Worum geht es? Fünf Mitglieder einer Forschungsexpedition der Universität von Genua sind offenbar bei einem Tauchunfall auf den Malediven ums Leben gekommen. Bislang konnte erst eines der Opfer geborgen werden.
Was ist geschehen? Das ist noch nicht ganz klar. Als sicher gilt, dass die Gruppe beim Vaavu-Atoll, etwa 100 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Malé, Unterwasserhöhlen in einer Tiefe von 50 bis 60 Metern erforschen wollte. Für gewöhnlich sind auf den Malediven Tauchausflüge in mehr als 30 Meter Tiefe genehmigungspflichtig.
Wer sind die Opfer? Laut italienischen Zeitungen handelt es sich um die Ökologin Monica M. (51), ihre Tochter Giorgia S. (23), die Stipendiatin Muriel O., den Meeresbiologen Benedeto G. und den Tauchlehrer Gianluca B. Sie alle gehörten zu einer 25-köpfigen Forschergruppe der Universität Genua, die mit dem Schiff "Duke of York" derzeit in der Region unterwegs sind.
Wurden bereits alle Opfer geborgen? Nein, bislang konnte nur die Studentin Giorgia S. aus gut 50 Metern Tiefe geholt werden. Laut italienischem Außenamt befinden sich die anderen vier Opfer nach wie vor in der Unterwasserhöhle. Es bestehe aber keine Chance, dass sie noch am Leben seien.
Warum verzögert sich die Bergung? Aktuell herrscht am Unglücksort schweres Wetter, so das Außenamt in Rom. Es ist von heftigem Regen und Sturmböen die Rede. Für Boote und Schiffe besteht die Warnstufe Gelb.
Wie geht es jetzt weiter? Das Militär der Malediven hat Taucher mit Spezialausrüstung in das Gebiet entsandt, um die noch vermissten Italiener zu bergen. Die Behörden des Inselstaates gehen davon aus, dass es sich um den schlimmsten Tauchunfall in der Geschichte der Malediven handelt.
Worum geht es? Die Welt blickte dieser Tage auf den Staatsbesuch von Donald Trump bei Chinas starkem Mann Xi Jinping. Aber während sich der gelegentlich verhaltensoriginelle US-Präsident dieses Mal keinerlei Blößen gab, sorgte einer seiner hochkarätigen Begleiter für Aufsehen: Elon Musk, Tech-Guru und mit großem Abstand reichster Mensch der Welt.
Was ist geschehen? Während des offiziellen Staatsbanketts in der Großen Halle des Volkes wurde Musk von zahlreichen Anwesenden fotografiert und um gemeinsame Selfies gebeten. Darunter auch von Lei Jun, Selfmade-Milliardär und Herr über die Marke Xiaomi, die außerhalb Chinas vor allem für ihre Handys und Elektrofahrzeuge bekannt ist.
Und weiter? Musk war von dieser Art von Aufmerksamkeit offensichtlich schwer genervt und verzog mehrfach das Gesicht. Als ihn Lei Jun mit kumpelhaftem Schulterklopfen um das Selfie bat, willigte Musk zwar ein, verzog dann aber beim Foto das Gesicht zur Grimasse.
Was war die Folge? Die Szene wurde mit Handykameras festgehalten, das Video ging bereits Minuten später viral und wurde millionenfach geteilt. Bereits Freitagnachmittag hatte es 75 Millionen Aufrufe auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo.
Wie fielen die Kommentare aus? Gemischt: Lei Jun wurde für seinen Move gleichermaßen gefeiert und kritisiert ("unterwürfiges Verhalten"), über das Verhalten von Musk hielten sich die meisten Kommentatoren zurück. Er selbst hielt sein Verhalten offenbar für absolut angemessen – Musk teilte den Clip auch selbst auf X.
Worum geht es? Hundert Meter hoch sollte ein Apartment-Hochhaus werden, das die Bauträgergesellschaft Rockwell Property am Südufer der Themse, exakt neben die Battersea Bridge, pflanzen wollte. Doch die Immobilienentwickler hatten ihre Rechnung ohne den Frontman der Rolling Stones gemacht, berichtet die Londoner Times.
Was ist geschehen? Zwei Jahre lang kämpfte Mick Jagger, der ziemlich genau vis à vis ein Haus direkt am Themseufer besitzt, gegen den 29-stöckigen Turm. Er sei "auf allen Ebenen völlig falsch" und mache "keine Sinn", so der 82-Jährige.
