Worum geht es? Dass US-Präsident Donald Trump schon länger der Meinung ist, dass er den Friedensnobelpreis verdienen würde, ist kein Geheimnis. Nach der Annahme seines Friedensplans für Gaza durch Israel und die Hamas sind jetzt jedenfalls die Wetten auf ihn stark gestiegen.
In welcher Form? Bei zahlreichen Wettanbietern gehört Trump seit Bekanntgabe des Friedensabkommens zu den Mit-Favoriten auf den Preis. Laut der Plattform oddschecker.com, die die Quoten zahlreicher Wettanbieter vergleicht, ist er derzeit der Favorit auf den Preis, vor der Hilfsorganisation Sudans Emergency Response Rooms und Yulia Nawalnaya, der Witwe des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny.
Wie hoch sind seine Sieg-Chancen? Aktuell werden sie von den Buchmachern mit 10-15 Prozent angegeben. Aus den Daten geht auch hervor, dass seit Donnerstag offenbar beträchtliche Summen auf einen Sieg Trumps gewettet worden sind.
Wann ist die Preisverleihung? Die Bekanntgabe des Preisträgers bzw. der Preisträger findet heute, Freitag, 10. Oktober, um 11 Uhr in Oslo statt.
Steht denn der Sieger nicht längst fest? Theoretisch ja. Aber laut Nina Græger vom Peace Research Institute in Oslo wäre es grundsätzlich möglich, dass sich das Vergabe-Komitee noch in letzter Sekunde umentscheidet, wie sie im Spiegel erklärt.
Worum geht es? Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an den 71-jährigen Laszlo Krasznahorkai. Der Ungar, der 2021 auch mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur geehrt wurde, lebt die meiste Zeit des Jahres in Wien.
Wofür bekam er die Auszeichnung? Für sein "überwältigendes und visionäres Werk, das inmitten eines apokalyptischen Terrors die Macht der Kunst bekräftigt", so die Schwedische Akademie. Krasznahorkai sei ein Schriftsteller, der "in der mitteleuropäischen Tradition" stehe, die sich von Franz Kafka bis Thomas Bernhard erstrecke und "durch das Absurde und groteske Übertreibungen gekennzeichnet sei".
Wer sind seine Vorbilder? Krasznahorkai nennt Einflüsse österreichischer Literatur, neben Robert Musil und Franz Kafka vor allem Thomas Bernhard, Ingeborg Bachmann und Heimito von Doderer. Seine Nähe zu Österreich und seiner Literaturszene wird auch daraus ersichtlich, dass der 71-Jährige seinen Vorlass bereits 2024 an die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) übergab.
Ist Krasznahorkai der erste ungarische Literaturnobelpreisträger? Nein, bereits 2002 bekam Imre Kertész den Preis verliehen.
Wann ist die Vergabe? Am 10. Dezember, dem Todestag des Preis-Stifters Alfred Nobel.
Und wie hoch ist das Preisgeld? Der Preis ist mit 11 Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet etwa eine Million Euro, dotiert.
Worum geht es? Russlands Präsident Wladimir Putin räumte am Donnerstag gegenüber seinem Amtskollegen Ilham Alijew aus Aserbaidschan ein, dass russische Raketen für den Absturz eines Linienfluges der Azerbaijan Airlines Ende vergangenen Dezember verantwortlich gewesen seien.
Wie konnte das passieren? Laut Putin sei die russische Luftabwehr wegen eines Drohnenangriffs der Ukraine aktiviert worden. Zwei Raketen seien dabei in der Nähe des Passagierflugzeugs explodiert, wobei der Jet, der auf dem Weg von Baku nach Grosny in Tschetschenien war, so schwer beschädigt worden sei, dass er kurz darauf abstürzte.
Wieviele Menschen kamen ums Leben? Bei dem Absturz, der geschah, als der Pilot das beschädigte Flugzug notlanden wollte, starben 38 Menschen an Bord, weitere 29 überlebten.
