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7. April 2026

Mond-Rundflug geglückt Aber jetzt ist Nutella-Glas der Star

Worum geht es? Einerseits um eine technologische Höchstleistung, andererseits um das, was davon in den Köpfen hängen bleibt. In diesem Fall ein Brotaufstrich.

Wie bitte? Am 1. April schickte die US-Weltraumbehörde NASA das erste Mal seit 54 Jahren eine bemannte Rakete Richtung Mond los. Ziel war keine Landung, sondern eine Umrundung. Hier ist der Vorgang in Bildern und im Video zu sehen.

Hat es geklappt? Ja. Am 6. April umkreiste Artemis II den Mond. Diese "Flyby"-Bahn nutzte die Mondgravitation. Das Raumschiff wurde so um den Mond herumgeleitet und kehrt mit dem Schwung automatisch zurück zur Erde. Das passiert momentan.

Wie war der Vorbeiflug? Zunächst einmal wurde ein Rekord aufgestellt. Noch nie zuvor waren Menschen so weit von der Erde entfernt. Die maximale Distanz der Artemis II lag etwa bei 406 .778 Kilometern. Den bisherigen Rekord hielt Apollo 13 (1970).

Was fiel auf? Beim Passieren der Mondrückseite kam es zu einem etwa 40‑minütigen Funkloch, weil der Mond die direkte Verbindung zur Erde blockierte. Die Crew erlebte eine Sonnenfinsternis.

Was gab es zu sehen? Während des Vorbeiflugs konnten die Astronauten Teile der bisher kaum von Menschen gesehenen Mondrückseite beobachten und fotografieren. Sie sahen z. B. Krater, alte Lavafelder und Strukturdetails des Mondbodens.

Und was war da mit dem Brotaufstrich? Während der Live‑Übertragung der Mission konnte man im Innenraum der Orion‑Kapsel plötzlich ein Glas Nutella sehen, das in der Schwerelosigkeit frei durch die Kabine schwebte (hier sehen Sie das Video).

Reklame im All? Das Glas löste online eine regelrechte Meme‑Welle aus. Die NASA aber stellte klar, dass dies keine Produktplatzierung war. Es habe keinen Werbedeal mit dem Hersteller gegeben, wurde festgehalten.

Wie kam es dann dazu? Das Nutella‑Glas gehörte einfach zur persönlichen oder vorgesehenen Verpflegung an Bord, wie andere Essen auch. Astronauten nehmen Lebensmittel in verpackter Form mit auf Langzeitmissionen.

Aber warum schwebte es? Es hatte sich offenbar aus einem Fach oder Regal gelöst. In der Schwerelosigkeit kann jeder Gegenstand (und Mensch) frei schweben, wenn er nicht gesichert ist.

Weitere Meldungen

Raser ausgewiesen Obwohl er in Deutschland geboren ist

Worum geht es? Im Februar 2023 raste ein damals 21-Jähriger in Heilbronn mit stark überhöhter Geschwindigkeit in das Auto einer Familie. Der Lenker (42) starb, seine Frau wurde schwer, zwei Kinder wurden leicht verletzt.

Wie schnell war der Lenker unterwegs? Mit rund 100 km/h in einer Tempo-40-Zone und das mit einem Sportwagen, der 300 PS leistet.

Was weiß man über den Fahrer? Der Mann ist türkischer Staatsbürger, wurde jedoch in Deutschland geboren, wuchs in Heilbronn auf und lebte hier auch dauerhaft.

Was passierte im Gerichtsverfahren? Das Landgericht Heilbronn verurteilte den Fahrer wegen Mordes und mehrfach versuchten Mordes zu neun Jahren Haft nach Jugendstrafrecht.

Was überraschte? Wegen der Schwere der Tat erließ das Regierungspräsidium Stuttgart eine Ausweisungsverfügung, der Raser soll in die Türkei abgeschoben werden, wo er nie gelebt hat – verbunden mit einem mehrjährigen Einreiseverbot.

