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23. März 2026

Krebstod mit 43 Chef von Sex-Plattform OnlyFans starb

Worum geht es? Leonid Radvinsky, Mehrheits-Eigentümer und Kopf hinter der Plattform OnlyFans, ist im Alter von nur 43 Jahren gestorben. Sein Tod wurde nun von der Firma offiziell bestätigt.

War er der Gründer? Nein, die Plattform wurde 2016 von Tim Stokely gegründet. Radvinsky besaß seit 2018 die Mehrheit an der Muttergesellschaft Fenix International Limited und prägte danach die Entwicklung von OnlyFans entscheidend.

Was ist OnlyFans? Creatoren erstellen Inhalte – z. B. Fotos, Videos, Tutorials oder Livestreams. Fans abonnieren einzelne Accounts und bezahlen dafür regelmäßig (meist monatlich). OnlyFans behält einen Provisionsanteil von ca. 20 Prozent der Einnahmen.

Womit wurde OnlyFans bekannt? Vor allem mit Erotikinhalten. Es handelt sich um eine der größten Paid‑Content‑Plattformen weltweit: bis zu 415 Millionen registrierte Nutzer, 190 Millionen aktive User, über 4 Millionen Creatoren.

Was weiß man über Radvinsky? Leonid "Leo" Radvinsky wurde in der Ukraine geboren. Er wuchs in den USA auf, nachdem seine Familie nach Chicago (Illinois) ausgewandert war, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University und schloss sein Studium 2002 ab.

Woher hatte er das Geld? Er gründete oder kaufte ab 2004 Beteiligungen an Webcam‑Plattformen für Erwachsene, insbesondere MyFreeCams. Die Webseite generierte hohe Einnahmen durch Abos, Pay-per-View und Trinkgelder von Nutzern.

Was war die Todesursache? Radvinsky starb nach einem langen, nicht öffentlich bekannten Kampf gegen Krebs. Die Plattform teilte mit, dass er "friedlich verstorben" sei und die Familie um Privatsphäre bitte.

Weitere Meldungen

Rettungsautos angezündet Video zeigt antisemitischen Anschlag

Worum geht es? In der Nacht auf Montag wurden im Stadtteil Golders Green im Norden von London mindestens vier Rettungswagen in Brand gesetzt, die auf einem Parkplatz abgestellt waren.

Was macht den Vorfall brisant? Die Fahrzeuge gehörten der jüdischen Freiwilligen‑Rettungsorganisation Hatzola Northwest, die in der jüdischen Gemeinde ehrenamtliche medizinische Hilfe bereitstellt.

Handelt es sich um einen antisemitischen Anschlag? Davon ist auszugehen. Die Metropolitan Police London hat die Ermittlungen übernommen und den Fall als Hassverbrechen eingestuft.

Was ist der Hintergrund? Die Brände Feuer wurde gegen 1.40 Uhr morgens gemeldet und erst nach einem Einsatz mit mehreren Löschfahrzeugen gelöscht. Durch explodierende Gas‑ und Sauerstoffflaschen kam es zu Schäden an angrenzenden Wohngebäuden, aber keine Verletzten.

Wie laufen die Ermittlungen? Vielversprechend, denn es gibt einige Videos von der Tat. Auf einem sind drei Personen zu sehen, die gezielt zu einem Krankenwagen gehen und ihn anzünden.

Wie fielen die Reaktionen aus? Premierminister Keir Starmer nannte die Tat einen "tief erschütternden antisemitischen Brandanschlag" und forderte Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft.

Passt der Anschlag ins Bild? Ja, laut Statistiken wirdeine stark erhöhte Zahl antisemitischer Straftaten verzeichnet, vor allem seit dem Jahr 2023.

Von Google zur BBC Brite Brittin soll Sender aus Krise führen

Worum geht es? Der Verwaltungsrat der britischen BBC hat laut Medienberichten bei einer Sitzung beschlossen, Matt Brittin zum nächsten Director‑General zu ernennen.

