Worum geht es? Erst am 19. August hatte das Weiße Haus einen offiziellen TikTok-Account eröffnet. Erster Post: „Amerika, wir sind ZURÜCK! Einen Monat später lässt Donald Trump den Worten Taten folgen: TikTok darf bleiben.
Was ist die Vorgeschichte? Am 24. April 2024 unterzeichnete der damalige US-Präsident Joe Biden ein Gesetz. Es verpflichtete die TikTok-Muttergesellschaft ByteDance, die Videoplattform innerhalb eines Jahres an einen US-Eigentümer zu verkaufen oder sie zu schließen.
Was passierte danach? Trump "erbte" den Streit und verlängerte die Frist bereits dreimal. Nun stand die Entscheidung an, ob es zu einer vierten Verschiebung kommt.
Warum? Mit 17. September läuft die aktuelle Verkaufsfrist aus. "Vielleicht verhandeln wir gerade über TikTok , vielleicht auch nicht“,sagte Trump am Sonntag auf die Frage eines Reporters.
Rätselhaft, oder? Ja, so blieb es. "Wir können es sterben lassen, oder wir können es – ich weiß nicht, es hängt von China ab ", fügte Trump hinzu. "Es ist nicht so wichtig. Ich möchte es für die Kinder tun, denen es gefällt."
Warum gab es nun eine Wende? Ab Sonntag trafen sich US-amerikanische und chinesische Beamte in Madrid zu ihrer vierten Runde von Handelsgesprächen. Es ging um Zölle, aber auch um TikTok. Und es gab einen Durchbruch.
Nämlich? Zwischen China und den USA wurde ein Rahmenabkommen erzielt, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. Ziel sei es, das Unternehmen in US-Eigentum zu überführen. Am Freitag sollen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping den Deal in einem Gespräch fixieren.
Was ist der Deal? Das ist unklar. Wir werden nicht über die kommerziellen Bedingungen sprechen“, sagte Bessent. „Es handelt sich um ein Geschäft zwischen zwei privaten Parteien."
Wie stark ist TikTok in den USA? Die Plattform hat 170 Millionen User.
Und bei den Zöllen? Wird es eine fünfte Verhandlungsrunde geben. Beide Regierungen planen ein mögliches Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi noch in diesem oder Anfang nächsten Jahres. Es schaut gut aus.
Warum weiß man das? Der chinesische Vizepremier He Lifeng, der die chinesische Delegation anführte, lächelte, als er den Veranstaltungsort verließ.
Worum geht es? Von 17. bis 19. September ist US-Präsident Donald Trump (mit First Lady Melania) zu einem offiziellen Staatsbesuch in Großbritannien. Dabei soll ein Nuklear-Abkommen unterschrieben werden.
Was steckt dahinter? Eine ganze Reihe von Vorhaben. In Hartlepool etwa, einer Hafenstadt im Nordosten Englands, sollen bis zu 12 modulare Reaktoren gebaut werden. In Nottinghamshire soll ein Rechenzentrum entstehen, das mit kleinen modularen Reaktoren betrieben wird.
Um wie viel Geld geht es? Die beteiligten Unternehmen gehen davon aus, dass das Gesamtprogramm einen wirtschaftlichen Wert von mindestens 46 Milliarden Euro hat, so CNBC.
Um welche Mengen Energie geht es? X-Energy, ein US-Unternehmen, das hochtechnologische Kernkraftwerke entwickeln will, und Centrica, Eigentümer von British Gas, sagten, die Hartlepool-Pläne würden genug Strom für bis zu 1,5 Millionen Haushalte erzeugen und bis zu 2.500 Arbeitsplätze schaffen.
Wie sehen das die Briten? Premierminister Keir Starmer meinte am Montag, die beiden Länder würden "ein goldenes Zeitalter der Atomenergie aufbauen", das sie "an die Spitze globaler Innovation und Investitionen" bringen werde.
Keine Bedenken wegen Atomkraft? "Die Ankündigung des Abkommens bekräftigt die Akzeptanz der Kernenergie sowohl in den USA als auch in Großbritannien," so Starmer. "Insbesondere wenn es um die Versorgung der energieintensiven Rechenzentren geht, die für die Schulung und den Betrieb umfangreicher künstlicher Intelligenztools benötigt werden."
Worum geht es? "Sollen unsere Kinder in der Schule noch Schreibschrift lernen?", fragte Niki Glattauer in einer seiner letzten Kolumnen für Newsflix. Nun denkt Bayern ernsthaft darüber nach.
Was ist geplant? Unter dem Titel "FLowBy" startete die Universität Eichstätt im öffentlichen Auftrag einen Modellversuch. Kinder an 43 Grundschulen in Bayern lernen nicht Schreibschrift, sondern entwickeln direkt aus der Druckschrift ihre eigene Handschrift.
