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11. Juni 2026

Fußball-WM in Amerika Trump schwänzt Auftaktspiel der USA

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump wird überraschend nicht beim ersten WM-Spiel der US-Nationalmannschaft auf heimischem Boden anwesend sein, berichtet die Bild-Zeitung. Das Eröffnungsspiel der USA am Freitag gegen Paraguay in Los Angeles findet ohne den Präsidenten statt – obwohl die Vereinigten Staaten zu den Gastgebern der Fußball-Weltmeisterschaft gehören.

Warum sorgt das für Befremden? Trump hatte die Fußball-WM 2026 und die Olympischen Spiele 2028 wiederholt als Prestigeprojekte seiner Präsidentschaft bezeichnet. Umso überraschender ist seine Abwesenheit gleich beim ersten Auftritt der US-Auswahl.

Wer vertritt die Regierung stattdessen? Anstelle des Präsidenten soll Außenminister Marco Rubio die offizielle US-Delegation anführen. Das US-Außenministerium bestätigte bereits seine Teilnahme am Spiel.

Wer vertritt den Gegner Paraguay in Los Angeles? Präsident Santiago Peña hat seine Teilnahme bereits angekündigt. Er will mehrere Tage in Los Angeles verbringen und dabei auch das Spiel seiner Nationalmannschaft besuchen.

Warum bleibt Trump fern? Offiziell wurde kein Grund genannt. Die Entscheidung fällt jedoch in einer Phase, in der die US-Regierung mit verschiedenen diplomatischen und organisatorischen Problemen rund um das Turnier beschäftigt ist. Dazu gehören Berichten zufolge auch Visa- und Einreisefragen für Teilnehmer und Delegationen.

Könnte es einen weiteren Grund geben? Zuletzt war Trump bei einem Basketball-Spiel der New York Knicks im Madison Square Garden vom Publikum lautstark ausgebuht worden. Denkbar, dass er durch die Absage ähnliche Szenen in L. A. vermeiden möchte.

Hat Trump grundsätzlich ein Interesse an der WM? Ja, Trump pflegt ein enges Verhältnis zu FIFA-Präsident Gianni Infantino und hatte in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, große Fußballturniere in den USA unterstützen zu wollen. Bei der Klub-WM und anderen FIFA-Veranstaltungen trat er wiederholt öffentlich in Erscheinung.

Warum ist die WM für die USA wichtig? Die Weltmeisterschaft gilt als eines der größten Sportereignisse der Geschichte des Landes. Erstmals werden die USA gemeinsam mit Kanada und Mexiko Gastgeber eines Turniers mit 48 Mannschaften sein. Washington sieht die WM auch als Gelegenheit, die internationale Bedeutung des Landes zu unterstreichen.

Welche Bedeutung hat Trumps Absage? Politisch dürfte sie unterschiedlich interpretiert werden. Für Kritiker ist sie ein überraschendes Fernbleiben bei einem symbolträchtigen Heimspiel. Fest steht: Beim ersten WM-Auftritt der US-Nationalmannschaft im eigenen Land wird der prominenteste Zuschauer nicht auf der Tribüne sitzen.

Weitere Meldungen

Es geht um 464 Mio. Ministerium wegen Corona-Masken verklagt

Worum geht es? Deutschland droht im Zusammenhang mit einem Corona-Maskengeschäften von Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn eine Millionen-Belastung. Vor dem Landgericht Bonn streitet die Hamburger Firma Pure Fashion Agency laut dem Spiegel mit dem Staat um einen angeblichen Maskenvertrag aus dem Frühjahr 2020.

Was fordert die Firma? Pure Fashion verlangt 287 Millionen Euro plus Zinsen. Durch die aufgelaufenen Zinsen summiert sich die Forderung inzwischen auf rund 464 Millionen Euro. Man hätte einen verbindlichen Kaufvertrag mit dem Bundesgesundheitsministerium gehabt, so das Unternehmen.

Gibt es dafür Beweise? Im Mittelpunkt stehen Telefonate und E-Mails zwischen dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn und dem Firmenchef. Besonders eine Nachricht Spahns sorgt für Diskussionen. Darin schrieb er unter anderem, er wolle die Lieferung "rechtlich verbindlich" sichern.

Warum ist der Fall so brisant? Weil es nicht um gelieferte oder mangelhafte Masken geht, sondern um die grundsätzliche Frage, ob überhaupt ein Vertrag zustande kam. Das Gericht muss klären, ob die Kommunikation zwischen Ministerium und Unternehmen rechtlich als Kaufvertrag zu werten ist. Der Vorsitzende Richter bezeichnete den Fall als so komplex, dass er "ein Fall für die Lehrbücher" sei.