Ist das schon fix? Eine offizielle BBC‑Mitteilung steht noch aus, wird aber in dieser Woche erwartet. Tim Davie tritt am 2. April offiziell von seinem Posten als Generaldirektor zurück. Dann soll Brittin nachfolgen.

Warum tritt Davie ab? Wegen wachsender Vorwürfe über die redaktionelle Unparteilichkeit der öffentlich-rechtlichen BBC. Unter anderem wurde zuletzt eine Rede von Donald Trump manipuliert.

Wer ist Brittin? 57, verheiratet, zwei Söhne, geboren in Walton‑on‑Thames, Surrey (England). Ggewann bei den Ruder-Weltmeisterschaft 1989 Bronze. Wirtschafts-Studium in Cambridge und an der London Business School.

Und beruflich? Startete bei McKinsey, 2007 heuerte er bei Google an, von 2014 bis 2024 war er Präsident für Europa, Afrika und den Nahen Osten. Nach einer Auszeit ging er zur Guardian-Gruppe.

Was ist an seiner Bestellung ungewöhnlich? Brittin hat keine klassische Rundfunk‑ oder journalistische Karriere hinter sich. Stattdessen bringt er Digital‑Erfahrung mit, was darauf hindeutet, dass die BBC sich stärker auf digitale Transformation, Streaming und Wettbewerb mit Plattformen wie YouTube oder Netflix konzentrieren will.

Liberaler Sesselkleber FDP-Chef will nach Debakel bleiben

Worum geht es? Einen Tag nach der neuerlichen verheerenden Wahlniederlage analysierte die FDP die Lage. Die Sitzung der deutschen Liberalen endete mit einer Überraschung. Die bereitete der Vorsitzende seinem eigenen Präsidium.

Was ist die Vorgeschichte? Vor zwei Wochen war die FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Am Sonntag kam sie bei der Wahl in Rheinland-Pfalz überhaupt nur mehr aus 2,1 Prozent. Das schaute nach Köpferollen aus.

Was passierte aber? Der Spiegel beschrieb das so: "Man kann Christian Dürr am Ende dieses Montags für einen sehr entschlossenen Mann halten. Aber dafür muss man wohl ein absoluter Fan des FDP-Vorsitzenden sein. Oder Dürr selbst."

Was ist damit gemeint? Das komplette Präsidium der Partei war zum Rückzug entschlossen. Nur der Chef nicht, eben Christian Dürr, der möchte mit seiner Generalsekretärin weitermachen.

Wie kam es dazu? Der Bundesvorstand beschloss am Ende seiner Sitzung, dass alle Führungskräfte auf dem Parteitag Ende Mai neu gewählt werden sollen. Regulär wären sie noch ein Jahr im Amt.

Was war das Ziel? Es gab schon Überlegungen über die neue Führung, vielleicht eine Doppelbesetzung mit Europa-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Parteivize Wolfgang Kubicki?

Aber? Als das Treffen aus war, rechneten alle mit einem Abgang von Dürr. Der aber stellte sich knapp eine Stunde danach vor die Presse und sagte: "Ich denke nicht daran, aufzugeben" Fortsetzung folgt.

Opossum in Airport-Shop Tier saß zwischen Plüsch-Kollegen

Worum geht es? Das Personal eines Souvenirshops am Flughafen von Hobart auf der australischen Insel Tasmanien traute seinen Augen kaum: Zwischen Kängurus und Koalas aus Plüsch saß ein lebendiges Opossum. Das Beuteltier hatte es sich zwischen seinen Spielzeug-Kollegen gemütlich gemacht. Das Video davon ging binnen Stunden viral.

Wie kam das Tier in den Airport? Laut einem Sprecher finden aktuell Sanierungsarbeiten an dem Terminal statt. Dadurch könnte das Tier in das Gebäude geschlüpft sein.

