Worum geht es? Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters haben offenbar die wahre Identität des Street-Art-Künstlers Banksy enttarnt – und damit eines der größten Rätsel des zeitgenössischen Kulturlebens gelöst.
Wer ist Banksy? Einer der bekanntesten Gegenwartskünstler, der sich vor allem mit Graffitis zu aktuellen Themen einen Namen gemacht hat. Teil seiner Inszenierung ist es, Kunstwerke aus dem Nichts in der Öffentlichkeit auftauchen zu lassen. Niemand hat den Künstler selbst je wissentlich zu Gesicht bekommen, sein Name war unbekannt.
Wie arbeitet Banksy? Seine Kunst legt keinen Wert auf handwerkliche Meisterschaft, die Graffitis werden mittels vorbereiteter Schablonen aufgesprayt. Diese entwickeln allerdings immer erst durch die Inszenierung ihre Magie, die ihm mittlerweile Millionen Fans auf der ganzen Welt beschert hat.
Ist Banksy politisch? Absolut, die meisten Werke des Künstlers können als politische Kommentare zu aktuellen Entwicklungen betrachtet werden. So hat er etwa in Bethlehem im palästinensischen Autonomiegebiet ein Hotel namens "Walled Off" gegründet, das nur einen Ausblick auf die meterhohe Mauer bietet, die Israel an der Grenze aufgezogen hat.
Muss man ihn kennen? Er gehört zweifellos zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern. Nicht zuletzt deshalb, weil er den etablierten Kunst- und Kulturbetrieb verachtet und dies immer wieder durch aktionistische Events unterstreicht.
Wie wurde er bekannt? Weltweit, als im Oktober 2018 das Banksy-Bild "Girl With Balloon" bei Sotheby's in London für eine Million Pfund (ca. 1,16 Mio. Euro) versteigert wurde – und Sekunden nach dem Zuschlag durch einen in den Bilderrahmen eingebauten, automatischen Schredder zerschnitten wurde.
Was war der Sinn der Aktion? Es war Banksys Kommentar zur Kunstwelt. Er hatte den Stunt bereits vor Jahren für den Fall vorbereitet, dass das Gemälde einmal versteigert werden sollte.
War das Bild damit wertlos? Im Gegenteil, die Käuferin nahm es trotzdem und ließ es drei Jahre später wieder versteigern. Erlös: 18,5 Mio. Pfund (knapp 22 Mio. Euro).
Und keiner wusste, wer Banksy war? Es gab ein jahrelanges Rätselraten, bei dem u.a. Robert Del Naja, Frontman der britischen Band Massive Attack, und der französische Sprayer Thierry Guetta verdächtigt wurden, Banksy zu sein.
Wie kam man Banksy jetzt auf die Spur? Aufgrund eines Strafzettels, den er von 25 Jahren bei einer Aktion in New York erhalten hatte. Den gruben drei Reuters-Journalisten aus.
Und wer ist Banksy jetzt? Er soll Robin Cunningham heißen, 1973 in Bristol auf die Welt gekommen sein. Ein unter seinem bürgerlichen Namen völlig unbeschriebenes Blatt in der Kunstwelt, weshalb die Enttäuschung auch einigermaßen groß war.
Ist Banksys Anonymität damit dahin? Nein, denn er hat offenbar in weiser Voraussicht seinen Namen bereits 2008 geändert – und sein aktueller Name soll auch weiterhin geheim bleiben.
Worum geht es? Die Formel 1 streicht ihre beiden April-Rennen auf der arabischen Halbinsel wegen der unklaren Sicherheitslage durch den Iran-Krieg – das berichteten am Freitag mehrere Fachmedien übereinstimmend. Von der Formel 1-Betreibergesellschaft selbst gab es zunächst keine Stellungnahme.
Wo sollten die Rennen gefahren werden? Am 12. April in Bahrein und am 19. April in Saudi-Arabien.