Warum erhielt das Unternehmen den Auftrag letztlich nicht? Das Gesundheitsministerium erklärte damals, das Unternehmen verfüge nicht über ausreichende Bonität. Die Kläger halten diese Begründung für vorgeschoben und verweisen darauf, dass das Ministerium später dennoch Geschäfte mit der Firma machte.

Welche politischen Vorwürfe stehen im Raum? Die Klägerseite vermutet, dass andere Anbieter bevorzugt wurden. Besonders kritisch wird ein Auftrag an eine Schweizer Firma gesehen, deren Angebot teurer war, die aber über Polit-Kontakte verfügt haben soll.

Ist das ein Einzelfall? Nein. Die Corona-Maskenbeschaffung beschäftigt die Gerichte seit Jahren. Zahlreiche Lieferanten haben gegen den Bund geklagt, weil Aufträge storniert, Lieferungen nicht abgenommen oder Masken später beanstandet wurden. In vielen Verfahren erhielten die Unternehmen bereits Recht. Dem Bund drohen dadurch hohe Nachzahlungen, möglicherweise in Milliardenhöhe.

Wie geht es nun weiter? Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet. Sollte Pure Fashion gewinnen, könnte alleine dieser Fall die deutschen Steuerzahler fast eine halbe Milliarde Euro kosten – und weitere Kläger in ähnlichen Verfahren ermutigen.

911er wird nie E-Auto Gute Nachricht für Porsche-Puristen

Worum geht es? Porsche hat einer vollelektrischen Version seines legendären Modells 911 eine klare Absage erteilt. Nach Angaben von Konzernchef Michael Leiters soll der Sportwagen auch in Zukunft nicht als reines Elektroauto auf den Markt kommen.

Was hat Porsche angekündigt? Der Porsche-Chef erklärte bei einer Veranstaltung der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport", dass es "keinen elektrischen 911" geben werde. Der technologische Fortschritt des Modells solle stattdessen über Verbrenner- und Hybridtechnik erreicht werden.

Warum ist das bemerkenswert? Der 911 gilt als das Herzstück der Marke Porsche und als einer der bekanntesten Sportwagen der Welt. Über Jahre wurde spekuliert, ob das Modell langfristig ebenfalls vollständig elektrifiziert werden könnte. Die aktuelle Aussage beendet diese Debatte zumindest vorerst.

Verabschiedet sich Porsche damit vom Elektro-Porsche? Nein, das Unternehmen betont, weiterhin auf Elektromobilität zu setzen, wo Kunden dies wünschen. Modelle wie der Taycan sowie elektrische Varianten von Macan und Cayenne bleiben zentrale Bestandteile der Strategie. Die Ausnahme soll lediglich der 911 bleiben.

Warum macht Porsche beim 911 eine Ausnahme? Nach Ansicht des Unternehmens ist der 911 ein ikonisches Fahrzeug, dessen Charakter eng mit dem klassischen Antriebskonzept verbunden ist. Porsche argumentiert, dass Leistung, Fahrgefühl und Identität des Modells besser mit Verbrenner- und Hybridtechnik bewahrt werden können.

Warum fällt die Entscheidung gerade jetzt? Porsche hat seine Elektrostrategie zuletzt angepasst. Die Nachfrage nach E-Autos entwickelte sich langsamer als erwartet, weshalb der Hersteller wieder stärker auf Verbrenner und Hybride setzt.

Was macht die Konkurrenz? Ferrari präsentierte erst vor wenigen Wochen seinen ersten rein elektrischen Supersportwagen, Jaguar will im Herbst nachziehen. Auch insofern ist das Porsche-Bekenntnis zum Verbrenner-911 beachtlich.

Galgenhumor? Trump sagt, er "liebe die Inflation"

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat mit einer ungewöhnlichen Aussage für Irritationen gesorgt: Angesichts der höchsten Inflation seit drei Jahren erklärte er, er "liebe die Inflation". Die Äußerung fiel, nachdem neue Daten einen deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise in den USA gezeigt hatten.

Was genau hat Trump gesagt? Auf Fragen von Journalisten zu den neuesten Inflationszahlen antwortete Trump im Weißen Haus: "Ich liebe sie. Die Zahlen waren großartig. Wissen Sie, was ich wirklich liebe? Ich liebe die Inflation." Die Bemerkung sorgte umgehend für Kritik und Verwunderung, da steigende Preise die Kaufkraft der Verbraucher belasten.