War er der einzige Projektgegner? Nein, es gab eine breite Front der Ablehnung gegen den Turm, in dem zunächst 142 Wohnungen geplant gewesen sind. Darunter fanden sich auch weitere Prominente wie Jagger Musiker-Kollege Eric Clapton oder der Comedian Harry Hill.
Wie lange lebt Jagger bereits dort? Er zog Anfang der 1960er-Jahre in diese Gegend. Berühmt wurde sein Haus an der Adresse 48 Cheyne Walk am nördlichen Themseufer im Stadtteil Chelsea. Hier lebte Jagger seinerzeit mit der Sängerin Marianne Faithfull zusammen. Jagger besitzt aber auch noch weitere Immobilien in London.
Wie wurde jetzt entschieden? Nachdem sich der Stadtbezirk und der Stadtrat gegen das Projekt ausgesprochen hatten, legte der Bauträger Berufung ein. Diese wurde jetzt allerdings abgeschmettert.
Mit welcher Begründung? "Der Vorschlag würde dem Stadtbildcharakter (…) Schaden zufügen", so Inspektorin Joanna Gilbert. "Er würde die Skyline entlang dieses Abschnitts des Themseufers dramatisch und nachteilig verändern. Um mit britischer Nüchternheit zu schließen: "Der Vorschlag ist weder beispielhaft, außergewöhnlich, bemerkenswert noch unverwechselbar, sondern einfach nur hoch."
Worum geht es? Die auf dem Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" erfolgten Hantavirus-Infektionen sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht auf eine Mutation des Virus zurückzuführen. Gen-Analysen hätten beim aktuellen Ausbruch keine Hinweise auf eine leichtere Übertragbarkeit oder schwere Krankheitsfälle ergeben, so WHO-Expertin Maria Van Kerkhove.
Warum hatte man das angenommen? Hantavirus-Infektionen erfolgen für gewöhnlich nur von Tieren auf den Menschen. Im aktuellen Fall hat es aber mindestens neun Infektionen offenbar direkt von Mensch zu Mensch gegeben. Deshalb bestand der Verdacht, das Virus könnte mutiert sein. Das wurde nun aber nicht bestätigt.
Was weiß man über den Hergang des aktuellen Ausbruchs? Laut gegenwärtigem Kenntnisstand hatte sich ein 70-jähriger Vogelkundler aus den Niederlanden vor dem Besteigen des Schiffs infiziert. An Bord bzw. danach wurde das Virus mindestens neunmal von Mensch übertragen, da bisher insgesamt zehn Infektionen bestätigt sind.
Gab es Todesopfer? Drei Personen sind an den Folgen der Hantavirus-Infektion gestorben, darunter "Patient Null" sowie seine Ehefrau. Zwei weitere Personen befinden sich in kritischem Zustand, die übrigen fünf haben einen milderen Krankheitsverlauf.
Wie wirkt sich eine Hantavirus-Infektion aus? Das ist von Virusstamm zu Virusstamm verschieden. Die hier vorliegende Andes-Variante ist die bislang einzig bekannte, die eben auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Sie zeichnet sich vor allem durch starke Herz- und Lungenbeschweren aus.
Kann man sich dagegen impfen lassen? Nein, bislang gibt es keine Schutzimpfung. Wer sich infiziert, wird je nach seinen Beschwerden behandelt.
Ist die aktuelle Infektionswelle mittlerweile abgeebbt? Nein, aber sie bewegt sich langsamer. Aufgrund der langen Inkubationszeit (bis zu 8 Wochen) geht die WHO jedoch davon aus, dass es auch noch weitere Erkrankungen, vor allem von Kontaktpersonen der Schiffspassagiere, geben könnte.
Ist auch Österreich betroffen? Ja, seit letztem Mittwoch weiß man, dass ein Österreicher in einem Flugzeug in der Nähe einer infizierten Person gesessen ist und seither als Verdachtsfall gilt.
Worum geht es? Laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC grassiert in der Demokratischen Republik Kongo das besonders gefährliche Ebola-Fieber. Bislang gäbe es 246 Verdachtsfälle sowie 65 Tote. In 13 Fällen sei die Ebola-Infektion bereits nachgewiesen worden.
Was bedeuten diese Zahlen? "Wenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal", zitiert die Schweizer NZZ Maximilian Gertler, Tropenmediziner von der Berliner Charité. Bei knapp 250 Verdachtsfällen müsse der Ausbruch bereits seit Monaten unentdeckt vorangeschritten sein, so der Arzt, der bereits mehrfach bei Ebola-Ausbrüchen im Einsatz gewesen ist.