Wann soll eine Entscheidung fallen? Denkbar sei ein Termin im Schuljahr 2026/27, berichtet der Spiegel.
Wie ist der Ablauf bis jetzt? Kinder lernen in der Grundschule zunächst Druckbuchstaben. Ab der zweiten Klasse geht das in die Schreibschrift über, in der Regel in die sogenannte Vereinfachte Ausgangsschrift (VA). Daraus entwickelt sich dann die individuelle Handschrift.
Warum soll das nicht zielführend sein? Kinder tun sich mit der Vereinfachte Ausgangsschrift schwer, so das Kulturministerium, sie fallen wieder in die Druckbuchstaben zurück, weil ihre Schrift sonst nicht leserlich ist.
Was ist im Modellversuch anders? Kinder überspringen die Schreibschrift, ihre Handschrift wird fortlaufend auf Lesbarkeit beurteilt.
Ist die Debatte neu? Nein, in der Schweiz wurde 2014 damit begonnen, die Schreibschrift schrittweise auszuradieren. Sie trug dort den hübschen Namen "Schnürlischrift".
Worum geht es? Auf den Veranstalter Europäische Rundfunkunion EBU) und auf Österreich kommt eine schwierige Song Contest zu. Immer mehr Ländern kündigen an, wegen Israel das Sängertreffen in Wien boykottieren zu wollen.
Wer macht mit? Nach aktuellem Stand haben fünf Ländern angekündigt, ihre Teilnahme abzusagen, sollte auch Israel bei dem Wettberb dabei sein: Irland, Slowenien, Island, die Niederlande und Spanien.
Warum ist das auch für Wien ein Problem? Weil die Teilnehmerländer für das Antreten Geld zuschießen. Der ESC in Wien hat ein Budget von 36 Millionen Euro.
Wie viel zahlen die Länder? Das machen nicht alle transparent, hier gibt es ein paar Summen. Aber Spanien muss seine Zahlen nach einem Gerichtsurteil öffentlich machen. 2022 betrug das Budget 640.000 Euro, 2023 steuerte man 347.700 Euro bei.
Warum will Spanien absagen? "Wenn es uns nicht gelingt, Israel auszuschließen, sollte Spanien nicht teilnehmen", sagte Kulturminister Ernest Urtasun. Das Land gilt als besonders Palästinenser-freundlich. Regierungschef Pedro Sánchez will Israel – wie Russland – auch von internationalen Sportwettkämpfen ausschließen lassen.
Worum geht es? Die Hall of Fame des deutschen Sports wurde 2008 ins Leben gerufen. sie soll eine „Ruhmeshalle des deutschen Sports“ sein. Ziel ist es, herausragende Persönlichkeiten zu würdigen und sichtbar zu machen.
Wie? Es gibt eine Präsenz im Internet und eine Wanderausstellung. 132 Sportlerinnen und Sportler wurden bisher aufgenommen, von Franz Beckenbauer bis Katharina Witt.
Aber? Nicht alle Geehrten haben eine lupenreine politische Vergangenheit, das wusste man. Nun wurde untersucht, wie viele Athleten Mitglied bei der NSDAP waren.
Wer betreibt die Hall of Fame? Die Stiftung Deutsche Sporthilfe, der Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), der Verband Deutscher Sportjournalisten.
Was kam bei der Untersuchung raus? Die Ergebnisse wurden am Montag in Berlin präsentiert. Und: Nicht wie ursprünglich gedacht fünf der Ausgezeichneten waren NSDAP-Mitglieder, sondern mindestens 15.
Wie viele steckten tiefer drin? Drei! Karl Adam (Rudertrainer), Gustav Schäfer (Ruderer) und Gustav Kilian (Radsportler). Adam und Schäfer waren nicht nur bei der NSDAP, sondern auch in der SA. Der Historiker Erik Eggers nennt Schäfer einen "glühenden Hitlerverehrer".
Wie viele fliegen nun aus der Hall of Fame? Keiner! Das empfahl die Gruppe der untersuchenden Wissenschafter (4 Männer, 1 Frau). Auf der offiziellen Website der Hall of Fame sollen die Biografien der betroffenen Mitglieder aber überarbeitet werden.
Worum geht es? Im Peacock Theater in Downtown Los Angeles wurden in der Nacht auf Montag die wichtigsten Fernseh- und Streaming-Preise der USA verliehen. Der Emmy fand zum 77. Mal statt, es gab Preise in 27 Kategorien.
Wer schlug sich am besten? Die Hollywood-Satire "The Studio" räumte für ihre Debüt-Staffel 13 Emmys ab – ein neuer Rekord und ein Triumph für Apple TV+. Preise gab es unter anderem für Hauptdarsteller Seth Rogen sowie Regie und Drehbuch.