Wie hoch ist die US-Inflation derzeit? Nach Angaben der US-Statistikbehörde stiegen die Verbraucherpreise im Mai um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der höchste Wert seit April 2023. Im April hatte die Inflationsrate noch bei 3,8 Prozent gelegen.

Warum steigen die Preise? Als Hauptgrund gelten die gestiegenen Energiekosten infolge des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran. Besonders stark verteuerten sich Benzin, Gas und Strom. Auch Flugtickets, medizinische Dienstleistungen und Freizeitangebote wurden teurer.

Welche Rolle spielt der Iran-Konflikt? Nach den US-Angriffen auf iranische Ziele hat Teheran die Schifffahrt durch die Straße von Hormus weitgehend blockiert. Durch die Meerenge wird normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels abgewickelt. Die Unsicherheit auf den Energiemärkten ließ die Ölpreise deutlich steigen.

Wie reagiert Trump auf diese Entwicklung? Der Präsident spielt die Sorgen herunter. Er argumentiert, die Preissteigerungen seien nur vorübergehend und würden nach einem Ende des Konflikts rasch zurückgehen. Trump versprach, die Inflation werde dann "wie ein Stein fallen". Auch die Benzinpreise würden seiner Ansicht nach bald wieder auf frühere Niveaus sinken.

Warum stößt seine Aussage auf Kritik? Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Lebenshaltungskosten zu senken und die Inflation zu bekämpfen. Kritiker werfen ihm nun vor, die wirtschaftlichen Belastungen vieler Haushalte zu verharmlosen.

Welche Folgen könnte die Inflation haben? Steigende Preise erhöhen den Druck auf die US-Notenbank Fed. Um die Inflation einzudämmen, könnte sie die Zinsen anheben oder länger hochhalten. Das würde Kredite verteuern und die Wirtschaft bremsen.

Warum ist das politisch bedeutsam? Die Inflation gilt traditionell als eines der wichtigsten Themen für US-Wähler. Die neuen Zahlen kommen nur wenige Monate vor den Kongresswahlen und könnten Trumps Republikanern schaden.

Wie bewerten Experten die Lage? Ökonomen gehen davon aus, dass die Teuerung vorerst erhöht bleiben könnte. Selbst wenn sich die Lage im Nahen Osten rasch beruhigt, könnte es Jahre dauern, bis sich die Handels- und Lieferketten in der Region vollständig normalisieren. Damit droht die Inflation zu einem zentralen Problem für Trumps zweite Amtszeit zu werden.

Fall Fernandes gg. Ulmen Spaniens Justiz will nicht verhandeln

Worum geht es? Ein spanisches Gericht hat entschieden, dass die Ermittlungen im Fall der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen nach Deutschland abgegeben werden sollen. Fernandes wollte erreichen, dass das Verfahren auf Mallorca bleibt – scheiterte damit jedoch zunächst.

Was hat das Gericht entschieden? Ein Gericht in Palma de Mallorca wies einen Einspruch von Fernandes gegen die bereits zuvor beschlossene Verfahrensabgabe zurück. Nach Ansicht der Richter sind die deutschen Behörden eher zuständig als die spanische Justiz.

Warum soll Deutschland den Fall übernehmen? Die spanische Justiz argumentiert, dass sowohl Fernandes als auch Ulmen deutsche Staatsbürger sind, die meisten relevanten Dokumente auf Deutsch vorliegen und sich der Schwerpunkt der mutmaßlichen Taten in Deutschland befindet. Auch die meisten möglichen Zeugen leben dort.

Worum geht es in dem Verfahren überhaupt? Fernandes hat ihren Ex-Mann unter anderem wegen Identitätsdiebstahls, Verleumdung und digitaler sexualisierter Gewalt angezeigt. Sie wirft ihm vor, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen betrieben und darüber pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Ulmen bestreitet die Vorwürfe. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Ist das Verfahren damit endgültig in Deutschland? Noch nicht. Der spanische Anwalt von Fernandes hat angekündigt, die Entscheidung von einer höheren Instanz überprüfen zu lassen. Entsprechende Rechtsmittel wurden bereits eingelegt.

Was passiert parallel in Deutschland? Deutsche Ermittlungsbehörden befassen sich bereits mit dem Fall. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft Vorwürfe, die nach Einschätzung der Ermittler zumindest teilweise einen Bezug zu Deutschland haben könnten.