Wie reagierte der Lenker auf das Urteil? Der Mann klagte gegen diese Ausweisung vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart und berief sich unter anderem auf die Europäische Menschenrechtskonvention.

Aber? Am 7. April entschied das Verwaltungsgericht, dass die Ausweisung rechtmäßig ist und stattfinden kann. Die Klage wurde abgewiesen. Die Richter begründeten dies damit, dass weiterhin eine erhebliche Gefahr von dem Raser ausgehe und seine Tat gravierende Folgen hatte.

Ist das Urteil rechtskräftig? Nein, es wurde zwar keine Berufung zugelassen. Der Kläger kann aber innerhalb eines Monats einen Antrag auf Zulassung der Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg stellen.

Drogenkonsum erlaubt Luzern will "Crack-Platz" einrichten

Worum geht es? In Luzern (86.000 Einwohner) in der Schweiz soll im Innenhof eines Wohnquartiers ein legaler, beaufsichtigter Aufenthalts- und Konsumplatz für Crack‑abhängige Menschen eingerichtet werden. Das löst heftige Debatten und Kritik aus.

Was ist der Plan? Stadt und Kanton Luzern haben ein Paket von Maßnahmen gegen die offene Crack‑Suchtkrise erarbeitet, weil insbesondere der öffentliche Raum (z. B. Bahnhofsbereiche) zunehmend von offenem Crack‑Konsum betroffen ist.

Wie viele Betroffene gibt es? Zwischen 700 und 1.000 Süchtige rauchen in Luzern Crack.

Was ist der Hintergrund? Die Crack‑Szene in Luzern hat sich in den letzten Jahren stark verändert: Crack‑Rauchen hat den offenen Heroin‑Konsum weitestgehend ersetzt.

Was soll der Platz verbessern? Die Stadt argumentiert, dass ein kontrollierter Rückzugsort für Konsumierende dazu beitragen kann, öffentliche Plätze zu entlasten und Risiken (z. B. verwahrloste Situationen in Hauseingängen) zu verringern.

Was sagen Kritiker? Anwohner und Hauseigentümer sind überwiegend negativ eingestellt und fühlen sich durch das Projekt im Alltag beeinträchtigt. Sie sehen Risiken wie eine Zunahme von Beschaffungskriminalität, offenem Handel und Lärm.

Was ist das Hauptproblem? Der Standort, der mitten im Wohnquartier liegt. Das Bruchquartier ist ein klassischer Wohnbezirk, sogar etwas hip, mit Supermarkt, Kita, Restaurants. Von Fenstern und Balkonen ist der geplante Drogenplatz gut einsehbar.

Was ist Crack? Ein Kokainhydrochlorid, das mit Natriumbicarbonat (Backpulver) und Wasser gekocht wird. Dabei entsteht ein festes, kristallines Produkt, das beim Erhitzen Rauch erzeugt, der inhaliert wird.

Was ist die Gefahr? Crack gilt als extrem suchterzeugend. Innerhalb von Sekunden spürt man Euphorie, gesteigerte Energie und Selbstbewusstsein. Die Wirkung hält nur etwa 5 bis 15 Minuten, was häufiges Nachkonsumieren fördert.

Was sind die medizinischen Risiken? Herzrasen, Bluthochdruck, Angstzustände, Paranoia, Schlaflosigkeit.

Alcatraz-Idee wieder da Trump will Gefängnisinsel renovieren

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat am Freitag einen Plan präsentiert, wie die Gefängnisinsel Alcatraz wieder in Betrieb genommen werden soll. Dafür beantragte er in einem Budgetentwurf 152 Mio. Dollar (132 Mio. Euro) für Umbauarbeiten im ersten Jahr.

Alcatraz – war da nicht was? Ja, der Präsident hatte diese Idee bereits im vergangenen Sommer ventiliert, dann jedoch – scheinbar – aufgegeben. Aber so wie der Plan, Grönland zu erobern, ist plötzlich auch die Alcatraz-Idee auf einmal wieder da. Und sehr konkret.