Was geschah weiter mit dem kleinen Eindringling? Er wurde von Mitarbeitern des Shops aus dem Gebäude gebracht – vorbei an hunderten Passagieren, die Videos von dem possierlichen Tierchen machten.

Und dann? Das Opossum, konkret handelte es sich um ein Fuchskusu, wurde wieder in die Natur entlassen. Die kleinen Tiere sind auf Tasmanien extrem weitverbreitet und leben auch in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen.

Was sind Fuchskusus? Die possierlichen Beuteltiere fühlen sich in Parks sowie am Rand von Städten und Ortschaften ausgesprochen wohl, sind nachtaktiv und leben meist auf Bäumen. Während sie im Osten und Süden Australiens zum Alltag der Menschen gehören, gelten sie in Neuseeland als invasive Art, der intensiv nachgestellt wird, da sie dort kaum natürliche Feinde hat.

Blackout-Ursache klar Darum kam es zum Mega-Stromausfall

Worum geht es? Im Frühling 2025 kam es auf der iberischen Halbinsel zu einem beispiellosen Stromausfall, der Spanien, Portugal und einen Teil Frankreichs für Stunden vollkommen lahmlegte.

Was passierte nun? Der Verband der europäischen Stromnetzbetreiber (ENTSO-E) legte seinen Endbericht über die Ursache für den Mega-Blackout vor. Er ist 472 Seiten langen, 49 Fachleute aus ganz Europa haben fast elf Monate lang gearbeitet.

Was war die Ursache? Kurz gesagt: Strom wird in Europa auf vier verschiedenen Spannungsebenen transportiert. Zwei Stunden vor dem eigentlichen Blackout stieg die Spannung im Netz stark an, was zu Schwankungen führte. Maßnahmen der Netzbetreiber dagegen verschlimmerten die Situation und lösten eine Kaskade an Abschaltungen aus.

Was war die Folge? Am 28. April 2025, kurz nach Mittag, wurde die Stromversorgung der Iberischen Halbinsel unterbrochen. Internet- und Telefonverbindungen brachen zusammen und der Verkehr kam fast vollständig zum Erliegen. In einigen Gebieten dauerte es 16 Stunden, bis die Stromversorgung wiederhergestellt war.

Wie schwerwiegend war der Blackout? Der europäische Verband der Übertragungsnetzbetreiber für Elektrizität (Entso-e) bezeichnete den Stromausfall als "den schwersten und beispiellosesten Stromausfall, der in Europa in den letzten 20 Jahren aufgetreten ist und erhebliche Auswirkungen auf die Bürger und die Gesellschaft insgesamt hatte".

Lässt sich aus dem Bericht für die Zukunft lernen? Ja, da viele der Faktoren, die letztlich zu dem Stromausfall führten, hausgemacht waren. Die Stromnetzbetreiber auf der iberischen Halbinsel finden in dem Endbericht genügend Ansatzpunkte, wie solch eine fatale Kettenreaktion künftig vermieden werden kann.

"Ich war leichtgläubig" Mette-Marit über Marius und Epstein

Worum geht es? Nach Wochen des Schweigens gab Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit dem staatlichen TV-Sender NRK am Freitagmorgen ein 20-minütiges Interview. Dabei kamen auch der Prozess gegen Sohn Marius sowie ihre Beziehung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zur Sprache.

Wie sieht sie den Prozess gegen ihren Sohn? So wie vor und während des Prozesses, äußerte sie sich auch nun nicht inhaltlich zu den Vorwürfen gegen den 29-jährigen Marius Borg Høiby. Sie sagte nur so viel: "Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der in einer sehr schwierigen Situation war."

Weiß man schon, wann das Urteil fallen wird? Nein, das Gericht hat sich zu Beratungen zurückgezogen. Die Staatsanwatschaft fordert 7 Jahre und 7 Monate Haft für die insgesamt 40 Delikte, die dem unehelichen Sohn von Mette-Marit vorgeworfen werden.