Da wäre aber noch viel Zeit bis dahin? Ja, aber die Logistik der Rennserie ist sehr umfangreich und kompliziert und braucht wochenlange Vorlaufzeiten. Deshalb sei jetzt bereits diese Entscheidung gefällt worden, hieß es.
Wird es stattdessen Ersatzrennen geben? Dazu gibt es noch keine Informationen. Insider gehen davon aus, dass die F1 zunächst nach möglichen Alternativen zu den beiden Rennen sucht, ehe sie die Entscheidung kommuniziert.
Besteht überhaupt eine Chance, so rasch einen Ersatzkurs zu finden? Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen. Bereits während der Corona-Pandemie gelang es, binnen kurzer Zeit vollwertige Rennen aus dem Hut zu zaubern.
Wie viele Rennen wurden heuer bereits gefahren? Erst eines, am vergangenen Sonntag in Australien. Dieses Wochenende wird in China gefahren, in zwei Wochen geht es dann nach Suzuka in Japan. Danach sollten die beiden Arabien-Rennen kommen. Sollte sich kein Ersatz finden, wäre der gesamte April rennfrei – eigentlich ein No-go für die wertvollste Rennserie der Welt.
Wie ginge es danach weiter? Der nächste Renntermin ist der 3. Mai in Miami.
Worum geht es? Im Fall der vor sechs Wochen aus ihrem Wohnhaus nahe Tucson, Arizona, entführten 84-jährigen Nancy Guthrie ließ der ermittelnde Sheriff des zuständigen Countys jetzt aufhorchen. "Wir glauben zu wissen, weshalb der Täter die Frau entführt hat", so Sheriff Chris Nanos gegenüber NBC News. Bislang herrschte Rätselraten bezüglich eines möglichen Motivs.
Wer ist Nancy Guthrie? Die 84-Jährige ist die Mutter von Savannah Guthrie, einer in den USA bekannten Nachrichtenmoderatorin. Sie war vermutlich am 1. Februar von einem Unbekannten aus ihrem Haus in einem Vorort von Tucson entführt worden.
Gab es Lösegeldforderungen? Es sollen Forderungen eingegangen sein. Die Behörden gaben aber nie bekannt, ob sie diese Forderungen für realistisch halten, oder ob es sich bei den Urhebern um Trittbrettfahrer handelt.
Welches Motiv soll der Täter nun gehabt haben? Laut sei Nancy Guthrie nicht zufällig das Opfer einer Entführung geworden, sondern gezielt ausgesucht worden. Nanos lehnte es allerdings ab, näher auf das mutmaßliche Motiv einzugehen, da dies die Integrität der laufenden Ermittlungen gefährden könne.
Gibt es Vermutungen, was mit Nancy Guthrie geschehen sein könnte? Jedenfalls keine, die von den Behörden mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Aber der Sheriff ließ mit einem anderen Statement aufhorchen: Es bestehe die Möglichkeit, dass der unbekannte Verdächtige erneut zuschlagen könnte.
Warum das? Darauf ging der Gesetzeshüter nicht näher ein. Aber er sagte, es "wäre töricht, den Leuten zu sagen: 'Keine Sorge, ihr seid nicht sein Ziel'", so Nanos. "Glaubt ja nicht, dass ihr sicher seid, nur weil es der Familie Guthrie passiert ist." Nanos warnte zudem die Bewohner des wohlhabenden Viertels Catalina Foothills, in dem Guthrie wohnte: "Seid wachsam!"
Aber weshalb sollte jemand eine 84-Jährige entführen? Weil ihre Tochter ein Fernsehstar ist und offenbar über genügend Geld verfügt. Erst unlängst lobten Savannah Guthrie und ihre Geschwister eine Belohnung von 1 Million Dollar für Hinweise auf den Verbleib ihrer Mutter aus.
Worum geht es? Er war der Überraschungserfolg des vergangenen Streaming-Jahres: Der Animationsstreifen "KPop Demon Hunters" erschien letzten Sommer auf Netflix und wurde zum meistgesehenen Netflix-Film aller Zeiten.
