Worum geht es? Nach dem verheerenden Terroranschlag am Bondi Beach in Sydney (mit mindestens 16 Toten und vielen Verletzten) hat die australische Regierung ein nationales Waffen‑Rückkauf‑Programm angekündigt.
Was ist das Ziel? Legale und illegale Schusswaffen von privaten Besitzern zurückzukaufen bzw. einzuziehen, um die Anzahl an zivilen Schusswaffen im Land deutlich zu reduzieren.
Was ist die Größenordnung? Die Aktion gilt als der bundesweit größter Rückkauf seit 1996. Damals hatte ein 28-Jähriger in Port Arthur 35 Menschen getötet, über 20 verletzt, eines der schlimmsten Massaker in der modernen australischen Geschichte. Es löste ein Waffenrückkauf-Programm aus.
Um wie viele Waffen geht es? Um Hunderttausende. Australien schätzt, dass mehr als vier Millionen Schusswaffen im Land sind – mehr als zur Zeit der Port‑Arthur‑Reformen. Das Rückkaufprogramm soll helfen, viele dieser Waffen aus dem Umlauf zu nehmen.
Warum sollen Menschen die Waffen abgeben? Waffenbesitzer sollen für abgegebene Feuerwaffen eine finanzielle Entschädigung erhalten. Die genaue Höhe wird in Gesetzesvorlagen geregelt.
Was passiert mit den Waffen? Nach dem Rückkauf werden sie von der Australian Federal Police zerstört.
Worum geht es? Per Dekret, seinem liebsten Regierungs-Instrument, hat US-Präsident Donald Trump die Expansionsziele der USA im Weltall neu festgelegt. Bis 2028 sollen Amerikaner auf dem Mond landen und in der Folge einen dauerhaften Außenposten einrichten.
Wozu eine Mondstation? Um China zuvor zu kommen. Das Land plant seine erste bemannte Mondmission bis 2030 und möchte bis 2035 ebenfalls eine Basis auf dem Erdtrabanten errichten.
Was ist mit dem Mars? Ein bemannter Flug zum Roten Planeten steht ebenfalls weiter auf dem Plan, hat aber seit dem Ausscheiden von Elon Musk aus der Regierung nicht mehr jene Priorität, die schon einmal da war.
Weshalb das? Musk ist einer der wesentlichen Treiber der Idee einer bemannten Mars-Mission, einerseits aus ideologischen Gründen und andererseits wohl auch, weil er für sein Weltraumunternehmen SpaceX dort große Entwicklungschancen sieht.
Was steht noch auf Trumps All-Agenda? Die Entwicklung einer "Weltraumsicherheitsstrategie" sowie ein Ausbau der Verteidigungskapazitäten. So soll auch das Schutzschirm-Projekt "Golden Dome" rasch ausgebaut werden.
Worum geht es? Die "Ewige Stadt" plant, ihren Besuchern künftig noch etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Wie Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri am Freitag ankündigte, werden mehrere Freiluft-Sehenswürdigkeiten der Stadt ab 2026 nur mehr gegen Eintritt aus der Nähe betrachtet werden können.
Wofür muss man bezahlen? Etwa für den Trevi-Brunnen im Zentrum – wer an das legendäre Wasserbecken herantreten will, muss künftig ein Ticket dafür lösen. Preis: 2 Euro.
Ab wann? Die Regelung wird ab dem 1. Februar und in der Zeit zwischen 9 und 22 Uhr und nur für Touristen gelten. Römer dürfen ihre Hand weiter gratis ins Wasser tauchen. Auch der Besuch der Piazza bleibt weiterhin gratis.
Wie soll das funktionieren? Der Bürgermeister spricht von Ausweiskontrollen für alle, die an den Brunnen heranwollen. Wer aber schon einmal gesehen hat, wie überlaufen der Platz vor allem im Sommer ist, hat berechtigte Zweifel.
Wie viele Menschen kommen? Allein im ersten Halbjahr 2025 besuchten 5,3 Millionen Touristen den berühmten Brunnen.
Wofür muss man künftig noch Eintritt zahlen? Etwa die Maxentiusvilla und das Museo Napoleonico.
Wieviel soll das alles bringen? Die Stadt erwartet sich laut Bürgermeister Gualtieri Einnahmen in Millionenhöhe sowie eine Eindämmung des Massentourismus, unter dem mittlerweile europaweit zahlreiche Städte leiden.
