzlich ist Russland? Laut dem Energieexperten Sergej Wakulenko vom Carnegie Russia Eurasia Center machen Energieverkäufe mittlerweile nur mehr ein Drittel der russischen Staatseinnahmen aus. Selbst wenn sämtliche Energieverkäufe ausfallen würden, könnte Moskau ein ganzes Jahr lang weiter Geld ausgeben wie bisher, ohne dass es Einbußen befürchten müsste.