Worum geht es? Friedensnobelpreis-Trägerin María Corina Machado trifft diese Woche Donald Trump in Washington, D.C. Sie hatte angedeutet, dem Präsidenten ihren Nobelpreis dabei zu schenken.
Was sagt das Weiße Haus dazu? Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, sagte in ihrer Erklärung am Sonntag, Trumps "Vermächtnis als oberster Friedensstifter sei bereits gefestigt, daher sei es keine Überraschung", dass er von allen Seiten nominiert worden sei.
Aber? "Wie der Präsident jedoch bereits sagte", schrieb Kelly in einer E-Mail, "geht es ihm nicht um Anerkennung – es geht ihm nur darum, Leben zu retten."
Und Trump? Er hatte vergangene Woche auf Fox News erklärt, dass es ihm eine große Ehre wäre, den Preis von Machado entgegenzunehmen.
Wie reagierte das Nobelinstitut? Die Organisation verwehrt sich entschieden gegen eine Weitergabe. "Sobald ein Nobelpreis verliehen wird, kann er weder widerrufen, geteilt noch an andere übertragen werden. Die Entscheidung ist endgültig und gilt für alle Zeiten."
Warum wurde Machado ausgezeichnet? Die Trump-Anhängerin führte jahrelang den Widerstand der Opposition in Venezuela an. Nach dem Sturz von Maduro machte sie sich Hoffnungen, Präsidentin zu werden. Aber Trump ließ sie bisher abblitzen.
Worum geht es? Dina Powell McCormick wurde am Montag zur neuen Präsidentin und Vize‑Vorsitzenden von Meta Platforms ernannt. Sie wird damit Nummer 2 im Unternehmen nach CEO Mark Zuckerberg.
Was ist Meta? Meta Platforms, Inc. ist die Dachgesellschaft, also die Mutterfirma, von Facebook, Instagram und WhatsApp und einer der größten Technologiekonzerne der Welt.
Wer ist Dina Powell McCormick? Die 52-Jährige hat einen Bachelor in Politikwissenschaften und einen MBA von der Columbia University. Bei Goldman Sachs stieg sie zur Partnerin auf. 2017 war sie eine der leitenden außenpolitischen Beraterinnen von Donald Trump im Weißen Haus.
Wie sieht er die Bestellung? Euphorisch! "Eine großartige Wahl von Mark Z! Sie ist eine fantastische und sehr talentierte Person, die der Trump‑Administration mit Stärke und Auszeichnung gedient hat!", schrieb er.
Was ist nun ihr Job? Sie übernimmt die Aufgabe im Zuge einer Umstrukturierung, bei der Meta verstärkt auf Künstliche Intelligenz, strategische Partnerschaften und Investitionen setzen will.
Was ist mit Zuckerberg? Dina Powell McCormick arbeitet direkt unter ihm und unterstützt die strategische Leitung, hat aber nicht dieselbe Rolle wie ein CEO. Mark Zuckerberg ist weiterhin Gründer, Chairman und CEO von Meta.
Worum geht es? In den sozialen Medien wird derzeit über ein Foto debattiert. Es zeigt zwei Jets der deutschen Luftwaffe nebeneinander eingeparkt auf Island.
Was machen die da? Eine Maschine soll Außenminister Johann Wadephul (CDU) in die USA bringen, die andere Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ebenfalls dorthin.
Warum fliegen sie nicht gemeinsam? Weil ihre weiteren Reisepläne voneinander abweichen. Wadephul will bilaterale Gespräche in Island führen, länger in den USA bleiben und von Washington nach New York fliegen, Klingbeil nicht, berichtet der Spiegel.
Warum aber Island? Wenn man das Foto sieht, glaubt man es nicht, aber es handle sich laut Verteidigungsministerium um kleinere Maschinen und die müssten am Weg aufgetankt werden.
Wo sind die größeren Flugzeuge? Eines ist gerade mit Kanzler Friedrich Merz nach Indien unterwegs.
Worum geht es? In der Nacht auf Montag fanden im Beverly Hilton in Los Angeles der 83. Golden Globe Award statt. Der größte Gewinner des Abends bei den Filmen war "One Battle After Another".
Was war neu? Erstmals wurde ein Preis für den besten Podcast vergeben. Er ging an die Comedian Amy Poehler für "Good Hang with Amy Poehler".
Sonst so? "One Battle After Another", der satirisch‑politische Thriller von Paul Thomas Anderson, erhielt insgesamt vier Golden Globes. Damit war er der Film mit den meisten Auszeichnungen des Abends. Aber Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio ging leer aus.