Woher kommt die Idee mit den Eintrittsgeldern? Die erste Stadt, die das rigoros umsetzte, war Venedig, die Lagunenstadt begann 2024, an bestimmten Tagen Eintrittsgeld von Tagestouristen zu kassieren. Mittlerweile ist auch Verona dem Beispiel gefolgt und nimmt Geld für die Besichtigung der Julia-Statue.
Worum geht es? Monatelang wurde darüber gestritten, dann eine Frist gesetzt. In der Nacht auf Samstag begann das US-Justizministerium (DOJ) schließlich zum letztmöglichen Termin mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten. Hier sind sie zu finden.
Was ist darunter zu verstehen? Eine wahre Flut an Ermittlungsunterlagen aus Bundes‑ und Staatsverfahren, Fotos, E-Mails, Transkripte, Überwachungsaufnahmen und Dokumente, Korrespondenzen, Anklage‑ und Vernehmungsunterlagen werden einsehbar.
Von welcher Menge reden wir? Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche, Nummer zwei im Justizministerium, sagte zu Fox News zum Umfang der Dokumente: "Heute mehrere hunderttausend. Und dann, in den nächsten Wochen, erwarte ich weitere mehrere hunderttausend."
Warum kam es zur Veröffentlichung? Der US‑Kongress hat ein eigenes Gesetz dazu verabschiedet – den Epstein Files Transparency Act. Es verpflichtet das Justizministerium (DOJ), alle nicht klassifizierten Unterlagen im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell öffentlich zu machen.
Wie lange war dafür Zeit? 30 Tage, die Frist lief Freitag ab.
Was ist der Hintergrund? Jeffrey Epstein war ein verurteilter Sexualstraftäter, der sich 2019 in U-Haft das Leben nahm. Er hatte mit seiner Vertrauten Ghislaine Maxwell einen Missbrauchsring aufgezogen, der tief in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft reichte.
Wird nun alles öffentlich? Nein, nur alle nicht geschützten Akten. Viele dieser Unterlagen werden redigiert und geschwärzt, um Identität und Schutz von Opfern zu wahren.
Worum geht es? Am Wochenende könnten die Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine eine neue Wendung nehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin schickt einen Unterhändler nach Florida, berichtet Axios.
Wer soll verhandeln? Aus Russland kommt Kirill Dmitrijew. Er trifft sich mit dem Gesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und dem Berater und Schwiegersohn von Präsident Trump, Jared Kushner.
Was ist der Plan? Es wird erwartet, dass Trumps Berater den Putin-Gesandten über die Fortschritte in den Gesprächen zwischen USA, EU und Ukraine informieren werden. Dazu soll versucht werden, die russische Regierung zur Zustimmung zum aktualisierten Friedens-Vorschlag zu bewegen.
Ist die Ukraine eingebunden? Nicht direkt. Aber eine ukrainische Delegation unter der Leitung von Rustem Umerov, dem nationalen Sicherheitsberater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, soll im Laufe dieser Woche in Miami Gespräche mit Witkoff und Kushner führen.
Was ist der größte Knackpunkt? Nach wie vor die Kriegsgebiete. Russische Offizielle fordern, dass die Ukraine alle Gebiete im Donbas abtritt, die sie noch kontrolliert. Die Ukraine lehnt das ab.
Worum geht es? Der Leiter der Leichenhalle ("Morgue Manager") am Anatomical Gift Program der Harvard Medical School in Boston, Cedric Lodge, soll jahrelang Körperteile verkauft haben. Nun kommt er deswegen ins Gefängnis.
Was war passiert? Zwischen 2018 und 2020 stahl Lodge laut Gerichtsakten Körperteile wie Gehirne, Haut, Hände, Gesichter und andere anatomische Überreste aus Leichnamen, die der Harvard Medical School gespendet worden waren.
Was machte er damit? Diese Teile brachte er zu seinem Wohnsitz in Goffstown, New Hampshire, und verkaufte sie illegal an Personen in mehreren US-Bundesstaaten, zum Teil über Online-Gruppen.
Was geschah mit den Leichenteilen? Der Manager soll einem Käufer zum Beispiel Haut verkauft haben, die später zu Leder verarbeitet wurde – für einen Bucheinband.
