"Avatar: Fire and Ash" ist der dritte Teil der erfolgreichen Kino-Reihe – und gleichzeitig auch der bislang längste und teuerste. Wie es mit dem Erdling Jake, seiner schönen pandorischen Frau Neytiri und dem Volk der Na'vi generell weiter geht, sehen Sie ab sofort im Kino.

Jeder, der schon einen Film aus der "Avatar"-Reihe gesehen hat, kennt das Gefühl: Kaum läuft der Abspann und man kehrt gedanklich von Pandora (dem erdähnlichen Mond auf dem "Avatar" spielt) zurück ins reale Leben, stellt sich häufig eine gewisse Ernüchterung ein.
Manche Menschen verfallen gar in depressive Zustände, wenn sie aus der paradiesisch anmutenden Phantasiewelt von Pandora gerissen werden und plötzlich bei Nieselregen auf einer stark befahrenen Straße stehen. "Post-Avatar-Depression" bzw. "-Syndrom" wird dieser Zustand seit einigen Jahren genannt. Und auch, wenn der Begriff nicht medizinisch anerkannt ist, hat die Bezeichnung doch was für sich.
"Der Film lässt das wirkliche Leben unvollkommener erscheinen", so der Psychiater Stephan Quentzel in einem CNN-Interview. Zu schön erscheint vielen die Welt von Pandora, wie sie Regisseur James Cameron erdacht hat. Dass die Bewohner des Mondes ebenso mit Problemen zu kämpfen haben, ist nebensächlich. Was zählt ist das Umfeld – und das trägt auf Pandora tatsächlich traumhafte Züge.
Daran hat sich auch in Teil 3, der diese Woche in den heimischen Kinos anläuft, nichts geändert: Es gibt Störenfriede, es gibt Bedrohungen aller Arten – aber das grundsätzliche Setting des Lebens auf Pandora, im Einklang mit der Natur und unser aller grundlegendsten Bedürfnissen folgend, ist nach wie vor zu schön, um wahr zu sein. Viel Spaß beim Träumen von Pandora!

Worum es geht Jake Sully (Sam Worthington) und Neytiri (Zoe Saldana) haben ihren Sohn Neteyam verloren und müssen sich neuen Gefahren auf dem Planeten Pandora stellen, als ein feindseliger Na’vi-Stamm, die sogenannten Ash People oder Mangkwan, auf der vulkanischen Seite des Mondes auftaucht. Ihre zerstörungswütige Anführerin Varang (Oona Chaplin) will die Na’vi-Gemeinschaft spalten.
Gleichzeitig kehrt der alte Widersacher Colonel Quaritch (Stephen Lang) in rekonstruierter Form zurück und verschärft den Konflikt zwischen Menschen und Na’vi noch einmal. Die Sully-Familie muss nicht nur um ihr Überleben kämpfen, sondern auch neu definieren, wofür sie bereit ist zu sterben.

Lohnt sich das? "Avatar: Fire and Ash" setzt die epische Saga der "blauen Männchen" nach den Ereignissen von "Avatar: The Way of Water" fort. James Cameron bleibt seiner typischen Kino-Megalomanie treu: Der Film dauert rund dreieinhalb Stunden, was ihn zum bislang längsten Kapitel des Franchise macht. Und er wurde mit einem geschätzten Budget von rund 400 Millionen Dollar produziert. Er ist damit einer der teuersten Filme aller Zeiten.
Ein Gutteil des Geldes soll in neue und innovative CGI-Techniken geflossen sein, wie Regisseur Cameron schon vorab ankündigte. Außerdem stellte er klar: Der dritte Teil müsse wohl über 1 Milliarde Dollar einspielen, um überhaupt Gewinn abzuwerfen. Danach wird dann entschieden, wie es mit dem Franchise weitergeht. Allerdings: Die Teile 4 und 5 befinden sich bereits in Produktion uns sollen, soweit der Plan, 2029 bzw. 2031 erscheinen.
Im Cast von "Fire and Ash" treffen langjährige Stars aus dem Avatar-Universum wie Sam Worthington, Zoe Saldana, Kate Winslet, Cliff Curtis und Bailey Bass auf neue Gesichter wie Oona Chaplin und David Thewlis.
Erste Kritiken vor dem Kinostart zeigen ein geteiltes Bild: Viele Reviewer loben die spektakuläre Bildgewalt und die technischen Leistungen sowie den Charakter des Films als "Kino-Event". Gleichzeitig gibt es Kritik an der Länge, an der oft repetitiven Erzählung und an mancher dramaturgischen Entscheidung.
Wer aber auf klassisches Event-Kino steht und sich von visuellem Spektakel beeindrucken lässt, wird wohl auch an "Avatar: Fire and Ash" seine Freude haben; allen anderen könnte eine "Post-Avatar-Depression" winken, diesmal aber aus anderen Gründen.
"Avatar: Fire and Ash", Science-Fiction, Fantasy. USA 2025, 210 Minuten, ab 17. Dezember im Kino

"The Secret Agent"
Brasilien 1977, inmitten der repressiven Militärdiktatur: Marcelo (Wagner Moura) kehrt während der Karnevalswoche nach Recife zurück, um seinen Sohn zu sehen, doch bald wird klar, dass die Stadt kein sicherer Hafen für ihn ist. Was als persönliche Reise beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden. Der neue Film von Regisseur Kleber Mendonça Filho wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 ausgezeichnet, unter anderem für beste Regie und die beste Hauptdarsteller-Leistung.
"The Secret Agent" Politthriller. BRA/FRA/DE/NL 2025, 158 Minuten, ab 19. Dezember im Kino

"Sorry, Baby"
Agnes (Eva Victor), eine Literaturprofessorin aus New England, wurde durch einen sexuellen Übergriff aus der Bahn geworfen. Der Vorfall hat sie nachhaltig traumatisiert und prägt fortwährend ihre Wahrnehmung und Beziehungen. Doch s versucht, ihren Alltag wiederzufinden, Freundschaften trotz innerer Verletzungen zuzulassen und mit der Erinnerung an das Geschehene zu leben – eine Herausforderung. Das vielfach ausgezeichnete Regie-Debüt von Eva Victor wurde u.a. von Barry Jenkins ("Moonlight") produziert.
"Sorry, Baby", Drama, Tragikomödie. USA/ESP/FRA 2025, 104 Minuten, ab 18. Dezember im Kino

"Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes"
Die preußische Kurfürstin Sophie von Hannover lässt ein Porträt des Philosophen Leibniz anfertigen, doch während der Sitzungen dafür entbrennt ein intensiver Dialog über Wahrheit, Identität und die Macht des Bildes selbst. Regisseur Edgar Reitz widmet sich in seinem Kammerspiel der Frage, wie Kunst Wissen und Persönlichkeit abbilden kann.
"Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes", Historiendrama, Biopic. Deutschland 2025, 103 Minuten, ab 19. Dezember im Kino

"SpongeBob Schwammkopf: Piraten Ahoi!"
SpongeBob und seine Freunde aus Bikini Bottom stechen in ihrem bisher größten Abenteuer gemeinsam in See, um dem geheimnisvollen Fliegenden Holländer, einem legendären Geisterpiraten, zu folgen. SpongeBob möchte Mr. Krabs seinen Mut beweisen und entdeckt auf der Reise in die Tiefsee nicht nur ungeahnte Gefahren, sondern auch echte Freundschaft und Selbstvertrauen.
"SpongeBob Schwammkopf: Piraten Ahoi!" Animation. USA 2025, 96 Minuten, ab 20. Dezember im Kino
