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25. Februar 2026

Berlinale-Chefin bleibt … zumindest noch ein paar Tage

Worum geht es? Die Schlussfeier der Berlinale sorgt in Deutschland weiter für Erregung. Der Chefin des Filmfestivals, Tricia Tuttle, drohte am Donnerstag der Rauswurf.

Was ist passiert? Bei der Verleihung der Goldenen und Silbernen Bären wurde der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib für das beste Spielfilmdebüt geehrt. Er kam mit einer Kufiya (Palästinensertuch) und einer Palästina-Flagge auf die Bühne.

Was sorgte zusätzlich für Aufregung? Er beschuldigte die Bundesregierung, "Partner beim Genozid Israels" zu sein. Dann drohte Alkhatib direkt, man werde sich später "an alle erinnern, die gegen uns standen" sowie auch an jene, "die sich entschieden haben, zu schweigen".

Was ist nun? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer berief laut F.A.Z. für Donnerstag eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats der Kulturprojekte des Bundes in Berlin GmbH (KBB) einberufen. Die GmbH hat die Oberaufsicht über die Filmfestspiele.

Was kam raus? Die Amerikanerin darf vorerst ihr Amt behalten, für wie lange, ist noch unklar. "Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen fortgesetzt," so ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.

Weitere Meldungen

Schneebälle als Waffe Polizisten in New York beschossen

Worum geht es? Nach einem heftigen Schneesturm, der New York stark traf, versammelten sich zahlreiche Menschen zu einer spontanen Schneeballschlacht im Washington Square Park in Manhattan.

Aber? Die New York Police Department (NYPD) wurde per Notruf (911) zu einer Meldung über eine unruhige, große Menschenmenge gerufen. Als die Beamten eintrafen, begannen einige aus der Menge, Schneebälle gezielt in Richtung der Polizei zu werfen.

Was war die Folge? Videos zeigen, wie die Polizei attackiert wird und sogar zurückweicht. Mehrere Beamte wurden nach Angaben der Polizei im Gesicht getroffen und leicht verletzt.

Was waren die Verletzungen? Die Betroffenen wurden zur Abklärung in ein Spital gebracht; ihre Verletzungen sind nach offizieller Einschätzung nicht lebensbedrohlich.

Was passierte dann? NYPD‑Kommissarin Jessica Tisch bezeichnete das Verhalten als ""schändlich" und "kriminell", und kündigte Ermittlungen an.

Welche Ermittlungen? Fotos von Verdächtigen wurden veröffentlicht, um Personen zu identifizieren, die gezielt Schneebälle auf Beamte geworfen haben sollen.

Ist das nicht übertrieben? Polizeigewerkschaften fordern, dass die Beteiligten als Angreifer auf Polizisten identifiziert, festgenommen und strafrechtlich verfolgt werden, weil es sich nicht mehr nur um "Spiel", sondern um einen gezielten Angriff gehandelt haben soll.

Wie reagierte der neue Bürgermeister? Zohran Mamdani hat die Videos gesehen und tat den Vorfall zunächst als Schneeballschlacht unter jungen Leuten ab. Danach rief aber allgemein dazu auf, Polizisten mit Respekt zu behandeln.

Aber? Er lehnte es ab, das Verhalten ausdrücklich als "kriminell" zu bezeichnen – was parteiübergreifend Kritik auslöste.

4 Tote auf US-Schnellboot Vor Kuba von Militärs erschossen

Worum geht es? In kubanischen Hoheitsgewässern vor Cayo Falcones (Provinz Villa Clara) kam es am Mittwoch zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein unter US-Flagge registriertes Schnellboot (Florida) wurde von kubanischen Grenztruppen abgefangen.

Was passierte dann? Laut dem kubanischen Innenministerium eröffneten Personen an Bord des Bootes das Feuer, ein Kommandant des kubanischen Patrouillenboots wurde verletzt. Die kubanischen Grenztruppen gaben daraufhin ebenfalls Schüsse ab.

War das so? Es gibt noch viele Rätsel. Die kubanischen Behörden sagen, dass das Boot in ihre territorialen Gewässer eindrang und nicht auf Identifikations- und Stopp-Signale reagierte. Der Vorfall passierte etwa eine Seemeile vor der Küste.

Wie viele Opfer gab es? Vier Personen auf dem US-registrierten Boot kamen ums Leben. Zusätzlich wurden sechs weitere Personen an Bord verletzt und medizinisch versorgt.

Wer steckt dahinter? Die Identität, Staatsangehörigkeit und genaue Mission der Menschen auf dem Boot ist noch unklar; kubanische Behörden bezeichnen sie in ihrer offiziellen Darstellung als "Aggressoren".

Wie reagierten die USA? Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, erklärte, er habe die Staatsanwaltschaft angewiesen, Ermittlungen einzuleiten. "Der kubanischen Regierung kann man nicht trauen, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Kommunisten zur Rechenschaft zu ziehen", sagte er.