Wie viele Menschen sahen den Film bisher? Laut Netflix wurde "KPop Demon Hunters" seit Veröffentlichung im Juni 2025 weltweit etwa 540 Millionen Mal (!) gestreamt – häufiger wurde kein Film je via Streaming verbreitet.
Und weiter? Nun kündigte Netflix gemeinsam mit dem produzierenden Sony-Studio eine Fortsetzung für "KPop Demo Hunters" an. Der Film soll wie Teil 1 abermals als Animations-Musical konzipiert werden. Details über den Inhalt sind indes noch nicht bekannt.
Wann wird "KPop" 2 erscheinen? Auch das ist bisher nicht spruchreif. Am Drehbuch werde zwar bereits gearbeitet, aber bei Teil 1 dauerte es am Ende ganze 7 Jahre, ehe der Film fertiggestellt werden konnte.
Weshalb erfolgt diese Ankündigung dann gerade jetzt? Weil "KPop Demon Hunters" bei der in der Nacht auf Montag stattfindenden Oscar-Verleihung in zwei Kategorien ("Bester Animtionsfilm, "Bester Originalsong") nominiert worden ist und die Ankündigung den Film ins Gedächtnis der Zuschauer zurückholen soll.
Worum geht es in dem Film? Er folgt den Hauptfiguren Rumi, Mira und Zoey, drei Sängerinnen aus der K-Pop-Gruppe Huntr/x, die mit dem Ruhm und ihrem geheimen Leben als Dämonenjäger zu kämpfen haben.
Was macht "KPop Demon Hunters" so erfolgreich? Die originelle Mischung aus einer guten Story, einer witzigen Umsetzung, den Anime-Charakteren und eingängigen Korea-Pop-Nummern. Zeitweise befanden sich mehrere Film-Songs gleichzeitig in den Charts. "Golden", der beliebteste Song aus dem Film, stieg in den USA bis auf Platz 1 der Billboard Charts auf und lag auch in Österreich 5 Wochen auf Platz 1 der Hitparade.
Worum geht es? Die US-Weltraumbehörde NASA gab bekannt, dass die Probleme mit der Rakete für die geplante Artemis-II-Mondmission behoben werden konnten. Die Rakete soll nun bereits kommende Woche zur Startrampe gebracht werden und ist – kein Scherz – ab dem 1. April einsatzbereit.
Welche Probleme gab es? Die Artemis II sollte bereits Anfang März abheben. Doch dann wurde ein Leck an der Helium-Anlage der Rakete entdeckt und der ganze Start musste verschoben werden. Doch nun sei das Leck repariert, so die NASA.
Wird die Artemis II auf dem Mond landen? Nein geplant ist nur, dass das Raumfahrzeug den Mond umrundet und dabei die von der Erde nicht sichtbare Rückseite des Mondes genau untersucht. Die Mission ist eine Vorbereitung auf die erste Mondlandung seit dem Jahr 1972, die bis spätestes 2028 stattfinden soll.
Wer fliegt aller zum Mond? Die Astronauten der Artemis II-Mission sind drei US-Amerikaner und ein Kanadier.
Ist der 1. April als Starttermin fix? Nein, das wird erst kurzfristig und anhand der Wettervorhersage entschieden. Der 1. April ist der frühestmögliche Starttermin, es kann aber auch ein paar Tage später werden.
Worum geht es? Im Westen des Irak ist ein Flugzeug der US Air Force vom Typ Boeing KC-135, das für Luftbetankungsmanöver während der Angriffe auf den Iran genutzt wurde, abgestürzt. Alle sechs US-Sodaten an Bord kamen dabei ums Leben.
Was weiß man über die Absturzursache? Das Zentralkommando (Centcom) des US-Militärs gab bekannt, dass zwei Flugzeuge in den Absturz verwickelt gewesen sind. Das zweite Flugzeug sei sicher gelandet, hieß es.