Was war mit Streaming? Die Netflix‑Miniserie "Adolescence" gewann vier Golden Globes. Das Krankenhaus‑Drama "The Pitt" wurde als beste Drama‑Serie ausgezeichnet, und Noah Wyle gewann den Preis als bester Schauspieler (Drama‑Serie).
Gab es Protest? Ein wenig. Es gab ein paar politisch angehauchte Outfits und Botschaften auf dem roten Teppich, beispielsweise Anti‑ICE‑Pins einiger Stars mit den Aufschriften "Be Good" und "ICE Out".
Wer protestierte? Prominente wie Mark Ruffalo, Wanda Sykes, Natasha Lyonne und Jean Smart trugen diese Anstecker.
Wer war am deutlichsten? Mark Ruffalo sprach auf dem roten Teppich sehr klar über den kürzlichen Todesfall durch einen ICE‑Einsatz und äußerte scharfe Kritik an der aktuellen politischen Führung der USA, einschließlich persönlicher Kritik an Präsident Trump und seiner Politik.
Und bei den Reden? Auf der Bühne selbst blieben viele Aussagen vorsichtig und allgemein. Moderatorin Nikki Glaser machte satirische Seitenhiebe auf die Trump-Administration, umschrieb den Namen aber meist.
Worum geht es? In der Silvesternacht kam es in einer Bar in Crans-Montana zu einem verheerenden Brand. 40, überwiegend junge Menschen starben. Nun gab der Ex-Manager des Lokals ein Interview.
Warum ist das relevant? Weil seine Aussagen die nunmehrigen Eigentümer, ein Ehepaar aus Korsika, in Bedrängnis bringen.
Wieso? Eric D., der in Frankreich lebt, leitete das "Le Constellation" zwischen 2005 und 2014 und er sagt: "Wir hatten keinen Schaumstoff, wir brauchten keine Akustik." Die Decke, über die sich das Feuer rasant ausbreitete, muss also später eingebaut worden sein.
Kann er das belegen? Schaut so aus. Der Ex-Manager legte Journalisten Fotos aus der Zeit vor, in der er in der Bar tätig war. Sie zeigen, dass es keine Akustikdecke gab.
Warum? Sie war nicht nötig. Das "Le Constellation" habe damals lediglich aus "Bereichen bestanden, die mehr oder weniger als Lounges eingerichtet waren", sagt Eric D. "Unten hatten wir damals einige Spiele, drei Billardtische, eine Dartscheibe … "
Wie stand es um die Sicherheit? Die Treppe zum Keller sei nach "umfangreichen Renovierungsarbeiten" der neuen Eigentümer drastisch verkleinert worden, sagt er. "Ich verstehe nicht, warum sie die Treppe so stark verkleinert haben. Sicherlich, um sie schöner zu machen."
War die Treppe eine Todesfalle? Ja, 34 der 40 Opfer, die in Crans-Montana ums Leben kamen, wurden am Fuße der Treppe zum Erdgeschoss eingeklemmt gefunden. Die Treppe war zu eng, als dass alle hätten entkommen können.
Was noch auffiel? In der Bar gab es zum Zeitpunkt des Unglücks nur einen einzigen Feuerlöscher. Der Ex-Manager hingegen beharrt darauf, dass es zu seiner Zeit "sechs Feuerlöscher" gegeben habe.
Was ist mit den Betreibern? Ein Gericht im Kanton Wallis ordnete am Montag die Untersuchungshaft für Jacques M. an (er ist Mitinhaber der Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana zusammen mit seiner Frau) "für einen ersten Zeitraum von drei Monaten".
Was sorgt besonders für Empörung? Der Betreiber hatte in seiner ersten Befragung durch Ermittler unmittelbar nach dem Brand zugegeben, dass die Tür zum zweiten Fluchtweg von innen verschlossen war, berichtet der Le Figaro.
Worum geht es? Am Donnerstag präsentierte das Weiße Haus erstmals offiziell seine Pläne für den neuen Ballsaal, dem im letzten Oktober der Ostflügel des historischen Gebäudes weichen musste.
Und wie wird der Neubau? Noch größer, mächtiger und teurer als bislang angenommen. Der Ballsaal soll exakt die gleiche Höhe haben wie das Hauptgebäude des Weißen Hauses – für Architekten eigentlich ein Sakrileg, denn Zubauten sollten niemals das Hauptgebäude an Höhe übertreffen.
Was ist noch neu? Die Grundfläche des neuen Gebäudes soll etwa 4.180 Quadratmeter ausmachen, gut 2.000 Quadratmeter soll alleine der neue Ballroom messen, der für eine Kapazität von 1.000 Personen ausgelegt ist.
