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24. April 2026

400.000 Dollar Gewinn Soldat wettete auf Maduro-Sturz

Worum geht es? Ein Soldat einer US-Spezialeinheit, der an der Militäroperation zur Gefangennahme von Nicolás Maduro beteiligt war, wurde nun verhaftet und angeklagt, da er angeblich auf die Absetzung des ehemaligen venezolanischen Präsidenten gewettet hatte.

Was wird ihm vorgeworfen? Das Justizministerium wirft dem Soldaten vor, auf Polymarket, einer Krypto-Plattform, Wetten auf den Zeitpunkt und den Ausgang der Operation, bei der Maduro und seine Frau gefangengenommen wurden, abgeschlossen zu haben.

Das ist verboten? Der Mann, der in Fort Bragg in North Carolina stationiert gewesen ist, habe "auf der Grundlage von Verschlusssachen gehandelt", so das Justizministerium. "Das ist eindeutig Insiderhandel und ist nach Bundesrecht illegal."

Um welchen Gewinn geht es? Der Angeklagte gewann durch seine Wetten mehr als 409.000 Dollar (ca. 350.000 Euro) bei einem Einsatz von etwa 33.000 Dollar (ca. 28.000 Euro).

Weitere Meldungen

Erschießungen erlaubt USA ändern Regeln für Hinrichtungen

Worum geht es? Die USA verschärfen die Gangart bei der Todesstrafe. Es soll wieder Hinrichtungen auf Bundesebene geben. Künftig sollen Delinquenten auch von Erschießungskommandos hingerichtet werden können. Zudem werden die Verfahrensregeln für Hinrichtungen mit der Giftspritze wieder auf jenen Stand gehoben, der in der ersten Amtszeit von Präsident Trump galt.

Warum die Änderungen? Unter Präsident Joe Biden wurden Hinrichtungen auf Bundesebene ausgesetzt, nachdem Trump sie in seiner ersten Amtszeit hatte durchführen lassen.

Finden Hinrichtungen nicht Bundessache? Nein, die meisten Hinrichtungen in den USA finden auf Ebene der Bundesstaaten statt. Auf Bundesebene wird die Todesstrafe nur für bestimmte Bundesverbrechen gefordert. Etwa Terrorismus, Spionage, für den Mord an Bundesbeamten oder wenn Morde in mehreren Bundesstaaten stattgefunden haben.

Und die neuen Regeln gelten nur für solche Bundesverbrechen? Genau, sie gelten für Bundesverbrechen, die vor einem Bundesgericht verhandelt werden.

Erschießungskommandos? Im Bundesstaat Utah können bereits Delinquenten auf diese Weise hingerichtet werden. Nun ist das auch auf Bundesebene theoretisch möglich.

Was ist mit der Giftspritze? Die Verfahrensregeln für diese Art von Hinrichtungen sollen so weit vereinfacht werden, dass es schneller möglich sein wird, eine Todesstrafe per Giftspritze durchzuführen.

Gibt es noch weitere Änderungen? Der amtierende Justizminister Todd Blanche hat zudem die Beantragung der Todesstrafe für neun Personen genehmigt, die derzeit vor einem Bundesgericht stehen.

Wann wurde zuletzt in den USA jemand nach Bundesrecht hingerichtet? Im Jänner 2021, in den letzten Tagen der ersten Amtszeit von Präsident Trump. Während der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampfes im zweiten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 10 Personen nach Bundesrecht hingerichtet – so viele wie zuletzt im Jahr 1896.

Neue Friedens-Gespräche Aber JD Vance bleibt diesmal daheim

Worum geht es? Am Wochenende soll es neue Gespräche zwischen dem Iran und den USA in Pakistan geben. Vizepräsident JD Vance ist diesmal nicht dabei, und das hat Gründe.

Welche? Die US-Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner reisen nach Islamabad. Weil auch der Iran seinen Chefunterhändler, den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, nicht entsendet, kommt auch Vance nicht.

Was tut sich militärisch? Am Freitag stieß mit der USS George HW Bush ein weiterer Flugzeugträger der US Navy zu den amerikanischen Kampfverbänden rund um den Iran. Damit sind erstmals seit 14 Jahren drei US-Trägerverbände gleichzeitig in der Region im Einsatz.

Was ist das Ziel dabei? Weiter Druck auf den Iran aufzubauen, um bei den bevorstehenden Friedensverhandlungen schneller zu einer Lösung zu kommen.

Ist der Truppenaufmarsch damit vorerst beendet? Nein, in den nächsten Wochen sollen zudem weitere 4.000 Marineinfanteristen sowie eine zusätzliche amphibische Spezialeinheit in die Region verlegt werden.