Was ist Alcatraz eigentlich? Eine gut acht Hektar große Felsinsel in der Bucht von San Francisco, auf der sich von 1934 bis 1963 eines der damals berüchtigtsten Hochsicherheitsgefängnisse der USA befand. Es wurde aufgrund der hohen Betriebskosten und der durch das Salzwasser stark angegriffenen Infrastruktur geschlossen und ist heute eine Ruine – und eine beliebte Touristenattraktion.

Was will Trump? Der Präsident begann Mitte letzten Jahres darüber zu fantasieren, das Gefängnis zu renovieren und wiederzueröffnen. Er schickte damals sogar Justizministerin Pamela Bondi (wurde am Donnerstag von Trump entlassen) und Innenminister Doug Bourgum auf die Insel, um die grundsätzliche Machbarkeit der Idee zu überprüfen.

Und das Ergebnis? Das Online-Medium Axios berichtete nach dem Lokalaugenschein, dass eine Renovierung der alten Bausubstanz nicht mehr infrage käme. Und ein Neubau auf der Insel würde zwischen einer und zwei Milliarden Dollar verschlingen – ein Vielfaches dessen, was ein modernes Hochsicherheitsgefängnis auf der grünen Wiese im Hinterland irgendeiner Stadt kosten würde.

Was will Trump dann mit den 152 Millionen? Das ist nicht im Detail bekannt. Aber damit soll das erste Jahr der Umbaumaßnahmen der Anlage finanziert werden, hieß es, ohne weiter ins Detail zu gehen.

US-Budget für 2027 Plus 500 Milliarden Dollar für Waffen?

Worum geht es? Das Weiße Haus hat am Freitag dem US-Kongress seine Wünsche für den Haushalt 2027 vorgelegt. Besonders auffällig dabei: Das Militärbudget soll um 50 Prozent oder 500 Milliarden Dollar steigen – auf 1,5 Billionen Dollar (ca. 1,3 Billionen Euro).

Will man dafür woanders sparen? Ja, vor allem in den Bereichen Umweltinitiativen, Wohnungsbauförderung und Bildungsmaßnahmen. Auch bei Initiativen für erneuerbare Energien sowie der Raumfahrtbehörde Nasa will man sparen. Insgesamt sollen in diesen Bereichen die Ausgaben um 73 Milliarden Dollar (ca. 63 Mrd. Euro) sinken.

Hatten die USA schon einmal ein dermaßen großes Militärbudget? Jedenfalls nicht in moderner Zeit. Alleine die Aufstockung um 50 Prozent wäre die größte seit dem Zweiten Weltkrieg.

Was soll mit all dem Geld geschehen? Trump hat bereits angekündigt, den Raketenverteidigungsschirm "Golden Dome" errichten zu wollen. Zudem will er 66 neue Kriegsschiffe der "Trump-Klasse" bauen lassen und den Sold der Soldaten um bis zu 7 Prozent erhöhen.

Wie reagierten die Demokraten auf den Vorstoß? "Dies ist lediglich eine realitätsferne Forderung nach mehr Geld für Waffen und Bomben und weniger für die Dinge, die die Menschen benötigen, wie Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung, Straßen, wissenschaftliche Forschung ‌und Umweltschutz", so der ranghöchste Demokrat im Haushaltsausschuss des Senats, Jeff Merkley.

Wie geht es jetzt weiter? Die nun vorgelegten Pläne gelten als Richtschnur, der Kongress muss später darüber entscheiden, was umgesetzt werden soll. Mehrere Abgeordnete der Abgeordnete der Demokraten sowie der Republikaner äußerten bereits Bedenken über die Höhe der vorgeschlagenen Aufstockung der Militärausgaben.

Artemis Mond-Mission Kapsel hat den Erd-Orbit verlassen

Worum geht es? Die Artemis II-Mission der US-Weltraumbehörde NASA ist weiterhin planmäßig Richtung Mond unterwegs. Das Raumschiff der vierköpfigen Crew hat am Freitag den Erdorbit verlassen und ist auf seinen Kurs in Richtung des Erdtrabanten eingeschwenkt. Dabei hat die Mannschaft mehrere Fotos der Erde geschossen, die von der NASA später veröffentlicht wurden.