Warum ist der Fall so bedeutend? Die Vorwürfe haben eine bundesweite Debatte über digitale sexualisierte Gewalt, Deepfake-Pornografie und den Schutz von Betroffenen ausgelöst. In mehreren deutschen Städten fanden Demonstrationen statt, zudem forderten Politikerinnen und Aktivistinnen strengere Gesetze gegen digitale Gewalt.

Was bedeutet die aktuelle Entscheidung? Inhaltlich sagt sie nichts über die Vorwürfe selbst aus. Das Gericht hat lediglich über die Zuständigkeit entschieden. Die zentrale Frage lautet nun nicht mehr, ob ermittelt wird, sondern welches Land die Ermittlungen führt. Nach der jüngsten Entscheidung spricht vieles dafür, dass die juristische Aufarbeitung künftig vor allem in Deutschland stattfinden wird.

Trump nickt öfter ein Demokraten spotten über "Dozy Don"

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump wird von den Demokraten neuerdings als "Dozy Don" (Schläfriger Don) verspottet. Hintergrund sind mehrere öffentliche Auftritte, bei denen Trump mit geschlossenen Augen, gesenktem Kopf oder auffallend müde wirkte.

Warum ist das für Trump besonders unangenehm? Weil Trump seinen Vorgänger Joe Biden jahrelang als "Sleepy Joe" verhöhnt hatte. Nun greifen politische Gegner dieselbe Strategie gegen ihn auf und werfen ihm vor, selbst immer häufiger schläfrig oder erschöpft zu wirken.

Was hat die Debatte ausgelöst? In den vergangenen Monaten kursierten mehrfach Videos von Veranstaltungen im Weißen Haus, bei denen Trump längere Zeit die Augen geschlossen hielt oder den Eindruck erweckte, einzunicken. Besonders verbreitet wurden Aufnahmen von Pressekonferenzen und Diskussionsrunden, bei denen Kritiker meinten, der Präsident sei zeitweise eingenickt.

Wer hat den Spitznamen geprägt? Zu den prominentesten Nutzern gehört der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom. Er veröffentlichte entsprechende Videos mit Kommentaren wie "Dozy Don is back" und spielte damit direkt auf Trumps frühere Attacken gegen Biden an.

Was sagt das Weiße Haus dazu? Die Regierung weist die Vorwürfe zurück. Sprecher des Weißen Hauses betonen, Trump habe bei den betreffenden Veranstaltungen aufmerksam teilgenommen und keineswegs geschlafen. Geschlossene Augen oder kurze Ruhephasen seien kein Beleg dafür, dass der Präsident eingenickt sei.

Geht es nur um Spott oder auch um Trumps Gesundheit? Beides. Die Demokraten nutzen die Aufnahmen vor allem für politische Angriffe. Gleichzeitig haben die Szenen eine neue Diskussion über Alter und Belastbarkeit des Präsidenten ausgelöst. Trump ist der älteste Präsident, der jemals vereidigt wurde, und wird wie zuvor Biden zunehmend mit Fragen zu seinem Gesundheitszustand konfrontiert.

Ist das ein neues Phänomen? Nein. Bereits seit Monaten tauchen immer wieder Videos auf, die Trump bei öffentlichen Terminen müde oder abwesend zeigen sollen. Kritiker sprechen von einem Muster, während Unterstützer argumentieren, einzelne Bilder oder kurze Ausschnitte würden aus dem Zusammenhang gerissen.

Bei Spanien-Visite Papst traf mit Bad Bunny zusammen

Worum geht es? Popstar Bad Bunny und Papst Leo XIV. haben sich bei dessen Spanienbesuch zu einem kurzen privaten Treffen in Madrid getroffen. Die Begegnung war zuvor wochenlang Gegenstand von Spekulationen gewesen und wurde schließlich vom Vatikan bestätigt.

Wer ist Bad Bunny? Der Sänger, mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio, zählt zu den erfolgreichsten Musikern der Welt. Der puerto-ricanische Sänger und Rapper füllt derzeit bei einer Konzertserie in Madrid große Stadien und erreicht mit seinen Songs vor allem ein junges Publikum.

Wie kam es zu dem Treffen? Da sich sowohl Papst Leo XIV. als auch Bad Bunny gleichzeitig in Madrid aufhielten, gab es bereits seit Wochen Berichte über ein mögliches Zusammentreffen. Kirchenvertreter hatten bestätigt, dass der Musiker Interesse an einer Begegnung mit dem Papst geäu<ßert habe.

Wo fand die Begegnung statt? Das Treffen erfolgte im Madrider Santiago-Bernabéu-Stadion am Rande des Spanienbesuchs des Papstes. Nach Angaben des Vatikans handelte es sich um eine kurze private Begegnung. Auch Familienmitglieder und Begleiter des Musikers wurden begrüßt.