Immer mehr Masern-Fälle Zahlen steigen in Amerika rasant an

Worum geht es? Die Zahl der Masernfälle auf dem amerikanischen Kontinent klettert massiv in die Höhe. 2025 wurden in 13 Ländern insgesamt 14.700 Fälle registriert – ein Anstieg um 32 % gegenüber 2024. Und heuer liegen die Zahlen im ersten Quartal noch einmal darüber.

Was ist der Grund? Vor allem die seit Jahren zurückgehende Impfrate. 2016 war Amerika der erste Kontinent, der als masernfrei galt. Aber spätestens seit der Corona-Pandemie sinken die Impfzahlen teils deutlich.

Welche Länder sind besonders betroffen? Mexiko, Guatemala, die USA und Kanada. Laut dem Direktor der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO, Jarbas Barbosa, hat sich der Trend zuletzt noch beschleunigt. Demnach gab es seit Jahresbeginn in Nord-, Mittel- und Südamerika bereits mehr gemeldete Infektionen als im gesamten Vorjahr.

Steigt auch die Zahl der Todesfälle? Ja, auch die Zahl der Todesfälle nahm zuletzt deutlich zu. Der PAHO zufolge wurden am gesamten amerikanischen Kontinent im vergangenen Jahr 32 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Maserninfektion registriert. Im ersten Quartal 2026 waren es bereits elf.

Hat das Auswirkungen auf die Fußball-WM in Nordamerika? Die Gefahr einer Verbreitung ist natürlich in einem riesigen Stadion deutlich größer. Insgesamt werden für die WM in den USA, Kanada und Mexiko 6,7 Millionen Tickets verkauft.

Wie ist die Situation in Österreich? Stabil. Heuer wurden bislang vier Masernfälle in Österreich gezählt. 2025 waren es insgesamt 152 Infektionen, davon mussten 35 Fälle im Krankenhaus behandelt werden. Die Krankheit ist in Österreich meldepflichtig.

"Alltag statt Algorithmen" Auch Norwegen will Social-Media-Verbot

Worum geht es? Die norwegische Regierung will bis zum Jahresende ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren auf den Weg bringen. Damit würden "Spiel, Freundschaften und der Alltag" von "Algorithmen und Bildschirmen" zurückerobert, so Ministerpräsident Jonas Gahr Store.

Damit ist das Land kein Einzelfall, oder? Nein, in ganz Europa werden derzeit ähnliche Beschränkungen diskutiert, in etwa einem Dutzend Ländern ist die Einführung bereits fix geplant, neben Spanien, Frankreich oder Dänemark auch in Österreich.

Wie ist die Situation bei uns derzeit? Die Regierung plant eine Social-Media-Beschränkung bis 14 Jahre. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll ebenfalls bis zum Jahresende vorliegen.

Gibt es bereits irgendwo ein aktives Verbot? Ja, in Australien ist es seit letztem Dezember Kindern und Jugendlichen bis 16 verboten, eigene Konten auf vielen der großen Plattformen zu haben.

Wie sind die ersten Erfahrungen? Durchwachsen. Wie Recherchen zeigen, haben offenbar viele junge Menschen einen Weg gefunden, trotz aufrechtem Verbot weiterhin auf Social Media präsent zu sein.

Eisblock liegt im Weg Alle Everest-Expeditionen gefährdet

Worum geht es? Ein besonders großer und stabiler Eisblock beeinträchtigt derzeit die Vorbereitungen der nepalesischen Sherpas für die Mount-Everest-Saison 2026. Der 30 Meter hohe Eisklumpen namens Serac blockiert den Aufstieg vom Basislager zu Camp One und kann nicht einfach umgangen werden.

Woher weiß man das? Weil die nepalesischen Behörden in den Wochen vor Beginn der Kletter-Saison alljährlich die Seile und Leitern kontrollieren und neu fixieren, die den zahlenden Bergsteigern den Weg auf den höchsten Gipfel der Welt erleichtern sollen.

Gibt es den Eisblock heuer das erste Mal? Nein, Serac liegt im Bereich des berüchtigten Khumbu-Eisfalls, eines gefährlichen Gletscherabschnitts, und entsteht offenbar jedes Jahr aufs Neue. Er verändert sich dabei immer wieder.

Wie geht es jetzt weiter? Die Behörden hoffen, dass der Eisblock in den nächsten Tagen zusammenbricht oder noch so weit abschmilzt, dass er umgangen werden kann. Bis dahin werden die sogenannten "Ice Doctors", die die Seile und Leitern präparieren, ausnahmsweise per Hubschrauber in Camp 2 geflogen, damit sie ihre Vorbereitungen fortsetzen können, ohne Zeit zu verlieren.

Und wenn Serac nicht rechtzeitig schmilzt? Dann muss der Bereich großräumig umgangen werden. Das war zuletzt 2024 der Fall. Allerdings wird die Alternativ-Route ungern gewählt, da dort 2014 eine Lawine abging und 16 Nepalesen tötete.

Wie lange dauert die Gipfel-Saison am Mount Everest? Sie beginnt im April und endet spätestens Ende Mai. Während dieser Zeit versuchen meist hunderte Bergsteiger aus aller Welt, mithilfe einheimischer Führer auf den 8.848 Meter hohen Gipfel zu gelangen. Die Preise für diese Expeditionen sind zuletzt deutlich gestiegen, selbst eher simple Arrangements kosten mehrere Zehntausend Euro.

Millionär totgetrampelt Bei Jagd von Elefanten-Gede attackiert

Worum geht es? Seine Villa daheim ist bis zur Decke angeräum mit ausgestopften Wildtieren. Jetzt ist der kalifornische Weingut-Millionär Ernie Dosio ist bei einer Safari in Gabun in Zentralafrika ums Leben gekommen.

Wie? Er wurde von fünf Elefantenkühen angegriffen und zu Tode getrampelt, während er Antilopen nachstellte, wird berichtet.

Wer war Ernie Dosio? Er verwaltete tausende Hektar Weinberge in Kalifornien. Dosio war seit seiner Jugend begeisterter Trophäenjäger und in Jagdkreisen sehr bekannt. Immer wieder reiste er auch nach Afrika, um die sogenannten "Big Five", also Löwe, Elefant, Büffel, Leopard und Nashorn, zu jagen.

Wie kam es zu dem Unglück? Dosio war offenbar zusammen mit einem Berufsjäger im Busch unterwegs, um einen seltenen Gelbrückenducker, eine Antilopenart aus dem Regenwald, aufzuspüren. Dabei stießen die beiden zufällig auf eine Gruppe von fünf Waldelefantenkühen mit einem Jungtier. Die Elefanten fühlten sich bedroht und gingen sofort zum Angriff über.

Was wurde aus seinem Begleiter? Er wurde bei dem Zwischenfall schwer verletzt.

Ist diese Form der Jagd überhaupt erlaubt? Ja, für viele afrikanische Staaten ist die Großwildjagd eine willkommene Einnahmequelle. So soll etwa die Jagd auf den Gelbrückenducker den Amerikaner umgerechnet etwa 35.000 Euro gekostet haben.

König Charles besucht USA Kein Treffen mit Epstein-Opfern

Worum geht es? In der kommenden Woche reisen König Charles III. und Königin Camilla zu einem offiziellen Staatsbesuch in die USA. Der Terminplan sorgt nun für eine Enttäuschung, berichtet die New York Times.

Warum? Im vergangenen Monat hatte der kalifornische Abgeordnete Ro Khanna (Demokraten) in einem Brief den Buckingham Palace gebeten, eine Privataudienz zwischen dem Monarchen und Opfern von Herrn Epstein zu arrangieren.

Was stand im Schreiben? "Ich bitte Sie respektvoll, sich unter vier Augen mit Überlebenden des Missbrauchs durch Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell zu treffen, damit diese Ihnen direkt schildern können, wie mächtige Einzelpersonen und Institutionen sie im Stich gelassen haben."

Wie lautete die Antwort? Die Anwälte des britischen Königshauses lehnten in einem Schreiben eine Zusammenkunft ab. "Der König und die Königin haben stets ihre Unterstützung für alle Missbrauchsopfer bekundet, unabhängig davon, wo und wie der Missbrauch begangen wurde", heißt es in dem Schreiben.

Aber? Aufgrund laufender polizeilicher Ermittlungen im Vereinigten Königreich könne der König "weder Überlebende treffen noch sich direkt zu den untersuchten Angelegenheiten äußern".

Was ist damit gemeint? In Großbritannien finden Untersuchungen gegen den Bruder des Königs und seine Beziehung zu Jeffrey Epstein statt. Andrew Mountbatten-Windsor wurde im Februar sogar kurzzeitig festgenommen.

Wann findet der Staatsbesuch statt? Vom 27. bis zum 30. April. Im Mittelpunkt stehen die Feierlichkeiten anlässlich des 250. Geburtstages der USA. Auch ein Zusammentreffen mit Donald Trump ist geplant.