Wie geht es jetzt weiter? Die Weltgesundheitsorganisation ist seit Anfang Mai informiert und hat bereits Experten in das betroffene Gebiet entsandt. Dieses befindet sich im Dreiländereck Kongo-Uganda-Südsudan, wo mehrere Städte liegen. Deshalb befürchten die Experten eine weitere Ausbreitung der Krankheit.
Wie gefährlich ist Ebola? Die durch ein Virus übertragene Krankheit ist hochansteckend und lebensbedrohlich. Das Virus wird durch Körperkontakt und über Körperflüssigkeiten übertragen. Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit laut dem deutschen Robert Koch-Institut bei bis zu 90 Prozent.
Wann gab es die letzten großen Ausbrüche? Zwischen 2014 und 2015 sind bei einem Ebola-Ausbruch in Westafrika über 11.000 Menschen gestorben. Im Kongo gab es seit 1976 mindestens 15 Ausbrüche, der aktuelle ist der 16. Zuletzt starben im September letzten Jahres 45 Personen an der Krankheit.
Worum geht es? Am 6. Juni findet in der All Saints Church in Kemble , Cirencester, in den Cotswolds die Hochzeit von Peter Phillips und Harriet Sperling statt. König Charles, Königin Camilla, Thronfolger Prinz William und Prinzessin Catherine werden da sein.
Aber? Williams jüngerer Bruder Prinz Harry und Meghan Markle stehen nicht auf der Gästeliste.
Wer ist Peter Phillips? 48, britischer Geschäftsmann und der Sohn von Prinzessin Anne und Mark Phillips. Er ist das älteste Enkelkind von Königin Elisabeth II. und Neffe des britischen Königs Charles III. und steht an 19. Stelle der britischen Thronfolge.
Und seine Zukünftige? Die gelernte Kinderkrankenschwester Harriet Sperling ist seit 2024 die Frau an der Seite von Phillips, die Verlobung erfolgte im August 2025.
Ein erster Aufschlag? Für beide ist es die zweite Ehe. Peter Phillips bringt zwei Töchter (Savannah, 15, und Isla, 14) mit in die royale Patchworkfamilie, Harriet Sperling hat eine Tochter (Georgina, 13) aus einer früheren Beziehung.
Weshalb sind Harry und Meghan nicht dabei? Ein Freund des Brautpaares wird in der britischen Presse mit den Worten zitiert, Harry und Peter hätten seit Jahren nicht mehr miteinander gesprochen und sich einfach aus den Augen verloren. Bei Harrys und Meghans Hochzeit 2018 war Peter Phillips allerdings noch mit von der Partie.
Gibt es weitere prominente Abwesende? Auch wenn die Gästeliste der Hochzeit noch nicht publiziert worden ist, gehen Beobachter davon aus, dass Peters Onkel Andrew Mountbatten-Windsor ebenso wenig eingeladen ist wie dessen Ex-Frau Sarah Ferguson.
Worum geht es? Die US-Kinderbuchautorin Kouri R. ist nach dem Tod ihres Ehemanns Eric wegen Mordes verurteilt worden. Am Mittwoch wurde das Strafmaß verkündet.
Warum sorgte der Fall international für Schlagzeilen? Weil Kouri R. nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderbuch über Trauerbewältigung veröffentlicht hatte – bevor Ermittler sie beschuldigten, ihn selbst mit Fentanyl vergiftet zu haben.
Was werfen die Behörden ihr vor? Die Staatsanwaltschaft in Utah erklärte, Kouri R. habe ihrem Mann im März 2022 einen mit Fentanyl versetzten Moscow Mule serviert, ein Cocktail aus Wodka, Limettensaft und Ginger Beer.
Unfall? Absicht? Laut Gerichtsmedizin befand sich die fünffache tödliche Dosis des Opioids in seinem Körper. Ermittler gehen davon aus, dass die Tat geplant war.
Warum soll sie ihren Mann getötet haben? Die Anklage sah finanzielle Motive als zentral an. Kouri R. soll hohe Schulden gehabt und geglaubt haben, nach dem Tod ihres Mannes Zugriff auf ein Vermögen von mehr als vier Millionen Dollar zu erhalten.
Gab es ein weiteres Motiv? Die Ermittler führten an, dass Kouri R. eine Beziehung zu einem anderen Mann gehabt habe und ein neues Leben beginnen wollte.
Was war mit dem Trauerbuch? Kouri R. veröffentlichte ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderbuch mit dem Titel "Are You With Me?" Darin ging es um den Umgang mit Trauer und den Verlust eines Elternteils.