Wer hatte noch Erfolg? "The Pitt" (HBO Max) das die Notaufnahme eines fiktiven US-Krankenhauses zeigt, wurde als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Noah Wyle, Star aus "Emergency Room", spielt die Hauptrolle.
Was fiel auf? Sechs Emmys gingen an die Netflix-Serie "Adolescence", in der sich ein 13-Jähriger mit Mordvorwürfen auseinandersetzen muss. Owen Cooper ist mit mittlerweile 15 Jahren der jüngste männlichen Emmy-Gewinner aller Zeiten.
War die Show politisch? Nur ein bisschen. Trump wurde kaum angesprochen, wenn, dann indirekt. Einige Gewinner und Gewinnerinnen nutzten ihre Dankesreden für politische Äußerungen, etwa Hannah Einbinder, die "Free Palestine" forderte.
Wer fiel aus? Sofia Vergara ("Modern Family"). Sie sollte einen Emmy anmoderieren, postete aber stattdessen auf Instagram Bilder aus der Notaufnahme eines Spitals. Eine Allergie hatte ihr linkes Auge zuschwellen lassen.
Worum geht es? Papst Leo gab sein erstes Interview seit Amtsantritt. Erste Auszüge wurde am Sonntag auf der katholischen Nachrichten-Website Crux veröffentlicht.
Was weiß man über das Interview? Es wurde im Juli aufgezeichnet und am Tag seines 70. Geburtstag gezeigt. Es richtet sich an weltweit 1,4 Milliarden Katholiken.
Was sagte der Papst? Er ging vor allem die wachsende Lohnschere zwischen Arm und Reich ein. "Vor 60 Jahren verdienten CEOs vielleicht vier- bis sechsmal mehr als die Arbeiter. Die letzte Zahl, die ich gesehen habe, liegt bei 600 Mal mehr als der Durchschnittsarbeiter."
Warum betonte er das? Er klagte den Wertverlust an. Die Welt vergesse "den Wert des menschlichen Lebens, der Familie und den Wert der Gesellschaft. Wenn wir den Sinn für diese Werte verlieren, was zählt dann noch?"
Sprach er Musk direkt an? Ja! Er habe gehört, dass "Elon Musk der erste Billionär der Welt sein wird ", sagte der Papst. "Was bedeutet das und worum geht es dabei? Wenn das das Einzige ist, was noch einen Wert hat, dann stecken wir in großen Schwierigkeiten."
Wen kritisierte er noch? Die UNO. Er sagte: "Theoretisch sollten die Vereinten Nationen der Ort sein, an dem viele Probleme behandelt werden." Leider scheine es aber so zu sein, dass "die Vereinten Nationen, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, ihre Fähigkeit verloren haben, Menschen in multilateralen Fragen zusammenzubringen."
Worum geht es? In den USA breitet sich die Impf-Skepsis immer weiter aus. Das belegt eine Umfrage, die von der Washington Post un der Gesundheits-Plattform KFF durchgeführt wurde.
Was weiß man über die Umfrage? Sie fand zwischen 18. Juli bis 4. August 2025 statt. Befragt wurden 2.716 US-Eltern und Erziehungsberechtigte von Kindern unter 18 Jahren, die in ihrem Haushalt leben. Schwankungsbreite plus/minus zwei Prozentpunkte.
Was kam raus? Wenn man Covid und Grippe ausklammert, hat rund jeder sechste Elternteil einige Impfungen für seine Kinder aufgeschoben oder ganz ausgelassen, alles in allem 16 Prozent.
Welche Krankheiten betraf das? Neun Prozent haben die Impfungen gegen Polio oder Masern, Mumps und Röteln (MMR) ausgelassen. Ebenso neun Prozent die Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten.
Was ist die Folge? Gesundheitsexperten warnen vor der Gefahr großer Ausbrüche potenziell tödlicher Krankheiten, die durch flächendeckende Impfungen eingedämmt wurden.
Warum handeln die Eltern so? Eltern, die Impfempfehlungen ablehnen, machen sich vor allem Sorgen über Nebenwirkungen. Insgesamt fehlt etwa der Hälfte der Eltern das Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe, was die Ergebnisse anderer Umfragen widerspiegelt.
Wie ist das Ergebnis einzuordnen? Wenn auch die Skepsis steigt: Die Umfrage zeigt, dass die große Mehrheit der US-Eltern Impfungen nach wie vor befürwortet.
Aber? Mehr als 95 Prozent einer Bevölkerung müssen geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu erreichen oder etwa Masernausbrüche zu verhindern. Das ist in Gefahr.
Wo ist die Impfskepsis am größten? Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten (46 Prozent), und weiße Eltern, die sich als sehr religiös bezeichnen (36 Prozent), lassen Impfungen am häufigsten ausfallen oder verschieben sie.