Was ist das große Bild? Der Vorfall belastet die schon angespannten Beziehungen zwischen Kuba und den USA weiter. Kuba leidet aktuell unter einer schweren Treibstoff- und Energiekrise, weil wichtige Öl-Lieferungen aus Venezuela und Mexiko praktisch zum Erliegen gekommen sind – ein Effekt der verschärften US-Sanktionen und Blockade-Politik gegen das Land.

"Das geht nicht gut aus" Ex-Freundin warnte Familie vor Marius

Worum geht es? Seit drei Wochen steht Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, in Oslo vor Gericht. Der Prozess ist auf sieben Wochen angesetzt.

Weshalb? Ihm werden insgesamt 38 verschiedene Delikte vorgeworfen, darunter schwerwiegende Anklagen wie Vergewaltigung, Misshandlung, Körperverletzung und mehrere Drogendelikte.

Wer sagte nun aus? Erneut die Ex-Freundin von Marius, die Influencerin war von 2022 bis 2023 mit ihm zusammen. Sie will Mutter und Stiefvater vor dem 29-jährigen Angeklagten gewarnt haben.

Wie? "Ihr müsst ihm helfen, seht ihr nicht, dass er Hilfe braucht?", soll die Frau zu Høibys Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit (52), und Stiefvater Kronprinz Haakon (52) gesagt haben, berichten norwegische Medien.

Was hielt sie für angebracht? Die Einweisung in eine Suchtklinik. "Das geht nicht gut aus", soll sie gesagt haben. Allerdings erst nach dem Ende der Beziehung.

Was sagen Mette-Marit und Haakon? Nichts, sie wurden auch im Rahmen der Ermittlungen gegen Høiby weder befragt noch im Prozess als Zeugen geladen.

Warum? Staatsanwältin Sturla Henriksbø weist darauf hin, dass es "nicht üblich" sei, Eltern vorzuladen, um zu hören, was ihre Kinder ihnen möglicherweise erzählt haben.

Wieso ist das erstaunlich? Weil Marius seine damalige Freundin bedroht und misshandelt haben soll. Einmal warf er eine Besteckschublade nach ihr. Als sie das Prinzenpaar um Hilfe für Marius angefleht habe, sollen die beiden gesagt haben: "Das ist nicht deine Verantwortung."

Rauswurf für Andrew Auch Australien unterstützt Vorhaben

Worum geht es? Die britische Regierung prüft Gesetzesvorhaben, um Andrew rechtlich aus der Thronfolge auszuschließen, damit er nie König werden kann. Nun kommt Unterstützung aus Australien.

Was heißt das? Andrew steht auf Platz acht in der britischen Thronfolge, also hinter Prinz William, dessen Kindern und Prinz Harry und seinen Kindern. Er hat bereits alle königlichen Titel und Ehrungen verloren, bleibt aber formal in der Thronfolge.

Warum? Weil die Thronfolge erblich ist und nicht automatisch entfällt, wenn jemand Titel verliert.

Lässt sich das ändern? Dafür wäre ein Gesetz im UK‑Parlament nötig, es müsste vom Oberhaus und Unterhaus bestätigt und dann vom Monarchen unterzeichnet werden. Außerdem müssten die 14 Commonwealth‑Staaten, in denen Charles III. Staatsoberhaupt ist, zustimmen.

Wie sehen die Commonwealth‑Staaten das? Der australische Premierminister Anthony Albanese hat schriftlich erklärt, dass seine Regierung jede britische Initiative zur Streichung Andrews aus der Thronfolge unterstützen würde.

Und die anderen? Australien war der erste Commonwealth‑Staat, der öffentlich seine Zustimmung signalisiert hat. Neuseeland folgte wenig später.

Warum hat sich das Thema verschärft? Andrew wurde vergangene Woche vorübergehend festgenommen. Gegen ihn laufen nun auch Untersuchungen wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Geheimnisverrat während seiner Zeit als Handelsbeauftragter. Er bestreitet das.

"N-Wort" in TV-Show Nun entschuldigt sich auch Google

Worum geht es? Bei den British Academy Film Awards (Bafta) kam es am Sonntag zu einem Zwischenfall, der im Nachgang für viel Aufregung sorgte. Aus dem Publikum war das sogenannte "N‑Wort" (ein rassistischer Ausdruck für Schwarze) zu hören.

Was ist genau passiert? Zu dem Vorfall kam es während der Preisverleihung. US-Regisseur Michael B. Jordan und der britische Schauspieler Delroy Lindo standen auf der Bühne, als das "N‑Wort" gerufen wurde.

Von wem? John Davidson, ein bekannter Aktivist für Tourette‑Syndrom, der auch die Inspiration für den Bafta‑nominierten Film "I Swear" ist. Er lebt mit Tourette‑Syndrom, einer neurologischen Erkrankung, die zu unwillkürlichen motorischen und vokalen Tics führen kann.

Was sorgte für Ärger? Die BBC zeichnete die Show auf und strahlte sie zwei Stunden später aus – ohne den Zwischenruf zu entfernen. Das löste einen Sturm der Entrüstung aus.