Waren iranische Kräfte an dem Absturz beteiligt? Darüber gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Laut dem iranischen Militär habe eine pro-iranische Miliz das Tankflugzeug mit einer Rakete angegriffen, die USA bestritten diese Darstellung.
Wie viele US-Soldaten sind bisher gestorben? Laut offiziellen Angaben steigt die Zahl der toten Soldaten damit auf 13 seit Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen. Neben dem abgestürzten Tankflugzeug wurden außerdem drei F-15-Kampfjets abgeschossen – wie man mittlerweile weiß, durch "friendly fire" über Kuwait.
Worum geht es? US-Finanzminister Scott Bessent erteilte Russland eine Lizenz für den Verkauf von Rohöl, das bis zum Stichtag 12. März bereits auf Schiffen verladen worden war. Die Lizenz gilt für einen Monat und soll die globalen Energiemärkte stabilisieren, die durch den US-Angriff auf den Iran massiv ins Trudeln geraten sind.
Warum braucht Russland dafür eine US-Lizenz? Weil nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine an sich ein Öl-Embargo gegen das Land verhängt worden war. Die Einkünfte aus Rohölverkäufen sind eine wesentliche Einnahmequelle für den Kreml, um den Ukraine-Krieg zu finanzieren.
Wie wird der Schritt argumentiert? Das Aufweichen des Embargos sei "eng begrenzt" und "kurzfristig" und werde der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen, so Finanzminister Bessent. Für die USA sei der vorübergehende Anstieg der Ölpreise hingegen nur "eine kurzfristige und vorübergehende Störung, die langfristig zu einem massiven Nutzen für unsere Nation und unsere Wirtschaft führen wird", sagte der Minister.
Wie reagierte Moskau? Mit kaum verhohlener Häme: "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew am Freitag auf Telegram.
Was hält man in Europa von dem Schritt? Die Empörung ist groß: "Diese Lockerung ist sehr besorgniserregend", sagte etwa EU-Ratspräsident Antonio Costa. Die Maßnahme beeinträchtige die "europäische Sicherheit".
Und in der Ukraine? Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Lockerung der Sanktionen scharf: "Das wird auf jeden Fall zu einer Stärkung der Position Russlands führen und es trägt nicht zum Frieden bei", sagte er nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
Zeigt die Lockerung des Öl-Embargos schon Erfolg? Am Freitag jedenfalls nicht. Der Preis für die Tonne der Ölsorte Brent lag bei Handelsschluss nach wie vor knapp um die 100 Dollar und war damit so hoch wie seit Beginn des Ukraine-Kriegers nicht mehr.
Worum geht es? Die USA haben ein Kopfgeld auf den neuen geistigen Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, ausgesetzt. Das US-Außenministerium erklärte am Freitag, es würde zehn Millionen Dollar (ca. 8,7 Mio. Euro) für Hinweise über den Verbleib Khameneis oder anderer hochrangiger iranischer Führer bezahlen.
Wer ist Mojtaba Khamenei? Der Sohn von Ajatollah Ali Khamenei war am vergangenen Sonntag zum neuen Führer des Iran ernannt worden. Sein Vater, seine Mutter und seine Ehefrau waren bereits am ersten Tag der Angriffe auf den Iran getötet worden.
Ist Khamenei seit seiner Beförderung öffentlich aufgetreten? Nein, bisher gibt es nur eine schriftliche Stellungnahme von ihm. Diesen Umstand bezeichnete US-Minister Hegseth bei einem Pressegespräch im Pentagon als "schwach".
Hatte Hegseth noch weitere News? Der selbsternannte "Kriegsminister" der USA berichtete, dass Mojtaba Khamenei nach jüngsten Erkenntnissen "verwundet und wahrscheinlich entstellt" sei. Details, woher diese Annahme stamme, nannte Hegseth allerdings keine.
Weiß man, wo sich der neue Ayatollah aufhält? Nein, er dürfte sich in einemunterirdischen Bunker befinden. Auch das nährt Spekulationen über eine mögliche schwere Verletzung.