Wie darf man sich das vorstellen? Die Staatsanwaltschaft sagte, dass der Angeklagte für die Überreste Zehntausende von Dollar erhalten habe – darunter eine Zahlung von 1.000 Dollar mit der Aufschrift "Kopf Nummer 7" und 200 Dollar für eine Bestellung mit der Aufschrift "Gehirne".
Wie sah das nun das Gericht? Der Richter bezeichnete die Taten als schwerwiegend und moralisch abscheulich, da Körper, die für die Wissenschaft gespendet wurden, für persönlichen Profit missbraucht worden seien. Der Angeklagte erklärte sich für schuldig.
Wie lautete das Urteil? Der Mann erhielte eine Haftstrafe von 8 Jahren (96 Monate) im Bundesgefängnis. Seine Frau wurde ebenfalls verurteilt und erhielt eine Haftstrafe von etwas über einem Jahr, weil sie beim Versand und bei Zahlungen half.
Worum geht es? Bisher war der umstrittene Kardinal Timothy Dolan, ein Freund von Präsident Trump, Erzbischof in New York. Nun nahm der Vatikan sein obligates Rücktrittsgesuch an (er wurde 75) und setzte einen Nachfolger ein.
Warum war Dolan umstritten? Er trat häufig im Fernsehen auf Fox News auf, betete bei Trumps Amtseinführung, erntete wütende Reaktionen, als er den rechten Influencer Charlie Kirk nach dessen Ermordung als "Helden" bezeichnete und ihn mit dem heiligen Paulus verglich.
Mit welchen Worten? "Ich dachte: 'Ich muss mehr über diesen Mann erfahren', und je mehr ich über ihn erfuhr, desto mehr dachte ich: 'Dieser Mann ist ein moderner Paulus'", sagte Kardinal Dolan in der Sendung "Fox & Friends".
Wer kommt nun? Papst Leo XIV. ernannte Bischof Ronald Hicks (58) zum neuen Erzbischof von New York. Das markiert eine deutliche Trendwende. Die US-Kirche nimmt eine zunehmend kritische Haltung zu Trump ein.
Wie äußert sich das? Die US-amerikanische Bischofskonferenz hat eine "Sonderbotschaft" veröffentlicht. Darin klagt sie die Einwanderungspolitik der USA an und verteidigt "gottgegebene Menschenwürde". Hicks unterstützte die Aktion.
Was verbindet den Papst mit Hicks? Beide wuchsen in den südlichen Vororten von Chicago auf und arbeiteten als Missionare in Lateinamerika: Leo in Peru, Hicks in El Salvador.
Wie legt er sein Amt an? Gegenüber Vatican News erklärte Hicks, sein "Wunsch sei es, ein Hirte mit Hirtenherz zu sein", und bezog sich damit auf den verstorbenen Papst Franziskus.
Worum geht es? Die Wirtschaft sei stärker, als die Leute denken, und alle Probleme seien allein die Schuld von Joe Biden. In der traditionellen Weihnachtsrede (hier anschauen) des US-Präsidenten hatte Donald Trump eine klare Rollenverteilung.
Wie lange dauerte die Rede? 18 Minuten, Trump hielt sie im weihnachtlich dekorierten Diplomatic Reception Room des Weißen Hauses. Es war keine klassische besinnliche Weihnachtsbotschaft, sondern eher eine politisch aufgeladene Bilanz- und Zukunftsansprache.
Was war der Inhalt? Trump sagte, er wolle 2026 ein "Boom-Jahr" erreichen. Er verteidigte seine Politik gegen Kritik an Lebenshaltungskosten, Inflation und Arbeitsmarkt und machte die Demokraten für Wirtschaftssorgen verantwortlich.
Gab es Versprechungen? Ja, er kündigte an, dass rund 1,45 Millionen Militärangehörige jeweils 1.776 US-Dollar als einmaliges Weihnachtsgeld erhalten sollen – in Anspielung auf das Jahr der Unabhängigkeit (1776).
Die wichtigsten Zitate? "Vor elf Monaten habe ich ein Chaos übernommen, und ich repariere es." Und: "Wir bringen unsere Wirtschaft vom Rand des Ruins zurück." Auch nicht schlecht: "Die Krise der letzten Jahre wurde von anderen verursacht."
Wie endete die Rede? Mit einem Gruß: "Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr."