Worum geht es? An einer Bahnstrecke, die von der polnischen Hauptstadt Warschau Richtung Ukraine führt, sind mehrere Beschädigungen der Gleisanlagen festgestellt worden. Eine davon ist vermutlich durch Sprengstoff verursacht worden.
Was sagt die Regierung? Sie nennt die Beschädigungen Sabotage, möchte aber keine Verdächtigungen bezüglich deren Verursacher aussprechen.
Was ist genau geschehen? Am Sonntagmorgen hatte ein Lokführer bei der Ortschaft Mika ein stark beschädigtes Gleisstück bemerkt. Die Ortschaft Mika liegt gut hundert Kilometer südöstlich von Warschau. Die Beschädigung soll durch einen Sprengstoffanschlag verursacht worden sein.
Gibt es weitere Schäden? Offenbar ja. Laut Innenministerium sei an einer anderen Stelle derselben Bahnstrecke die Stromleitung auf etwa 60 Metern Länge beschädigt worden. Und einige Hundert Meter weiter habe man eine Metallklemme an den Gleisen gefunden.
Warum ist das besonders bedeutsam? Weil die betroffene Strecke eine bevorzugte Route für Militärtransporte in die Ukraine ist. Zahlreiche militärische Hilfsgüter für die gegen Russlands Invasion ankämpfende ukrainische Armee werden hier transportiert.
Gab es Verletzte? Nein, der Zugverkehr wurde rechtzeitig eingestellt. Staatsanwaltschaft und Geheimdienst ermitteln. Man werde die Täter ausfindig machen, so Regierungschef Donald Tusk auf X, unabhängig davon, wer ihr Auftraggeber sei. Eine Verbindung zu Russland wollte Tusk offenbar bewusst nicht herstellen.
Worum geht es? Nachdem er monatelang erbittert dafür gekämpft hatte, dass die FBI-Akten über den Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein unter Verschluss bleiben, legte der US-Präsident nun eine Kehrtwende hin: Jetzt will er die Akten alle veröffentlichen lassen, wie er in der Nacht auf Montag auf Truth Social schrieb.
Warum das? Es könnte damit zu tun haben, dass es diese Woche im Repräsentantenhaus zu einer Abstimmung darüber gekommen wäre, die Trump vermutlich verloren hätte, da mittlerweile auch mehrere Republikaner dafür sind, die Akten zu veröffentlichen.
Heißt jetzt was? Trump hat unter dem Motto "Wir haben nichts zu verbergen!" seine Parteikollegen aufgefordert, für die Veröffentlichung der Akten zu stimmen. Das entsprechende Voting wird bereits am Dienstag stattfinden.
Wie geht es danach weiter? Dann muss der Antrag auf Veröffentlichung auch im Senat beschlossen werden – was als wesentlich weniger sicher gilt als die Zustimmung im Repräsentantenhaus, der anderen Parlamentskammer.
Und dann wird veröffentlicht? Sollte der Senat wirklich zustimmen, muss Trump den Beschluss unterzeichnen. Und erst dann dürfen die Akten vom Justizministerium veröffentlicht werden – theoretisch.
Und praktisch? Könnte es dennoch sein, dass Passagen darin geschwärzt werden oder Akten überhaupt zurückbehalten würden, sollten diese personenbezogene Daten enthalten, die "einen eindeutig ungerechtfertigten Eingriff in die Privatsphäre darstellen würden", wie es heißt. Damit soll vermieden werden, dass Dinge bekannt werden, die "für die Öffentlichkeit nicht relevant oder angemessen sind".
Heißt es ist vollkommen unklar, was veröffentlicht wird? Ja, und vor allem ist auch noch unklar, ob es überhaupt zu einer Veröffentlichung kommt. Aber der erste Schritt könnte bereits am Dienstag gemacht werden.
Worum geht es? Spaniens Regierung ist im Temporausch. Bis 2028 will man Europas ersten Schnellzug mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h auf die Schienen stellen. Der Hochgeschwindigkeitszug soll die knapp 670 Kilometer lange Strecke Madrid – Barcelona dann in weniger als zwei Stunden absolvieren können.
Gibt es so schnelle Züge bereits? Nur in China. Europas schnellste Züge sind die französischen TGV mit einer Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h, die deutschen ICE fahren bis zu 300 km/h schnell.
Und in Spanien? Die dortigen AVE-Züge fahren ebenfalls mit bis zu 300 km/h. Dazu kommt, dass das Land jetzt schon das am besten ausgebaute Hochgeschwindigkeits-Streckennetz Europas hat, mit einer Gesamtlänge von mehr als 4.000 Kilometern.
Was kostet der Spaß? Bislang etwa 70 Milliarden Euro, so Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente. In den nächsten vier Jahren sollen weitere 60 Milliarden in den Ausbau des Schienen- und Straßennetzes investiert werden.
Hat Spanien dann den Tempo-Rekord auf der Schiene? Das wird sich nicht ausgehen. In China, wo jetzt bereits Spitzengeschwindigkeiten von 350 km/h erreicht werden, ist bereits ein Zug in Erprobung, der im Regelbetrieb bis zu 400 km/h schnell sein soll. Er könnte noch heuer in Betrieb gehen.
Worum es geht? Am Mittwoch ging der bisher längste Shutdown in der US-Geschichte zu Ende, er dauerte 43 Tage. Nun bekommen die Bundesangestellten Geld nachgezahlt – auf durchaus ungewöhnliche Weise.
Wieviele betraf der Shutdown? Rund 2,2 Millionen Regierungsangestellte, etwa 800.000 wurden in den Zwangsurlaub geschickt oder arbeiteten ohne Bezahlung. Alle erhalten nun Nachzahlungen, ein paar sogar mehr Geld.
Weil? Kristi Noem, Ministerin für Innere Sicherheit, ließ sich dabei filmen, wie sie Schecks über 10.000 Dollar an Beamte der Behörde für Transportsicherheit (TSA) verteilte, berichtet die New York Times.
Was ist die Begründung? Die betroffenen hätten während des Shutdowns "außerordentliche Leistungen" erbracht. Noem überreichte die erste Tranche der Bonusschecks während einer Pressekonferenz am George Bush Intercontinental Airport in Houston.
Nach welchen Kriterien lief die Vergabe? Das ist unklar, sie wurden nicht offengelegt. Die Regierung hatte sowohl TSA-Mitarbeiter als auch Fluglotsen verpflichtet, während des Shutdowns unbezahlt zu arbeiten.
Woher kommt die Idee? Dreimal raten! Donald Trump hatte die Bonuszahlungen in den sozialen Medien empfohlen. Es ist anzunehmen, dass nun auch andere Branchen Zusatzgeld verlangen werden.
Erinnert das an was? Der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider verteilte 2007 und 2008 Geldscheine. 7.165 holten sich den Hunderter persönlich ab. Haiders Motive erinnern an heute: Die Preise im Supermarkt und für Mieten seien explodiert.
Worum geht es? Erst war er einer seiner erbittertsten Gegner, nun ist JD Vance als Vizepräsident eine zentrale Säule in der Regierung von Donald Trump. Nun verdichten sich die Anzeichen, er könnte sein Nachfolger werden.
Welche Anzeichen? Vance sagte am Donnerstagabend gegenüber Fox News, er werde nach den Zwischenwahlen mit Präsident Trump über eine mögliche Kandidatur für das Präsidentenamt im Jahr 2028 sprechen, sein unmittelbarer Fokus liege jedoch auf 2026.
Was ist 2026? Da finden Midterm Elections statt, die Zwischenwahlen sind für die Republikaner wegweisend. Sie halten derzeit 53 der 100 Sitze im Senat und verfügen über eine Mehrheit von 219 zu 213 Stimmen im Repräsentantenhaus. Trump droht der Verlust der knappen Mehrheit im Kongress.
Hat Vance als Kandidat eine Chance? Ja, aus drei Gründen: Er ist der Favorit der MAGA-Bewegung, liegt in Umfragen gut. Und er hat in einem potentiellen Duell mit dem demokratischen kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom derzeit die Nase vorn.
Worum geht es? Um verstärktes Säbelrasseln: Nach Einzelschlägen gegen mutmaßliche Drogenboote haben die USA einen Militäreinsatz gegen "Narko-Terroristen" bekannt gegeben.
Wann soll es losgehen? Das ist unklar, es könnte aber schon am Wochenende soweit sein.
Woraus schließt man das? Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte am Donnerstag die "Operation Southern Spear" an, die nach seinen Angaben "unser Heimatland vor den Drogen schützen soll, die unsere Bevölkerung töten".
Was ist damit gemeint? Hegseth könnte der laufenden US-Operationen vor Venezuela ein neues Etikett gegeben oder den Startschuss für eine neue, erweiterte Mission geben haben. Oder beides.
Was passierte nun? Die USA versammeln Kriegsschiffe – darunter den größten Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford – in und um die Karibik. Laut CBS präsentierten hochrangige Militärs Trump "aktualisierte Optionen" für einen Angriff auf Venezuela.
Worum geht es? Formal um eine Bagatelle, aber es handelt sich um die Neujahrsnacht und deshalb nahm die Sache Schwung auf. Nach 15 Jahren verlegt das ZDF seine Silvesterparty heuer von Berlin nach Hamburg.
Das wusste man aber schon, oder? Ja, seit dem Sommer, aber jetzt geht es ums Geld. Hamburg schießt nämlich 400.000 Euro zu.
Warum ist man aus Berlin weg? Auch wegen Geld, die Stadt wollte keines mehr beisteuern. "Es ist meiner Meinung nach nicht Aufgabe der Steuerzahler, solche Veranstaltungen mitzufinanzieren," sagte CDU-Bürgermeister Kai Wegner.
Wo steigt die Party nun? In der Hamburger HafenCity, statt wie in Berlin sollen nicht 60.000 Zuschauer da sein, sondern nur 10.000. Der Ticketverkauf hat am Mittwoch begonnen.
Was weiß man über die Show? Es soll eine schwimmende Bühne geben, Johannes Oerding und Wanda aus Wien haben Auftritte schon zugesagt.
Wo ist nun der Ärger? In Hamburg sind nicht alle begeistert über die Show. Die Linksfraktion stellte in der Bürgschaft sogar einen Antrag, den Geldfluss zu unterbinden. Er wurde von der rot-grünen Regierungsmehrheit abgelehnt.
Eine Einzelstimme? Nein, auch Teile der Anwohner stellen sich gegen das Projekt, die Gegend sei jetzt schon überfüllt, heißt es. Auch Teil der Grünen sind dagegen, aber die Parteiräson siegte.
Worum geht es? Eine Frau postete ein einer Facebook-Gruppe, dass sie auf dem Jakobsweg sexuell belästigt worden sei. Das löste eine wilde Debatte aus, beteiligt waren auch viele Verharmloser, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Was ist der Jakobsweg? Eine Sammlung vieler Pilgerstrecken. Der klassische Teil beginnt in den Pyrenäen in Saint-Jean-Pied-de-Port (Frankreich) und führt rund 800 Kilometer durch Nordspanien bis nach Santiago de Compostela.
Was ist passiert? Vor 10 Jahren gründete die US-Amerikanerin Lorena Gaibor die Facebook-Gruppe "Camigas". Heute posten darauf fast 39.000 Mitglieder, die Einträge sind nur für Angemeldete sichtbar.
Was ist der Zweck der Gruppe? Frauen und nicht binäre Personen schildern Erlebnisse auf dem Jakobsweg, geben Sicherheitstipps und warnen vor bestimmten Männern.
Was war der Anlass der Gründung? Das Verschwinden der 41 Jahre alten Denise Thiem aus Arizona 2015. Sie war allein unterwegs, verschwand und wurde fünf Monate später ermordet aufgefunden.
Was geschah nun? Laut Süddeutscher Zeitung schilderte einen Frau, dass ihr in der Kirche ein älterer Mann auf den Busen und auf die Oberschenkel gegriffen habe. Sie erstattete Anzeige und stellte fest: ein Wiederholungstäter.
Was passierte nach dem Posting? Die Frau bekam Zuspruch, erstaunlich viele schilderten ähnliche Erfahrungen, aber es gab auch einigen Gegenwind. Einige relativierten den Fall, sprachen von Panikmache, ihnen sei nie etwas passiert.
Ist das erklärbar? Für Lorena Gaibor schon. Hier soll ein Idealbild erhalten bleiben, über sexuellen Missbrauch soll besser geschwiegen werden. Auf dem Jaobsweg sind inzwischen mehr Pilgerinnen als Pilger unterwegs.