Worum geht es? Der Prinz und die Prinzessin von Wales verbrachten ihren Winterurlaub mit der Familie heuer in einem französischen Ferienort in den Alpen. Dort wurden sie von Paparazzi fotografiert. Dagegen gingen sie gerichtlich vor.
Wo sind die Fotos erschienen? In Paris Match, das Magazin steht im Besitz des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH. Dessen Chef Chef Bernard Arnault gehört zu den reichsten Menschen der Welt.
Was war zu sehen? Kate und William wurden auf der Skipiste mit Prinz George (12), Prinzessin Charlotte (10) und Prinz Louis (7) sowie beim Entspannen auf dem Balkon ihres Chalets fotografiert.
Was passierte nach der Veröffentlichung? Der britische Thronfolger und seine Frau brachten einen Eilantrag ein, ein reguläres Verfahren hätte ein bis zwei Jahre gedauert.
Wie ging das Verfahren aus? Kate und William haben den Rechtsstreit um die Verletzung ihrer Privatsphäre gewonnen. Paris Match musste am Donnerstag die gerichtliche Mitteilung dazu abdrucken, berichtet der Guardian.
Was stand drin? Das Magazin habe durch die Berichterstattung "den gebührenden Respekt vor ihrem Privatleben und die Rechte des Prinzen und der Prinzessin von Wales und ihrer Kinder an ihrem Bild verletzt".
Floss auch Geld? Nein die Anwälte von William und Catherine hatten dem französischen Gericht mitgeteilt, dass es die Veröffentlichung der Bekanntmachung einer Entschädigung vorziehe. Nur die Anwaltskosten waren zu bezahlen.
Das war schon einmal anders, oder? Ja, 2012 veröffentlichte das Magazin Closer Oben-ohne-Fotos von Catherine. Ihr wurden damals 100.000 Euro Schadenersatz zugesprochen. Das Geld spendete sie. Der Richter verhängte zudem gegen den Herausgeber und den Eigentümer von Closer jeweils eine Geldstrafe von 45.000 Euro – den maximal zulässigen Betrag.
Worum geht es? Nun ist er endgültig in Ungnade gefallen. Großbritanniens König Charles (76) nahm seinem jüngeren Bruder Andrew (65) nach dem Herzog auch den letzten Titel Prinz weg, kassierte seine Orden ein und verjagte ihn vom Hof.
Was ist genau passiert? Am Donnerstag schickte der Buckingham Palast eine historische Stellungnahme aus (hier im Volltext). Kernstück: "Seine Majestät hat heute ein formelles Verfahren zur Aberkennung von Stil, Titeln und Ehrenbezeichnungen von Prinz Andrew eingeleitet", hieß es in der Erklärung des Palastes.
Wie heißt der Ex-Prinz nun? "Prinz Andrew wird künftig den Namen Andrew Mountbatten Windsor tragen," legte der Palast fest. Hier lesen Sie die Hintergründe zur Epstein-Affäre, hier, was in der Biographie des Opfers steht.
Geht das so einfach? Ja und nein. Andrew war von Geburt an Prinz und als Sohn von Königing Elisabeth "Seine Königliche Hoheit". Mit der Hochzeit mit Sarah Ferguson 1986 bekam er den Titel "Herzog von York" verliehen.
Das kann man ihm wegnehmen? Nicht so einfach. König Charles machte aber von seinem königlichen Vorrecht Gebrauch, das es ihm erlaubt, bestimmte königliche Titel und Ehren ohne Einbeziehung des Parlaments zu verwalten. Es bleibt ein Graubereich.
Was ist mit seinem Wohnsitz in Windsor? Auch hier ist der Palast klar. "Sein Pachtvertrag für die Royal Lodge bot ihm bis dato rechtlichen Schutz und ermöglichte ihm den weiteren Aufenthalt. Nun wurde ihm die formelle Kündigung zugestellt, und er wird in eine alternative private Unterkunft umziehen."
Wie begründet Charles den Schritt? Diese Maßnahmen "werden trotz seiner anhaltenden Leugnung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe als notwendig erachtet". Und: "Ihre Majestät möchte klarstellen, dass ihre Gedanken und ihr tiefstes Mitgefühl den Opfern und Überlebenden jeglicher Form von Missbrauch galten und auch weiterhin gelten werden".
Welche Orden verliert er? Andrew's Order of the Garter und Knight Grand Cross of the Victorian Order.
Gab es so eine Strafmaßnahme schon einmal? Das letzte Mal, dass einem Mitglied der britischen Königsfamilie formell ein Titel aberkannt wurde, war bei Prinz Ernst Augustus, Herzog von Cumberland und Teviotdale, im Rahmen des Titles Deprivation Act von 1917.
Was hatte er angestellt? Dem in Deutschland geborenen britischen Prinzen wurden seine britischen Titel aberkannt, nachdem er im Ersten Weltkrieg Deutschland die Treue geschworen hatte.
Was ist mit den Kindern von Andrew? Als Töchter des Sohnes eines Monarchen behalten Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie ihre Titel.
Worum geht es? Italiens Rechts-Regierung möchte ein Jahrzehnte altes Prestigeprojekt endlich umsetzen, nämlich den Bau einer Brücke zwischen dem Festland und der Insel Sizilien. Anfang August nahm das Milliarden-Projekt die letzte politische Hürde, es fehlte nur mehr die Zustimmung des Rechnungshofes – doch brachte ausgerechnet der jetzt die ehrgeizigen Baupläne zum Einsturz.
Warum das? Die Prüfer verweigerten ihre Zustimmung am Mittwoch zunächst ohne die Angabe von Gründen. Diese sollen in einer schriftlichen Stellungnahme in den kommenden Wochen erläutert werden.
Wie reagierte die Regierung? Kämpferisch. Verkehrsminister Matteo Salvini von der Lega-Partei bezeichnete die Entscheidung als einen "schweren Schaden für das Land" und als politisch motiviert. Aber: "Wir sind entschlossen, alle möglichen Wege zu beschreiten, um die Arbeiten in Gang zu bringen. Wir machen weiter", so Salvini Mittwochabend.
Kann der Rechnungshof übergangen werden? Ja, theoretisch schon, und zwar durch eine Abstimmung im Kabinett.
Was sollte die Brücke eigentlich Kosten? Die Regierung kolportierte Errichtungskosten von 13,5 Milliarden Euro, dazu kämen noch weitere 28 Milliarden Euro, um die Mega-Brücke ans Straßen- und Schienennetz anzuschließen. Dafür wollte man die mit 3,3 Kilometern längste Hängebrücke der Welt errichten.
Gibt es auch Kritiker? Mehr als genügend. Die häufigsten Kritikpunkte sind die gigantischen Baukosten, unabsehbare Umweltschäden sowie die Tatsache, dass die Brücke in einem erdbebengefährdeten Gebiet liegen würde.
Worum geht es? Eine 80-jährige Australierin wurde tot auf einer kleinen Insel des Great Barrier Reef aufgefunden, nachdem sie offenbar zuvor von dem Kreuzfahrtschiff, auf dem sie reiste, dort alleine zurückgelassen worden war.
Wie kann so etwas geschehen? Die Frau war am vergangenen Samstag mit weiteren Passagieren des Kreuzfahrtschiffs Coral Adventurer auf Lizard Island, einer etwa drei mal vier Kilometer großen Insel, die gut 250 Kilometer nördlich der Stadt Cairns liegt, wandern. Dabei soll sie sich von der Gruppe getrennt haben, um eine Ruhepause einzulegen.
Und keiner bemerkte, dass sie fehlte? Das wird jedenfalls vermutet. Das Schiff verließ die Insel gegen Sonnenuntergang, kehrte aber einige Stunden später zurück, nachdem die Besatzung das Verschwinden der Frau bemerkt hatte.
Es wurde nach ihr gesucht? Noch in der Nacht wurde eine große Suchaktion gestartet, an der auch ein Hubschrauber beteiligt wer, der vom Festland angefordert worden war. Am Sonntagmorgen wurde schließlich die Leiche der 80-Jährigen gefunden.
Weiß man, woran die Frau starb? Eine offizielle Todesursache wurde bislang nicht genannt. Die Polizei geht aber von einem "plötzlichen und nicht verdächtigen Tod" der Passagierin aus.
Wie kann ein Schiff einen Passagier vergessen? Das versucht die betroffene Reederei derzeit zu eruieren. Grundsätzlich würden auf Kreuzfahrtschiffen strenge Prozeduren eingehalten, um genau solch einen Fall unmöglich zu machen. Im Moment wird von einer Verkettung unglücklicher Umstände ausgegangen, die zu diesem tragischen. Ereignis geführt hätten.
Worum geht es? Monatelang hatte US-Präsident Donald Trump mit der Idee kokettiert und Spekulationen darüber befeuert, dass er 2029 eventuell für eine dritte Amtszeit als US-Präsident kandidieren könnte. Doch am Mittwoch stellte der 79-Jährige an Bord der Air Force One klar, dass das nicht in Frage käme: "Das ist mir nicht erlaubt."
Weshalb überhaupt die Spekulationen? Der US-Präsident, der im Jänner 2025 seine zweite Amtszeit antrat, brachte das Thema selbst immer wieder aufs Tapet. Zuletzt äußerte sich auch ein ehemaliger Berater Steve Bannon diesbezüglich, und zwar so deutlich wie nie zuvor: Trump müsse zu Ende bringen, was er begonnen habe, und werde bei der Wahl 2028 der Kandidat der Republikaner sein.
Und jetzt? Von Journalisten während des Fluges nach Südkorea darauf angesprochen, fand Trump dazu erstmals deutliche Worte: "Wenn Sie es lesen, ist es ziemlich klar: Ich darf nicht kandidieren. Schade. Aber wir haben viele großartige Leute."
Worauf bezieht sich der Präsident dabei? Auf den 22. Verfassungszusatz. Darin steht klipp und klar: "Niemand darf mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden."
Hat Trump damit ein Problem? Davon ist auszugehen. Erst vor wenigen Tagen sagte er, er würde "sehr gerne" erneut kandidieren. "Ich habe meine besten Umfragewerte aller Zeiten. Es ist beängstigend. Meine besten Umfragewerte."
Wer könnte statt Trump ins nächste Präsidentenrennen gehen? Er selbst brachte zuletzt seine Vize JD Vance sowie Außenminister Marco Rubio dafür ins Spiel. Aber für die republikaner gilt es zunächst, die Kongresswahlen im Herbst 2026 zu schlagen, ohne zu große Verluste hinnehmen zu müssen. Erst danach wird sich herauskristallisieren, wer 2028 ins Präsidentenrennen geschickt wird.
Worum geht es? Der US-Flugzeughersteller Boeing muss die Auslieferung seines neuesten Jets, der Boeing 777X verschieben. Ursprünglich hätten die ersten Modelle Anfang 2027 ausgeliefert werden sollen. Das wird sich jetzt auf jeden FAll um mehrere Monate verzögern. Für den Hersteller werden dadurch Strafzahlungen in der Höhe von etwa 5 Milliarden Dollar (etwa 4,3 Milliarden Euro) fällig.
Weshalb verzögert sich die Auslieferung? Laut Boeing aufgrund zunehmender regulatorischer Hürden, die erst überwunden werden müssten, ehe die Flugzeuge in Dienst gestellt werden dürfen.
Sind das die ersten Probleme, die bei der 777X auftreten? Nein, es kam bereits mehrfach zu Problemen bei der Fertigung des neuen Modells, berichtet die BBC. Der Hersteller hat bereits bisher etwa 15 Milliarden Dollar (ca. 13 Milliarden Euro) an Strafzahlungen für Produktionsverzögerungen aufwenden müssen.
Was weiß man über das neue Modell 777X? Es basiert auf der Boeing 777 (Triple-Seven), hat zwei Triebwerke, soll bis zu 426 Passagieren Platz bieten und mehr als 16.000 Kilometer ohne Zwischenlandung zurücklegen können.