Wurde über den Inhalt gesprochen? Offizielle Angaben zu den Gesprächsthemen gibt es nicht. Der Vatikan machte lediglich die Begegnung bekannt. Fotos wurden nach Medienberichten nicht veröffentlicht.

Warum sorgt das Treffen für Aufmerksamkeit? Beide Männer gehören zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Welt: der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche, Bad Bunny als globaler Popstar. Zudem gelten beide als Stimmen für gesellschaftliche Offenheit und haben sich öffentlich zu Themen wie Migration und sozialer Gerechtigkeit geäußert.

Hat Bad Bunny einen Bezug zur Kirche? Ja. Der Musiker wuchs in einem katholischen Umfeld auf, war als Kind Ministrant und sang im Kirchenchor. Heute bezeichnet er sich zwar als gläubig, aber nicht als praktizierenden Katholiken.

Warum passt die Begegnung zur Strategie des Papstes? Leo XIV. bemüht sich seit Beginn seines Pontifikats sichtbar darum, mit jungen Menschen und kulturell einflussreichen Persönlichkeiten ins Gespräch zu kommen. Die Begegnung mit einem der weltweit populärsten Musiker wird deshalb von Beobachtern auch als Signal verstanden, dass die Kirche den Dialog mit der Popkultur sucht.

Eltern erstochen Sohn von Hollywoodstar will Treuhand-Geld

Worum geht es? Nick Reiner, der wegen des mutmaßlichen Mordes an seinen Eltern angeklagt ist, verlangt Zugang zu einem Treuhandfonds in Höhe von mindestens 1,5 Millionen Dollar. Das Geld wurde einst von seinen Eltern für ihn eingerichtet – nun möchte er es nutzen, um seine Strafverteidigung zu finanzieren.

Wer ist Nick Reiner? Der 32-Jährige ist der Sohn des US-Regisseurs und Schauspielers Rob Reiner und der Fotografin Michele Singer Reiner. Beide wurden im Dezember 2025 tot in ihrem Haus in Los Angeles aufgefunden. Nick Reiner wurde später wegen zweifachen Mordes angeklagt und plädierte auf nicht schuldig.

Was fordert er nun? In einem Gerichtsantrag verlangt Reiner die Freigabe von Geldern aus einem Treuhandfonds, den seine Eltern bereits in den 1990er-Jahren für ihn eingerichtet hatten. Nach den Bedingungen des Fonds hätte ihm die Hälfte des Vermögens bereits mit 30 Jahren ausgezahlt werden sollen. Reiner erklärt, er habe das Geld jedoch nie erhalten.

Wofür braucht er das Geld? Nach Angaben seiner Anwälte möchte Reiner damit seine Verteidigung bezahlen. Sein ursprünglicher Anwalt, der prominente Strafverteidiger Alan Jackson, zog sich aus dem Fall zurück, nachdem die Finanzierung seiner Tätigkeit wegfiel. Reiner wird derzeit von einer Pflichtverteidigerin vertreten.

Warum ist der Fall juristisch ungewöhnlich? Weil das Geld aus einem Fonds stammt, den ausgerechnet die mutmaßlichen Opfer für ihren Sohn eingerichtet haben. Reiners Anwälte argumentieren jedoch, dass es sich rechtlich nicht um ein Erbe aus dem Nachlass seiner Eltern handelt, sondern um Vermögen, das ihm nach den Regeln des Treuhandfonds bereits zustehe.

Was sagt die Gegenseite? Der Verwalter des Fonds verweigert bislang die Auszahlung. Laut den Gerichtsunterlagen äußerte er unter anderem Bedenken hinsichtlich Reiners Fähigkeit, das Vermögen selbst zu verwalten. Die Anwälte des Angeklagten halten diese Argumentation für unbegründet und sprechen von einer rechtswidrigen Blockade der Auszahlung.

Geht es nur um Anwaltskosten? Nein. In seinem Antrag erklärt Reiner auch, dass er Geld für grundlegende Ausgaben während der Untersuchungshaft benötige, etwa für Hygieneartikel oder andere Dinge, die Gefangene über das Gefängniskonto erwerben können.

Was steht für ihn auf dem Spiel? Reiner ist wegen zweifachen Mordes ersten Grades angeklagt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe. Seine Anwälte argumentieren deshalb, dass der Zugang zu den Geldern entscheidend für eine angemessene Verteidigung sei.