Wie lange dauert die Reise zum Mond? Am kommenden Montag tritt die Kapsel, die übrigens den Namen Orion trägt, in den Einflussbereich des Mondes ein. Am Dienstag wird sie den Mond umfliegen und dabei die größte Entfernung von der Erde erreichen.

Wie geht es danach weiter? Am Mittwoch beginnt die Rückreise zur Erde, wo die Kapsel am Samstag im Pazifik landen soll.

Was ist der Zweck der Mission? Daten zu sammeln für die weiteren Missionen des Artemis-Programms. 2028 soll dann im Zuge von Artemis IV erstmals seit 1972 wieder eine Raumschiffbesatzung auf der Mondoberfläche landen.

Was ist der langfristige Plan? Eine Station auf dem Mond zu errichten, die in weiterer Folge für die Reise zum Mars als Zwischenstopp dienen könnte. Aber das ist noch Zukunftsmusik, zunächst muss einmal die Mondumrundung von Artemis II gelingen.

Nach 32 Jahren Vermisstes Mädchen in Arizona aufgetaucht

Worum geht es? Im US-Bundesstaat Arizona ist ein Mädchen aufgetaucht, das vor 32 Jahren zum letzten Mal gesehen worden war, ehe es spurlos verschwand. Eine eigens gegründete Cold Case-Einheit ermittelte weiter in der Sache und entdeckte nun die inzwischen 44-jährige Christina MariemPlante , wie das Sheriff-Büro von Gila County in den Sozialen Medien mitteilte.

Wann verschwand die Frau? Am 15. Mai 1994 um die Mittagszeit verließ Christina Marie Plante ihr Zuhause in Star Valley. Sie wollte zu Fuß zu einem Stall gehen, in dem ihr Pferd stand – und verschwand spurlos.

Was ist mit ihr geschehen? Darüber machten die Behörden keinerlei Angaben. Die Ermittler haben jedoch ihre Identität bestätigt und ihr Status als vermisste Person wurde offiziell aufgehoben.

Wie wurde die Frau aufgespürt? Technologischer Fortschritt und moderne Ermittlungsmethoden ermöglichten es den Beamten, demnach, neue Hinweise zu gewinnen, die schließlich zum Durchbruch führten. "Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung von Initiativen zur Aufarbeitung ungelöster Fälle und den Einfluss des technologischen Fortschritts, wenn es darum geht, Familien und Gemeinden lang ersehnte Antworten zu liefern", schrieb das Sheriff-Büro.

Wie geht es jetzt weiter? Warum die Jugendliche damals verschwand und wo sie sich in den vergangenen Jahren aufhielt, bleibt unklar. Aus Respekt vor der Privatsphäre und dem Wohlergehen der heute 44-Jährigen wollen die Behörden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall bekannt geben, heißt es in der Mitteilung.

Gründe noch unklar Armeechef zum Rücktritt gedrängt

Worum geht es? US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den bisherigen Armeechef des Landes, Randy George, zum Rücktritt gedrängt – mitten im Krieg gegen den Iran. Ein Regierungssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des Senders CBS.

Weshalb dieser Schritt? Die Gründe dafür waren zunächst unklar. CBS berichtete aber unter Berufung auf informierte Kreise, Hegseth wolle einen General auf dem Posten, der seine Vision und die Vision von US-Präsident Donald Trump vom Heer teile.

Wie lange war Randy George Armeechef? Der Vier-Sterne-General war von Trumps Amtsvorgänger Joe Biden an die Spitze der Landstreitkräfte berufen worden.

Ist der Wechsel ein Einzelfall? Nein, seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit sind zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht worden. Im Februar 2025 wurde Generalstabschef Charles "CQ" Brown ohne Angabe von Gründen gefeuert. Auch die Spitzen von Marine, Küstenwache und dem Geheimdienst NSA wurden ausgewechselt.