Wie viele Bestellungen gibt es bereits? Stand September 2025, hat Boeing 565 Exemplare des neuen Fliegers in den Auftragsbüchern stehen. Das Modell ist für den Hersteller, der in den letzten Jahren mehrfach mit Problemen (Schäden an Flugzeugen, Abstürzen sowie wochenlangen Streiks in den Produktionswerken) zu kämpfen hatte, eines der wichtigsten Projekte für die Zukunft.
Worum geht es? Der Haushaltsstreit in den USA geht in seine bereits fünfte Woche – und kostet das Land bis zu 14 Milliarden Dollar (12 Milliarden Euro). Das teilte das überparteiliche Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) nun mit.
Wie kommt man auf diese Summe? Dafür wurde jene Wirtschaftsleistung errechnet, die durch den Stillstand verloren geht und später auch nicht mehr aufgeholt werden kann, etwa durch nachträgliche Gehaltszahlungen oder Auftragsvergaben.
Weshalb ist überhaupt Shutdown? Weil sich Republikaner und Demokraten im Kongress nicht darauf verständigen können, unter welchen Modalitäten neue Schulden gemacht werden sollen, um damit die laufenden Kosten, etwa für Staatsbedienstete, zu decken.
Was bedeutet das? Dass zigtausende Bundesbeamte derzeit in unbezahltem Zwangsurlaub sind und zahlreiche staatlichen Stellen geschlossen bleiben. Die Regierung Trump hat auch angekündigt, tausende Beamte zu entlassen, sollten die Demokraten nicht einlenken, dem haben aber diverse Gerichte vorläufig einen Riegel vorgeschoben.
Und wichtige Systemerhalter wie Exekutive, Rettungsdienste, Flugsicherung oder Militär? Diese Stellen und Behörden arbeiten weiter, allerdings derzeit ohne Bezahlung.
Wie lange soll das noch so gehen? Das ist schwer zu sagen. Der bisher längste Shutdown über den Jahreswechsel 2018/19 dauerte 35 Tage. Allerdings gingen laut Haushaltsbüro damals "nur" insgesamt drei Milliarden Dollar an Wirtschaftsleistung dauerhaft verloren.
Worum geht es? Die Beratungsfirma Henley & Partners hat vor kurzem ihren neuesten Global Investment Risk and Resilience Index präsentiert, der zusammen mit der Analyseplattform AlphaGeo entwickelt wurde. Der Index bewertet die Länder der Welt anhand ihrer Anfälligkeit für aktuelle Risiken sowie ihrer Resilienz – als der Fähigkeit, sich von Krisen zu erholen.
Und was ist das Ergebnis? Die Top-Platzierung ging an die Schweiz mit 88,4 von 100 Punkten. Wirtschaftliche Dynamik, politische Stabilität, Rechtssicherheit und die klimatischen Risiken haben ebenso dazu beigetragen wie die Werte in den Bereichen Inflation, rechtliche und regulatorische Unsicherheiten, Innovationskraft, Klimaanpassung, Governance-Qualität und sozialer Fortschritt.
Wer folgt dahinter? Dänemark (85,1 Punkte), Norwegen (83,5), Singapur (83,4) und Schweden (83,2). Deutschland liegt auf Platz 9 (mit 80,7 Punkten).
Und Österreich? Findet sich auch Platz 11, ex aequo mit Kanada (78,5 Punkte).
Wo stehen die USA? Nur auf Platz 24 (mit 74,2 Punkten). Vor allem politische Instabilität, soziale Ungleichheit, die hohe Staatsverschuldung und die überalterte Infrastruktur haben Trump-Land Punkteabzüge beschert.
Die Schlusslichter? Der Karibikstaat Haiti (28,9 Punkte) und der Libanon (26,6 Punkte). Politische Instabilität, schwache Institutionen und geringe Anpassungsfähigkeit drücken hier das Ergebnis. Dazu kommen Korruption, begrenzte Innovationskraft sowie die Anfälligkeit für klimatische Veränderungen und Naturkatastrophen.