Wird sich Russland für den Absturz verantworten müssen? Putin sicherte seinem Amtskollegen jedenfalls eine Entschädigung zu – und räumte damit indirekt die Verantwortung für den Absturz ein. "Selbstverständlich wird Russland in solchen Fällen, in solchen tragischen Fällen, alles Notwendige in Bezug auf Entschädigungen tun, und es wird eine rechtliche Bewertung der Handlungen aller Verantwortlichen vorgenommen werden", sagte Putin gegenüber Alijew bei einem Treffen in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe.
Worum geht es? Der legendäre italienische Sportwagenhersteller Ferrari wird 2026 erstmals einen rein elektrisch angetriebenen Boliden präsentieren. Der Ferrari Elletrica wird von einem E-Motor angetrieben, der umgerechnet 1.000 PS leisten soll.
Die Spitzengeschwindigkeit? Soll bei 310 km/h liegen, wobei der Elletrica eine reichweite von 530 Kilometern haben soll.
Wie sieht der Wagen aus? Daraus macht Ferrari ein großes Geheimnis. Der Elletrica wird Stück für Stück präsentiert – bis jetzt hat der Hersteller aus Maranello nur das Chassis und den Antriebsstrang hergezeigt. Die weiteren Elemente folgen in den kommenden Monaten.
Wird es ein Sportwagen? Es wird jedenfalls ein Viertürer mit vier Sitzen. Damit bricht Ferrari mit einer weiteren Tradition: Denn bis vor kurzem war es für die Italiener noch unvorstellbar, dass ein Ferrari je mehr als zwei Türen haben könnte.
Baut Ferrari trotzdem weiterhin Benziner? Ja, es wird auch weiterhin Acht- und Zwölfzylinder-Verbrennermotoren sowie Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antriebe zur Auswahl geben.
Der Preis? Ist noch ein Geheimnis. Derzeit beginnt der Einstieg in die Ferrari-Welt knapp über 200.000 Euro (Modell Roma Coupé), limitierte Sondermodelle können auch schon einmal über eine Million kosten. Der Elletrica wird sich irgendwo dazwischen einreihen.
Worum geht es? Die Annahme des US-Friedensplans für Gaza ist bislang der wichtigste außenpolitische Erfolg von US-Präsident Donald Trump. Den möchte er jetzt offenbar auch in vollen Zügen auskosten. Laut Agenturmeldungen soll Trump planen, am Wochenende nach Israel zu reisen – wohl auch, um bei der Freilassung der letzten israelischen Geiseln dabei zu sein.
Ist das schon sicher? Nein, es gibt dafür bislang noch keine Bestätigung aus dem Weißen Haus. Von dort hieß es nur, trump fliege "womöglich" nach Israel. Aber das Büro des israelischen Präsidenten Isaac Herzog teilte am Donnerstagabend mit, dessen Pläne für Sonntag seien angesichts des erwarteten Besuchs von Trump bereits abgesagt worden.
Wann werden die Geiseln freigelassen? Das ist ebenfalls noch nicht vollkommen klar, da die Hamas die Verschleppten erst aus den diversen geheimen Verstecken holen muss. Es wird aber erwartet, dass die Freilassung der 20 noch am Leben befindlichen Geiseln am Montag stattfinden wird.
Worum geht es? Europas Reiche werden immer noch reicher. Das geht aus einer aktuellen Studie der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam hervor.
In welchem Umfang werden die Menschen noch reicher? Alleine von Jänner bis Juni 2025 stieg das gesamte Vermögen aller Miiliardäre innerhalb der EU um 405 Milliarden Euro – das ist ein Vermögenszuwachs von mehr al zwei Milliarden Euro pro Tag …
Wie viele Milliardäre gibt es in der EU? Stand März 2025 gab es EU-weit 487 Menschen, die eine Milliarde Euro oder mehr besaßen. Das sind um 39 mehr als 2024. Im Schnitt kam also alle neun Tage ein weiterer Milliardär dazu.
Und wie viel Geld haben alle all diese Milliardäre zur Verfügung? Das Gesamtvermögen aller Milliardäre in der EU betrug Ende Juni 2,3 Billionen Euro. Die reichsten 3.600 Menschen in der EU besitzen damit so viel Vermögen wie die ärmsten 181 Millionen Menschen.