Was kommt noch in das Gebäude? Geplant ist weiters, im Erdgeschoß des Gebäudes Büros, eine Großküche, einen Kinosaal sowie eine Bürosuite für die First Lady zu errichten. Der Ballsaal soll dann im ersten Stock des Gebäudes errichtet werden.
Was weiß man über die Kosten? Der neue Architekt des Ballsaals, Shalom Baranes, geht mittlerweile von Baukosten von etwa 400 Millionen Dollar aus. Wobei laut Präsident Trump sämtliche Kosten durch Großspenden (u.a. von Amazon und Apple) getragen werden.
Gibt es noch weitere Planänderungen? Ja, es ist nun vorgesehen, den gegenüber liegenden Westflügel (in dem sich auch das Oval Office befindet) aufzustocken, damit er gegenüber dem neuen Ostflügel mit Ballsaal nicht ganz so verkümmert aussieht.
Wann starten die Bauarbeiten? Sie laufen längst, wenn auch derzeit nur unterirdisch. Aber Trump möchte so bald wie möglich auch mit den oberirdischen Arbeiten starten, damit der neue Ballsaal rechtzeitig fertig wird, ehe seine Amtszeit im Jänner 2029 ausläuft.
Worum geht es? Am 14. Juni wird Donald Trump 80 Jahre alt und dafür hat er einen besonderen Wunsch: einen Mixed-Martial-Arts-Kampf (MMA) im Weißen Haus. Das sorgt für Terminprobleme.
Moment, im Weißen Haus gibt es eine Keilerei? Ja, Trump ist MMA-Fans und mit Dana White eng. Er ist der Chef der weltweit führenden MMA-Liga.
Heißt was? "Am 14. Juni nächsten Jahres werden wir einen großartigen UFC-Kampf im Weißen Haus, direkt im Weißen Haus, auf dem Gelände des Weißen Hauses, haben", sagte der US-Präsident am 6. Oktober während einer Rede in Norfolk, Virginia. Das passiert nun.
Was ist das Terminproblem? Der nächste G7-Gipfel sollte eigentlich vom 14. bis 16. Juni stattfinden, nun wurde das Datum geändert. Also im Klartext: Die Regierungschefs der wichtigsten Weltmächte verschieben ihr Treffen wegen eines MMA-Kampfes.
Im Ernst? Ja, Frankreich Staatspräsident Emmanuel Macron habe "freundlicherweise die Termine geändert, um Trumps Agenda entgegenzukommen", sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses zum Le Figaro.
Was hat Frankreich damit zu tun? Das Land übernimmt im Juni die G7-Präsidentschaft.
Wann findet der G-7-Gipfel jetzt statt? Vom 15. bis 17. Juli in Évian-les-Bains (Haute-Savoie) am Genfersee.
Worum geht es? Die Vereinigten Arabischen Emirate streichen die öffentlichen Auslands-Stipendien für Bürger, die in Großbritannien studieren möchten. Grund dafür ist die Befürchtung, die jungen Menschen könnten dort islamistisch radikalisiert werden.
Durch wen sollte diese Radikalisierung erfolgen? Die Behörden der VAE haben offenbar mehrere Gruppen im Verdacht, auf arabische Studenten einwirken zu wollen. Namentlich genannt wurde die Muslimbruderschaft, die in den Emiraten als terroristische Organisation eingestuft ist.
Und in England ist sie nicht verboten? Nein, obwohl sich die Regierung der Emirate nach eigenem Bekunden seit Jahren bei der Regierung in London dafür starkmacht.
Dürfen Bürger der Emirate jetzt nicht mehr in England studieren? Doch, aber sie bzw. ihre Familien müssen ab sofort ausnahmslos selbst dafür aufkommen. Bislang förderten die Emirate derartige Studienaufenthalte großzügig, es wurden etwa Studiengebühren, Lebenshaltungskosten sowie Reise- und Krankenversicherung für besonders erfolgreiche Studierende übernommen.
Gilt die neue Einschränkung nur für England? Ja, wer in anderen Ländern studieren möchte, wird nach wie vor gefördert, wenn Studienrichtung und -fortschritt ins Konzept des Bildungsministeriums passen.
Wie viele Emiratis studieren in Großbritannien? Zuletzt waren mehr als 8.500 Studierende aus dem Wüstenstaat an britischen Unis eingeschrieben.
Was ist die Muslimbruderschaft? Eine seit beinahe hundert Jahren existierende islamistische Bewegung, die in mehr als 70 Ländern aktiv ist. Sie wird in mehreren Ländern als terroristisch eingestuft, westliche Terrorexperten sehen sie allerdings als weit weniger radikal an als andere Dschihad-Bewegungen.