Sprach Mette-Marit über ihre gesundheitliche Situation? Ja, sie sagte, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand weiter verschlechtert habe und sie deshalb sehr viel Ruhe brauche.

Woran leidet Mette-Marit? Im Herbst 2018 wurde bei ihr chronische Lungenfibrose diagnostiziert, eine unheilbare Krankheit, bei der die Lungenkapazität immer stärker eingeschränkt wird. Kurz vor Weihnachten 2025 ließ der Königspalast verlauten, dass die Kronprinzessin eine Lungentransplantation benötigt. Darauf werde ihr Organismus jetzt vorbereitet, so das offizielle Statement.

Worum ging es im Interview noch? Um Mette-Marits Verhältnis zum 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Mit ihm hatte sie einen regen Mailverkehr und traf ihn auch noch, als er bereits wegen eines Sexualdeliktes verurteilt worden war, wie aus den veröffentlichten Epstein-Akten herauszulesen gewesen ist.

Und was sagte Mette-Marit dazu? Sie habe Epstein über einen guten Freund kennengelernt. Ihr Verhältnis sei freundschaftlich gewesen, denn sie sei leichtgläubig und glaube gerne das Beste über Menschen. Auf den von Epstein jahrelang begangenen Missbrauch von Mädchen und jungen Frauen sei sie erst 2019 aufmerksam geworden.

Wie es ihr mit dieser Erkenntnis geht? Sie habe lange gebraucht, um ihre Schulgefühle gegenüber den Missbrauchsopfern von Jeffrey Epstein zu verarbeiten, so die Kronprinzessin. Denn sie sei ja selbst dort gewesen, habe aber nichts bemerkt.

Ihr Fazit? "Natürlich würde ich mir wünschen, ich hätte ihn nie kennengelernt. Aber es ist wichtig für mich, Verantwortung zu übernehmen, weil ich die Hintergründe nicht genauer untersucht habe."

Wo war ihr Mann, Kronprin Haakon? Er saß während des ganzen Interviews an ihrer Seite, gab gelegentlich Inputs. Etwa, dass es in den vergangenen Wochen "sehr viel auf einmal gewesen sei", das Mette-Marit und die ganze Familie belastet habe.

43,3 Grad im Winter USA ächzen derzeit unter "Hitze-Dom"

Worum geht es? Am kalendarisch letzten Tag des Winters hatte es in mehreren US-Bundesstaaten zwischen 35 und 40 Grad Celsius. Ärmster Ort des Landes war am Donnerstag Martinez Lake in Arizona, nahe der Grenze zu Mexiko, mit 43,3 Grad Celsius.

Ist das ungewöhnlich? Aber ja, die Durchschnittstemperaturen sind derzeit um bis zu 4 Grad zu hoch für diese Jahreszeit. Zahlreiche Städte im Südwesten, darunter Palm Springs in Kalifornien und Arizonas Hauptstadt Phoenix, verzeichneten mit 38 bis 40 Grad Celsius die höchsten jemals im März gemessenen Temperaturen.

Keine Wetteränderung in Sicht? Nein, laut dem Sender ABC sind in den nächsten Tagen weitere Hitzerekorde möglich.

Woher kommt diese Hitze? Laut der US-Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) hat sich über mehreren Bundesstaaten ein sogenannter "Hitze-Dom" gebildet. Dieses Wetterphänomen entsteht, wenn sich ein Hochdruckgebiet nicht weiterbewegt, sondern sich an einem Ort "einparkt". Dadurch kann die Wärme nicht abfließen, sondern wird in Bodennähe gleichsam "eingesperrt".

Wie lange hält das Extremwetter noch an? Auf jeden Fall bis zu diesem Wochenende danach soll die Hitze nach Osten abziehen. Experten warnen aber bereits jetzt vor der Gefahr von Waldbränden – so früh wie selten zuvor im Jahr.