Worum geht es? Wende im Fall der gestern, Dienstag, niedergestochenen deutschen Politikerin Iris Stalzer (SPD). Gegenüber der Polizei belastet die designierte Bürgermeisterin von Herdecke im Ruhrgebiet (22.500 Einwohner) nun ihre 17-jährige Adoptivtochter, sie angegriffen und verletzt zu haben, berichtet die F.A.Z.
Was ist geschehen? Die 57-jährige Politikerin wurde gestern von Einsatzkräften mit lebensgefährlichen Stichverletzungen in ihrem Haus gefunden, nachdem mutmaßlich ihre Adoptivtochter den Notruf gewählt und gegenüber der Polizei von einem Raubüberfall gesprochen hatte.
Wie geht es der Politikerin? Sie ist schwer verletzt, laut Polizei besteht mittlerweile jedoch keine Lebensgefahr mehr.
Weiß man schon, was geschehen ist? Die Polizei geht von einem "innerfamiliären Konfliktgeschehen" aus, Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es demnach nicht. Laut Polizei passen die am Tatort gefundenen Spuren mit der Schilderung der Politikerin zusammen.
Was ist über die Adoptivtochter bekannt? Sowohl die 17-jährige Adoptivtochter, als auch der 15-jährige Adoptivsohn von Iris Stalzer seien polizeibekannt, heißt es. Die Beschuldigte sei bislang noch nicht vernommen worden, man warte, bis ihr ein Pflichtverteidiger zur Seite steht.
Wo befindet sich die junge Frau derzeit? Sie wurde bislang nicht verhaftet, sondern gemeinsam mit ihrem Bruder dem Jugendamt übergeben.
Wird die Politikerin ihr Bürgermeisteramt antreten können? Das ist derzeit noch nicht klar. Die Amtseinführung hätte am 1. November stattfinden sollen. Wie es nun weitergeht, soll sich in den kommenden Tagen entscheiden.
Worum geht es? Das EU-Parlament hat am Mittwoch einen Antrag befürwortet, wonach künftig nur mehr Produkte aus echtem Fleisch mit Bezeichnungen wie "Burger", "Steak", "Wurst" oder "Schnitzel" versehen werden dürfen. Vegetarische oder vegane Ersatzprodukte dürften dann nicht mehr "Veggie-Burger" oder "Sojawurst" heißen.
Warum soll das verboten werden? Der Antrag dazu kam von der französischen Abgeordneten Céline Imart, die selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb führt. Sie argumentiert, dass "ein echtes Verwechslungsrisiko" zu tierischen Lebensmitteln bestehe. Zudem würden die Hersteller pflanzlicher Lebensmittel so versuchen, den Ruf tierischer Lebensmittel, den "Generationen von Landwirten aufgebaut" hätten, für die Vermarktung von Konkurrenzprodukten zu nutzen.
Wie stimmte das Parlament ab? 355 Abgeordnete stimmten für eine entsprechende Gesetzesänderung, 247 dagegen. Tendenziell kamen die meisten Ja-Stimmen von Abgeordneten Rechts der Mitte, teilweise gingen die Bruchlinien aber quer durch die Fraktionen.
Ist die Sache damit beschlossen? Keineswegs, als nächstes muss das Parlament das Thema mit dem EU-Rat besprechen, in dem alle 27 Mitgliedsländer sitzen. Dabei muss eine Einigung erzielt werden, andernfalls heißt es für die Initiatoren zurück an den Start.
Wie realistisch ist es, dass das kommt? Offenbar eher unrealistisch. Vor allem aus Deutschland gibt es erheblichen Widerstand gegen die französische Initiative. Deutschland ist in der EU der größte Markt für Fleisch-Alternativen, 2024 wurden laut Statistischem Bundesamt rund 121.600 Tonnen solcher Produkte hergestellt, schreibt der Spiegel.
Was sagen die Konsumenten? Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov unter 4.200 Bürgern, hält nur ein Viertel (24 Prozent) das Thema für relevant. 67 Prozent sagen, die EU solle sich mit wichtigeren Themen beschäftigen.
Welche Folgen hätte ein Namensverbot?
Hersteller warnen vor hohen Kosten, vor allem für die Änderung von Verpackungen, Produktbeschreibungen, Webseiten und Werbung. Zudem sei das Wachstum der gesamten Branche dadurch gefährdet, warnen sie.