Wie reagierte die BBC? Sie veröffentlichte eine Entschuldigung und betonte, dass die Sprache aus unwillkürlichen Tourette‑Tics stammte und nicht absichtlich verwendet wurde. Die Passage wurde (12 Stunden später) aus der Internet-Version entfernt.

Fanden das alles gut? Nein, Vertreter von Tourette‑Organisationen wiesen darauf hin, dass solche Tics nicht kontrolliert oder bewusst eingesetzt werden können, was eine sensible Abwägung zwischen Verständnis für Menschen mit der Erkrankung und dem Schutz der Zuschauer nötig macht.

Bei der Show fiel das nicht auf? Doch, Moderator Alan Cumming erläuterte während der Veranstaltung den Zusammenhang mit Tourette‑Syndrom und bat das Publikum um Verständnis, entschuldigte sich aber ebenfalls für jede Kränkung.

Was geschah danach? Google entschuldigte sich für eine KI-generierte Aufforderung, die einen Link zu einem Artikel über den Vorfall begleitete und die Nutzer dazu einlud, "mehr über" das N-Wort zu erfahren.

Wie fiel die Reaktion aus? Ein Google-Sprecher sagte gegenüber dem Guardian: "Das Unternehmen bedauert diesen Fehler zutiefst. Wir haben die anstößige Benachrichtigung entfernt und arbeiten daran, dies künftig zu verhindern."

Gab es weitere Konsequenzen? Der Filmemacher Jonte Richardson trat als Jurymitglied für Nachwuchstalente bei den Bafta-Filmpreisen zurück, weil die Organisation mit einer rassistischen Beleidigung nicht angemessen umgegangen sei.

Doch 10 Prozent Zölle Bei Trump nun wieder alles anders

Worum geht es? Der Oberste US-Gerichtshof hatte große Teile von Trumps bisheriger Zollstrategie für ungültig erklärt. Daraufhin kündigte Donald Trump die Einführung weltweiter Zusatzzölle an. Jetzt änderte er seine Meinung.

Nämlich? Der US-Präsident hatte ursprünglich einen generellen Tarif von 10 Prozent angekündigt, dann auf 15 Prozent erhöht. Am Dienstag trat aber eine Regelung mit 10 Prozent in Kraft.

Was ist der Hintergrund? Ein Wechsel der rechtlichen Grundlage: Trump nutzt jetzt Section 122 des Trade Act von 1974, nachdem seine ursprüngliche Notstandsbasis vom Supreme Court kassiert wurde.

Was ist Section 122 des Trade Act von 1974? Eine US-Notfallregel für Handelspolitik. Sie erlaubt dem Präsidenten, sehr schnell und ohne Zustimmung des Kongresses Importbeschränkungen zu verhängen, wenn es Probleme mit der US-Zahlungsbilanz gibt.

Wie lange gilt das? Maximal 150 Tage, danach muss der Kongress zustimmen, sonst laufen die Maßnahmen automatisch aus.

Bleibt es dabei? Laut Regierungs- und Medienberichten arbeitet die Trump-Administration daran, den Zollsatz später auf 15 Prozent anzuheben. Das wurde offiziell bestätigt, aber ein genauer Zeitplan fehlt noch.

Telegram im Visier Russen starten Verfahren gegen Gründer

Worum geht es? Russische Behörden haben ein Strafverfahren gegen den Gründer des Messengerdiensts Telegram, Pavel Durov, eingeleitet. Der Vorwurf lautet Unterstützung terroristischer Aktivitäten.

Was ist damit gemeint? Die Vorwürfe basieren auf einer russischen Anzeige und Aussagen des Federal Security Service (FSB). Der FSB und staatliche Medien behaupten, Telegram werde für Terrorismus, Sabotage, Extremismus und Angriffe innerhalb Russlands genutzt.

Wie massiv sind die Vorwürfe? Telegram soll über 150.000 Anfragen der russischen Medienaufsicht nicht beantwortet oder Inhalte nicht gelöscht haben. Das berichtet die staatliche Zeitung Rossijskaja Gaseta.

Was heißt das konkret? Telegram soll bei 13 angeblichen ukrainischen Anschlagsplänen gegen hochrangige russische Militäroffiziere sowie bei Zehntausenden von Bombenanschlägen, Brandstiftungen und Tötungen seit Kriegsbeginn eingesetzt worden sein.

Was ist Telegram? Eine weltweit verbreitete Messaging‑App mit mehr als einer Milliarde Nutzern. Sie gilt wegen der starken Verschlüsselung, geringer Kontrolle und großem globalen Einfluss als umstritten.

Wer ist Durov? Der Gründer und langjährige Leiter von Telegram. Er verließ Russland bereits 2014 und lebt heute im Ausland, unter anderem mit französischer und emiratischer Staatsbürgerschaft (hier mehr zu ihm und seiner 5-Millionen-Kaution).

Was könnte der Hintergrund sein? Der Kreml versucht, Millionen russische Nutzer zu einer staatlich kontrollierten Alternative namens MAX zu lenken. Anfang dieses Monats wurde der Datenverkehr von Telegram gedrosselt.