Wie verlief der Prozess? Die Jury sprach Kouri R. im März 2026 in mehreren Punkten schuldig, darunter wegen schweren Mordes, versuchten Mordes, Versicherungsbetrugs und Urkundenfälschung.
Legte sie ein Geständnis ab? Die Geschworenen berieten laut Medienberichten nur wenige Stunden. Kouri R. selbst hatte auf nicht schuldig plädiert.
Welche Rolle spielten ihre Kinder? Vor der Strafverkündung wurden Aussagen der drei gemeinsamen Söhne öffentlich. Die Kinder erklärten laut Gerichtsunterlagen, sie hätten Angst vor ihrer Mutter und wollten nicht, dass sie jemals wieder freikomme.
Wie reagierte die Verteidigung? Die Anwälte argumentierten, Eric R. habe selbst Probleme mit Schmerzmitteln gehabt und seine Frau gebeten, Opioide zu besorgen. Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen, die digitale Spur – darunter Suchanfragen zu tödlichen Fentanyl-Dosen – spreche klar gegen die Angeklagte.
Welche Strafe wurde verkündet? Am Mittwoch wurde Kouri R. zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Sie hatte während des Prozesses geschwiegen, nun redete sie 30 Minuten lang und wandte sich an ihre Kinder.
Was sagte sie? Der zentrale Satz war: "Ich weiß, dass ihr heute nicht mit mir reden wollt und mich hasst. Das ist okay. Wenn ihr bereit seid, werde ich für euch da sein", sagte sie.
Worum geht es? Die britische Royal Navy steht in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass sie bis zu 232.000 Euro Steuergeld für neue Paradeuniformen weiblicher Offiziere ausgeben will.
Was ist der Grund? Die Platzierung der oberen Knöpfe der bisherigen Uniformjacken: Diese seien laut internen Dokumenten "unangemessen platziert", weil sich die Knöpfe auf Höhe der Brustwarzen befinden.
Was genau soll geändert werden? Betroffen ist die sogenannte "No 1 Jacket", die traditionelle Paradeuniform weiblicher Offiziere der Royal Navy. Die bisherige Version besitzt vier Reihen mit jeweils zwei dekorativen Knöpfen.
Und? Nach Beschwerden aus den Streitkräften sollen die oberen Knöpfe künftig tiefer angebracht werden. Die Entscheidung löste in Großbritannien eine Debatte über Prioritäten, Militärausgaben und politische Symbolik aus.
Was passiert nun? Laut einem internen Memorandum, über das die Times berichtete, erhalten Soldatinnen neue Jacken mit verändertem Design. Die Kosten sollen durch Einsparungen bei der Ausgabe anderer Uniformteile kompensiert werden.
Von welcher Menge reden wir? Mehr als 950 weibliche Offiziere sollen neue Uniformjacken bekommen. Die Umstellung soll schrittweise ab September 2026 erfolgen und bis Anfang 2027 abgeschlossen sein.
Warum sorgt das für Kritik? Die Kritik entzündet sich vor allem am Zeitpunkt der Entscheidung. Großbritannien steht unter massivem finanziellen Druck im Verteidigungsbereich.
Was ist das Problem? Die Streitkräfte kämpfen mit Personalsorgen, Materialengpässen und milliardenschweren Finanzierungslücken. Experten sprechen seit Jahren von einer strukturellen Krise der Royal Navy.
Was sagen Kritiker? Sie werfen der Marine vor, Steuergeld für kosmetische Änderungen auszugeben, während gleichzeitig Kriegsschiffe außer Dienst gestellt und Sparmaßnahmen diskutiert werden.
Haben sie recht? Es geht um keinen großen Betrag, aber man hätte einfach die bestehenden Knöpfe entfernen oder versetzen können, statt komplett neue Uniformen auszugeben.
Wie verteidigt die Royal Navy die Entscheidung? Die Marine weist den Vorwurf der Verschwendung zurück. Eine Sprecherin erklärte, die Änderung sei eine "positive Maßnahme für Frauen in der Marine". Man reagiere damit auf Rückmeldungen.
Welche Bedeutung haben die Uniformen historisch? Die betroffenen Paradeuniformen haben eine lange Tradition. Bereits die Frauenorganisation WRNS ("Wrens") trug während des Zweiten Weltkriegs ähnliche Jacken mit derselben Knopfanordnung.
Wer ist die prominenteste Vertreterin? Die königliche Familie, darunter Prinzessin Anne, wurde regelmäßig in diesen Uniformen fotografiert. Anne trägt die "No 1"-Uniform seit Jahrzehnten bei militärischen Zeremonien.